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Grundprobleme und Theorie des Regierens Strukturen, Prozesse und Inhalte

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Grundprobleme und Theorie des Regierens Strukturen, Prozesse und Inhalte - PowerPoint PPT Presentation


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Vorlesung am 03.11.2010 . Grundprobleme und Theorie des Regierens Strukturen, Prozesse und Inhalte. Prof. Dr. Joachim Krause Prof. Dr. Tine Stein Institut für Sozialwissenschaften Politikwissenschaft Wintersemester 2010/11. Programm heute.

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Vorlesung am 03.11.2010

Grundprobleme und Theorie des Regierens

Strukturen, Prozesse und Inhalte

Prof. Dr. Joachim Krause

Prof. Dr. Tine Stein

Institut für Sozialwissenschaften

Politikwissenschaft

Wintersemester 2010/11

programm heute
Programm heute

Fortsetzung des Themas „Historische Entwicklung des modernen Staates“

  • 1. Stufen der Staatlichkeit
  • 2. Ende des goldenen Zeitalters der Staatlichkeit?

Thema: „Typologien demokratischer und autokratischer Systeme“

  • 1. Klassische Typologien: Dreier-Schema
  • 2. Grundunterscheidung Demokratie – Autokratie
  • 3. Autokratien: diktatorisch – totalitär
  • 4. Defekte Demokratien als hybride Regime
  • 5. Demokratien: direkt – repräsentativ; parlamentarisch – präsidentiell; Konkurrenz – Konkordanz; Mehrheit – Konsensus

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endstufe
„Endstufe“
  • Der demokratische Rechts- und Interventionsstaat

abgekürzt: DRIS

(dazu: SFB Staatlichkeit im Wandel, Uni Bremen)

  • Vier Dimensionen:
    • Ressourcendimension
    • Rechtsdimension
    • Legitimitätsdimension
    • Wohlfahrtsdimension

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ende des goldenen zeitalters der staatlichkeit
Ende des Goldenen Zeitalters der Staatlichkeit?
  • Erosion des Kongruenzprinzips
  • Zwei Veränderungen der Staatlichkeit :

a. Verlagerung politischer Regulierung:

- „nach oben“

- an nicht-staatliche Akteure

b. Erweiterung der Steuerungsformen

  • Neue Herausforderungen für den Staat im 21. Jahrhundert
  • „Zerfaserung“ klassischer Staatlichkeit und Veränderung hin zu System von Governance/ Global Governance – als Ausdruck des Bedeutungswandels der Staatenwelt?

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literaturhinweise zur historischen entwicklung des staates
Literaturhinweise zur historischen Entwicklung des Staates
  • Creveld, Martin van: The Rise and Decline of the State. Cambridge Cambridge University Press 1999
  • Giddens, Anthony: The Nation-State and Violence. Berkeley and Los Angeles, University of California Press 1997
  • Poggi, Gianfranco: The State. Its nature, development and prospects. A sociological Introduction , Stanford, Stanford University Press 1990
  • Stefan Leibfried/Michael Zürn (Hrsg.): Transformationen des Staates?, Frankfurt am Main Suhrkamp 2006
  • Klaus Roth: Genealogie des Staates. Prämissen des neuzeitlichen Politikdenkens. Duncker & Humblot Berlin 2003
  • Charles Tilly (Ed): The Formation of National States in Western Europe. Princeton University Press 1975

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typologien politischer systeme
Typologien politischer Systeme
  • Typologie: Ordnung verschiedener Typen vor dem Hintergrund bestimmter unterscheidender Merkmale (Kategorien)
  • Typen: Kombination mehrerer voneinander unabhängiger Merkmale zu einem gedanklichen Konstrukt
  • Merkmalsbildung erfolgt induktiv (Beobachtung und systematische Beschreibung der Wirklichkeit) – auf dieser Basis: Klassifikation der empirischen Objekte
  • Politisches System: heute gebräuchliche Analyseeinheit (traditionell: Staat, siehe etwa Staatsformenlehre)

- weil Staat spezifischer als politisches Systeme (polity-Dimension)

- weil Erkenntnisinteresse differiert (Staatsformenlehre eher normativ: gute Ordnung?, systemtheoretische Frage eher analytisch: a. wie erhält/regeneriert sich System?, b. wie und warum werden welche Entscheidungen getroffen?)

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veranstaltungshinweis nicht verpassen
Veranstaltungshinweis – Nicht verpassen!

