Die finanzkrise
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Die Finanzkrise. It is better to fail conventionally than to succeed unconventionally. John Maynard Keynes. Mainstream. Geld ist neutrales Tauschmittel im Wirtschaftskreislauf

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Die Finanzkrise

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Presentation Transcript


Die finanzkrise

Die Finanzkrise

It is better to fail conventionally than to succeed unconventionally

John Maynard Keynes


Mainstream

Mainstream

Geld ist neutrales Tauschmittel im Wirtschaftskreislauf

Quantittstheorie: Die Geldmenge ist exogen bestimmt. Eine steigende/sinkende Geldmenge hat keinen realen Effekt auf das Wirtschafts-geschehen

Tauschwertparadigma

Vollbeschftigungsgleichgewicht bei flexiblen Lhnen

Die Zinsrate bestimmt das Investitionsverhalten


Mainstream1

Mainstream

Die Mrkte sind effizient

Alle Informationen sind in den Mrkten enthalten

Die Mrkte regulieren sich selbst und streben von selbst auf ein Gleichgewicht zu

Das System ist endogen stabil

Krisen treten nur durch exogene Schocks auf

... oder durch staatliche Interventionen

.... oder durch Kartellbildungen (auch Gewerkschaften)


Mainstream2

Mainstream

Sind Krisen erst einmal da, sollte nur auf die Selbstheilungskrfte der Mrkte gesetzt werden

Arbeitslosigkeit als Phnomen starrer Lhne

Lohnflexibilisierung als Lsung, d. h. Arbeitslosigkeit wird durch niedrigere Lhne beseitigt

Der Staat sollte sich aus dem Wirtschafts-geschehen soweit wie mglich heraushalten


Die general theory 1936 von john maynard keynes

Die General Theory (1936) von John Maynard Keynes

Bedrfnis nach einer neuen Theorie infolge der Groen Depression

Bruch mit der klassischen konomie

MoneyMatters

Vollbeschftigung als Ausnahme im Konjunkturzyklus

Erwartungen unter Unsicherheit bestimmen die Investitionen

Wall-Street-Paradigma vs Tauschwertparadigma


John maynard keynes

John Maynard Keynes

Niedrigere Lhne fhren zu noch hherer Arbeitslosigkeit Lohndeflation

Die Mrkte verfgen nicht ber vollstndige Informationen

Unsicherheiten ber die Zukunft bestimmen das Marktgeschehen

Investitionen schwanken um Erwartungen knftiger Ertrge

Das System ist nicht stabil und zyklisch

Die Systemzustnde variieren in der Zeit


John maynard keynes1

John Maynard Keynes

Private Investitionen sind volatil

ffentliche Investitionen knnen die Volatilitt begrenzen

Die Kapitalknappheit sollte reduziert werden

Bei einer schwachen privaten Nachfrage kann diese durch staatliche Nachfrage untersttzt und stimuliert werden

Transformation des Kapitalismus


Standardtheorien von keynes

Standardtheorien von Keynes

Konsumfunktionsmodelle

IS/LM-Diagramm

Neoklassische Synthese


Das multiplikatormodell

Das Multiplikatormodell

Y= C+I

C= a0 + a1Ya0 > 0, 0 < a1 < 1

I = I0

Y= a0 + I / 1 a1, wobei 1/ 1- a1 = k = Multiplikator

so dass Y = ka0 + kI


Akzelerator multiplikator

Akzelerator-Multiplikator

Die Konsumfunktion Ct=a0+a1Y kann mit einer Investitionsformel kombiniert werden, wobei gilt:

= Kapital je Outputeinheit

It = (Yt-1-Yt-2), wobei

(Y t-1 Yt-2) = die letzte nderung des Einkommens, deren Umfang zum Zeitpunkt (t) bekannt ist.

Aus Grnden der Symmetrie schreiben wir:

C t = Yt-2,

sodass der Konsum vom letzten Einkommen abhngt, das bekannt ist.

Kombiniert erhlt man:

Yt = (+ ) Yt-1 Yt-2


Der einfluss der faktoren

Der Einfluss der Faktoren

Ist > 1, wird die Zeitreihe explosiv

Ist < 1 wird die Steigerung abgedmpft

Ist ( + ) - 4< 0 ist die Zeitreihe zyklisch

Wird die Ungleichung umgekehrt, ist sie monoton.


