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Institut für Völkerkunde, Universität zu Köln Einführungsseminar WS 2004/05 Lioba Lenhart PowerPoint PPT Presentation


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Institut für Völkerkunde, Universität zu Köln Einführungsseminar WS 2004/05 Lioba Lenhart. 15.11. 2004 9. Sitzung, Teil 2: Die Form der schriftlichen Hausarbeit. Die Form der schriftlichen Hausarbeit. Themen: (1)Formale Kriterien (2)Deckblatt (3)Gliederung

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Institut für Völkerkunde, Universität zu Köln Einführungsseminar WS 2004/05 Lioba Lenhart

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Presentation Transcript


Institut f r v lkerkunde universit t zu k ln einf hrungsseminar ws 2004 05 lioba lenhart l.jpg

Institut für Völkerkunde, Universität zu KölnEinführungsseminar WS 2004/05Lioba Lenhart

15.11. 2004

9. Sitzung, Teil 2: Die Form der schriftlichen Hausarbeit


Die form der schriftlichen hausarbeit l.jpg

Die Form der schriftlichen Hausarbeit

Themen:

(1)Formale Kriterien

(2)Deckblatt

(3)Gliederung

(4)Text, Absätze, Überschriften

(5)Zitate, Quellenangaben

(6)Fußnoten

(7)Literaturverzeichnis

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


1 formale kriterien l.jpg

(1) Formale Kriterien

Schriftliche Hausarbeiten müssen bestimmten formalen Kriterien

genügen in Bezug auf:

  • Deckblatt,

  • Gliederung,

  • Textgestaltung, inkl. Überschriften, Zitate, Quellennachweise im Text und Fußnoten,

  • Literaturverzeichnis.

    Andere Fächer haben hier teilweise sehr genaue Richtlinien.

    Die Völkerkunde in Köln ist da etwas toleranter – einiges bleibt persön-

    lichen Vorlieben überlassen -, aber gewisse Grundregeln sollten einge-

    halten werden!

  • Ein Grundprinzip, was die Form betrifft, ist Einheitlichkeit.

  • Ein Grundprinzip, was das Layout betrifft, ist Nüchternheit anstatt „Schnickschnack“ – Vorrang hat der Inhalt !

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


Papier einband seitenr nder zeilenabstand schrift gr e l.jpg

Papier, Einband, Seitenränder, Zeilenabstand, Schrift-größe

Papier und Einband:

  • Standard für Hausarbeiten sind einseitig bedruckte DIN-A-4-Bögen,

  • Hausarbeiten sollten geheftet werden, Schnellhefter sind nicht erforderlich.

    Seitenränder:

  • Seitenränder sollten nie weniger als 2 cm betragen!

  • rechts: Platz für Korrekturen lassen, also besser: 3-4 cm

  • links: Platz für Heften einkalkulieren, also besser: 3-4 cm

    Zeilenabstand und Schriftgröße:

  • Zeilenabstand in der Regel 1,5 Zeilen,

  • Schriftgrad mindestens 12 Punkt.

    Proportionalschriften (z. B. Times New Roman) sind leichter zu lesen als z.B. die klassische „Schreibmaschinenschrift“ Courier; gut lesbar ist auch Arial.

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Rechtschreibung und zeichensetzung l.jpg

Rechtschreibung und Zeichensetzung

Rechtschreibung und Zeichensetzung:

  • Die neue Rechtschreibung hat sich inzwischen durchgesetzt – also diese benutzen.

  • Wichtig ist eine korrekte Zeichensetzung – Kommasetzung nach Gefühl oder gar nicht behindert das Verständnis und ist nicht akzeptabel.

     Wenn sie bzgl. Rechtschreibung und Zeichensetzung unsicher sind:

    Die Rechtschreibekorrekturfunktion ihres Textverarbeitungs-programms nutzen !

