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Wie kann sich eine Kommune erfolgreich gegen sexistische Werbung wehren?

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Wie kann sich eine Kommune erfolgreich gegen sexistische Werbung wehren?. am Beispiel der Stadt Pforzheim Deutschland, Baden-Württemberg vorgestellt von Barbara Jeske Gleichstellungsbeauftragte Wien 18.10.2010. Pforzheim. liegt zwischen Stuttgart und Karlsruhe hat 119.000 EinwohnerInnen

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wie kann sich eine kommune erfolgreich gegen sexistische werbung wehren

Wie kann sich eine Kommune erfolgreich gegen sexistische Werbung wehren?

am Beispiel der Stadt Pforzheim

Deutschland, Baden-Württemberg

vorgestelltvon Barbara Jeske

Gleichstellungsbeauftragte

Wien 18.10.2010

pforzheim
Pforzheim
  • liegt zwischen Stuttgart und Karlsruhe
  • hat 119.000 EinwohnerInnen
  • ist eng verbunden mit der Schmuck- und Uhrenindustrie = Goldstadt
  • kämpft mit Struktur- und Wirtschaftskrise

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

es reicht
Es reicht!
  • Bild-Kampagne November 2002
  • bundesweit in 9.000 Leuchtkästen
  • halbnackte Mädchen „berichten“ über ihre angeblichen Sexaktivitäten

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

neue geschichten aus dem bettk stchen
„Neue Geschichten aus dem Bettkästchen“

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

plakatierung an bushaltestellen
Plakatierung an Bushaltestellen

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

neue beschwerdegruppen
neue Beschwerdegruppen
  • junge Mädchen

> Wir sind keine Schlampen!

  • Frauenärztin

> Aufforderung zur Vergewaltigung

  • junge Männer

> Verletzung der Menschenwürde

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

neue argumentationen
neue Argumentationen
  • Ablehnung nicht mehr primär aus
    • moralisch-religiösen Gründen oder
    • Gründen des Jugendschutzes
  • gewachsene Sensibilisierung/Überdruss

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

stattdessen
stattdessen
  • Wir fühlen uns persönlich belästigt und beleidigt.
  • Wir fühlen uns nicht wohl in der Stadt, wenn überall diese Plakate hängen.
  • Aber auch sexistische Pressefotos und Schaufensterwerbung werden kritisiert.

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

b rgerinnen erwarten taten
BürgerInnen erwarten Taten
  • schnell > sofortige Abhängung
  • nachhaltig > nicht jedes Mal von vorn

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

gleichstellungsbeauftragte forciert
Gleichstellungsbeauftragte forciert
  • klares und schnelles (!) Vorgehen
  • Auslotung aller kommunalen Handlungs-möglichkeiten
  • Klärung der Rechtslage
  • Festlegung verbindlicher Verfahrensweisen
widerst nde entkr ften
Widerstände entkräften
  • Politik > Hinweis auf BürgerInnen- beschwerden, Presse, Imageschaden
  • Verwaltung > keine Bagatelle zum Wegschauen, politisch nicht korrekt
  • Schnelltest >„Wenn das auf dem Plakat Ihre Tochter, Freundin oder Frau wäre?“

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

bravo
BRAVO!

Gegenaktion

von Mitarbeitern der

Bremer Frauensenatorin

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

sexismus kommunale
Sexismus kommunale
  • Mitschwimmen auf der „Sexwelle“
  • Gedankenlosigkeit statt Bewusstsein
    • „Ich habe eine Frau sitzen lassen!“
    • „Mach mich voll!“

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

gemeinsames plakat von drei st dten im odenwald 2009
gemeinsames Plakat von drei Städten im Odenwald 2009

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

was k nnen kommunen tun
Was können Kommunen tun?

begrenzt

  • allgemeine Gesetze
  • öffentlicher Raum
  • kommunale Sonderregelungen
  • gutes Vorbild

