Ist denn Bildung drin, wo Bildung draufsteht?
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Ist denn Bildung drin, wo Bildung draufsteht? Bildungsgerede, Bildungswirklichkeit, Kampf für Bildungsmöglichkeiten Frankfurt/MVortrag im Rahmen der IG Metall Kampagne „Revolution Bildung“ am 9. März Frankfurt/M.

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Ist denn Bildung drin, wo Bildung draufsteht?Bildungsgerede, Bildungswirklichkeit,Kampf für BildungsmöglichkeitenFrankfurt/MVortrag im Rahmen der IG Metall Kampagne„Revolution Bildung“ am 9. März Frankfurt/M

Prof. Dr. Peter Euler M.A., Ing. grad.Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogikmit dem Schwerpunkt Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften

Technische Universität Darmstadt Institut für Allgemeine Pädagogik und Berufspädagogik


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Gliederung

  • Bildungsgerede versus Bildungswirklichkeit

  • Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertung

  • Von wegen Bildungsrepublik: Verweigerung von Bildungszugängen

  • Bildung ist mehr und anders als Verwertung

  • Bildung war und ist politisch umkämpft

  • Forderungen angesichts der aktuellen Lage: 1. Allgemeine Bildung für Alle – unabdingbar für eine humanes Leben2. Beendigung des Irrwegs verwertungsorientierter Bildung


1 bildungsgerede statt bildung

1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • „Ruckrede“ 1997 Bundespräsident Roman Herzog

  • Ausrufung eines neoliberalen Programms des „Megathemas Bildung“

  • Privatisierung und schlanker Staat alsvermeintlicher Garant von Leistung und Wirtschaftserfolg

  • Aber für wen?

  • Mit welcher Wirkung?

  • Die Ära der OECD-Bildungspolitikvon Bologna und Pisabeginnt


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1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • Desaster: „Frühkindliche Bildung“

  • Rechtsanspruch auf Krippenlätze ist ohne Realisierungsaussicht!

  • (2007 beschlossen, gültig ab 2013) „Die Krippenlüge“ (Der Spiegel)!

  • Es fehlen Plätze!

  • Z.Z. 278.000, wobei nur von 35% der 1-3 Jährigen ausgegangen wird!

  • Es fehlen Erzieher/innen!

  • Schätzungen liegen bei 9.000 DJI und 60.000 Deutsche Städte- und Gemeindebund

  • Wichtiger aber noch sind die erbärmlichen Qualitätsvorstellungen in den jeweiligen Umsetzungsgesetzen! Große Gruppen, fachfremdes Personal, Miserable Bezahlung und Beschäftigungsverhältnisse

  • Unwille das Niveau von Ausbildung, Bezahlung und Anerkennung anzuheben!

  • Gezielte Desinformation über den miserablen Zustand, das miserable Gesetz zum KiföG

Kita-Qualität im Sinkflug


1 bildungsgerede statt bildung2

1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • Desasters: “Allgemeinbildende Schule“

  • PISA, viel Geld für permanente Tests, aber keine pädagogische Reform!

  • Bildungsreform als top-down-Prozess ohne die Lehrer/innen organisiert, schafft neue und größere Bildungsprobleme!

  • Das Elend der ausbleibenden Ganztagsschule !

  • Namensreformen wie „Oberschule“ statt pädagogische Reformen

  • Selbstentlarvendes G8-Chaos!

  • „Bildungsstudien Ranglisten sind gefährlich“ (Die ZEIT, 2013)!

  • Verbesserung von Bildung (Leistungsniveau steigern/Abstand zwischen den besten und den schlechtesten Schülern verringern/Einfluss der sozialen Herkunft eindämmen) durch Wettbewerb ist gescheitert!


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1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • Desaster: „Berufsbildung“

  • Das duale System weltweit gelobt, kämpft um seine Existenzsoll marktförmigen Umstrukturierungen unterworfen werden.Kompetenzzentren statt Schule?

