Reinhard Matz: Gegen einen naiven Begriff der Dokumentarfotografie (1981)
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SS 2007 PS „Von der analogen zur digitalen Fotografie“ Matthias Gengenbach Philip Sommer PowerPoint PPT Presentation


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Reinhard Matz: Gegen einen naiven Begriff der Dokumentarfotografie (1981) Betrachtungen der Theorien des Textes und deren Anwendung auf den Film „War Photographer“ von Christian Frei. SS 2007 PS „Von der analogen zur digitalen Fotografie“ Matthias Gengenbach Philip Sommer.

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SS 2007 PS „Von der analogen zur digitalen Fotografie“ Matthias Gengenbach Philip Sommer

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Presentation Transcript


Ss 2007 ps von der analogen zur digitalen fotografie matthias gengenbach philip sommer

Reinhard Matz: Gegen einen naiven Begriff der Dokumentarfotografie (1981)Betrachtungen der Theorien des Textes und deren Anwendung auf den Film „War Photographer“ von Christian Frei

SS 2007

PS „Von der analogen zur digitalen Fotografie“

Matthias Gengenbach

Philip Sommer


Zur person des autors

Zur Person des Autors

  • 1952 in Bremen geboren

  • nach dem Abitur Fotografenlehre in Berlin

  • Studium der Philosophie, Germanistik und Medienwissenschaft in Berlin und Köln

  • Studium der künstlerischen Fotografie in Köln

  • seit 1972 freiberuflicher Fotograf mit verschiedenen Aufträgen und Projekten (u.a. für diverse Museen, die Dombauverwaltung Köln und die Zeitschrift „European Photography“)


Zur person des autors1

Zur Person des Autors

  • seit 1972 freiberuflicher Fotograf mit verschiedenen Aufträgen und Projekten (u.a. für diverse Museen, die Dombauverwaltung Köln und die Zeitschrift „European Photography“)

  • des weiteren publizistische Tätigkeit als Autor zur Fotogeschichte und -theorie und in mehreren Bildbänden (u.a. der Zyklus „Vergegenwärtigen/ Die unsichtbaren Lager“ - Thematisierung des Holocausts)


Zum text

Zum Text

  • Begriff der Dokumentarfotografie setzt sich aus zwei Begriffen zusammen: →Dokumentation →Fotografie

  • Nach Matz ist Dokumentation objektiv, Fotografie subjektiv behaftet →Problematik des Textes →Neudefinition des Begriffs


War photographer

War Photographer

  • Dokumentarfilm über den Kriegsfotografen James Nachtwey

    • Erscheinungsjahr 2001

    • Regie: Christian Frei

    • Nominierung für den Oscar 2002

    • gewann Adolf-Grimme-Preis

  • Der Film deckt die Grundzüge der Dokumentarfotografie ab

  • Text von Matz über Dokumentarfotographie soll beispielhaft am Film festgemacht werden


Befund

Befund

  • Beschreibt hier die analytisch untersuchbare Struktur eines Bildes.

    • Versprachlichung des Dargestellten

    • Rolle diverser Bildkonvention

    • Perspektive/Diagonalen

    • Farben, Grauwerte

    • Tiefe bzw. Nahpunkt

    • Moment, Belichtungszeit <-> Blende

    • Schärfe <-> Unschärfe

    • Bildausschnitt, Auswahl, Bearbeitung, etc. ...


Ideologischer gebrauch

Ideologischer Gebrauch

  • Fotografie als dokumentarisches Reproduktionsmittel: Objektive Darstellung der gezeigten Gegenstände gründet auf spezifisch technischen Charakter der Herstellung (Kamera, Licht, und Film vs. Pinsel, Farbe und Leinwand)‏

  • Ideologie: Vermeintliche Passivität bei der Produktion von Fotografien führt zu klarer, eindeutiger und objektiver Darstellung von Wirklichkeit


Ideologischer gebrauch1

Ideologischer Gebrauch

  • Jedoch: Fotografie ist durch ihre perspektivische, zeitliche und räumliche Beschränkung immer nur eine ästhetische Wirklichkeitskonstitution

    → „War Photographer“ zeigt uns durch die zeitliche und räumliche Selektion lediglich ein beschränktes Abbild der entsprechenden Krisensituation


Differenz und realit teffekt

Differenz und Realitäteffekt

  • Fotografie als spezifische Sichtweise der Realität

  • Problem: ästhetischer Aspekt steht in Kontroverse zum Dokumentarcharakter, lässt sich aber nicht aus der Fotografie raushalten