Erzeugte zeitreihen im multiplikator akzelerator modell

Erzeugte Zeitreihen im Multiplikator-Akzelerator-Modell


Das is lm modell

Das IS/LM-Modell

Y = C (Y-T) + I(i) + G = IS

M/P = L(i,Y)= LM


Is lm diagramm

IS/LM Diagramm


Die neoklassische synthese

Die neoklassische Synthese

Nd (W/P) = N = Ns (W/P) =

Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt

Y = f (N)

S (Y) = I (i)= IS

M/P = L (i,Y)= LM

Im Gegensatz zum IS/LM-Modell nach Hicks enthlt diese Formulierung das Preisniveau P nicht mehr als exogene, sondern als endogene Gre.

Mittels IS und LM-Funktion knnen i und P bestimmt werden.

W = (W/P) * P = Gleichgewichtslohn


Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt


Standardtheorien

Standardtheorien

Rckkehr zu Gleichgewichtsfunktionen

Ungleichgewichte (nur temporr) knnen durch Interventionen wieder in in neues Gleichgewicht gebracht werden

Das Zinsniveau bestimmt das Investitionsverhalten

Vollstndige Information der Marktteilnehmer

Das Vollbeschftigungsgleichgewicht ist durch Interventionen erreichbar


Kritik von minsky 1975

Kritik von Minsky 1975

Die grundlegenden Gedanken von Keynes wurden entstellt

Nicht das Zinsniveau bestimmt das Investitionsverhalten, sondern Erwartungen unter Unsicherheit

Die Geldmenge wird endogen durch die Kreditvergabe der Banken bestimmt und beeinflusst Investitionsverhalten und tempo

Vollbeschftigung existiert nur temporr in einem zyklischen Umfeld

Wall-Street-Paradigma / Tauschwertparadigma


Kritik von minsky 19751

Kritik von Minsky 1975

Die Theorie von Keynes ist prozessorientiert

Historische Zeit in einem dynamischen System wechselseitiger Beziehungen

Gleichgewichtszustnde sind nur temporr in einem zyklischen Geschehen

Die Mrkte sind nicht effizient

Die Eigenschaften des Systems verndern sich in einem dynamischen Prozess

Bestimmte Zustnde haben in einer anderen Phase eine andere Wirkung


Analyse von minsky 1986

Analyse von Minsky 1986

Die Zeit nach dem 2. Weltkrieg bis 1966 war eine Phase der Ruhe

Die erste Finanzkrise begann 1966 als die Banken begannen ihre Risiken zu erhhen

Risikostufen der Finanzierung:

Hedge Finance

Speculative Finance

Ponzi-Finance


Analyse von minsky 19861

Analyse von Minsky 1986

In Phasen des Aufschwungs nimmt die Risikobereitschaft zu


Analyse von minsky 19862

Analyse von Minsky 1986

Wenn der Aufschwung nachlsst, verschieben sich die Verbindlichkeitsstrukturen


Analyse von minsky 19863

Analyse von Minsky 1986

Der Abschwung setzt ein und verstrkt sich, wenn die Schulden nicht mehr bedient werden knnen


Analyse von minsky 19864

Analyse von Minsky 1986

Das System ist endogen instabil =

Hypothese der finanziellen Instabilitt


Minsky 1986

Minsky 1986

Lsung: Big Government

Steuerpolitik

Arbeitsmarktpolitik (ELR)

Finanzreformen

Zentralbanken als lender-of-last-resort


Der geldmanagerkapitalismus

Der Geldmanagerkapitalismus

Orientierung am Shareholder Value

Kurzfristige Renditeerwartungen

Der Arbeitsmarkt als Spotmarkt

Geldmanager, die fremde Gelder verwalten, ben Einfluss auf die Unternehmenspolitik aus

Unterordnung aller Unternehmensziele nach kurzfristigen Renditeerwartungen

M&A / Private Equity = Effizienzsteigerung durch den Abbau von Arbeitspltzen

Ungleiche Einkommensverteilungen


L hne und geh lter relativ zum bip

Lhne und Gehlter relativ zum BIP


Gewinnwachstum relativ zum bip

Gewinnwachstum relativ zum BIP


Globale geldmenge

Globale Geldmenge


Gesamtverschuldung zum bip

Gesamtverschuldung zum BIP


Geldmanagerkapitalismus

Geldmanagerkapitalismus

Die Ausdehnung der Geldmengen und der Aufstieg des Finanzkapitals hat in seiner letzten Konsequenz die Subprime Loan Crisis erst ermglicht

Aufsichtsorgane der Banken haben in vielen Fllen nicht funktioniert

Off-Balance Geschfte

Too Big To Fail = Sozialisierung der Verluste

Effizienz der Mrkte als bloe Marketingstrategie fr wenige Wohlhabende


Paulson geithner pl ne die wiederherstellung des geldmanagerkapitalismus

Paulson/Geithner Plne: Die Wiederherstellung des Geldmanagerkapitalismus


Alternative nach minsky

Alternative nach Minsky

Reformagenda

Strenge Regulierung der Finanzmrkte

Ausweitung der Kompetenzen der Fed auch auf Finanzinstitutionen, die nicht von der Fed kontrolliert werden