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


2 deckblatt l.jpg

(2) Deckblatt

Auf dem Deckblatt muss vermerkt werden:

  • Institut, Universität

  • Titel der Lehrveranstaltung,

  • Name des Dozenten/der Dozentin,

  • Semester, in dem die Veranstaltung stattfindet/stattfand,

  • Titel der Arbeit,

  • Name des/der Verfasser/in der Hausarbeit,

  • Adresse und E-Mail-Adresse des Verfassers/der Verfasserin.

    Es kann, muss aber nicht vermerkt werden:

  • Matrikelnummer

  • Abgabedatum

  • Anzahl der Fachsemester

  • Fächerkombination

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Deckblatt beispiel 1 l.jpg

Institut für Völkerkunde

Universität zu Köln

Ethnologisches Wissen in der praktischen Entwicklungszusammenarbeit

(L. Lenhart)

SS 2004

Gender-Aspekte in der Entwicklungszusammenarbeit

Emil Mustermann

Kölner Str. 4711

50923 Köln

[email protected]

Deckblatt: Beispiel 1

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Deckblatt beispiel 2 l.jpg

Deckblatt: Beispiel 2

Institut für Völkerkunde

Universität zu Köln

SS 2004

Die indische Diaspora

Hausarbeit zum Seminar „Diasporaforschung “

Leitung: Ulrike Wesch

Elvira Musterfrau

Göttinger Weg 24

50973 Köln

[email protected]

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3 gliederung l.jpg

(3) Gliederung

Dem Deckblatt folgt die Gliederung bzw. das Inhaltsverzeichnis:

  • üblich ist die Dezimalgliederung, d. h. Gliederungspunkte erster Ordnung werden mit 1., 2., 3. usw., Unterpunkte mit 1.1., 1.2. usw., deren Unterpunkte mit 1.1.1., 1.1.2., 1.2.1, 1.2.2 usw. bezeichnet;

  • ebenfalls möglich ist die Kombination verschiedener Zahlen- und Buchstabensysteme (z. B. I., II., III. usw., Unterpunkte I.1, I.2 usw., deren Unterpunkte I.1.a, I.1.b, I.2.a, I.2.b usw.) – allerdings mitunter etwas verwirrend.

    Jedem Gliederungspunkt folgt die Seitenzahl, auf der er beginnt.

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Gliederung l.jpg

… Gliederung

  • Ein Hauptgliederungspunkt muss seine Unterpunkte tatsächlich inhaltlich zusammenfassen!

  • Ein Hauptgliederungspunkt (z. B. 1.) muss mindestens zwei Untergliederungspunkte haben. Hat er nur einen Unterpunkt (1.1.), ist dieser zu streichen.

    Eine optimale Zahl von Hauptgliederungspunkten und Unter-

    punkten ist schwer festzulegen. Trotzdem gilt:

  • nicht zu viele Gliederungspunkte und Unterpunkte – wenn diese zu zahlreich sind, liegt das mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem Strukturierungsproblem des/r Studierenden!.

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Gliederung beispiel 1 l.jpg

Gliederung: Beispiel 1

1.Der Begriff „Wildbeuter“1

2.Forschungsstand3

2.1.Wirtschaftsweise3

2.2.Sozialstruktur4

2.2.1.Gruppen und Führung4

2.2.2.Geschlechterrollen6

2.3.Religion7

3.Fallbeispiele8

3.1.Die !Kung San8

3.2.Die Netsilik11

4.Vergleich der beiden Fälle14

5.Schlußbetrachtung15

6.Literatur18

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Gliederung beispiel 2 l.jpg

Gliederung: Beispiel 2

1.Der Begriff „Wildbeuter“1

2.Forschungsstand3

2.1.Wirtschaftsweise3

2.2.Sozialstruktur4

2.2.1. Gruppen und Führung4

2.2.2. Geschlechterrollen6

2.3.Religion7

3.Fallbeispiele8

3.1.Die !Kung San8

3.2.Die Netsilik11

4.Vergleich der beiden Fälle14

5.Schlußbetrachtung15

6.Literatur18

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Gliederung beispiel 3 l.jpg

Gliederung: Beispiel 3

1.Der Begriff „Wildbeuter“1

2.Forschungsstand3

2.1.Wirtschaftsweise3

2.2.Sozialstruktur4

2.2.1.Gruppen und Führung4

2.2.2.Geschlechterrollen6

2.3.Religion7

3.Fallbeispiele8

3.1.Die !Kung San8

3.2.Die Netsilik11

4.Vergleich der beiden Fälle14

5.Schlußbetrachtung15

6.Literatur18

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(4) Text, Absätze, Überschriften

  • Textseiten sind immer nummeriert! Die Seitenzahl kann oben oder unten auf dem Blatt stehen (zentriert oder rechtsbündig).

