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Protestkampagnen im Internet

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Protestkampagnen im Internet

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  1. Protestkampagnen im Internet

  2. Protest • Was ist Protest? • „Protest sind Kommunikationen, die an andere adressiert sind und deren Verantwortung anmahnen.“ • Luhmann zitiert nach Hellmann, Kai-Uwe (1996): Systemtheorie und Neue Soziale Bewegungen. Identitätsprobleme in der Risikogesellschaft. Opladen, S. 189

  3. Protest • Protest beinhaltet… • Partizipation • öffentliche Kommunikation die Bekundung des Missfallens, des Nichteinverstandenseins • kollektives Handeln • nicht-staatliches Handeln • gesellschaftliche od. politische Anliegen

  4. Protest/Akteure • Eine soziale Bewegung kann definiert • werden als ein „[…] abgestütztes • Handlungssystem mobilisierter Netzwerke • von Gruppen und Organisationen, welche • sozialen Wandel mit Mitteln des Protests • […] herbeiführen, verhindern oder • rückgängig machen wollen.“ •  Rucht, Dieter 1994: Modernisierung und neue soziale Bewegungen. Deutschland, Frankreich und USA im Vergleich. Frankfurt a.M./New York

  5. Protest/Akteure • Soziale Bewegungen • Neue soziale Bewegungen

  6. Protest/Akteure • Bewegungsforschung untersucht: • politische Prozesse und ihre Akteure • soziale Voraussetzungen • organisatorische Verfasstheit • gesellschaftliche Auswirkungen des Handelns politischer Akteure

  7. Protest/Akteure • Stränge der Bewegungsforschung: • Mass theorists • Resource mobilization approach • Political opportunity/political process approach • Network theorists • Culture approach

  8. Protest/Akteure • Culture approach • Kollektive Identität als: • “an interactive and shared definition produced by several individuals (or groups at a more complex level) and concerned with the orientations of action and field of opportunities and constraints in which action takes place.” •  Melucci, Alberto (1996): Challenging Codes: Collective Action in the Information Age. Cambridge S. 44

  9. Protest/Akteure  Donk van de, Wim/Loader, Brian D./Nixon, Paul G./Rucht, Dieter (2004): Introduction: social movements and ICTs, in: Donk van de, Wim/Loader, Brian D./Nixon, Paul G./Rucht, Dieter (Hrsg.): Cyperprotest. New media, citizens and social movements. New York, S. 14

  10. Protest/Akteure • instrumentelle Funktionen:Durchsetzung von politischer Macht • expressive Funktionen:Ausbildung kollektiver Identitäten

  11. Protest/Formen • Was sind Beispiele für Protestformen? • Haben sich die Protestformen mit der Zeit gewandelt?

  12. Protest/Formen

  13. Protest/Formen • Beispiel heutiger Bezug zu Situationismus: • AV\Nikewoman.rm

  14. Protest/Formen

  15. Protest/Formen

  16. Protest/Formen • Ideologie(n)  Ideologeme

  17. Protest/Formen • “We call ourselves culture jammers. We’re a loose global network of media activists who see ourselves as the advance shock troop of the most significant social movement of the next twenty years. Our aim is to topple existing power structures and forge major adjustments to the way we live in the twenty-first century. We believe culture jamming will become to our era what civil rights was to the ‘60s, what feminism was to the ‘70s, what environmental activism was to the ‘80s.

  18. Protest/Formen • It will alter the way we live and think. It will change the way information flows, the way institutions wield power, the way TV stations are run, the way the food, fashion, automobile, sports, music and culture industries set their agendas. Above all, it will change the way we interact with the the mass media and the way in which meaning is produced in our society.” •  Lasn, Kalle (1999): Culture Jam: How to Reverse America’s Suicidal Consumer Binge – And Why We Must. New York, S. xi

  19. Protest/Formen • Culture Jamming

  20. Protest/Formen • Culture Jamming

  21. Protest/Formen • Culture Jamming

  22. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik • Beispiel: • AV\deportation class.rm

  23. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik • Kritik, z.B.: • Symbolische Besetzung des öffentlichen Raumes • Beteiligung an kriegerischen Konflikten • Verletzung von Menschenrechten • Schlechte Arbeitsbedingungen

  24. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik •  Adressierung von Unternehmen als: • Gegner • Kooperationspartner:z.B. Codes of Conduct •  Adressierung von internationalen Organisationen •  Adressierung von nationalen pol. Institutionen

  25. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik • Was ist Globalisierung? • “Globalisation can […] be defined as the intensification of worldwide social relations which link distant localities in such a way that local happenings are shaped by events occurring many miles away and vice versa. “ Giddens, Anthony 1990: Consequences of Modernity. Palo Alto, S 64.

  26. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik • Kapitalismuskritik nach Rucht (2004): • Moderater Reformismus der NGOs • Radikaler Reformismus breiter Bündnisbewegungen • Antisystemische Kritik der Linksradikalen

  27. Protest/Globalisierungs- & Unternehmenskritik • Zwischenfazit: • Unternehmenskritischer Protest ist in weiten Teilen zugleich Ausdruck einer globalisierungskritischen Haltung.

  28. Protest/Bezug zu Demokratie  vgl. Meyer, Thomas 2003: Was ist Politik? Opladen, S. 155 nach Barnes, Samuel/Kaase, Max 1979: Political Action, Mass Participation in Five Western Democracies. Beverly Hill/London.