Den Zentralbanken sollten nicht nur die Rolle der Geldmengensteuerung bernehmen, sondern auch ihre Funktion als lender-of-last -resort ausben


Alternative nach minsky1

Alternative nach Minsky

Vollbeschftigung durch Stabilisierung der Arbeitsmrkte durch ein ELR-Programm

Regionalisierung des Bankensystems

Schaffung einer gerechteren Einkommensver-teilung durch ein gerechteres Steuersystem

Anhebung der unteren Lohngruppen

Verminderung der Zyklizitt durch automatische Stabilisatoren


Modern money economics

Modern Money Economics

Das heutige Geldsystem ist auf Grund des Verstndnisses von Geldwertstabilitt noch immer vom Goldstandard abgeleitet

Standards wie Verschuldung zum BIP liefern in Wirklichkeit keine Informationen

Austerittspolitik der Notenbanken ist kontraktiv und kontraproduktiv

Die Notenbanken sollten sich als Scorekeeper der Geldmenge verstehen


Konsequenzen der mme

Konsequenzen der MME

In Abschwungphasen sollte die Geldmenge erhht werden. Eine hhere Verschuldung bedeutet de facto nur eine hhere Geldmenge, wenn sich der Staat in eigener Whrung verschulden kann

In Abschwungphasen sollten die unmittelbar nachfragewirksamen Steuern verringert werden

In Aufschwungphasen wird der Prozess wieder umgekehrt

ELR als Stabilisator auf dem Arbeitsmarkt


John maynard keynes2

John Maynard Keynes

But apart from this contemporary mood, the ideas of economists and political philosophers, both when they are right or when they are wrong, are more powerful than they are commonly understood. Indeed the world is ruled by little else. Practical men, who believe themselves to be quite exempt from any intellectual influences, are usually the slaves of some defunct economists...

But, soon or late, it is ideas, not vested interests, which are dangerous for good or evil.


Die finanzkrise

Wie erklrt Marx die Wirtschafts- und Finanzkrisen ?

von Alfred Mller, Nov. 2010


Die finanzkrise

Gliederung

  • Wer war Karl Marx ?

  • Um welche Krisen handelt es sich ?

  • Kritik brgerlicher Krisentheorien

  • Marx Erklrung der zyklischen Wirtschaftskrisen

  • Marx Erklrung der Finanzkrisen

  • Was tun ?


Karl marx lebte von 1818 bis 1883

Karl Marx lebte von 1818 bis 1883

Marx ist schon lange tot, aber seine Gedanken und Theorien sind aktueller denn je.

60 Jahre

21Jahre


Das leben von karl marx

Das Leben von Karl Marx

Geboren am 5. Mai 1818 in Trier und Gymnasialbesuch in Trier.

Studium: Philosophie, Jura, Geschichte in Bonn und Berlin (1835 1841)

1841: Promotion in Philosophie, Ablehnung als Professor aus politischen Grnden

1841: Marx wird Journalist bei der Klner Rheinischen Zeitung

1842/43: Marx wird aus politischen Grnden entlassen

1842: Beginn der engen Freundschaft und Zusammenarbeit mit Friedrich Engels

1843: Marx heiratet Jenny von Westphalen und flieht nach Paris

1845: Ausweisung aus Paris, Umsiedlung nach Brssel

1847: Mitglied des Bundes der Kommunisten.Er verfasst mit Engels das Manifest der kommunistischen Partei


Das leben von karl marx1

Das Leben von Karl Marx

1848: Ausweisung aus Brssel, Rckkehr nach Kln, wieder Journalist

1849: Emigration nach London, Beginn des Londoner Exils

1864: Grndung der Internationalen Arbeiterassoziation (Erste Internationale)

Herausgabe seines Hauptwerkes: Das Kapital I-III (1867-1883)

1883: Im Januar stirbt Tochter Jenny, im Mrz Marx

Was war seine Hauptforschungsttigkeit ?

Er untersuchte die Bewegungsdynamik der kapitalistischen Gesellschaft und ihre Gesetzmigkeiten.


Welche krisen untersuchte marx

Welche Krisen untersuchte Marx ?

1. die zyklische Wirtschaftskrise

2. die Finanzkrise

3. die Staatsschuldenkrise

3. die Arbeitskrise

4. die Profitratenkrise

5. die Verelendungskrise, die Umweltkrise

An dieser Stelle sollen nur die zyklische Wirtschaftskrise und die Finanzkrise analysiert werden.


