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Generaldirektion Übersetzung (DGT) - die deutsche Sprachabteilung im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission

Generaldirektion Übersetzung (DGT) - die deutsche Sprachabteilung im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission. Margret Heimbeck Meyer-Lohse. Auftrag der DGT. Die DGT soll.

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Generaldirektion Übersetzung (DGT) - die deutsche Sprachabteilung im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission

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  1. Generaldirektion Übersetzung (DGT) - die deutsche Sprachabteilung im Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission Margret Heimbeck Meyer-Lohse

  2. Auftrag der DGT Die DGT soll • den Bedarf der Europäischen Kommission an Über-setzungen und sprachlicher Beratung für deren schriftliche Kommunikation decken, • die Mehrsprachigkeit in der EU fördern und festigen (gemäß dem Wahlspruch der EU: „in Vielfalt geeint“), • die Politik der EU den Bürgern näher bringen und • Legitimität, Transparenz und Effizienz der EU-Politik fördern.

  3. Warum wird übersetzt? • Die Bürger der EU haben ein Recht auf Ihre Sprache. • Die Rechtsvorschriften der EU sind für die Bürger verbindlich. Damit diese Vorschriften eingehalten werden können, müssen sie von allen Beteiligten verstanden werden. • Die EU möchte ihre Bürger voll in ihre Tätigkeit ein-binden.

  4. Rechtsgrundlagen • Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft: • Bürger haben das Recht, sich in einer der Amtssprachen der EU an die Organe der Gemeinschaft zu wenden und in dieser Sprache eine Antwort zu erhalten. • Verordnung Nr. 1 vom 15. April 1958 zur Regelung der Sprachenfrage für die Europäische Wirtschaftsgemein-schaft (in ihrer jeweils gültigen Fassung): • Verordnungen und andere Schriftstücke von allgemeiner Geltung werden in den 23 Amtssprachen abgefasst.

  5. Dienstleistungspalette • Klassische schriftliche Übersetzung inklusive Webseiten • Schriftliche Zusammenfassung • Mündliche Zusammenfassung bzw. Übersetzung • Hotline-Dienst für terminologische Anfragen und Kurz-übersetzungen (einzelne Sätze, kurze Absätze) • Redaktionelle Bearbeitung von Originalen • Maschinenübersetzungen und ihre Nachbearbeitung (be-schränkt auf bestimmte Sprachenpaare; DE als Zielspra-che nicht betroffen)

  6. Arten der übersetzten Dokumente • Texte im Rahmen des Rechtsetzungsverfahrens • Politische Texte (Grünbücher (Diskussionspapiere zu be-stimmten Themen), Weißbücher (Präsentation endgültiger Vorschläge) • Tätigkeitsberichte an andere EU-Organe • Reden von Kommissionsmitgliedern • Amtlicher Schriftverkehr • Interne Arbeitsunterlagen • Sitzungsprotokolle • Pressemitteilungen • Webseiten

  7. Das Personal der DGT in Zahlen Derzeit arbeiten etwa 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der DGT (Beamte und Bedienstete auf Zeit); davon sind etwa • ¾ Übersetzerinnen und Übersetzer, ¼ Unterstützungskräfte • jeweils die Hälfte in Brüssel und in Luxemburg beschäftigt • 1/3 Männer und 2/3 Frauen, bei den Übersetzern 40 % Männer und 60 % Frauen

  8. Organisationsplan

  9. Basisstruktur der DGT • Im Prinzip besteht die DGT aus 6 Direktionen, davon 3 für horizontale Angelegenheiten und 3 Übersetzungsdirektio-nen mit insgesamt 23 Sprachabteilungen. • Die Abteilungen für die 3 Verfahrenssprachen (DE, EN, FR) sind etwa doppelt so groß wie die Abteilungen der anderen (Nicht-Verfahrens-) Sprachen (Abteilungen der „neuen“ Sprachen noch im Aufbau begriffen, Sonderfall Irisch). • Alterdurchschnitt der „alten“ Sprachen mit etwa 45 Jahren um ca. 10 Jahre höher als in den „neuen“ Sprachen • Die deutsche Abteilung hat etwa 130 Übersetzer und ca. 25 Unterstützungskräfte.