Institut für Sozialwissenschaften - Fach Politikwissenschaft

  • Einladung zum Vortrag:

Prof. Dr. Wilhelm Bleek (Toronto/Bochum)

Dahlmann, Schleswig-Holstein

und die Entstehung der

deutschen Nationalbewegung

Montag, 8. November 2010, 18:00 Uhr

Kiel, Christian-Albrechts-Platz 2, Audimax, Hörsaal F

- Die Kieler Politikwissenschaft wird im Jahr 2011 sechzig Jahre alt -

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typologie autokrat systeme autorit re u totalit re diktaturen
Typologie autokrat. Systeme: autoritäre u. totalitäre Diktaturen

Kennzeichnung totalitärer Herrschaft nach Hannah Arendt

  • "Totalitäre Herrschaft wird wahrhaft total in dem Augenblick (...), wenn sie das privat-gesellschaftliche Leben der ihr Unterworfenen in das eiserne Band des Terrors spannt. Dadurch zerstört sie einerseits alle nach Fortfall der politisch-öffentlichen Sphäre noch verbleibenden Beziehungen zwischen Menschen und erzwingt andererseits, dass die also völlig Isolierten und voneinander Verlassenen zu politischen Aktionen (wiewohl natürlich nicht zu echten politischen Handeln) wieder eingesetzt werden können."

(Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft, München 1965, S. 727)

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typologie autokrat systeme autorit re u totalit re diktaturen14
Typologie autokrat. Systeme: autoritäre u. totalitäre Diktaturen

Merkmale totalitärer Herrschaft nach C.J. Friedrich:

  • "1. eine offizielle Ideologie, bestehend aus einem offiziellen, alle Hauptaspekte des menschlichen Lebens umfassenden Lehrsystem, woran sich jedes Mitglied dieser Gesellschaft mindestens passiv zu halten hat; im Mittelpunkt dieser Ideologie stehen (...) chiliastische Forderungen für eine vollkommene Endgesellschaft der Menschheit.
  • 2. eine einzige Massenpartei (...); dabei ist die Partei gewöhnlich unter einem einzigen Führer streng hierarchisch und oligarchisch organisiert und (...) der staatlichen Bürokratie entweder übergeordnet oder völlig mit ihr verflochten.
  • 3. ein technisch bedingtes, fast vollkommenes Monopol der Kontrolle (...) über alle entscheidenden Kampfmittel.
  • 4. ein ähnlich technisch bedingtes, fast vollkommenes Monopol der Kontrolle (in denselben Händen) über alle entscheidenden Massenkommunikationsmittel (...).
  • 5. ein System terroristischer, in seiner Wirkung auf den Punkt 3 und 4 beruhender Polizeikontrolle, die sich bezeichnenderweise nicht nur gegen erwiesene Feinde des Regimes, sondern gegen willkürlich herausgegriffene Gruppen der Bevölkerung richtet".

(Carl J. Friedrich, The Unique Character of Totalitarian Society, in: ders. (Hrsg.), Totalitarianism, Cambridge/Mass. 1945, S. 47 - 60. Übs. in: B. Seidel/ J.Jenker (Anm. 15), S. 179 - 196, hier S. 185f.)

  • 6. Zentrale Lenkung der Wirtschaft

(Carl Joachim Friedrich: Totalitäre Diktatur, Stuttgart 1957 (unter Mitw. von Zbigniew Brzezinski))

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typologie hybrider regime defekte demokratie
Typologie hybrider Regime – defekte Demokratie

„embedded democracy“

Eingebettete Demokratie

1. Wahlregime

2. politische Teilhaberechte

3. bürgerliche Freiheitsrechte

4. Gewaltenkontrolle

5. effektive Regierungsgewalt

Wolfgang Merkel: Embedded and Defective Democracies, in: Democratization, Vol.11, No.5, December 2004, pp.33-58

„defekte Demokratie“

Elektorale Demokratie

Wahlregime muß gegeben sein

Subtypen:

- Exklusive Demokratie

- Illiberale Demokratie

- Delegative Demokratie

- Enklavendemokratie

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literaturhinweise
Literaturhinweise
  • Alexander Gallus/ Eckhard Jesse (Hg.): Staatsformen. Modelle politischer Ordnung von der Antike bis zur Gegenwart. Ein Handbuch, utb ²2007
  • Petra Stykow: Vergleich politischer Systeme, utb 2007
  • Gabriel A. Almond/ G. Bingham Powell: Comparative Politics. System, Process, and Politics, Boston/Toronto 1978
  • Ernst Fraenkel: Strukturanalyse moderner Demokratien, in: ….
  • Georg Brunner: Vergleichende Regierungslehre, Stuttgart 1979
  • Hannah Arendt: Elemente und Ursprünge totalitärer Herrschaft, Frankfurt am Main 1955 (1951)
  • Carl Joachim Friedrich: Totalitäre Diktatur, Stuttgart 1957 (unter Mitw. von Zbigniew Brzezinski)
  • Juan Linz: Totalitäre und autoritäre Regime, Potsdam ³2009
  • Wolfgang Merkel u.a.: Defekte Demokratien: Theorien und Probleme, Bd. 1, Opladen 2003
  • Winfried Steffani: Parlamentarische und präsidentielle Demokratie, Opladen 1979
  • Gerhard Lehmbruch: Proporzdemokratie. Politisches System und politische Kultur in der Schweiz und in Österreich, Tübingen 1967
  • Arend Lijphart: Patterns of Democracy. Government Forms and Performance in Thirty-Six Countries, New Haven/London 1999

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