Fragebogen-
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Fragebogen- konstruktion. Operationalisierung. Forschungsinteresse. Theorie Hilfe, ich habe ein Problem erkannt und kann es nicht erklären! Aber ich will! Schließlich bin ich Politikwissenschaftler! Ich brauche eine Hypothese!

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Fragebogen- konstruktion

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Presentation Transcript


Fragebogen konstruktion

Fragebogen-

konstruktion

Operationalisierung

Forschungsinteresse

Theorie

Hilfe, ich habe ein Problem erkannt und kann es nicht erklären!

Aber ich will! Schließlich bin ich Politikwissenschaftler! Ich brauche eine Hypothese!

Hypothesen haben den Status einer Annahme. Sie stellen Vermutungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge dar.

Achja, ich bin ja an der Realität interessiert. Ich sollte meine Hypothese überprüfen.

Dabei werden beobachtete Daten auf die Hypothese angewendet und damit verglichen, ob die Ergebnisse mit den tatsächlich beobachteten Ereignissen übereinstimmen. Ist die Übereinstimmung gegeben, wurde die Hypothese vorläufig bestätigt und hat sich bewährt.

Aber wen will ich eigentlich befragen?

Die Grundgesamtheit (Personen über die ich eine Aussage treffen möchte) einer Umfrage variiert mit der Fragestellung.

Beispiel

Die Wahlbeteiligung bei der letzten Bundestagswahl war sehr gering.

Wenn eine Person kein Interesse an Politik hat, dann wird sie nicht wählen gehen.

In diesem Fall wird ein Zusammenhang zwischen dem Politikinteresse und der Bereitschaft zu wählen vermutet.

Durchführung einer persönlichen Face-to-Face Umfrage.

Oft besucht der Interviewer die Zielpersonen zu Hause, um das Interview durchzuführen. Ziel ist es Informationen über den Ursache-Wirkungs-Zusammenhang zu erhalten, um zu überprüfen, ob dieser sich in der Realität bestätigen lässt.

In diesem Fall ist es sinnvoll nur die Wahlberechtigten zu befragen.

D.h. es werden nur Leute über 18 und mit deutscher Staatsbürgerschaft befragt, die zur Teilnahme an der letzten Wahl berechtigt waren.

Theorie

Ich kann unmöglich alle zu Hause besuchen. Ich muss eine Stichprobe ziehen.

Zufallsstichproben sollen ein verkleinertes Abbild der Grundgesamtheit darstellen, welches repräsentativ für diese ist. Im Nachhinein können aus den Ergebnissen der Stichprobe Aussagen über die Grundgesamtheit abgeleitet werden.

Es ist gar nicht so einfach herauszufinden, wie die befragten Personen zu dem Thema stehen.

Das Thema muss zunächst messbar gemacht werden. Die Messbarmachung eines Merkmals erfolgt durch die Operationalisierung. Sie beschreibt wie ein theoretisches Konstrukt gemessen werden soll.

Ich sollte möglichst viele relevante Aspekte des Themas berücksichtigen.

In den Sozialwissenschaften nennt man diese Aspekte Indikatoren. Die meisten theoretischen Konstrukte setzen sich aus mehreren Indikatoren zusammen.

Beispiel

Mit Hilfe amtlicher Wahlregister wird per Zufall eine Stichprobe gezogen.

Je größer die Zufallsstichprobe ist, desto kleiner sind die Fehler, die man macht, wenn man Aussagen über die Grundgesamtheit trifft. In der Wahlforschung hat man meist Stichprobengrößen von mindestens 1000 Personen.

Politikinteresse ist nicht so leicht zu erkennen wie etwa die Haarfarbe.

Es reicht daher nicht einfach nur zu fragen, ob oder wie sehr man sich für Politik interessiert, da eine Selbsteinschätzung diesbezüglich sehr schwer fällt und subjektiv beeinflusst erfolgt.

Auch Politikinteresse setzt sich aus verschiedenen Aspekten zusammen.

So können beispielsweise Mediennutzungsverhalten, Mitgliedschaften in Parteien/Verbänden, anderweitige politische Beteiligung, formales Bildungsniveau oder Wissen über aktuelles politisches Tagesgeschehen als Indikatoren für Politikinteresse herangezogen werden.

Fragebogenkonstruktion

Reihenfolge der Fragen

Einstiegsfragen (Eisbrecherfragen) sollen Vertrauen aufbauen und sind deshalb normalerweise Fragen, die alle Befragten leicht beantworten können und sie so motivieren weiter an der Umfrage teilzunehmen.

Heikle Fragen (z.B. nach dem Einkommen) sollten im späteren Verlauf der Umfrage gestellt und vorsichtig formuliert werden.