  10. Struktur der deutschen Abteilung • Referat DE.01: Politik und Rechtsetzung, Verwaltung (BRX) • Referat DE.02: Außenbeziehungen und Wettbewerb (BRX) • Referat DE.03: Landwirtschaft und Umwelt, Steuern und Zölle (BRX) • Referat DE.4: Technik, Forschung und Wissenschaft, Markt und Finanzwesen (BRX) • Referat DE.05: Kultur und Multilinguismus, Beschäfti-gung und Gesundheitsschutz (LUX) • Referat DE.06: Unternehmen, Handel und Statistik (LUX)

  11. Übersetzungsleistung der DGT

  12. Übersetzungsleistung der deutschen Abteilung

  13. Arbeitsablauf einer Übersetzung • Elektronische Auftragserteilung durch Auftraggeber • Verhandlung über Termin und Priorität durch zentrales Referat „Nachfragesteuerung“; Prüfung der Eignung für die EDV-gestützte Übersetzungshilfe TWB und ggfs. An-legung eines elektronischen Dossiers • Übersetzung und nach Vorgabe der für bestimmte Text-sorten vorgegebenen Qualitätsmaßstäbe anschließende Revision im Übersetzungsreferat • Soweit erforderlich, elektronische Nachbehandlung zur Einspeisung zugeordneter Segmentpaare in den Zentral-speicher und Abspeicherung des Dokuments im elektro-nischen Archiv • Elektronischer Versand an den Auftraggeber

  14. Nachfragesteuerung der DGT (I) • Weitere Nachfragesteigerung bei derzeit 23 Sprachen nicht mehr verkraftbar • Prioritätensetzung hinsichtlich interner versus externer Produktion • Schlüsselelemente der Nachfragesteuerung: a) Rechtsvorschriften: Übersetzung in alle Amtsspra- chen b) Dokumente aufgrund rechtlicher Verpflichtungen oder von politischer Bedeutung: Übersetzung des Hauptdo- kuments oder des Hauptteils in alle Amtssprachen (Beschränkung auf 15 Seiten bei Berichten), Überset-

  15. Nachfragesteuerung der DGT (II) zung der Begleitdokumente oder Anhänge nur in die Verfahrenssprachen (DE, EN, FR) oder die Sprache des betroffenen Mitgliedstaats c) andere Dokumente: Übersetzung nur in die Sprache des betroffenen Mitgliedstaats • Einbeziehung der DGT in die Planung bei großen Über-setzungsaufträgen • Übersetzungs-Zusammenarbeit mit anderen EU-Organen

  16. Traditionelle Übersetzungshilfen • Eigene Nachschlagewerke • Referenzbibliothek der DGT mit Enzyklopädien und Wör-terbüchern in 23 Sprachen, Lesesaal mit rund 120 Zeit-schriften, Sammlung von EU-Dokumenten im Papierfor-mat und als Mikrofiches • Zentralbibliothek der Kommission an den Dienstorten Brüssel und Luxemburg • Kontakte zu Auftraggebern und Übersetzerkollegen/-innen • Kontakte zu Sachverständigen bei der Kommission oder in den Mitgliedstaaten

  17. Elektronische Übersetzungshilfen Terminologiesuche • IATE [Eurodicautom] • EURLex [Celex] • QUEST Metasearch • DGT Vista, SDT Vista • Dossier Manager • SG Vista • Datenbanken anderer EU-Organe • Elektron. Wörterbücher/Glossare • Internet-Suchmaschinen Übersetzungstools • Translator's Workbench/Euramis • Maschinenübersetzung (nur be- dingte Unterstützung, nicht DE) • Spracherkennung

  18. Qualitätssicherung • Mindestmaß an Spezialisierung • Nutzung von Übersetzungsspeichern • Revision der Übersetzungen nach Bedarf • Konkordanz der Sprachfassungen • Unterstützung im Bereich der Terminologie (hauseigene Terminologen, Datenbanken usw.), EDV, Dokumentation • Verbesserung der Originale (Textbearbeitung englischer und französischer Originale, Kampagnen für deutliches Formulieren usw.) • Externe Kontakte

  19. Beschäftigungsmöglichkeiten • Beamtin/Beamter in Festanstellung nach erfolgreicher Teilnahme an einem Auswahlverfahren (Anmerkung: in der deutschen Abteilung keine Beschäftigung von Zeit-bediensteten) • Vertragsbedienstete/Vertragsbediensteter nach erfolgrei-cher Teilnahme an einem Auswahlverfahren • Praktikantin/Praktikant • Teilnehmerin/Teilnehmer an (kurzem) Fortbildungsau-fenthalt