  29. Protestkampagnen im Internet

  30. Kampagne/Hintergrund • Wortherkunft: campagna • Politische Bedeutung • Bedeutung im wirtschaftlichen Kontext

  31. Kampagne/Definitionselemente • Konzentration auf ein begrenztes Problem • Abgrenzung der Zielgruppe • Klare Zieldefinition • Begrenzter Zeitraum • Aufeinander aufbauende (eskalierende) Aktionen • Systematisches, geplantes Herangehen • Planungsphase (Problemanalyse, Zieldefinition) • Aktionsphase (Aufklärung, Durchsetzung, Umsetzung) • Kontrollphase

  32. Kampagne/Definitionsvorschlag • „Bei Kampagnen handelt es sich um eine geplante Reihe von Aktionen und Kommunikationen, die darauf abzielen, institutionelle Programme und Strukturen, öffentliche Meinungen und Verhaltensweisen zu verändern (oder diesen Veränderungen entgegenzuwirken).“ • (Lahusen, Christian (1997): Die Organisation kollektiven Handelns – Formen und Möglichkeiten internationaler Kampagnen. In: Altvater, Elmar, et al. (Hrsg.): Vernetzt und verstrickt. Nicht-Regierungs-Organisationen als gesellschaftliche Produktivkraft. 1. Auflage, Münster: Westfälisches Dampfboot, S. 175)

  33. Kampagne/Klassifikationen • Adressaten (Lahusen): - Elite-Campaigning- Public-Campaigning • Stufen der Zielerreichung (Röttger):- Aufmerksamkeit • - Glaubwürdigkeit/Vertrauen • - Zustimmung- Anschlusshandeln

  34. Kampagne/Klassifikationen • Kampagnentypen (Lahusen): • - Aufklärungskampagne- Aktionskampagne- Rekrutierungskampagne- Einflusskampagne • Zeitdimension: • - abgeschlossene Kampagnen- permanent campaigns

  35. Kampagne/Kommunikation • Kommunikationsebenen (Vowe) • - Binnenkommunikation- Konfliktkommunikation- Medienkommunikation- Anschlusskommunikation • Inszenierungsstrategien/symbolische Politik

  36. Kampagne/Anti-Corporate-Campaign

  37. Kampagne/Anti-Corporate-Campaign • Typologisierungen • Production-oriented vs. consumption-orientedAV\kanalb coca cola kurz.rm • Boykott/Buykott vs. diskursorientierter Protest • Marktorientierte Protestformen vs. medienorientierte Protestformen

  38. Kampagne/Anti-Corporate-Campaign • Beispiel: The Nike Email

  39. Kampagnen/Demokratie • Demokratiefördernde Potentiale • Vernetzung/Allianzbildung • Partizipation

  40. Kampagnen/Demokratie • Demokratiehemmende Elemente • Mitgliedschaftslogik vs. Einflusslogik • „Mit einer Kampagne, die aus Mehrheitsentscheidungen entsteht, kann man nun mal nicht erfolgreich sein, da werden Risiken minimiert und niemand trägt die Verantwortung. Und es gibt ohne Risiko keinen Erfolg“ (Thilo Bode in Transit 24, 2002/2003, S. 136) • Nord-/Süd-Differenzen • Orientierung an massenmedialer Logik

  41. Protestkampagnen im Internet

  42. Internet/Gegenöffentlichkeit • Hintergründe • Kritik am (vermachteten) System der Massenmedien • Aufmerksamkeit für vernachlässigte Themen • Bedeutung für soziale Bewegungen/NGOs

  43. Internet/Gegenöffentlichkeit • Erzeugung von Gegenöffentlichkeit • Marginalisierte Öffentlichkeit/Abstention • Gegenpropaganda/Attack • Kampagnenöffentlichkeit/Adaptation • Alternative Öffentlichkeit/Alternatives • (Plake, Klaus/Jansen, Dirk/Schuhmacher, Birgit (2001): Öffentlichkeit und Gegenöffentlichkeit im Internet. Politische Potenziale der Medienentwicklung: Wiesbaden, S. 25f; Rucht, Dieter (2004): The quadruple ‘A’. Media strategies of protest movements since the 1960s, in: van de Donk, Wim/Loader, Brian D./Nixon, Paul G., Rucht, Dieter (Hrsg.): Cyberprotest. New Media, Citizens and Social Movements. London/New York 2004, S. 36f.)

  44. Internet/Gegenöffentlichkeit • Potentiale des Internets… • für ressourcenschwache Akteure

  45. Internet/Gegenöffentlichkeit • Potentiale des Internets… • zur Vermittlung von Hintergrundinformationen

  46. Internet/Gegenöffentlichkeit • Potentiale des Internets… • zur Ermöglichung von Diskursen • als alternative Medienplattform

  47. Internet/Gegenöffentlichkeit • Kritische Perspektive • Technikdeterminismus der „Interneteuphoriker“ • Fehlende physische Präsenz („Sichtbarkeit der Akteure“) • Bleibende Bedeutung der (massen-)medialen Öffentlichkeit • - Encounter-Öffentlichkeit • - Themen-Öffentlichkeit • - Medien-Öffentlichkeit (Neidhardt)

  48. Internet/Interaktivität • Was bedeutet Interaktivität?

  49. Internet/Interaktivität • Ebenen des Interaktivitätsbegriffs: • Technische Ebene • Nutzebene • Inhaltlich(-strukturelle) Ebene

  50. Internet/Interaktivität • Verwendungsweisen des Interaktivitätsbegriffs: • Interaktivität bei adressatenorientierter Kommunikation • Interaktivität bei angebotsorientierter Kommunikation