Die finanzkrise

Jngste zyklische Wirtschaftskrisen

3,5%?


Konjunkturzyklen in deutschland 1945 2009

Konjunkturzyklen in Deutschland1945 - 2009

Quelle: eigene Daten


J ngste finanzkrisen

Jngste Finanzkrisen

Whrungskrisen

Asien 1996/98

Mexico 1994/95

Brasilien 1998

Russland 1998

Immobilien-Kredit-Krise

USA 2007/08


Die finanzkrise

Auslser der US Immobilien-Finanzkrise


Die finanzkrise

Wie erklren die Neoklassiker und die Keynesianer die Wirtschafts- und Finanzkrisen ?

Neoklassik

Keynesianismus

u.a. Say, Walras, Marshall

Keynes

Krisen sind endogen nicht mglich

Krisen sind endoges

vorhanden


Neoklassische erkl rungen

Neoklassische Erklrungen

Aus neoklassischer Sicht erzeugt die kapitalistische Marktwirtschaft keine periodisch wiederkehrenden Wirtschaftskrisen und keine Finanzkrisen. Sie behaupten: Die kapitalistische Marktwirtschaft ist stabil.

Strungen wirken von auen auf das System. Hierzu gehren vorrangig

a. Strungen (Schocks) durch die Gewerkschaften

b. Strungen (Schocks) durch den Staat und/oder

c. Strungen (Schocks) durch das Ausland.

Die Neoklassiker verweisen zur Begrndung ihrer Unmglichkeitsbehauptung u.a. auf Say.


Die finanzkrise

Nach Jean-Baptiste Say und seinen neoklassischen Nachfolgernerzeugt der Kapitalismus keine zyklischen Wirtschaftskrisen.

Nach ihm schafft sich in der kapitalistischen Marktwirtschaft jedes Angebot seine eigene Nachfrage.

= Saysches Theorem

Konsequenz: Krisen sind nicht durch eine systemendogen entstandene berproduktion oder durch einen systemendogen entstandenen Nachfragemangel erklrbar, sondern nur durch systemexogene Krfte.

Er lebte von 1767-1832.


Die finanzkrise

Gesttzt wird diese These durch die unsichtbare Hand von Adam Smith (britischer konom 1723 1776)

die unsichtbare Hand des Marktes fhrt das Gewinnstreben des Kapitalbesitzers zum Allgemeinwohl der volkswirtschaftlichen Effizienz.

Smith: Der Wohlstand der Nationen, S.371


Wie erkl rte keynes die wirtschafts und finanzkrisen

Wie erklrte Keynes die Wirtschafts-und Finanzkrisen ?

Wie entstehen im Kapitalismus

Wirtschafts- und Finanzkrisen ?

John Maynard Keynes

britischer konom

(1883 1946)


Keynes grundgedanken

Keynes Grundgedanken

Nach Keynes ist der Kapitalismus krisenanfllig.

Konjunkturzyklen entstehen bei gegebener Produktions-technik durch Investitions- und diese ber die Grenzleistungsfhigkeit des Kapitals durch psychologische Erwartungsschwankungen (Keynes, Allgemeine Theorie,S.122)

Die Krise bricht aus, wenn sich Enttuschungen ausbreiten.

Damit werden Wirtschaftskrisen wie bei den Neoklassikern durch uere Faktoren erklrt.


Kommen wir zur marxschen krisenerkl rung

Kommen wir zur Marxschen Krisenerklrung

Bevor ich einsteige, mchte ich als Hintergrundwissen kurz die Marxsche Bestimmung des heutigen Wirtschaftssystems, die kapitalistische Marktwirtschaft, aufzeigen, weil sich daraus die Marxschen Ursachenfaktoren fr die Wirtschafts- und Finanzkrisen ergeben.


Merkmale der kapitalistischen marktwirtschaft

Merkmale der kapitalistischen Marktwirtschaft

Nur wenige besitzen die Produktionsmittel(Minderheitsbesitz an Produktionsmittel).

Die Produkte und Arbeitskrfte werden als Waren getauscht(Marktwirtschaft).

Die Mehrheit der Erwerbsttigen verfgt ber keine Produktionsmittel und verkauft ihre Arbeitskraft gegen Lohn, um Leben zu knnen (Lohnarbeit).

Das Wirtschaftsziel ist die Kapitalverwertung . (vgl.MEW 25, S.261)


Merkmale der marktwirtschaft nach marx

Merkmale der Marktwirtschaft nach Marx

Die Informationen sind unvollstndig und ungleich verteilt (vgl. MEW 25, S.203f, MEW 25,S.836).