  20. Auswahlverfahren für Beamte Veröffentlichung im Amtsblatt der Europäischen Union (Rei-he C) und auf der Webseite des Europäischen Amts für Per-sonalauswahl (EPSO): http://europa.eu/epso/index_de.htm Es gelten die dort angegebenen Regeln. Aktuelle Beispiele: • Einschreibungen nur online über die EPSO-Webseite • Vorauswahlprüfung in Form von Multiple-Choice-Fragen (in DE, EN oder FR), 2 schriftliche Übersetzungen in die Haupt- sprache (darunter eine aus DE, EN oder FR) • Mündliche Prüfung Bei Erfolg Aufnahme in eine Reserveliste

  21. Zulassungsbedingungen • Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaats • Erfüllung der Verpflichtungen aus den geltenden Wehrge-setzen • Abgeschlossenes vollständiges Hochschulstudium (B.A. oder höher) • Perfekte Beherrschung der Muttersprache • Gründliche Kenntnis von 2 anderen EU-Amtssprachen (da-runter muss DE, EN oder FR sein), weitere EU-Amtsspra-chen von Vorteil • Weder Berufserfahrung noch Altersgrenze

  22. Anforderungsprofil • Sprach- und Übersetzungskompetenz, Fachkenntnisse (z.B. Recht, Wirtschaft, Technik, Wirtschaft, Natur-, So-zialwissenschaften) • Erfassung verschiedenartiger und komplexer Themen • Effiziente Kommunikation in (nicht nur in sprachlicher Hinsicht) multikulturellem und mehrsprachigem Arbeits-umfeld • Anpassungs- und Entwicklungsfähigkeit, Einfallsreich-tum, Belastbarkeit, hohe Motivation, Teamfähigkeit, Be-herrschung EDV-gestützter Übersetzungs- und Termino-logiewerkzeuge • Akzeptanz der Regeln einer öffentlichen Verwaltung

  23. Gültigkeit der Reservelisten • Die Listen haben eine bestimmte Geltungsdauer, die verlängert werden kann. • Einstellungen erfolgen auf der Grundlage der Reser-velisten nach Maßgabe frei werdender Stellen. • Aktualisierung des Lebenslaufs beispielsweise bei Erwerb weiterer Sprachkenntnisse möglich und er-wünscht

  24. Fortbildung und Motivierungvon Beamten • Jährliche Fortbildungsstrategie der DGT und persönliche jährliche Fortbildungspläne • Fortbildung zu Sachthemen, Erlernen neuer Sprachen und Erwerb von zusätzlichen EDV-Kenntnissen • Übersetzeraustausch mit anderen EU-Organen oder na-tionalen Ministerien • Entsendung bzw. Wechsel in operative Dienststellen der Kommission • Beförderung • Tele-Arbeit und Teilzeitarbeit

  25. Auswahlverfahren für Vertragsbedienstete • Keine grundsätzlichen Unterschiede bei Anforde-rungsprofil und Zulassungsvoraussetzungen zum Auswahlverfahren für Beamte: zu Details s. die Web-seite des Europäischen Amts für Personalauswahl (EPSO); für Übersetzer im schriftlichen Teil weniger aufwändig • Zeitlich befristete Stellen (maximal 3 Jahre) • Einstellung setzt keine freien Planstellen voraus.

  26. Praktikanten • Dauer: 5 Monate • Beginn jeweils im März und Oktober (Bewerbungszeit-raum: Juni bis August für Beginn im folgenden Frühjahr, Dezember bis Februar für Beginn im folgenden Herbst) • Voraussetzungen: Hochschulabschluss (nicht notwendi-gerweise in Sprachen), Übersetzungskompetenz in die Muttersprache aus 2 EU-Amtssprachen (darunter muss EN, FR oder DE sein), vorher kein Praktikum/Fortbil-dungsaufenthalt von mehr als 6 Wochen bei einem EU-Organ • Monatliche Vergütung, keine Nationalitätsbeschränkung • Weitere Informationen auf EPSO-Webseite

  27. Teilnehmer an Fortbildungsaufent-halten in der deutschen Abteilung • Dauer: in der Regel 4 bis 6 Wochen, Ausnahmen möglich • Beginn: beliebig • Voraussetzungen: Hochschulstudium begonnen • Weder monatliche Vergütung noch sonstige Unter-stützung mit Ausnahme eines Arbeitsplatzes und eines PC, keine Nationalitätsbeschränkung • Formlose Anfragen an Frau Raffaella Longoni (raffaella.longoni@ec.europa.eu) oder an Herrn Franz-Josef Wilms (franz-josef.wilms@ec.europa.eu)