  • Ein Absatz wird durch den Beginn einer neuen Zeile markiert. Eine Freizeile einzuschieben ist nicht nötig

     Absätze müssen allerdings erkennbar sein!

    Bei „Flatterrand“ rechts ist das nicht unbedingt der Fall;

    dann entweder Blocksatz (d. h. einheitlicher rechter Textrand)

    oder Einrücken der ersten Zeile eines neuen Absatzes oder

    beides!

  • Überschriften müssen immer klar erkennbar sein. Ihnen geht mindestens eine Leerzeile voran. Vor einer Überschrift lässt man genau so viel oder mehr Leerzeilen (niemals weniger) als hinter ihr.

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Hervorhebungen im text l.jpg

Hervorhebungen im Text

  • Hervorhebungenim Text markiert man durch Kursivsetzungen oder Unterstreichungen,

     also z. B.:

    Denn dies ist gerade nicht Sahlins‘ Absicht, wie hier deutlich wird.

    Denn dies ist gerade nicht Sahlins‘ Absicht, wie hier deutlich wird.

  • Auch fremdsprachliche Ausdrücke markiert man durch Kursivschrift oder aber durch einfache oder doppelte Anführungszeichen,

     also z. B.:

    Der ältere Bruder wird im Japanischen als ani oder aniki bezeichnet.

    Der ältere Bruder wird im Japanischen als ‚ani‘ oder ‚aniki‘ bezeichnet.

    Der ältere Bruder wird im Japanischen als „ani“ oder „aniki“ bezeichnet.

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5 zitate quellenangaben l.jpg

(5) Zitate, Quellenangaben

  • Sinngemäß oder im Wortlaut entlehnte Gedanken müssen in wissenschaftlichen Arbeiten als solche kenntlich gemacht werden, d.h. mit einer Quellenangabe versehen werden.

  • Üblich ist sowohl bei indirekten (d.h. sinngemäßen) als auch bei direkten (d.h. wörtlichen) Zitaten der so genannte amerikanische Zitierstil, der sich auf Autor, Jahr der Publikation und Seitenzahl der wiedergegebenen Textstelle beschränkt,

    am Ende des wiedergegebenen Zitats in Klammern, vor dem Satzzeichen,

    • mit Anschluss der Seitenzahl durch Doppelpunkt oder Komma.

      Bsp.:

      „…Zitat…“ (Rössler 1997,7)....indirektes Zitat… (Rössler 1997,7).

      „…Zitat…“ (Rössler 1997:7).…indirektes Zitat… (Rössler 1997:7).

      Quellenangabe sollte man so genau wie möglich halten, denn ihr

      Sinn ist die Nachprüfbarkeit!

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Quellenangaben l.jpg

Quellenangaben

Position der Quellenangaben bei indirekten Zitaten:

  • Gibt man umfangreiche Gedanken anderer in eigenen Worten wieder,

    • werden die Quellenangabe/n zu dem/den betreffenden Autor/en am Ende des betreffenden Absatzes platziert;

    • bzw. innerhalb eines Absatzesvor dem Satz/den Sätzen, der/die sich auf Gedanken eines oder mehrerer weiteren/weiterer Autors/Autoren bezieht/beziehen oder aber eigene Gedanken zum Thema beinhaltet/beinhalten.

       Es muss nicht jeder einzelne Satz durch eine Quellenangabe belegt werden – muss nicht nach jedem einzelnen Satz eine Quellenangabe stehen!