Unsicherheiten, Risiken, Ineffizienzen, Volatilitten und Spekulationen prgen das Marktgeschehen.

Es besteht eine Geldwirtschaft. Das Geld ist nicht neutral. Es beeinflusst die Realwirtschaft.

Die Geldbesitzer knnen Geld horten/ speku-lieren und damit Absatz- und Finanzkrisen auslsen.

Es ist die Sphre der Konkurrenz (MEW 25,S.836).

Es erscheint alles verkehrt (MEW 25,S.835).


Bedeutung der marktkonkurrenz

Bedeutung der Marktkonkurrenz

Die Konkurrenz herrscht jedem individuellen Kapitalisten die immanenten Gesetze der kapitalistischen Produktionsweise als uere Zwangsgesetze auf.." (MEW Bd. 23, S. 618)

Diese Gesetze des Kapitals gelten fr die Industriekapitalisten und ebenfalls fr die Finanzkapitalisten.


Das wichtigste kapitalgesetz ist m glichst gro e kapitalverwertung

Das wichtigste Kapitalgesetz ist: mglichst groe Kapitalverwertung

Aus dem Konkurrenzdruck resultiert nach Marx

der bestimmende Zweck des kapitalistischen Produktionsprozesses:

[die] mglichst groe Selbstverwertung des Kapitals (MEW 23,S. 350 ) ber

die Produktion von Mehrwert (MEW 23,S.243).

Mit Profit wird das Kapital khn, bei 20% wird es lebhaft, bei 50% waghalsig und bei 300% existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert (MEW 23,S.788).


Was sind weitere gesetze des kapitals

Was sind weitere Gesetze des Kapitals ?

Die Konkurrenz zwingt den Kapitalisten, sein Kapital fortwhrend auszudehnen, um es zu erhalten, und ausdehnen kann er es nur vermittelst progressiver Akkumulation (MEW 23,S.618).

Das kapitalistische System revolutioniert stndig den Produktionsprozess (MEW 23,S.511) und zwingt zur Produktion um der Produktion willen (MEW 23,S.618).

Produktions- und Finanzunternehmen, die keinen Profit machen und nicht expandieren, verlieren ihren Marktanteil und ihre Existenzfhigkeit.


Woher kommt der profit

Woher kommt der Profit ?

Arbeiter/innen verkaufen ihre Arbeitskraft an Unternehmen

Kapitalisten eignen sich die unbezahlte Arbeit (die Mehrarbeit) an

Der Arbeitstag teilt sich in

bezahlteArbeit

unbezahlte Arbeit

ist der

ist die

Mehrarbeit wird mit

Produktverkauf zum

Mehrwert und zum Profit

Mehr-arbeit

Lohnarbeiter erhalten Lohn,Der Lohn dient

Lohn

Akkumulation des Kapitals

Der Mehrwert, der Profit, wird wieder angelegt

zur Existenzsicherung,zur Abdeckung der Reproduktions-kosten

Neuer Profit


Profitverteilung

Profitverteilung

Der Profit, der in der Produktion erzeugt wird, verteilt sich gesamtwirtschaftlich auf die folgenden Bereiche verteilt:

1. auf den Unternehmensgewinn

2. auf den Zinsertrag , die Grundrente und

3. auf den Spekulationsgewinn

Wenn gesamtwirtschaftlich der Profit nicht steigt, kann auch der Finanzgewinn nicht dauerhaft zunehmen.

Der Warentausch und die Finanzgeschfte schaffen keinen Gewinn.


Marx erkl rung der zyklischen wirtschaftkrisen

Marx Erklrung der zyklischen Wirtschaftkrisen


Die finanzkrise

Marx Krisentheorie

Fr Marx sind die Krisen momentane gewaltsame Lsungen der vorhandenen Widersprche, gewaltsame Eruptionen, die das gestrte Gleichgewicht fr den Augenblick wiederherstellen

(MEW 25, S. 259)

Anders formuliert: Die Krise ist die reale Zusammenfassung und gewaltsame Ausgleichung aller Widersprche der brgerlichen konomie. (MEW 26.2., S. 510)


Marx krisenuntersuchungen

Marx Krisenuntersuchungen

Zu Marx Zeiten traten in England 7 Wirtschaftskrisen auf:

1. die 25er Krise

2. die 36er Krise

3. die 47er Krise

4. die 57er Krise

5. die 66er Krise

6. die 73er Krise

7. die 82er Krise

Marx analysierte diese Krisen und ermittelte die Gesetze: Sie resultieren aus der industriell kapitalistischen Produktionsweise und kommen im Kapitalismus alle 7 11 Jahre wieder.