  • 300.000 junge Menschen im „Übergangssystem“ca. 200.000 sind irgendwie im Berufsschulsystem unter!

  • Wo bleibt deren Recht auf Bildung und Ausbildung?

  • „Vorbildungs-Weiterbildungs-Syndrom“ (Lipsmeier/Münk)

  • Überwindung von „Lernwiderständen“ (Faulstich/Beyer)


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1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • Desasters: “Universität“

  • Nida-Rümelin Ex-Kulturstaatsminister: Bologna-Prozess ist gescheitert“

  • „Studiengänge, die überfrachtet sind, Studierende, die überfordert sind, Dozenten, die frustriert sind und am Ende Absolventen, die keinen geeigneten Job finden.“ Prof. Bernhard Kempen Präsident des Deutschen Hochschulverbandes in einem Monitor-Beitrag

  • BA/MA: Bulimie-Lernen, Lernroboter, Hierarchisierung der Unis; unsoziale Elitebildung; Drittmittelregime; undemokratische Wirkung der Hochschulräte, Lernen für den Weltwirtschaftskrieg

  • Die Universität ist immer weniger der Ort über Gesellschaft kritisch nachzudenken, um von dort aus gesellschaftliche Missstände und Systemfehler zu analysieren und diese Kritik in die gesellschaftlichen und politischen notwendigen Auseinandersetzungen einzubringen.


Botschaft an die lernende jugend heute

„Botschaft“ an die lernende Jugend heute!

  • Was wurde seit diesem „Ruck“ aus der Bildung?

    Alfred Schirlbaueraus seiner Rede 2002 im Linzer Rathaus:„Die Zukunft der Bildung in Österreich“

  • Botschaft diverser Memoranden/Weißbücher an die lernende Jugend:

  • „Habe kein Wissen, dessen Halbwertzeit die Dauer deiner Nützlichkeit in einem der McJobs, in denen du dich verdingen wirst, übersteigt!

  • Sehne dich nicht nach Wissen, welches gewisser sein könnte als deine Anstellung!

  • Sei vielmehr selbst-, sozial- und methodenkompetent!

  • Begnüge dich mit Informationen! …

  • Hüte dich vor tieferen Erkenntnissen! Denn diese machen dich ungleich und gefährden deine soziale Integration!

  • Strebe nicht nach Bildung!

  • Sei vielmehr kommunikativ, teamfähig, lernfähig, flexibel und mobil!“


2 bildung unter dem diktat konomischer verwertungsinteressen

2. Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertungsinteressen

  • Europäische Kommission 1995: Weißbuch zur allgemeinen und beruflichen Bildung - Lehren und Lernen – Auf dem Weg zur kognitiven Gesellschaft „Ende der großen doktrinären Bildungsdiskussion“

  • „Annäherung von Schule und Unternehmen“

  • „um Europas wichtigstes Kapital – das Humankapital – optimal zu nutzen“ (Ziel: employability)

  • LLL „Wiege bis zur Bahre“

  • GATS-Abkommen1. Jan. 1995 engl. General Agreement on Trade in ServicesEin internationales, multilaterales Vertragswerk der Welthandelsorganisation (WTO), das den grenzüberschreitenden Handel mit Dienstleistungen (Kommunikations-, Montage-, Vertriebs-, Umwelt-, Finanz-, Bildungsdienstleistung …) regelt und dessen fortschreitende Liberalisierung zum Ziel hat.Verbetriebswirtschaftlichungund Vermarktförmigunga) Handel mit Bildung b) Bildung wird inhaltlich warenförmig, zum Tauschwert

  • "Schulen werden zu Produktionsstätten von Humankapital“(Ingrid Lohmann)

  • Weltbank Privatisierung der Bildung ist Resultat einer Suche des Kapitals nach neuen Verwertungsmöglichkeiten. 2.200 Mrd. US-Dollar (Bankhaus MarillLynch)


