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Gedächtnis

Seminar: Kognitionspsychologie meets Ethnologie Leiter: Prof. Dr. J. Funke und Prof. Dr. J. Wassmann. Gedächtnis. Referentinnen: Ulrike Bürger, Maren Schulte, Sandra Müller und Heide Oesterle. ÜBERSICHT. Grundlegende Gedächtnistheorien Skripte / Konnektionismus

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Presentation Transcript


  1. Seminar: Kognitionspsychologie meets Ethnologie Leiter: Prof. Dr. J. Funke und Prof. Dr. J. Wassmann Gedächtnis Referentinnen: Ulrike Bürger, Maren Schulte, Sandra Müller und Heide Oesterle

  2. ÜBERSICHT • Grundlegende Gedächtnistheorien • Skripte / Konnektionismus • Kulturelles Gedächtnis, Assmann • Kulturelles Gedächtnis an Beispielen

  3. Teil 1 Grundlegende Gedächtnistheorien(Heide Oesterle)

  4. Allgemeine Einleitung

  5. Einleitung Gedächtnisrelevante anatomische StrukturenIm Gegensatz beispielsweise zur Sprache gibt es kein umschriebenes Gedächtniszentrum im Gehirn. Trotzdem kann man verschiedene anatomische Strukturen unterscheiden, die speziell dem Erinnerungsvermögen zuzuordnen sind.

  6. Einleitung

  7. Einleitung Wie stellen wir uns das Gedächtnis vor? • Meist Räumliche Vorstellung von Gedächtnis • Plato: Vogelhaus, Wissensfragmente flattern herum, müssen erst wieder eingefangen werden • William James (1842-1910): Haus das nach Erinnerungen durchsucht werden muß Erinnerung Erinnerung Erinnerung

  8. Einleitung Der Mensch erklärt das Gedächtnis immer mit den neuesten technischen Errungenschaften, mit denen er gerade befasst ist.

  9. Einleitung • So wurde das Gedächtnis im 17. Jahrhundert mit einer Linse (die die Gedanken bündelt) und einem Spiegel (der die Gedanken als Erinnerungen reflektiert), verglichen. • Freud verglich es, zu Beginn des Industriezeitalters, mit einer Dampfmaschine, aus der das Unbewußte von Zeit zu Zeit Dampf ablassen muß, um weiter störungsfrei zu funktionieren.

  10. Einleitung Heute: Vergleich mit COMPUTER Kurzzeitgedächtnis =Arbeitsspeicher Langzeitgedächtnis =Festplatte

  11. Einleitung In folgenden psychologischen Theorien kann unterschieden werden zwischen Gedächtnisprozessen und Gedächtnistrukuren • Gedächtnisspeicher • Gedächtnisarten

  12. GEDÄCHTNISPROZESSEWelche Aktivitäten finden im Gedächtnissystem statt?

  13. Drei hauptsächliche Gedächtnisprozesse können unterschieden werden: • Encoding/Enkodieren (Einspeichern) • Storage/ Speicherung (Aufbewahren) • Retrieval/Abruf

  14. GEDÄCHTNISSTRUKTURWie ist das Gedächtnissystem organisiert?

  15. Das Modell derGEDÄCHTNISSPEICHER

  16. Die 3 Gedächtnisspeicher Die meisten Gedächtnistheorien beschreiben das Gedächtnis anhand des Mehrspeichermodells (vgl. Attkinson u. Shiffrin, 1968) Kurzzeit-gedächtnis Sensorisches Gedächtnis Langzeit-gedächtnis

  17. Kurzzeit-gedächtnis Sensorisches Gedächtnis Langzeit-gedächtnis

  18. Sensorisches Gedächtnis • Psychologen gehen davon aus, dass man für jede Sinneseinheit ein sensorisches Gedächtnis hat. D. h. Reize werden unbewusst, nachdem sie beendet sind für eine kurze Zeit erhalten. • Schwerpunkt der Forschung lag dabei bisher auf dem visuellen und dem auditiven Bereich, da im Alltag am wichtigsten.

  19. Ikonisches Gedächtnis • Bezeichnet das sensorische Gedächtnis im visuellen Bereich. • Große Informationsmengen für sehr kurze Zeit speicherbar. • Eine visuelle Erinnerung („icon“) bleibt ca. ½ Sekunde lang bestehen.

  20. Versuche von Sperling (1960, 1963)

  21. Buchstabenreihen kurz dargeboten

  22. Ergebnis: Versuchspersonen können im Durchschnitt 4 bis 5 Buchstaben reproduzieren.

  23. Gleicher Versuch, jedoch: Tonsignal bestimmt welche Reihe reproduziert werden soll Ergebnis: Nahezu fehlerfreie Reproduktion der jeweilsgewünschten Zeile. Je später jedoch Tonsignal desto schlechtere Reproduktion

  24. Das bedeutet: Alle dargebotenen Informationen sind ins ikonische Gedächtnis gelangt, können nur nicht reproduziert werden - hohe Speicherkapazität Sehr kurzlebig - Informationen verblassen sehr schnell wieder

  25. Echoisches Gedächtnis • Bezeichnet das sensorische Gedächtnis im auditivem Bereich ( Bsp. Frage bei Zeitung lesen) • Vergleichbar mit ikonischem Gedächtnis, speichert mehr als normalerweise berichtet werden kann • Kurzlebig – Erinnerung wird leicht durch neue Informationen verdrängt

  26. Kurzzeit-gedächtnis Sensorisches Gedächtnis Langzeit-gedächtnis

  27. Das Kurzzeitgedächtnis (KZG) • Bezieht sich nur auf das zeitweilige Speichern von Informationen, die man bewußt oder explizit erinnert. • Bsp. Telefonnummer