Aus heutige Sicht beachtenswert ist: Marx Aussagen zur der Krisenperiodizitt und zu den Krisenlngen haben bis heute Gltigkeit. Die Konjunktur-zyklen dauern nach wie vor 7 11 Jahre und sind immer wieder aufgetreten (siehe folgende Folie).


Die finanzkrise

Konjunkturzyklen in Deutschland

1843 - 2009

Quelle: - Spiethoff, Arthur: Die wirtschaftlichen Wechsellagen (Mohr/Siebeck u.

Polygraphischer Verlag) 1955, S. 145 147 - Henning, F.W.: Das industrialisierte Deutschland 1914 bis 1972, UTB Schningh 1974, S.104

- Statistisches Bundesamt, eigene Darstellung


Die finanzkrise

Marx zur Periodizitt der Krisen

Die Krise ist nach Marx eine periodische Dauererscheinung der industriell kapitalistischen Produktion.

Marx: Es verhlt sich mit diesem industriellen Zyklus so, dass derselbe Kreislauf, nachdem der erste Ansto einmal gegeben, sich periodisch reproduzieren mu.

(MEW 23, S. 506)

Entscheidend ist, dass nach Marx der Krisenzyklus nicht mit der allgemeinen kapitalistischen Produktionsweise, sondern erst mit der Industria-lisierung Anfang des 19. Jahrhunderts begann. (MEW 23 ,S.20 ; MEW 4,S.97 )


Die finanzkrise

Marx unterteilt den Konjunkturzyklus in vier Phasen

langfristiger

Trend

Inlandsprodukt

o.W.

Krise

Konjunkturwelle

berproduktion

Stagnation

UntererWendepunkt

Prosperitt

Zeit

Aufschwungsphase

Sie besteht aus einer ersten

Aufschwungsphase

und einer zweiten Aufschwungsphase

Abschwungsphase

Diese Phase besteht aus der ersten

Abschwungphase

und der zweiten Abschwungphase


Die finanzkrise

Marx zur Ursache der zyklischen Wirtschaftskrise

Nach Marx bleiben die Neoklassiker und die Keynesianer bei der Krisenerklrung dem Markt

verhaftet.

Bei der Untersuchung der Krisenursachen ist es nach Marx nicht ausreichend, sich um das Marktgeschehen zu kmmern. (vgl. MEW 26.2, S. 515; MEW 25,S.199)

Marx: Die brgerlichen konomen lieben es, diese selbstverstndliche Form (den Zahlungsausfall, A.M.) als Ursache der Krisen vorzuschtzen.(MEW 26.2, S.515)

So erklren sie hufig die regelmigen industriellen Zyklen durch die Spekulation, und machen damit das Fieber zum wahren Grund aller Krankheiten. ( MEW 12, S. 336)


Die finanzkrise

Marx trennt in seiner Krisenerklrung zwischen der Mglichkeit und der Wirklichkeit der zyklischen Krise

Aus dem Marktgeschehen ergeben sich nach Marx die Mglichkeiten der Krise:

Sie bestehen a. im berangebot an Waren und b. in der Zahlungsunfhigkeit. (vgl. MEW 26.2, S. 511 ff)

Aus den Krisenmglichkeiten, dem Marktprozess, entsteht bei Marx nicht die Wirklichkeit, die Ursache der Krise.

(vgl. MEW 26.2, S. 515)

Die Krise bricht aus, wenn die Akkumulation zurckgeht. Dann fehlt die effektive Nachfrage und es entstehen mit den Nachfrageausfllen eine allgemeine berproduktion und Zahlungsausflle. Die Frage ist, warum geht die Akkumulation zurck ?


Die finanzkrise

Eine Ableitung der zyklischen Wirtschaftskrisen aus der Geldzirkulation lehnt Marx ab. Zyklische Krisen knnen so Marx, nicht stattfinden ohne Geldzirkulation (MEW 13,S.77), sie ist aber nicht deren Ursache (vgl. MEW 26.2, S. 516).

Damit scheiden der Markt- und der Finanzbereich bei Marx als Ursache der zyklischen Wirtschaftskrisen aus.Woher kommen dann die Konjunkturkrisen ?

Die zyklische Krise entsteht nach Marx aus dem Produktionsbereich, weil hier der Profit erzeugt wird.

Es wird im Vergleich zum Kapitaleinsatz nicht genug Mehrwert (Profit) produziert.

(vgl. MEW 26.2, S. 516)

Mit der Profitrate sinkt die Akkumulation und die Wirtschaftskrise bricht aus.