2 bildung unter dem diktat konomischer verwertungsinteressen1

2. Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertungsinteressen

  • Schema: Treibende Kräfte im Umbau der Bildungssysteme (Krautz)

„Was die OECD von anderen zwischenstaatlichen Organisationen unterscheidet, ist ihr in seiner Art einmaliges Ausschusssystem. In den Ausschüssen der OECD kommen Vertreter aus 30 Mitgliedsländern und anderen internationalen Organisationen wie auch aus Ländern mit Beobachterstatus zusammen,

um Probleme von gemeinsamem Interesse anzugehen und ihre Meinungen über „empfehlenswerte Verfahrensweisen“ in vielen Bereichen der öffentlichen Politik auszutauschen.

Die Regierungen verpflichten sich, Fortschritte bei der Einhaltung der Normen und Standards zu erzielen, wobei sie durch das System der gegenseitigen Prüfungen (Peer Reviews) unterstützt werden. In einer Welt globaler Interdependenzen ist diese Vorgehensweise wohl der effizienteste Weg, Einfluss auf das Verhalten souveräner Staaten auszuüben.“

D I E G L O B A L I S I E R U N G I N D E N G R I F F B E K O M M E N

OECD 2004


2 bildung unter dem diktat konomischer verwertungsinteressen2

2. Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertungsinteressen

  • „Politikberatung à la OECD“

  • Stabilisierende Maßnahmen mit geringem Risiko !!!

  • Christian Morrisson OECD: The Political Feasibility of Adjustment. Policy Brief No. 13, OECD 1996,

  • Um das Haushaltsdefizit zu reduzieren, sind sehr substanzielle Einschnitte im Bereich der öffentlichen Investitionen oder die Kürzung der Mittel für laufende Kosten ohne jedes politische Risiko. Wenn Mittel für laufende Kosten gekürzt werden, dann sollte die Quantität der Dienstleistung nicht reduziert werden, auch wenn die Qualität darunter leidet.

  • Beispielsweise lassen sich Haushaltsmittel für Schulen und Universitäten kürzen, aber es wäre gefährlich, die Zahl der Studierenden zu beschränken. Familien reagieren gewalttätig, wenn ihren Kindern der Zugang verweigert wird, aber nicht auf eine allmähliche Absenkung der Qualität der dargebotenen Bildung, und so kann die Schule immer mehr dazu übergehen, für bestimmte Zwecke von den Familien Eigenbeiträge zu verlangen oder bestimmte Tätigkeiten ganz einstellen.


2 bildung unter dem diktat konomischer verwertungsinteressen3

2. Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertungsinteressen

  • Umsteuerung hin zum homo oeconomicus

    • Bildungsziele der OECD (2005)

    • „Welche Kompetenzen benötigen wir für ein erfolgreiches Leben

    • und eine gut funktionierende Gesellschaft?“

    • „Welche anpassungsfähigen Eigenschaften werden benötigt, um mit dem technologischen Wandel Schritt zu halten?“

    • Bildung verkümmert zur Anpassung an die Systemdynamik!


2 bildung unter dem diktat konomischer verwertungsinteressen4

2. Bildung unter dem Diktat ökonomischer Verwertungsinteressen

  • Überleben durchBildungfür nachhaltige Entwicklung

  • Nachhaltige Entwicklung ist eine, die „den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeit künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen und ihren eigenen Lebensstil zu wählen“ (Brundtland-Bericht, Hauff, S. XV)

  • Wer aber über Nachhaltigkeit reden will, darf über den Kapitalismus nicht schweigen.


3 von wegen bildungsrepublik verweigerung von bildungszug ngen

3. Von wegen Bildungsrepublik: Verweigerung von Bildungszugängen

  • Bildungs-PR überdeckt das Bildungselend


3 von wegen bildungsrepublik verweigerung von bildungszug ngen1

3. Von wegen Bildungsrepublik: Verweigerung von Bildungszugängen

  • Bildungsapartheid (Heinz Sünker )

  • trotz oder gerade wegen der sog. „Bildungsreformen“?