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Quellenangaben18 l.jpg

… Quellenangaben

Wird der Autor im laufenden Text genannt, muss er nicht noch einmal in der Quellenangabe genannt werden.

Bsp. :

Firth äußert sich gar dahingehend, daß das Fehlen eines elaborierten Tauschsystems das Ausbilden eines „finely adjusted system of measurement of values“ verhindere (1959:399).

(Beispielssatz in Rössler 1997:29)

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Quellenangaben19 l.jpg

… Quellenangaben

  • Wird mehrmals hintereinander die gleiche Quelle zitiert, kann man ab dem zweiten Mal „ibid.“ (lat.: ibidem = „ebendort“) oder „ebd.“ (dt.: ebendort) benutzen (kein Muss!).

  • Bezieht man sich auf mehrere aufeinander folgende Seiten, gibt man diese an. Es kann aber auch hinter der Startseitenzahl „f“ oder „f.“ stehen, wenn genau eine Seite folgt, und „ff“ oder „ff.“, wenn mehrere Seite folgen (bedeutet „folgende“).

     die Angabe der Seitenzahlen ist exakter und daher vorzuziehen!

  • Bezieht sich die Quellenangabe auf den gesamten Text, erfolgt keine Seitenangabe. Möchte man betonen, dass sich die Quellenangabe auf den gesamten Text bezieht, kann man dies auch mit „passim“ (lat. „überall“) ausdrücken.

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Quellenangaben20 l.jpg

… Quellenangaben

  • Stammt der Text von zwei Autoren, werden diese mit „und“ oder mit „&“ oder mit „/“ aneinandergereiht.

  • Gibt es drei oder mehr Autoren, können diese entweder alle genannt werden oder nur der erste mit dem Zusatz „et al.“ (et alii = und andere).

  • Bei Sekundärzitaten gibt man den Originalautor und die Quelle an, verbunden mit „zitiert nach“.

    • wo möglich, sind Primärzitate vorzuziehen!

  • Manchmal werden Autorennamen mit Großbuchstaben geschrieben (ist kein Muss!).

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Wörtliche Zitate

  • Wörtliche Zitate sollte man dann verwenden, wenn ein anderer Autor einen Sachverhalt besonders treffend ausdrücktoder es aus anderen Gründen auf den Wortlaut ankommt (wie z. B. bei der Wiedergabe einer Definition).

    Aber:

  • Völlig unkommentierte Zitate machen keinen Sinn!

    Wenn Zitate unkommentiert bleiben, ist keineswegs sicher, dass der/die Leser/in bzw. Zuhörer/in sie genau so versteht, wie man es möchte.

    Auch sollte man vermeiden, unkommentierte Zitate als „krönenden Abschluss“ eines Absatzes oder Abschnittes einzusetzen – sehr viel besser ist es, einen eigenen Schluss zu finden und zu formulieren!

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W rtliche zitate22 l.jpg

… wörtliche Zitate

  • Wörtliche Zitate stehen in Anführungszeichen und behalten die originale Rechtschreibung und Zeichensetzung.

  • Englische Zitate belässt man in der Originalsprache

    im mündlichen Referat erhöht aber die Übersetzung die Verständlichkeit!

  • In Bezug auf andere europäische und nicht-europäische Sprachen ist es von der Leserschaft abhängig, ob man Zitate übersetzt oder im Original belässt.

    außereuropäische Sprachen übersetzt man besser (es sei denn, die Leserschaft ist spezialisiert)

    sinnvoll kann es sein, das fremdsprachliche Original ebenfalls zu zitieren, z. B. in einer Fußnote.

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…wörtliche Zitate

  • Längere Zitate (ab etwa zwei Sätzen) rückt man im allgemeinen ein und setzt sie oben und unten vom restlichen Text durch Einschub von je einer Leerzeile ab. Der Zeilenabstand des Zitats ist in der Regel kleiner als der des übrigen Textes.

  • Auslassungen am Anfang oder in der Mitte eines Zitats sind durch drei

    (eventuell eingeklammerte) Punkte zu kennzeichnen; bei Auslassungen

    am Ende des Zitats ist dies dagegen unüblich.