  28. Auswahl freiberuflicher Mitarbeiter • Erfolgreiche Teilnahme an einer Rahmenausschreibung; zu Details s. Amtsblatt der Europäischen Union und/oder http:ec.europa.eu/dgs/translation/workingwithus/freelance/index_de.htm • Mindestqualifikation: Hochschulabschluss • Auswahlkriterien: Erfahrung, Preis, Übersetzungskapazi-tät, Auswahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Ein-satz von Übersetzungshilfen, Übersetzungsprozess ein-schließlich Qualitätskontrolle • Erstellung einer Liste und Abschluss eines Rahmenver-trags

  29. Vergabe eines konkreten Texts an freiberufliche Mitarbeiter • Elektronische Ausschreibung eines konkret zu über-setzenden Textes durch das Referat „Externe Über-setzung“ auf Wunsch eines Übersetzungsreferats nach folgenden Kriterien : - Position auf der anhand der Qualität der bisherigen Übersetzungen erstellten Rangliste - Günstigstes Preisangebot - Einhaltung des festgelegten Termins - Zusage innerhalb der (kurzen) Ausschreibungsfrist • Abschluss eines Vertrags

  30. Dokumentarten für Freiberufler • Übersetzung grundsätzlich aller Arten von Texten (Aus-nahmen: politisch sensibel, vertraulich, sehr dringend) • Häufig besonders fachspezifische Texte zum Beispiel aus den Bereichen Recht, Wirtschaft, Finanzen, Land-wirtschaft, Zölle, Steuern, Telekommunikation usw. • Ausgangssprachen gerade auch für Aufträge aus der deutschen Abteilung häufig EN und FR

  31. Unterstützung für Freiberufler • Informationsseminare üblicherweise in Mitgliedstaaten • Versand von Referenzdokumenten und Angabe von Kon-taktpersonen • Zugriff auf Datenbanken wie die Terminologiedatenbank Eurodicautom oder die EU-Rechtsdatenbanken Celex und EUR-Lex • Feedback bei Rückfragen und durch Beurteilung der Übersetzungen, wodurch die Rangfolge der Freiberufler beeinflusst werden kann • E-Mail-Adresse für Kontakt zu Referat „Externe Über-setzung“: dgt-d-2-freelance@ec.europa.eu

  32. Aktuelle Herausforderungen der DGT • Vollständiger Aufbau der Abteilungen der „neuen“ Spra-chen • Vollständige Umsetzung und Ausbau der Nachfragesteue-rungsstrategie • Verbesserungen im Bereich der Terminologie durch eine bessere Nutzung der Terminologiedatenbank IATE • Entwicklung und Umsetzung eines umfassenden Quali-tätsmanagementkonzepts • Entwicklung und Umsetzung der neuen Politik der Mehr-sprachigkeit

  33. Instrumente der Mehrsprachigkeit • Übersetzungen durch die DGT: Information der und Kom-munikation mit der Öffentlichkeit in allen Amtssprachen, maßgeschneiderte Pressemitteilungen für lokale Zielgrup-pen, EU-Web-Seiten, mehrsprachige Terminologie-Daten-bank IATE, Einrichtung eines Sprachportals • Entwicklung der Lehrinhalte für einen Studiengang “European Master of Translation” • Entwicklung und Durchführung von Förderprogrammen für den Austausch von Schülern, Studenten und Lehrkräf-ten, für Praktika und Erarbeitung von Sprachlehrmaterial durch andere Kommissionsdienststellen

  34. Europäischer Master Übersetzen (EMT) • Entwicklung und Förderung eines Curriculums für ein Studienprogramm „Europäischer Master/Magister Über-setzen“ für Hochschulen in EU-Staaten und Kandidaten-ländern; zu Details siehe http://ec.europa.eu/dgs/translation/external_relations/universities/master_curriculum_de.pdf • Ein- bis zweijähriges Postgraduierten-Programm mit einer Konzentration auf translatorische Aspekte • Unterstützung interessierter Hochschulen bei der Umset-zung z.B. durch einen verstärkten Dialog und die Schaf-fung eines Netzwerks zwischen den beteiligten Parteien

  35. Weitere Informationen auf der Webseiteder DGT auf dem Server Europa http://ec.europa.eu/dgs/translation/index_de.htm Auskünfte erteilt auch das Kommunikationsteam der DGT Email-Adresse: dgt-webmaster@ec.europa.eu

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