Die finanzkrise

Marx zur Ursache der zyklischen Krisen

Akkumulations- rckgang

Auslser der Wirtschaftskrise: Fall der Profitrate

KRISENVERLAUF

berproduktion,Gewinneinbruch

Kapital- bersteigt Profitzuwachs

Profitrate fllt weiter

Geldhortung

Hohe Akkumulation

Innovationsschub

Profitrate steigt weiter

Kapitalentwertung

Profitbelebung

Wirtschaftsauf-schwung

Profitrate p= m/K steigt


Kommen wir zu den finanzkrisen

Kommen wir zu den Finanzkrisen

Bei Finanzkrisen bricht das Finanzsystem zusammen, ausgelst durch Einbrche der Waren- und Finanzpreise und durch folgende Zahlungsunfhigkeiten der Unternehmen.

Marx unterscheidet zwischen zyklischen und selbstndigen Finanzkrisen (vgl. MEW 23,S.152).

Zyklische Finanzkrisen sind eine besondere Phase jeder allgemeinen Produktions- und Handelskrise (MEW 23, S.152).


Die zyklischen finanzkrisen

Die zyklischen Finanzkrisen

Fr Marx bestand bei der zyklischen Finanzkrise folgender Kausalablauf, der auch noch heute gilt:

Konjunkturaufschwung ->

Brsenkurse steigen ->

Spekulationsgelste nehmen zu ->

steigende Kreditaufnahme der Spekulanten

Brsenkurse brechen ein ->

groe Spekulationsverluste, Zahlungsausflle, Bankenpleiten ->

Panik bricht aus ->

Ergebnis: Finanzkrise (vgl. MEW 25, S.421 425)

Ausbruch der Wirtschaftskrise


Die finanzkrise

Marx (MEW 26.2/515): Tritt eine Krise ein, weil Kauf und Verkauf auseinanderfallen, so entwickelt sie sich als Geldkrise:

Erlse, Gewinne und Kurse brechen ein,

Zahlungsmittel fehlen,

Unternehmen knnen Kredite nicht zurckzahlen,

Unternehmen erhalten keine Kredite mehr,

Banken gehen Pleite.

Es besteht allgemeine Zahlungsunfhigkeit.


Die selbst ndigen finanzkrisen

Die selbstndigen Finanzkrisen

Wo treten nach Marx die selbstndigen Finanzkrisen auf ?


Die finanzkrise

Selbstndige Finanzkrisen finden nach Marx statt:

Finanzkrisen

Kreditsektor

Wertpapiersektor

Whrungssektor

vgl. Karl Marx, Grundrisse, S.191


Ursachen der finanzkrisen

Ursachen der Finanzkrisen

Auslsende Faktoren der Finanzkrisen sind nach Marx:

die schwankenden Gewinne und Marktpreise,der Verwertungszwang (die Profitorientierung), der Privatbesitz an Finanzvermgen, die Macht der Finanzkonzerne, das hohe und steigende Finanzvermgen, und die hohe Rendite der Finanz- im Vergleich zu den Sachanlagen.

(vgl. MEW 25, S.421, 495, 485ff, 495,498 ; MEW 12, S.26 -36, 53-82, 202-209,234-237,289-292,314-326,335-352,359-368,388-398, 539-549,570-573)


Wie erkl rt marx die finanzkrisen

Wie erklrt Marx die Finanzkrisen ?

Der gesamtwirtschaftliche Profit und damit die gesamtwirtschaftliche Rendite kommt nach Marx nur aus dem Produktionsbereich.,

Bei niedriger Rendite im Sachbereich ist den Geldbesitzern die Sachrendite zu gering. Sie spekulieren mit ihrem Geld im Finanzbereich.

Die Finanzunternehmen, bei denen das Geld angelegt wird, mssen durch den Konkurrenzdruck die hheren spekulativen Finanzrenditen nutzen und erzeugen so eine Spekulationswelle nach der anderen.

Solange die Profitrate im Produktionsbereich (die Sachrendite) niedrig bleibt, muss die hohe Finanzrendite irgendwann zusammenbrechen. Um ihre Geld zu realisieren, verkaufen viele ihre Spekulationspapiere, die Kurse brechen zusammen und die Finanzkrise bricht aus.


Welche rolle spielt bei marx die spekulation

Welche Rolle spielt bei Marx die Spekulation ?

Es ist nach Marx das Gesetz der Spekulation, das Wertrevolutionen Spekulationen auslsen (MEW 23/224).

Spekulationen dienen dem Ziel, erwartete Preis-, Kurs-, Renditeschwankungen gewinnorientiert zu nutzen (vgl.MEW 25,S.319,MEW 25, S.421).