    Bsp.:

    Die Betonung der kulturellen Determiniertheit der Ökonomie beruht auf einer Auffassung von Kultur als

    „(…) the semantic space, the field of signs and practices, in which human beings construct and represent themselves and others, and hence their societies and histories. (…) Culture always contains within it polyvalent, potentially contestable messages, images, and actions.“ (Comaroff/ Comaroff 1992:27).

    (Beispiel in Rössler 1997:14)

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… Wörtliche Zitate

  • Baut man Zitate in den eigenen Satz ein, werden die Auslassungspunkte am Zitatanfang und –ende in der Regel weglassen.

  • Diese Zitiermöglichkeit sollte man überlegt einsetzen, denn sie kann das Original schnell entstellen!

    Bsp.:

    Dieser Aspekt ist für die Ethnologie nicht allein bei der technisch-instrumentellen Dimension ökonomischen Handelns (der Rationalität bei der Allokation knapper Ressourcen) zu beachten, sondern auch bei der sachlich-materiellen Dimension, das heißt, den „konkreten Strukturen und Prozessen der materiellen Lebensgestaltung“ (Heinemann 1987:17) in den Bereichen der Produktion, der Distribution und der Konsumtion.

    (Beispiel in Rössler 1997:15)

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… wörtliche Zitate

  • Hervorhebungen im Originalzitat (Kursivsetzungen, Unterstreichungen o. ä.) werden übernommen. Im Anschluss an die Quellenangabe folgt dann der Hinweis „Hervorhebung im Original“

  • Vom Zitierenden hinzugefügte Hervorhebungen im Zitat müssen als solche gekennzeichnet werden durch den der Quellenangabe folgenden Hinweis „meine Hervorhebung“ oder „Hervorhebung des Autors“.

  • Interpolationen, d. h. erklärende Zusätze (z.B. dann vonnöten, wenn der Bezug von Pronomen im Zitat unklar ist) setzt man in eckige Klammern und zudem ev. noch kursiv, damit sie von möglicherweise im zitierten Text auftauchenden runden Klammern zu unterscheiden sind.

  • Grammatikalisch mitunter notwendige Abänderungen des Originals kann man durch eckige Einklammerung der hinzugefügten Buchstaben anzeigen.

  • Zitate im Zitat erhalten einfache Anführungszeichen. Wenn z.B. Lenhart Rössler zitiert, der seinerseits Sahlins zitiert, wird das Zitat von Rössler in doppelte, das von Sahlins in einfache Anführungszeichen gesetzt.

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Andere Zitierstile

  • In einigen Geisteswissenschaften ist der amerikanische Zitierstil (Autor, Jahr, Seitenangabe(n)) nicht üblich.

  • Stattdessen werden die vollständigen Literaturangaben in Fußnoten unten auf der betreffenden Seite oder in Endnoten am Ende des gesamten Textes gepackt.

  • Wird im Folgenden aus der selben Quelle wieder zitiert, wird nur noch ein Kurztitel in der Fußnote vermerkt (z.B. Rössler, op. cit., S. 47).

    Dieser Zitierstil ist unserer Meinung nach etwas umständlich,

    da der Leser/die Leserin, wenn er/sie die vollständigen Angaben zu einer bereits mehrfach zitierten Quelle wissen will, in der Arbeit zurückblättern und diese suchen muss.

    Zudem erhöht sich dadurch die Zahl der Fußnoten ganz beträchtlich – das kann auch in anderer Hinsicht auf Kosten der Übersichtlich-keit gehen, da die Fußnoten hier ganz unterschiedliche Funktionen erfüllen.

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(6) Fußnoten

  • Fußnoten dienen dazu, Randbemerkungen, weiterführende Gedanken, Originalformulierungen von im Text mit eigenen Worten Berichtetem, Literaturangaben o. ä. wiederzugeben.

  • Man sollte sie sparsam einsetzen. Oft reicht auch eine Klammer im Text.

