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Mythos Selbstständigkeit von Schule?

Mythos Selbstständigkeit von Schule?. Dr. Joachim Herrmann Dresden, 17.11.2012. Vortrag. Projekt- und Forschungshintergrund Überraschende Erkenntnisse Der "Nutzen" von Selbstständigkeit für die Einzelschule Der Mythos von Qualitätssteigerung durch Selbstständigkeit

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Mythos Selbstständigkeit von Schule?

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Presentation Transcript


  1. Mythos Selbstständigkeit von Schule? Dr. Joachim Herrmann Dresden, 17.11.2012

  2. Vortrag • Projekt- und Forschungshintergrund • Überraschende Erkenntnisse • Der "Nutzen" von Selbstständigkeit für die Einzelschule • Der Mythos von Qualitätssteigerung durch Selbstständigkeit • Bedingungen für Qualitätssteigerung unter Bedingung schulischer Selbstständigkeit

  3. vorweg: Zum Begriffsverständnis "Selbstständigkeit" PISA-Vergleich Bildungsergebnisse Verwaltungsreform "Neue Steuerung" Gestaltungsfreiheit – Standards & Testungen Qualität der Pädagogik durch Steuerung Keine Autonomiedis-kussion (80er Jahre) Nur ein Sparmodell ?

  4. "Selbstständige Schule.nrw" • Modellvorhaben des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder NRW, der Kreise und kreisfreien Städte und der Bertelsmann Stiftung, 2002 – 2008 • 278 teilnehmende Schulen (alle Schulformen) in 19 Regionen • Rechtliche Selbstständigkeit in den Bereichen Ressourcen, Personal, Prozess- (Unterrichts-) gestaltung, innere Organisation • Verbindliche Aktivitäten der Schulen in den Bereichen Personalentwicklung – Ressourcenbewirtschaftung – Unterrichtsorganisation – Mitwirkung und Partizipation – Qualitätssicherung und Rechenschaftslegung • Qualifizierungsverpflichtung für Schulleitung, schulische Steuergruppen, Regionale Steuerung • Qualifizierungsangebote für Schulen bzgl. Unterrichtsentwicklung sowie bei einzelschulischen Interessen

  5. Wissenschaftliche Begleitung • Flächendeckende Befragungen von Schulleitung / Lehrkräften / Eltern / Schülerinnen und Schülern • Leistungsdaten in mehreren Längsschnittuntersuchungen • Qualitative Fallstudien in ausgewählten Schulen • Typische Entwicklungsprozesse in Schulen unter Bedingungen erweiterter Selbstständigkeit • Gelingens- / Misslingensbedingungen für Qualitätsentwicklung durch Selbstständigkeit

  6. Einzelergebnisse der Fallstudien I • Was bedeutet Selbstständigkeit für die Schule ? Entscheidung wird in der schulischen "Kultur" gefällt • Spürbare Spielräume im Bereich Sachmittel, Personalrekrutierung und -steuerung erhebliche Arbeitsbelastung durch entsprechenden Verwaltungsaufwand • Hohe Bedeutung der Arbeit (und Qualifizierung) schulischer Steuergruppen • Wiederkehrende Spannungsfelder: • Steuern oder Moderieren • Steuergruppe und Schulleitung

  7. Einzelergebnisse der Fallstudien II Was tun selbstständige Schulen? • … realisieren Vorhaben, die bereits seit langem im Gespräch sind. • … nichts, was nicht schon vor der Selbstständigkeit möglich gewesen wäre! • Wirkung der Symbolik von Selbstständigkeit • Das Bewusstsein, es gibt uns, wir sind jemand, wir werden nicht fremd gesteuert, müssen einfach das tun, was andere Leute sagen. […] Ja, wir fühlen uns selbständiger und handeln wohl auch so. Ob wir's wirklich sind, weiß ich gar nicht. • Das hat aber auch was mit der Veränderung von Bewusstsein zu tun. Es ist ein Stückchen mehr Verantwortungsgefühl, glaube ich auch jetzt bei uns. • Ich finde man hätte nicht vielleicht unbedingt den Schulversuch dazu gebraucht, aber das hat einen guten Anstoß gegeben. • Ich glaube, wir sind im Denken selbständiger geworden.

  8. Bedeutung von Schulkultur • Es gibt eine Wirkungsebene jenseits der sichtbaren Organisationsstrukturen, jenseits offizieller Leitbilder und jenseits des konkreten Handelns der Leitung … • … die Ebene gemeinsamer Sichtweisen, eingespielter Routinen, "kollektiver Handlungsmuster", die Kultur einer Schule. • Fragen der Akzeptanz, der Bedeutung, der Motivation, aber auch der Wahrnehmung und des tatsächlichen Handelns werden im Rahmen und geprägt von solchen kollektiven Handlungsmustern entschieden!

  9. Was nützt die Selbstständigkeit der Einzelschule? Gelingens- / Misslingensbedingungen finden sich in "kollektiven Sichtweisen und Routinen" • Die "Fähigkeit" der Schule, Selbstständigkeit als erst noch zu gestaltenden Prozess zu betrachten – statt lineare Lösungen für eindeutige Probleme zu suchen • Die "Fähigkeit" der Schule, Prozesse und Entscheidungen sich oder anderen zuzurechnen – statt als Sachzwang wahrzunehmen • Die "Fähigkeit" der Schule, Steuerungsaktivitäten in einem Modus von Aushandlung zu vollziehen – statt als Ergebnis der Entscheidung zuständiger Instanzen

  10. Der Mythos der Selbstständigkeit Kein linearer Automatismus Selbstständigkeit  Qualitätssteigerung Selbstständigkeit von Schule bleibt ein Steuerungsmodell, kein Entwicklungskonzept. Selbstständigkeit kann für eine innere Qualitätsentwicklung genutzt werden, das hängt aber an inner- und außerschulische Bedingungen. Der entscheidende Schlüssel scheint eine "kollektive Grundhaltung" der Schule ("Kultur") zu sein. "Gestaltungsfreiheit und Unterrichtsqualität" wird zu "Gestaltungsfreiheit und Gestaltungsmöglichkeit"

  11. Qualitätsentwicklung in selbstständigen Schulen? • Strategisches Leitungshandeln • Fokussierung auf Lernen, Unterricht und pädagogische Arbeit • Begleitende Qualifizierung (vor allem schulische Steuergruppen?) • Schnittstellen im System: Schulaufsicht – Schulinspektion – Kultusadministration – Schulträger • Schnittstellen im System: Wo bleibt zentrale Steuerung erforderlich? • Besonderer Augenmerk: Schulen in schwieriger Lage !

  12. Danke für Ihre Aufmerksamkeit !

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