  28. Kapazität des KZG‘s • Äußerst begrenzt – sehr nützlich, da dadurch die riesige Informationsmenge, die auf uns einströmt gefiltert wird

  29. A H J T Z R W Q P U

  30. 3 8 6 5 5 4 7 3 2 0

  31. Die Magische Zahl 7 • George Miller (1956) stellte fest, das die menschliche Gedächtnisleistung für Reihen zufällig angeordneter bedeutungstragender Items (egal ob Zahlen, Buchstaben, Wörter o.ä.) auf 7 plus/minus 2 begrenzt ist • Dabei werden jedoch Hilfsmittel benutzt (echoisches Gedächtnis etc. ), könnte man diese eliminieren wäre die reine Kapazität des KZG`s ca. 2-4 Einheiten (Crowder, 1976)

  32. Verbesserung des Enkodierens im KZG durch: Wiederholen (z.B. Telefonnummer im Kopf vor sich hersagen) Chunking (Zusammensetzung von Einzelteile zu bedeutungstragenden Einheiten 1980, statt 1,9,8,0) D G K H L R V Y J

  33. Dies sind Mnemotechniken, derer sich auch sogenannte „Gedächtniskünstler“ bedienen. 1914191819391945 als Einzelteile niemals merkbar - als Daten deutscher Kriege jedoch einfach !

  34. KZG als Arbeitsgedächtnis • KZG kommt nicht nur Rolle bei expliziter Einprägung neuer Erinnerungen, sondern auch vor allem beim Abrufen bereits vorhandener Erinnerungen zu • Abruf aus KZG erfolgt sehr schnell • Zwischenstation für Info‘s, die in LZG hinein und wieder hinaus wollen • AG beinhaltet Betonung auf Prozeß nicht auf Ort, Informationen werden dort bearbeitet, neu durchdacht und strukturiert

  35. Kurzzeit-gedächtnis Sensorisches Gedächtnis Langzeit-gedächtnis

  36. Das Langzeitgedächtnis (LZG) • Unbegrenzte Kapazität, Früheste Erinnerung? • LZG macht das Gesamtwissen einer Person aus • Speicher für alle Erfahrungen, Infos, Emotionen, Fertigkeiten, Wörter, Begriffsklassen, Regeln und Urteile, die man sich aus sensorischem und Kurzzeitgedächtnis angeeignet hat.

  37. PROZESSEdes Abrufens und Enkodierens

  38. Abrufhilfen = Reize, die zur Verfügung stehen, wenn wir nach bestimmten Erinnerungen suchen (z.B. Prüfungsfragen) Abrufprozesse: • Freie Reproduktion, Information muß rekonstruiert werden • Wiedererkennen, sehr viel einfacher

  39. Beispiel: Vokabeln (Tok Pisin) Nambis – Strand Kakaruk – Huhn Kumu – Gemüse

  40. Huhn - ? Nambis - ? Gemüse - ?

  41. Huhn – Kakaruk Pikinini – Kind Gemüse – Kumu

  42. „Kontextschock“ (Bsp.Verkäuferin auf Grillparty) • Abrufen von Info‘s leichter wenn Kontext des Enkodierens und Abrufens übereinstimmen(Bsp.) • Primacy und Recency Effekt

  43. Mnemotechniken • Elaboriertes Wiederholen, Ausschmückung einer Information bei erstem Einprägen, Info wird reichhaltiger, gewinnt an Assoziationszusammenhang • Beispiele: • Mentales Bild einer Szene machen • Loci Methode (mentaler Spaziergang) • Akrostische Methode (Geh Du Alter Esel ,... Eselsbrücke für Kreuztonarten) • Akronyme ( HOMES, nordamerikan. Seen, Lake Huron, Ontario, Michigan, Erie, Superior)

  44. Metagedächtnis- Wir wissen was wir wissen auch wenn wir es gerade nicht wissen Rekonstruktive Erinnerung - Habe ich gestern um 9:45 geatmet? Gab es letztes Jahr den 15. Januar?

  45. Verzerrungen - Wir wissen im großen und ganzen was passiert ist, jedoch oft verzerrte nicht realitätsgetreue Erinnerung aufgrund von späteren Ereignissen, Reaktionen auf Vorfall, Vorerfahrungen, Vermischung mit ähnlichen Ereignissen aus unserem oder dem Leben anderer bzw. Filmen, Erzählungen etc. Typisch beim Nacherzählen von Märchen: Nivellieren : Geschichte vereinfachen Akzentuieren: bestimmte Details hervorheben und überbetonen Assimilieren: Einzelheiten so verändern, daß sie besser zu Vorerfahrungen bzw. Wissen oder kulturellem Hintergrund der Person passen.

  46. GEDÄCHTNISARTENWie sind Erinnerungen im LZG abgespeichert?

  47. Das implizite versus das explizite Gedächtnis • Implizit: Bsp. Hase im Wohnzimmer Versuche von Tulving et al. (1982), - 1. Schritt Wortlisten auswendig lernen relativ ungebräuchliche, mehrsilbige Wörter ( z.B. EISSTOCKSCHIESSEN) • 2. _I _ST_ _K_C__IE__EN Effekt auch Priming-Effekt genannt (engl. to prime = vorbereiten) • Explizit: Bsp. Jedes einzelne Wohnzimmermöbel aufzählen (Was fehlt?)

  48. IMPLIZIT EXPLIZIT ProzeduralDeklarativ episodisch semantisch

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