  • Die Fußnotenziffer im Text kann hochgestellt sein, mit und ohne folgende Klammer; Einklammerungen sind ebenfalls üblich.

    Bsp.:nun folgt eine Fußnote1

    nun folgt eine Fußnote1)

    nun folgt eine Fußnote (1)

  • Die Fußnote erscheint entweder unten auf der gleichen Seite (oft in kleinerer Schrift) oder am Textende dann: Endnote.

  • Endnoten erscheinen unter einer eigenen Überschrift (z. B. „Anmerkungen“) vor dem Literaturverzeichnis.

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(7) Literaturverzeichnis

Die im Text zitierte Literatur muss in einer alphabetisch geordneten Literaturliste (mit der Überschrift "Literaturverzeichnise", „Literaturliste“, "Literatur" oder "Bibliographie„) am Ende des Textes aufgeführt werden – im Anschluß an die Anmerkungen, falls diese nicht unten auf den Textseiten als Fußnoten erscheinen.

 Bei dieser Liste handelt es sich nicht um eine allgemeine Bibliographie. Hinein gehören ausschließlich die im Text direkt oder indirekt zitierten Quellen, nicht aber sonst noch Gelesenes oder in irgend einer Art und Weise zum Thema Passendes!

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Bestandteile eines Literaturverzeichnisses

Pflichtbestandteile einer Literaturangabe je nach Textgattung:

eingeklammert = empfehlenswert, * = nur wenn mehrbändig, ** = nur wenn vorhanden, *** = nur wenn keine durchgehende Seitenzählung

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Literaturverzeichnis l.jpg

… Literaturverzeichnis

Literaturangabe für ein Buch, Standardreihenfolge:

Autor, Jahr, Titel  kursiv, [Band, Auflage] Ort, Verlag

Bsp.:

Rössler, Martin 1997. Der Lohn der Mühe. Kulturelle Dimensionen von ‘Wert’ und ‘Arbeit’ im Kontext ökonomischer Transformationen in Süd-Sulawesi, Indonesien. Göttinger Studien zur Ethnologie Bd. 3. Hamburg: Lit

Bei Neuauflagen oder Reprints wird das Jahr der Erstauflage in der

Regel nach dem Titel in Klammern hinzugefügt.

Zitiert man aus Übersetzungen, kann der Originaltitel mit angegeben

werden.

Bsp.:

Bourdieu, Pierre 1987. Die feinen Unterschiede: Kritik der gesellschaftlichen Urteilskraft. Frankfurt: Suhrkamp (Orig. 1979. La distinction: Critique sociale du jugement. Paris: Les éditions de minuit.)

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Literaturverzeichnis31 l.jpg

…Literaturverzeichnis

Bei einer nicht veröffentlichten Examensarbeit wird statt Ort und

Verlag die Art der Arbeit, die Universität und – falls bekannt – auch

Fakultät oder Institut angegeben.

Bsp.:

Brumann, Christoph 1997. Die Überlebensbedingungen kommunitärer Gruppen: Eine vergleichende Untersuchung. Dissertation, Philosophische Fakultät, Universität zu Köln.

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Literaturverzeichnis32 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Sammelband: Literaturangaben wie beim Buch, bei Angabe des

Herausgebers, hinter dessen Namen den Zusatz „Hg.“ oder „Hrsg.“ in

Klammern setzt - bzw. im Englischen „ed.“ und im Falle von mehreren

Herausgebern „eds.“ (= editor/s)

Bsp.:

Steinbach, Michael und Peter Matsuba (Hg.) 1977. The Communes of Japan: The Kibbutz on the Other Side of the World. Norwood, Pa.: Norwood Press.

Im Falle von mehreren Autoren wird meist nur beim ersten der Nachname

dem Vornamen vorangestellt.

