Piagets Entwicklungstheorie

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Gliederung. 1. Hauptstadien der geistigen Entwicklung 1.1 Sensumotorische Entwicklung 1.2 Voroperatives, anschauliches Denken 1.3 Stadium der konkret- operatorischen Strukturen 1.4 Formal- operatorisches Stadium2. Piagets Entwicklungstheorie 2.1 Piagets Stufenkonzept 2.2 Piagets genetisches Erkl

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1. Piagets Entwicklungstheorie

2. Gliederung 1. Hauptstadien der geistigen Entwicklung 1.1 Sensumotorische Entwicklung 1.2 Voroperatives, anschauliches Denken 1.3 Stadium der konkret- operatorischen Strukturen 1.4 Formal- operatorisches Stadium 2. Piagets Entwicklungstheorie 2.1 Piagets Stufenkonzept 2.2 Piagets genetisches Erklärungsmodell 3. Studie: „Egocentrism in older adults: Piaget´s three mountains task revisited“

3. Gliederung 4. Untersuchung der Kritik an Piaget 4.1 Zehn konkrete Kritikpunkte 4.2 Kritik an Piagets Theorie (Zusammenfassung) 4.3 Diskussion einiger Kritikpunkte 4.3.1 Piaget unterschätzt die kognitive Kompetenz von Kindern 4.3.2 Piagets Theorie ist eine extreme Kompetenz Theorie 4.3.3 Piaget beruft sich auf ungeeignete Modelle der Logik 4.4 Fehler der Kritiker 4.5 Mögliche Gründe für die Fehlinterpretationen

4. 1. Hauptstadien der geistigen Entwicklung

5. 1.1.1 Stufen der sensumotorischen Entwicklung 1. Stufe: Übung angeborener Mechanismen - Üben funktionsbereiter Reflexe und Sinnesfunktionen ? Konsolidierung und Anpassung an jeweilige Gegebenheiten 2. Stufe: Primäre Kreisreaktionen - Wiederholung von Handlungen mit angenehmen oder interessanten Ergebnissen - generalisierende Assimilation

6. 3. Stufe: Sekundäre Kreisreaktion - Differenzierung von Mittel und Zweck 4. Stufe: Koordinierung der erworbenen Handlungsschemata und Anwendung auf neue Situationen - Differenzierung von Handlungsschemata - Koordinierung verschiedener Schemata 5. Stufe: Tertiäre Kreisreaktion - Entdeckung neuer Handlungsschemata durch aktives Experimentieren

7. 6. Stufe: Übergang vom sensumotorischen Intelligenzakt zur Vorstellung - „Aha-Erlebnis“ (Bühler) - Verinnerlichung von Handlungen als Charakteristik des Übergangs zum Denken

8. 1.1.2 Entwicklung der Darstellungs- oder Symbolfunktion Objektpermanenz: Bewusstsein, dass ein Objekt auch dann noch existiert, wenn man es nicht mehr sieht Nachahmungsverhalten: Nachahmung einer Handlung nur bei innerlicher Repräsentation möglich Symbolhandlungen: Aktivitäten, die eine symbolische Darstellung einer Handlung beinhalten

9. 1.2 Voroperatorisches, anschauliches Denken Unangemessene Generalisierungen Animistische Naturerklärungen: Gegebenheiten der unbelebten Natur werden gedeutet als seien sie belebt Artifizialistische Naturerklärungen: Natur wird gedeutet als wäre sie vom Mensch geschaffen

10. 2. Assimilation und Akkomodation Assimilation: Aufnahme eines Gegenstandes in ein geistiges Schema Akkommodation: Anpassung der Schemata an die Wirklichkeit 3. Finalistische Erklärungen Naturgegebenheiten werden aus ihrem Zweck wie menschliche Handlungen erklärt

11. 4. Egozentrismus artifizialistische, animistische und finalistische Erklärungen Unfähigkeit, sich in Rolle eines anderen hineinzuversetzen, Blickwinkel eines anderen einzunehmen Überwindung durch Entwicklung von Kompetenzen zur Perspektiven- und Rollenübernahme

12. 5. Beschränkung des Urteilsfeldes Zentrierung der Aufmerksamkeit auf ein Merkmal des Gegenstandes und Außer-Acht-Lassen anderer 6. Zentrierung auf Zustände Betrachtung eines Zustandes nicht als Ergebnis einer Transformation, sondern nur Beurteilung des jeweiligen Zustandes

13. Versuch zur Ergänzung einer zweidimensionalen Matrix

14. Versuch zur Prüfung der Einsicht in Klasseninklusion

15. 1.3 Stadium der konkret-operatorischen Strukturen Gruppierungen Additive Komposition von Klassen Seriation asymmetrischer Relationen Multiplikation von Klassen und Relationen Gruppe der ganzen Zahlen

16. Additive Komposition von Klassen

17. Seriation asymmetrischer Relationen Ordnung nach einer Dimension (z.B. Länge, Gewicht usw.) Korrekte Reihung, jedoch keine operatorische Systembildung, da Schwierigkeiten beim Einordnen neuer Elemente (unidirektionales Denken)