Jede Spekulationsblase endet mit einem Unwetter (vgl.MEW 23,S.285).

Der Fortschritt der kapitalistischen Produktion beschleunigt die Spekulation (vgl. MEW 23,S.620, MEW 25,S.452).

Faktoren sind die Ausdehnung des Kredit-, des Brsenwesens, der Staatschuld, die Entwicklung neuer Finanzinnovationen

Zusammenfassend ist bei Marx die Spekulation kein Auslser, sondern ein Verstrker von Finanzkrisen.


Woher kommt die spekulationsgier

Woher kommt die Spekulationsgier ?

Der Konkurrenzdruck zwingt die Finanzunternehmen bei Strafe des Untergangs zur Finanzspekulation.

Sobald aufgrund von Preisschwankungen die Gewinnaussichten im Finanz- hher als im Produktionsbereich sind, legen sie ihr Geld in Finanzpapiere an.

Die gesamte Geschftswelt wird dann nach Marx vom Schwindel ergriffen ( vgl. MEW 23,S.421).


Daraus folgt

Daraus folgt:

Nicht die Profitgier der Spekulanten, das Marktversagen, das Fehlverhalten des Staates (wie niedrige Zinsstze, mangelnde Bankenaufsicht, Deregulierung) oder die Instabilitt der Portfolios lsen nach Marx die Finanzkrisen aus, sondern:

die Systemeigenschaften der kapitalistischen Markwirtschaft :

die Volatilitten der Gewinne und Mrkte,

die Konkurrenz,

der Verwertungszwang und

privat einsetzbares Finanzvermgen.


Daraus folgt nach marx weiter

Daraus folgt nach Marx weiter :

Diese Systemmerkmale werden, solange sie existieren, immer wieder Finanzkrisen hervorbringen.

Dagegen knnen Finanzkrisen vermieden werden:

durch konstante Preis-, Kurs-, Gewinnverlufe;

durch fehlendes privat einsetzbares Finanzvermgen und

durch einen fehlendem Konkurrenzdruck und Verwertungszwang des Geldes.

Da der Staat die Volatilitten der Gewinne und Marktpreise, die privaten Eigentumsverhltnisse, den Verwertungszwang und die Macht der Finanzkonzerne nicht beheben kann, kann er auch nicht im Kapitalismus ber die Finanzmarktregulierung die Finanzkrisen beseitigen.

Dies heit: Die nchste Finanzkrise kommt bestimmt.


Marx krisenerkenntnisse

Marx Krisenerkenntnisse

Die kapitalistische Produktionsweise erzeugt aus sich heraus Wirtschafts- und Finanzkrisen.

Weder die Marktkrfte noch die Staatseingriffe knnen diese beseitigen.

Die zyklischen Wirtschafts-Krisen und die Finanzkrisen folgen aus der endogenen

Dynamik der kapitalis-tischen Funktionsweise.


Was tun

Was tun ?


Karl marx

Karl Marx

Die Wirtschafts- und Finanzkrisen lassen sich nur durch eine berwindung der kapitalistischen Marktwirtschaft beseitigen.


Karl marx1

Karl Marx

Der wichtigste Schritt einer krisenfreien Wirtschaft ist nicht wie bei Keynes die Staatsregulierung, sondern die umfassende Demokratisierung der Wirtschaft .


Wie k nnte nach marx die umgestaltung des finanzbereichs aussehen

Wie knnte nach Marx die Umgestaltung des Finanzbereichs aussehen ?

  • SchrittAufbau eines demokratischen und gemeinwohlorientierten Bankensystems

  • SchrittReduzierung der Bankenaufgaben auf die Kernfunktionen (Abwicklung des Zahlungsverkehrs, Einlagen-, Kreditgeschft)

  • 3. SchrittKreditvergabe nach konomischen, sozialen und kologischen Kriterien


Die finanzkrise

4. SchrittEinfhrung fester Wechselkurse

5. Schritt Abschaffung der spekulativen Instrumente (wie Fonds, Brsen, Derivate, Kredithandel, Kreditverbriefung, Ratingagenturen)

6. SchrittEinheitliche tarifbezogene Arbeitsvergtung fr alle Beschftigten

7. Schritt

Verknpfung der Bankendemokratisierung mit einer allgemeinen Demokratisierung der Wirtschaft

Ziel der allgemeinen Finanzumgestaltung:Aufbau einer krisenfreien, solidarischen Wirtschaft, die den individuellen, sozialen und kologischen Bedrfnissen der Brgerinnen und Brger dient.


Die finanzkrise

Vielen Dank fr die Aufmerksamkeit


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