    „Ist die Bildung aller in einem allgemeinen Interesse, weil dies

    grundlegend für ein demokratisches Zusammenleben ist, so bleibt die Frage,

    weshalb die ‚Verallgemeinerung von Bildung’ (Heydorn)

    noch immer auf sich warten lässt.“


1 bildungsgerede statt bildung5

1. Bildungsgerede statt Bildung!

  • Privatschulen

  • 1992: 574 Tsd S. (4,9 %) - 2011: 967 Tsd S. (8,6%)

  • Steigende Privatschulzahlen bei sinkenden Gesamtschülerzahlen

  • Pisa ruiniert „Ruf“ der Staatsschulen

  • Mittelschicht ist zu hohen Bildungskosten bereit

  • Bildungsklassenkampf von oben!

  • Beispiel: Hamburger Volksentscheid 2010

  • Wahlbeteiligung umgekehrt proportional zur Armut

  • Privatschulen sind selbst nach Pisa NICHT besser

  • (z.B. in Realschulen 67% Mädchenanteil)

  • Phorms Privatschulkette

  • Erste Filialen schließen, was dann?


4 bildung ist mehr und anderes als verwertung

4. Bildung ist mehr und anderes als Verwertung

  • Zwei beherrschende Bildungstendenzen

  • Verweigerung von Bildungszugängen

  • und

  • Transformation der Bildung von Mündigkeit auf Verwertbarkeit

  • Martha Nußbaums Forderung:

  • Von der Businessorientierung zur Bildungsorientierung

  • Demokratie braucht Bildung

Prof. Dr. Peter Euler M.A., Ing. grad. – Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften


4 bildung ist mehr und anderes als verwertung1

4. Bildung ist mehr und anderes als Verwertung

  • Ein Blick in die Geschichte der Begründung von Bildung

  • Jan Amos Komenský - J.A. Comenius (1592 -1670 )

  • „Wer sich daher nicht ernstlich wünscht, daß es der ganzen Menschheit gut gehe, der vergeht sich an ihr. Er ist aber auch kein wahrer Freund seiner selbst, wenn er sich wünscht, als Gesunder unter Kranken, als Weiser unter Dummen, als Guter unter Schlechten, als Glücklicher unter Elenden zu leben. Und das wäre nun einmal so, wenn er es sich selbst zwar wünschte, weise, gut und glücklich zu sein, nicht aber auch den anderen.“

  • Ziel der Bildung:

  • „Befähigung aller Menschen zur allgemeinen Beratung über die Verbesserung der menschlichen Angelegenheiten“

Prof. Dr. Peter Euler M.A., Ing. grad. – Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften


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4. Bildung ist mehr und anderes als Verwertung

  • Immanuel Kant (1724-1804 )

  • „Princip der Erziehungskunst“: „Kinder sollen nicht nur dem gegenwärtigen, sondern dem zukünftig möglichen bessern Zustande des menschlichen Geschlechts, das ist: der Idee der Menschheit und deren ganzer Bestimmung angemessen erzogen werden.

  • Die Eltern nämlich sorgen gemeiniglich nur dafür, dass ihre Kinder gut in der Welt fortkommen, und

  • die Fürsten betrachten ihre Untertanen nur wie Instrumente zu ihren Absichten. Eltern sorgen für das Haus, Fürsten für den Staat«. (I. Kant)

Prof. Dr. Peter Euler M.A., Ing. grad. – Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften


4 bildung ist mehr und anderes als verwertung3

4. Bildung ist mehr und anderes als Verwertung

  • Was bei Comenius

  • „omnes, omniaomnino“ hieß, also

  • Allen (Menschen),

  • Alles (für Menschen wichtige),

  • in Achtsamkeit/Rücksicht auf das Ganzelehren

  • Bedeutet nach Wolfgang Klafki heute:

  • Selbstbestimmungsfähigkeit

    • Mitbestimmungsfähigkeit

    • Solidaritätsfähigkeit

Prof. Dr. Peter Euler M.A., Ing. grad. – Arbeitsbereich Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Pädagogik der Natur- und Umweltwissenschaften


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4. Bildung ist mehr und anderes als Verwertung

  • Zeitgenössische Bildungswissenschaftler

    Andreas Dörpinghaus fordert: gesellschaftlich darüber zu reden, was mit Bildung gemeint ist! Um Bildung ihre „politisch kritisch-widerständige Dimension“ zurückzugeben!