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

kommunale einflussm glichkeiten
kommunale Einflussmöglichkeiten
  • Verstoß gegen bestehende Gesetze > z.B. Verbot der Prostitutionswerbung, Jugendgefährdung
  • öffentliche Ordnung > Straßen, „wildes“ Plakatieren
  • Sondernutzungsordnung > Genehmigungsverfahren
  • Pachtverträge > Überlassung von Plakatierflächen
  • auf Privatgrundstücken, beiKinowerbung und Geschäfte >kaum Einfluss

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

werbung an privath usern
Werbung an Privathäusern
  • Prüfung der Ordnungswidrigkeit (OWiG)
    • §119 > grob anstößige und belästigende Handlungen
    • §120 > Verbot der Prostitutionswerbung
  • persönlicher Brief des Stadtober-haupts, derartige Werbung zu unter-lassen!

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

werbung an privath usern1
Werbung an Privathäusern

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

kinowerbung 2002
Kinowerbung 2002

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

erfolgreiche beschwerde
Erfolgreiche Beschwerde

beim Deutschen Werberat:

„Der Werbungtreibende hat uns

inzwischen mitgeteilt, dass die

Werbemaßnahme künftig nicht

mehr geschaltet wird.“

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

deutscher werberat
Deutscher Werberat
  • Selbstkontrollinstrument der Werbebranche
  • ca. ein Drittel der Beschwerden wegen Frauendiskriminierung
  • stumpfes Schwert, Verfahren langwierig
  • Trend > mehr Schmuddelwerbung und Proteste (!)

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

st dtische pachtvertr ge
städtische Pachtverträge

zentrale Pforzheimer Vertragsklauseln:

  • kein Verstoß gegen Gesetze und gute Sitten
  • keine sexistischen, gewaltbetonten, rassistischen oder diskriminierenden Darstellungen
  • Beachtung zusätzlicher Richtlinien

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

richtlinien vertragsbestandteil
Richtlinien Vertragsbestandteil
  • sexuell aufreizende Darstellung nicht im Vordergrund > statt Produktbotschaft
  • Vertragsnehmer zur Vorprüfung verpflichtet
  • Letztentscheidungsrecht (!) der Stadt
  • bei Beanstandungen Abhängung innerhalb von zwei Kalendertagen

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

sondernutzungsrichtlinien
Sondernutzungsrichtlinien
  • für den öffentlichen Raum
  • Ziel > gestalterische Aufwertung
  • regelt u.a. Plakatierung
  • Überwachung durch Amt für öffentliche Ordnung

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

gemeinderatsbeschluss 2008
Gemeinderatsbeschluss 2008

„Es ist untersagt, diskriminierende oder die Würde des Menschen verletzende Werbung bei der Plakatierung zu verwenden. Dazu gehören insbesondere – aber nicht ausschließlich – die Verwendung extrem abstoßenden Bildmaterials und/oder von sexistischen Darstellungen oder Botschaften.“(§1)

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

was k nnen gleichstellungsbeauftragte tun
Was können Gleichstellungsbeauftragte tun?
  • Thematisieren
  • Beschwerden nachgehen
  • kommunales Handeln einfordern
  • rechtliche Möglichkeiten klären
  • internes Vorgehen verbindlich regeln

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

thematisieren
Thematisieren
  • intern
    • Diskussion mit beteiligten Fachämtern >AföO >Rechtsamt >OberbürgermeisterIn
  • extern
    • Pressearbeit
    • Ausstellung „Frauenzoo in der Werbung“ 2004
    • Broschüre „Sex sells? Mit mir nicht“
    • Internetportal

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

brief zur ausstellung
Brief zur Ausstellung

„Wenn Frauen nämlich nur dumm und einfältig dargestellt werden ist das für uns genauso schlimm wie nur sexuell! Bitte tun Sie was.

Sorry für Fehler aber ich bin bloß Verkäuferin.“

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

fazit
Fazit

Sexistische Werbung

ist keine Frage des Geschmacks,

sondern des

Respekts !!

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

slide30

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

Stadt Pforzheim – Gleichstellungsbeauftragte Barbara Jeske

ad