Wörterbücher und Enzyklopädien mit Autor werden behandelt wie ein

Buch. Haben sie einen Herausgeber, werden sie behandelt wie ein

Sammelband.

 normalerweise ist das im Impressum angegeben

  • auch Institutionen können als Autoren oder Herausgeber fungieren

    (z. B. das „Institut für Völkerkunde“)

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Literaturverzeichnis33 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Zitiert man ein Kapitel in einemSammelband, müssen nicht nur Autor und Titel des Kapitels, sondern auch Herausgeber und Titel des Sammelbands sowie die Seitenzahlen angegeben werden

Bsp.:

Kelly, Bill. 1988. "Ein Bauernhof in Hokkaidô." In: Gerhard Hackner (Hrsg.) Die anderen Japaner: Vom Protest zur Alternative. München: Iudicium. S. 231-240.

Im Englischen wird „S.“ durch „pp.“ bzw. bei nur einer Seite durch „p.“ (von pagina/page = Seite) ersetzt.

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Literaturverzeichnis34 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Im Falle eines Zeitschriftenartikels müssen nach Name (mit Vorname

und eventuellen Initialen), Jahr und Titel des Artikels der Name, der

Jahrgang und die Seitenzahlen der Zeitschrift angegeben werden

Bsp.:

Plath, David W. 1966. "The Fate of Utopia: Adaptive Tactics in Four Japanese Groups." American Anthropologist 68:1152-1162.

Bei den meisten wissenschaftlichen Zeitschriften ist die Seitenzählung für

die verschiedenen Hefte eines Jahrgangs durchgehend. Ist das nicht der

Fall (d. h. wenn in jedem Heft die Seitenzählung bei 1 beginnt),

muss auch die Heftnummer angegeben werden.

Bsp.:

Grant, J. A. P. 1957. Okitipupa: A Brief Survey. Nigerian Geographical Journal 1(2):7-13.

 der Beispielartikel ist also im 2. Heft des 1. Jahrgangs der Zeitschrift zu finden.

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Literaturverzeichnis35 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Werden mehrere Werke desselben Autors angeführt, werden diese nach der Jahreszahl des Erscheinens geordnet.

Oft wird der Autorenname dann ab dem zweiten Werk durch einen langen

Strich ersetzt.

Bsp.:

Fogarty, Robert S., 1981, The Righteous Remnant: The House of David, Kent, Oh., Kent State University Press.

––– 1990, All Things New: American Communes and Utopian Movements, 1860-1914, Chicago, The University of Chicago Press.

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Literaturverzeichnis36 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Sind zwei Werke eines Autors im selben Jahr erschienen, werden der Jahreszahl Buchstaben (a, b, c ...) hinzugefügt

Bsp.:

Fogarty, Robert S.

1981aThe Righteous Remnant: The House of David. Kent, Oh.: Kent State University Press.

1981bAll Things New: American Communes and Utopian Movements, 1860-1914. Chicago: The University of Chicago Press.

In dem Fall müssen dieselben Buchstaben auch im Text erscheinen!

Bsp.:

Noch heute existiert die Kommune „House of David“ weiter, wenn auch mit stark reduzierter Mitgliedschaft (Fogarty 1981a:147).

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Literaturverzeichnis37 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Mitunter fehlen

  • Ortsangaben  dann ist „ohne Ort“ zu vermerken.

  • Jahresangaben  dann ist „ohne Jahr“ zu vermerken.

  • Autorenangaben  dann ist „anonym“ zu vermerken.

    Bsp. (Extremfall):

    Anonym. Ohne Jahr. „Streikaufruf der PhilFak: Jetzt reicht’s!” Ohne Ort.

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Literaturverzeichnis38 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Englische Titel:

Hier werden entweder alle „content words“ (d. h. alles außer Artikeln und Präpositionen) groß geschrieben.

Oder es wird die gewöhnliche englische Rechtschreibung benutzt. dann werden nur Orts-, Personen- und andere Eigennamen und davon abgeleitete Wörter groß geschrieben

Bsp.e:

Plath, David W. 1966. "The Fate of Utopia: Adaptive Tactics in Four Japanese Groups." American Anthropologist 68:1152-1162.

Plath, David W. 1966. "The fate of utopia: Adaptive tactics in four Japanese groups." American Anthropologist 68:1152-1162.