    Konrad Paul Liessmann warnt in: „Theorie der Unbildung“ „die notwendige Konsequenz der Kapitalisierung des Geistes“, sei Wissen ohne Bildung!

    Jörg Ruhloff fragt: „Lernfabrik oder Bildungsschule?“

    „Bildung geht es vor allem um die Erschließung, um das Verständnis, das Durchdenken, das Wissen und die kritische Beurteilung der grundlegenden Bedeutungsdifferenzen, die unsere geschichtliche Welt ausmachen.“


5 bildung war und ist politisch umk mpft

5. Bildung war und ist politisch umkämpft

  • Bildung war und ist politisch umkämpft!

  • Erziehung und Bildung (daher auch Pädagogik) haben einen grundlegend politischen Charakter.

  • Angeblich „neutrale“ Positionen sind im Einverständnis mit der aktuellen gesellschaftlichen Lage.

  • Bürgerlich-kapitalistische Gesellschaft braucht (immer mehr) Bildung, wirkt integrierend;Bildung hat aber auch einen subversiven Charakterder Kritik an den herrschenden Verhältnissen ermöglicht!

  • Umkämpft ist sowohl die Dauer als auch die Inhalteallgemeiner Bildung; „Kampf um Bildung-Zeit“ (Euler)


5 bildung war und ist politisch umk mpft1

5. Bildung war und ist politisch umkämpft

  • Schule hat „jedes ihrer Mitglieder mit … (einem) gleichen Fundus und Anstoß zu selbständiger Lebensgestaltung“ auszustatten.

  • „Ohne eine solche Voraussetzung sind Freiheit, Gleichheit und Rationalität leere Worte, und ohne Perspektive auf deren Realisierung gibt es keine demokratisch verfasste Gesellschaft.“

  • Um Bildung muss daher gekämpft werden!


Politische forderung nach wirklicher bildungspolitik

Politische Forderung nach „wirklicher“ Bildungspolitik

  • 1. Allgemeinbildung für Alle - unabdingbar für eine humanes LebenOhne massiven Einsatz für eine allgemeine Bildung zerfällt die Gesellschaft zu einem irrationalen und unmenschlichenökonomischen Kampfplatzindem „Allgemeinvergessenheit“ dominiert!

  • 2. Beendigung des Irrwegs verwertungsorientierter Bildung

  • Die „pseudo-ökonomische Rhetorik … verschlechtert Bildung. Sie gefährdet die Grundlagen unsere Kultur und Demokratie.“ (Krautz)

  • Statt Systemanpassung á la OECD sind Schulen notwendig, die dem Verstehen von Selbst und Welt verpflichtet sind.„Werkstätten der Menschlichkeit“ (Comenius)

  • Bildung/Mündigkeit ist die Bedingung für den überlebensnotwendigenSystemumbau in Richtung globaler Nachhaltigkeit!


Gewerkschaftliche bildungspolitik

Gewerkschaftliche Bildungspolitik

  • Gewerkschaftliche Bildungspolitik und Bildungsarbeit

  • Das Charakteristische ist die „kollektive Mündigkeit“. (Heydorn)

  • Sie richtet sich gegen individualisierende, egoistische Verkürzungen

  • und kultiviert das gemeinsame Lernen, Einstehen und Kämpfen für die gemeinsamen Angelegenheiten.

  • Was das konkret heißt?

  • Nun, u.a. das,

  • was gerade hier passiert und im Entstehen ist!


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