18. Multiplikation von Klassen und asymmetrischen Beziehungen Siehe Versuch zur Prüfung der Einsicht in die Klasseninklusion Ordnung von Gegenständen nach 2 Dimensionen

19. Der Zahlbegriff Voraussetzung: Invarianz einer Menge (der Anzahl) bei Veränderung der Anordnung A B B´

20. 1.4 Das formal- operatorische Stadium Denken geht in spezifischer Weise über vorgefundene oder gegebene Informationen hinaus Aufbau kombinatorischer Systeme, größere Beweglichkeit des Denkens, Verständnis von Proportionen, Quantifikation

21. 2. Piagets Entwicklungstheorie

22. 2.1 Piagets Stufenkonzept Auftauchen verschiedener Manifestationen derselben Struktur zur gleichen Zeit in der Entwicklung Horizontale Verschiebungen: keine gleichzeitige Realisierung der gleichen Struktur in unterschiedlichen Gegenstandsbereichen ? aber Leistungen erfordern darüber hinaus unterschiedlich schwierige Arbeitsschritte oder Verständnisleistungen (Aebli)

23. 2.2 Piagets genetisches Erklärungsmodell Notwendige Entwicklungssequenzen Komplexitätsunterschiede zwischen Stufen ? Strukturen der höheren Stufen integrieren Elemente der vorausgehenden Stufen ? Stufenfolge notwendig Jedoch: nicht jede Veränderung im Sinne Piagets

24. Konzept der Äquilibration Suchen und Finden von Gleichgewicht Gründe für Ungleichgewicht - Fehlgeschlagene Assimilationsversuche - Widersprüche zwischen zwei Urteilen - Empirisches Widerlegen eines Urteils - Ungleichgewicht durch Problemstellung und Frage

25. 3. Egocentrism in older adults: Piaget´s three mountains task revisited

26. Piagets Drei-Berge-Versuch

27. Teilnehmer 77 Freiwillige - 12 zwischen 50 und 59 Jahre - 28 zwischen 60 und 69 Jahre - 24 über 70 Jahre • Vergleichsgruppe von 13 Freiwilligen ( Mittelwert des Alters: 25)

28. Materialien Drei-Berge-Modell nach Piaget 10 Farbfotografien der Berge von verschiedenen Blickpunkten aus Puppe (Mann in ländlicher Kleidung)

29. Aufgaben Wählen der Bergefotografie, die dem Blickfeld der Puppe von 6 aus unterschiedlichen Standpunkten am nächsten kommt Wiederholung der Auswahl, nachdem Versuchsperson aufstehen und Sicht der Puppe überprüfen konnte Platzierung der Puppe auf den Platz der Blickfeld ermöglicht, das zuvor gezeigter Fotografie entspricht (6 Bilder)

30. Ergebnisse

31. 4. Untersuchung der Kritik an Piaget In Defense of Piaget’s Theory. A Reply to 10 Common Criticisms Lourenço, O. & Machado, A.

32. 4.1 Zehn konkrete Kritikpunkte Unterschätzt die Kompetenz von Kindern Seine Altersnormen sind durch empirische Daten widerlegt Charakterisiert Entwicklung negativ Extreme Kompetenz Theorie Vernachlässigt die Rolle sozialer Faktoren in der Entwicklung

33. 4.1 Zehn konkrete Kritikpunkte Sagt synchrone Entwicklung vorher - nicht durch Daten bestätigt beschreibt, aber erklärt nicht Theorie ist paradox, weil sie Denken durch Sprache bewertet ignoriert die postadoleszente Entwicklung beruft sich auf ungeeignete Modelle der Logik

34. 4.2 Kritik an Piagets Theorie die „Stage Theory“ ist konzeptuell fehlerhaft Autor von Aufgaben, nicht von Theorien Beschreibt die kognitive Entwicklung von Kindern als, universell und endogen die Erklärungen seiner Theorie sind z.T. falsch (empirisch widerlegt)

35. 4.2 Kritik an Piagets Theorie „It was time psychologists ceased to be quite so obsessed with Piaget … He deserves to be honored and remembered as one of the great psychologists, but as a psychologist of the past“ (Cohen, 1983)

36. 4.3.1 Piaget unterschätzt die kognitive Kompetenz von Kindern Konservative Einschätzung der Kompetenz, besonders bei voroperatorischen Kindern ? neu Versionen der Aufgaben (Instruktionen, Fragen, Punktvergabe) Objektpermanenz (Baillargeon) Reaktion der Überraschung anstatt aktiver Suche als Kriterium ? schon 3 bis 4 Monate alte Kinder erreichten dieses

37. 4.3.1 Piaget unterschätzt die kognitive Kompetenz von Kindern Kritik Schlüsselkonzept bei Piaget ist nicht das Alter des Erwerbs, sondern die Abfolge der Transformationen eine völlig andere Fähigkeit getestet: Habituation ? Änderung im Wahrnehmungsfeld kein Beweis einer konzeptuellen Fähigkeit wie Objektpermanenz ? erst alternative wahrnehmungsbasierte Erklärungen ausschließen