 Dies muss allerdings für die gesamte Liste einheitlich gehandhabt werden.

Die content words in Zeitschriftentiteln werden immer groß ge-

schrieben – z.B. immer „Current Anthropology“.

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Literaturverzeichnis39 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Die Sprache der Literaturliste entspricht der des Textes.

 Also steht in deutschen Texten auch bei englischen Literaturangaben

„Hg.“ statt „ed.“ und „S.“ statt „p.“ oder „pp.“ und umgekehrt.

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Literaturverzeichnis40 l.jpg

… Literaturverzeichnis

Die Einhaltung der genannten Regeln lässt nichtsdestotrotz noch eine Fülle von Möglichkeiten:

  • Zeitschriften und Verlage haben zum Teil detaillierte Vorgaben, an die sich potentielle Autoren halten müssen.

  • Variationen gibt es z. B. bezüglich:

    • Vornamen: ausgeschrieben oder nur Initialen?

    • Trennzeichen: Punkt, Komma, Doppelpunkt, gar keines?

    • Artikel- und Kapiteltitel: in Anführungsstrichen oder nicht?

    • Buch-, Sammelband- und Zeitschriftentitel: kursiv oder nicht?

    • Verlag: angegeben oder nicht?

    • Platzierung der Seitenzahl: vor dem Sammelband- oder Zeitschriftentitel, vor der Ortsangabe, am Ende?

    • „S.“ vor Seitenangaben oder nicht? „in:“ vor dem Sammelbandtitel oder nicht?

    • Sammelbandkapitel: Seitenzahlen oder nicht?

    • u. v. a.!

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Literaturverzeichnis: Beispiele

Nach Vorgaben von American Anthropologist::

Barth, Fredrik

1994A Personal View of Present Tasks and Priorities in Cultural and Social Anthropology. In Assessing Cultural Anthropology. Robert Borofsky, ed. Pp. 349- 360. New York: McGraw-Hill.

Brightman, Robert

1995Forget Culture: Replacement, Transcendence, Relexification. Cultural Anthropology 10:509-546.

Brown, Donald E.

1991Human Universals. Philadelphia: Temple University Press.

Clifford, James, and George Marcus, eds.

1986Writing Culture: The Poetics and Politics of Ethnography. Berkeley: University of California Press.

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


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Literaturverzeichnis: Beispiele

Nach Vorgaben von Current Anthropology:

BARTH, FREDRIK. 1994. "A personal view of present tasks and priorities in cultural and social anthropology," in Assessing Cultural Anthropology. Edited by Robert Borofsky, pp. 349-60. New York: McGraw-Hill.

BRIGHTMAN, ROBERT. 1995. Forget culture: Replacement, transcendence, relexification. Cultural Anthropology 10:509-46.

BROWN, DONALD E. 1991. Human universals. Philadelphia: Temple University Press.

CLIFFORD, JAMES, AND GEORGE MARCUS. Editors. 1986. Writing culture: The poetics and politics of ethnography. Berkeley: University of California Press.

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


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Ratgeber zur Form der wissenschaftlichen Arbeit und Bibliographieprogramme

Wer langfristig wissenschaftlich arbeiten will, sollte Ratgeber zu Form und Techniken der wissenschaftlichen Arbeit hinzuziehen,

 z.B. folgende (die im Handapparat stehen):

Beer, Bettina und Hans Fischer. 2003. Wissenschaftliche Arbeitstechniken in der Ethnologie. (2. Auflage.) Berlin: Reimer.

Standop, Ewald. 1979. Die Form der wissenschaftlichen Arbeit. (8. Auflage.) Heidelberg: Quelle & Meyer (UTB).

Zudem können Bibliographieprogramme – z. B. Endnote, Biblioscape, Bibliographix – hilfreich sein.

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


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Zur nächsten Stunde Kapitel 5 des Lehr-

buchs (Seiten 83-102) lesen !

„The Development of Anthropological Thought “

Einführungsseminar WS 2004/05 (L. Lenhart): Hausarbeit


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