Kontrollfragen werden im Verlauf der Befragung eingefügt, um Hinweise auf Zustimmungs- oder Harmonisierungstendenzen der Zielperson zu erhalten.

Demographische Angaben wie Geschlecht, Alter, Konfession oder formale Bildung werden meist am Ende des Fragebogens erhoben.

Wichtig ist auch eine nach Möglichkeit offen gestellte Abschlussfrage, die der befragten Person die Möglichkeit bietet Kritik und Anmerkungen zur Umfrage zu äußern.

  • Frageformulierung

  • Kurz

  • Präzise (einfache und deutliche Sprache)

  • Eindeutig (keine Fachbegriffe ohne Definitionen)

  • Neutral

  • Antwortvorgaben

  • Balanciert (gleichermaßen negativ und positiv)

  • Einfach- vs. Mehrfachnennung (ist die Möglichkeit gegeben, nur eine oder mehrere Antworten zu geben)

  • Übersichtliche Anzahl an Antwortmöglichkeiten (vor allem bei mündlichen und telefonischen Befragungen wichtig)

  • Fragetypen

  • Offene Fragen (ohne Antwortvorgaben) ermöglichen uneingeschränkt unterschiedliche Antworten. Ihre Auswertung ist allerdings kompliziert und zeitaufwändig.

  • Geschlossene Fragen (mit Antwortvorgaben) schränken die Antwortmöglichkeiten ein, erleichtern jedoch die Datenauswertung

  • Hybridfragen (mit einigen Antwortvorgaben und der Option offen zu antworten) geben nur die typischsten Antwortvorgaben vor (z.B. bei einer Frage nach der Wahlabsicht)

  • Filterfragen (je nach Antwort wird der Befragte zu unterschiedlichen Fragen weitergeleitet) dienen dazu, den Befragten nicht durch Fragen, die er nicht beantworten kann, zu frustrieren.

Beispiele

Beispiele für Fragen

Können Sie sich Situationen vorstellen, in denen Gewalt ein legitimes Mittel politischer Meinungsäußerung ist?

[ ] ja [ ] nein [ ] keine Angabe

Eine solche Frage setzt bereits ein gewisses Vertrauen des Befragten zum Interviewer voraus. Sie ist als so genannte „heikle Frage“ zu betrachten und daher erst im hinteren Teil des Fragebogens zu platzieren.

Wie beurteilen Sie die Arbeit des derzeitigen Bundespräsidenten Johannes Rau?

[ ] sehr gut [ ] gut [ ] teils/teils [ ] schlecht [ ] sehr schlecht [ ] keine Angabe

Diese Frage ist sowohl eine Kontrollfrage als auch eine Wissensfrage. Sie setzt voraus, dass sich der Befragte im klaren darüber ist, dass Johannes Rau aktuell nicht Bundespräsident ist, eine Beurteilung seiner Tätigkeit demnach unmöglich ist. Trotzdem wird es Befragte geben, welche die Frage beantworten, da sie denken eine solche Frage zwingend beantworten zu müssen

Welcher ist Ihr höchster Schulabschluss? _____________________________________

Demographische Fragen, wie die nach dem Schulabschluss, werden in der Regel gegen Ende des Fragebogens gestellt. In diesem Fall ist sie als offene Frage gestaltet, welche alle möglichen Antworten zulässt.

Beispiele für Fragen

Wie beurteilen Sie ganz allgemein die derzeitige politische Stimmung?

[ ] sehr gut [ ] gut [ ] teils gut/teils schlecht [ ] schlecht [ ] sehr schlecht

Eine solche Frage eignet sich als Einstieg, da nahezu jeder eine Meinung diesbezüglich hat. Die Antwort fällt vergleichsweise leicht. Die Antworten sind vorgegeben und ausgewogen positiv und negativ. Es handelt sich um eine geschlossene Frage.

Wie oft schauen Sie Fernseh-Nachrichten?

[ ] täglich [ ] mehrmals wöchentlich [ ] wöchentlich [ ] seltener [ ] nie

Diese Frage zielt auf das Mediennutzungsverhalten ab. Es handelt sich um eine geschlossene Frage mit präzise abgestuften Antwortmöglichkeiten.

Auf welchem Sender verfolgen Sie die Nachrichten am häufigsten?

[ ] ARD [ ] ZDF [ ] RTL [ ] Pro7 [ ] andere und zwar: __________

Auch mit dieser Frage wird versucht das Mediennutzungsverhalten zu messen. Es gibt sowohl vorgegebene Antwortmöglichkeiten als auch die Möglichkeit selbst eine Antwort hinzuzufügen (Hybridfrage).


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