  • Ästhetik wird hier als Differenz zur Wirklichkeit betrachtet

  • Das Foto kann nur eine spezifische Sichtweise der Realität sein


Begriffstradition en

Begriffstradition(en)

  • Angloamerikanisch: Prägung des Begriffs „dokumentarisch“ in Amerika in den 20er/ 30er Jahren, hauptsächlich durch eine künstlerische Bewegung, die fotografisch die spezifischen kulturellen und sozialen Verhältnisse darstellte

  • Deutsch: Jede Dokumentarfotografie soll eine vorgegebene Wirklichkeit authentisch dokumentieren

    →Im Film wird die angloamerikanische Tradition verfolgt:

  • Musik

  • Ästhetisierung der Bildausschnitte

  • Heroisierung Nachtweys


Begriffsanalyse der dokumentarbegriff

Begriffsanalyse: Der Dokumentarbegriff

  • Begriff der Dokumentarfotografie entwickelt sich aus der Opposition zu anderen Gebieten der Fotografie, die sich auf der Ästhetik begründen

  • Nur durch Vorwissen, Kontext kann der Dokumentarcharakter einer Fotografie erschlossen und begriffen werden


Begriffsanalyse der dokumentarbegriff1

Begriffsanalyse: Der Dokumentarbegriff

  • Foto ist immer nur eine Betrachtungsweise der Wirklichkeit, niemals sie selbst

  • Nur durch Beachtung bestimmter ästhetischer Formen kann die Aussage eines Fotos gestützt werden und erhält dadurch seine Tiefe in der Rezeption


Manifestes und latentes

Manifestes und Latentes

  • Faszinierende Brillanz einer manifesten Gegenstandserscheinung verblasst angesichts der latenten historisch-gesellschaftlichen Bedingungen, in die sie sich schließlich eingliedert ≈ Ein riesiges Assoziationsfeld eröffnet sich/ Das bloße, konnotationsfreie Abbild erscheint hohl und grotesk

  • Appell: Fotografie als Produktion von Bedeutungen analysieren und diese als Symptom im Rahmen ihrer gesellschaftlichen Bedingungen interpretieren

    → Dokumentation von Konflikt-/ Krisensituationen: Historisch-gesellschaftlichen Kontext beachten/ Bild durch Konnotationen oft emotional aufgeladen


Neubegr ndungsversuch

Neubegründungsversuch

  • Bestehender Konflikt Objektivität <-> Subjektivität erfordert eine Neudefinition

  • Individuum ist nur noch begrenzt für die Subjektivität verantwortlich, nicht alleiniger Hersteller des Abbildes

  • alltägliche Wahrnehmung und ästhetische Form sorgen für symptomatologische Analyse, schon während des Fotografierens

  • Fotografien resultieren nach Matz aus dem Verhalten des Fotografen zur Wirklichkeit


Zur person james nachtwey

Zur Person: „James Nachtwey“

  • Geboren 1948 in Syracuse, N.Y.

  • Studierte Kunstgeschichte und Politikwissenschaft

  • Autodidaktisches Studium der Fotografie und Arbeit als freier Fotograf

  • schliesslich seine erste Fotoreportage über die Unruhen in Belfast, Nordirland

  • zahlreiche Reisen durch Afrika, Südamerika und Länder des Ostblocks

  • gilt als einer der bedeutensten Vertreter der Dokumentar- und Kriegsfotographie


Diskussion nach dem film

Diskussion nach dem Film

  • (Wie) werden Objekte, hier Personen beeinflusst, wenn es um vermeintliche, oft bewegende Szenen geht?

  • Beispiel (Familie zw. den Gleisen)


Diskussionspunkte nach dem film

Diskussionspunkte nach dem Film

  • Sind alle Fotografien bzw. Szenen wirklich so affektiert und ungestellt, wie sie wirken?

  • Beispiele (trauernde Frau, Szene am Grab)

    → Allgemeine Frage: Gibt es objektive(!) Kriegsberichterstattung/ -fotografie?


Diskussionspunkte nach dem film1

Diskussionspunkte nach dem Film

  • Kritische/ halbherzige Handlungsweise Nachtweys?!

  • Beispiel (Lynchszene auf offener Straße)

    → Allgemeine Diskussion: Wann wie nah ran? Wann Fotoapparat zur Seite und selbst eingreifen?


Quellen

Quellen

  • www.matzfotografie.de

  • www.dhm.de

  • www.wikipedia.de

  • www.digitaljournalist.org


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