38. 4.3.1 Piaget unterschätzt die kognitive Kompetenz von Kindern Beispiel: Seriation Task Piaget: 1. A < B 2. B < C 3. A ? C < < ? Modifizierte Aufgabe: 0. A B C 1. A < B 2. B < C 0. A ? C

39. 4.3.2 Piagets Theorie ist eine extreme Kompetenz Theorie Ignoriert die Rolle der Performance Faktoren bei operatorischen Aufgaben Versagen des Kindes bedeutet nach Piaget, dass es das Konzept, die Kompetenz nicht besitzt ? möglicherweise andere Ursachen: Art der Fragen, Instruktionen, Durchführung, ...

40. 4.3.2 Piagets Theorie ist eine extreme Kompetenz Theorie Piaget behauptet nicht, dass kognitive Strukturen unabhängig von der Situation sind. Er hat diese nicht untersucht, da Wissenschaft mit der Beschreibung und nicht der Erklärung beginnt erst theoretische Entwicklung neuer Denkformen, dann Effekt von Performance Faktoren untersuchbar

41. 4.3.3 Piaget beruft sich auf ungeeignete Modelle der Logik Psychologen: Benutzung von Logik und Wahrheitstafeln zur Charakterisierung verschiedener Arten der Intelligenz ? Distanzierung vom natürlichen Denken Logiker: in seinen Modellen Normen der Logik verletzt ? zu psychologisch

42. 4.3.3 Piaget beruft sich auf ungeeignete Modelle der Logik Empirisch widersprüchliche Daten zur Aussagenlogik (propositional logic) A. Lösung der „Modus Ponens“ Aufgabe von 5 bis 6 jährigen Kindern B. Versagen von Erwachsenen bei Wasons (1968) klassischem Vier-Karten-Problem ? Piaget sagt Gegenteil voraus ? Theorie der formalen Operationen falsch, in einigen Fällen zu optimistisch, in anderen zu pessimistisch

43. A. Lösung der „Modus Ponens“ Aufgabe Wenn es sonnig ist, dann ist John am Strand. 1. Es ist sonnig. ? John ist am Strand 2. John ist am Strand. ? Es ist sonnig. (affirmation of consequent)

44. A. Lösung der „Modus Ponens“ Aufgabe Ein logischer Vorschlag ist nicht gleichbedeutdend mit der Benutzung einer formalen Operation (Betrachtung aller Möglichkeiten) Versagen der Kinder bei “affirmation of consequent”

45. B. Wasons Vier-Karten-Problem Angenommen jede Karte hat eine Nummer auf der einen Seite und einen Buchstaben auf der anderen. Welche dieser Karten müsste man umdrehen, um zu wissen, dass die folgende Aussage falsch ist? A D 4 7 “Wenn eine Karte einen Vokal auf der einen Seite hat, dann hat sie eine gerade Nummer auf der anderen Seite.”

46. B. Wasons Vier-Karten-Problem Meistgegebene Antwort: 1. A und 4 2. A ? Bestätigungstendenz Korrekte Antwort: A und 7 wenn p (Vokal) dann q (Gerade Zahl) ? Falsifizieren durch Finden von p (Vokal) und nicht q (Ungerade Zahl)

47. B. Wasons Vier-Karten-Problem Modus Tollens p > q q > p Bsp.: Wenn es sonnig ist, dann ist John am Strand. 1. John ist nicht am Strand. ? Es ist nicht sonnig. 2. Es ist nicht sonnig. ? John ist nicht am Strand. (negation of antecedent)

48. B. Wasons Vier-Karten-Problem Mögliche Ursache für Versagen trotz formalem Denkvermögen: unverständliche Aufgabenstellung Leistung steigt, wenn der Inhalt den Probanden bekannt gemacht wird oder wenn sie anfänglich üben dürfen

49. 4.4 Fehler der Kritiker Fehlinterpretationen von Piagets Arbeit Keine Würdigung der zwei Kernpunkte seines Denkens wie neue Formen des Denkens während der Ontogenese entstehen wie sie psychologisch notwendig werden Fehlerhafte Annahme, dass Kontroversen, die diese Theorie betreffen, empirisch oder methodisch gelöst werden können, bevor sie konzeptuell geklärt sind Ignorierung zahlreicher Änderungen der Theorie, insbesondere nach 1970 Vergessen den dialektischen, konstruktivistischen und den entwicklungsgemäßen Charakter seines Ansatzes

50. 4.5 Mögliche Gründe für die Fehlinterpretationen Sehr viele Veröffentlichungen und empirische Daten Veränderung einiger Grundannahmen über die Zeit Forschung nicht experimenteller, klinischer Natur Keine statistische Datenanalyse Heute: Tendenz Babies mit Geist von Erwachsenen zu sehen Piaget: Kinder sind logisch verschieden von Erwachsenen

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