1 / 30

Optimierung von Stahleigenschaften durch Wärme

Optimierung von Stahleigenschaften durch Wärme. Vorstellung. Kleine Stahlkunde Erreichen gewünschter Festigkeitseigenschaften bei Stahl Eingehen auf Fragen aus dem Publikum. Tagesordnung. Definitionen Gefügestrukturen Erklärungen Praxis. Übersicht. Definition von Stahl Atomarer Aufbau

naif
Download Presentation

Optimierung von Stahleigenschaften durch Wärme

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author. Content is provided to you AS IS for your information and personal use only. Download presentation by click this link. While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server. During download, if you can't get a presentation, the file might be deleted by the publisher.

E N D

Presentation Transcript


  1. Optimierung von Stahleigenschaftendurch Wärme Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  2. Vorstellung • Kleine Stahlkunde • Erreichen gewünschter Festigkeitseigenschaften bei Stahl • Eingehen auf Fragen aus dem Publikum Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  3. Tagesordnung • Definitionen • Gefügestrukturen • Erklärungen • Praxis Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  4. Übersicht • Definition von Stahl • Atomarer Aufbau • Stahl Gefüge • Wirkung von Legierungsbestandteilen • Klassifizierung der Stähle • Werkstoffnummern, DIN- Bezeichnungen Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  5. Definition von Stahl • Stahl ist eine (meist) schmiedbare Eisenkohlenstofflegierung die einen maximalen Kohlenstoffanteil von zwei Massenprozenten aufweist. Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  6. Atomarer Aufbau • Eisenatome können zwei Kristallgitterstrukturen annehmen Kubisch- Flächenzentriert Gamma- Eisen (Dichteste Packung) Kubisch- Raumzentriert Alpha- Eisen Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  7. Aufbau von Stahl • Atom • Kristall • Korn (Globulit) • Gefüge Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  8. Temperaturabhängigkeit der Atomanordnung • Bei Raumtemperatur Alpha- Eisen • Umwandlung bei 911°C Umwandlung in Gamma- Eisen • Interessanter Versuch mit gespanntem Draht: • Bei Erwärmung ab Raumtemperatur dehnt sich dieser Draht aus und fängt an zu hängen, um dann bei 911°C ruckartig kürzer zu werden. Warum? Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  9. Beim Kubisch- flächenzentrierten Gammaeisen findenim selben Raum mehr Atome Platz als beim kubisch-raumzentrierten Alpha- Eisen Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  10. Wirkung des Kohlenstoffs • Kohlenstoff ist meist als Eisenkarbid vorhanden • Eisenkarbid ist ein sehr harter Stoff • Bei höherem Kohlenstoffgehalt wird Kohlenstoff in Form von Graphit ausgeschieden  Grauguss Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  11. Das Kohlenstoffdiagramm Gibt Auskunft über atomarer Zustand des Eisens sowie Kohlenstoffverbindungen bezüglich Temperatur Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  12. Das ZTU- Schaubild(Zeit-Temperatur-Umwandlung) Beispiel 1.1191 Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  13. Einfluss von weiteren Legierungsbestandteilen • Dauerfestigkeitseigenschaften • Korrosionsbeständigkeit • Kerbschlagwerte • (Durch-) Härtbarkeit • Warmfestigkeit • Verschleissfestigkeit • Zerspanbarkeit • Elastizität (Federstähle) Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  14. Anlasskurve Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  15. Stahlbezeichnungen • Werkstoffnummer • EN- Bezeichnung • Werksbezeichnung / Handelsnamen Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  16. Werkstoffnummer • Beginnt bei Stahl immer mit einer „1“, gefolgt von einer vierstelligen • Nummer. Die beiden ersten Zahlen • Bezeichnen die Stahlsorte. Analog mit „2“ für Schwermetalllegierungen (ausser Eisen) und „3“ für Leichtmetalle. Auch immer gefolgt von einer vierstelligen Nummer Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  17. EN- Bezeichnung • Zum Beispiel S355J2+N S = Stahl (Structural Steel) 355 = Streckgrenze (355 N/mm2) J2 = Gütegruppe (beruhigt vergossen, Spurenelemente etc.) N = Normalisiert Frühere DIN – Bezeichnung: St 52-3 N Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  18. Werksbezeichnung / Handelsnamen • Sind oft irreführend; zum Teil verschiedene Bezeichnungen für dieselbe Legierung oder auch umgekehrt. Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  19. Warmbehandlungen in der Industrieschmiede • Weichglühen • Normalglühen • BG- Glühen • Vergüten Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  20. Weichglühen • Erreichen der tiefstmöglichen Festigkeit. • Erhitzen auf ca. 650 bis 750°C mit nachfolgendem langsamen Abkühlen (maximal 50°C/h oder langsamer) • Lamellarer Zementit geht dabei in körniger Zementit über. Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  21. Normalglühen • Erreichen eines gleichmässig, feinkörnigen Gefüges mithilfe der Alpha-Gamma-Alpha-Umwandlung Optimales Ausgangsgefüge für nachträgliches Vergüten Aufheizen auf 850 bis 900°C mit anschliessender mässiger Abkühlgeschwindigkeit (zum Beispiel Luftkonvektion). Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  22. BG- Glühen • Zum Erreichen eines optimalen Gefüges für zum Beispiel die Bearbeitung (Spanbrechung). Frühere Bezeichnung: Bearbeitungsglühen Geregelte Abkühlung von 900-1000°C Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  23. Vergüten Gezieltes Erreichen von gewünschten Festigkeitseigenschaften • Vergüten ist ein Härten mit nachfolgendem Anlassen Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  24. Temperaturrampe für Vergüten Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  25. Vorgehen beim Vergüten • Aufheizen auf die erforderliche Härtetemperatur (850-900°C • Rasches Abkühlen mittelst Luft, Öl oder Wasser (Je nach Legierung)  Anspringhärte (Martensitbildung) • Nachfolgendes Wiederwärmen auf 250 bis 650°C (Je nach Legierung) für die Reduktion der Anspringhärte  Gebrauchshärte (Teilweises Auflösen von Martensit) Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  26. Was passiert beim Vergüten? • Einfrieren des heissen Gefüges • Spannungen  Härte • Teilweise Entspannung durch Anlassen •  Gezielte Härte Typisches, feinkörniges Vergütungsgefüge Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  27. Fehlerhaftes Vergütungsgefüge Fehler: Grosser Ferritanteil Zu geringe Austenitisierung infolge zu kurzer Haltezeit oder zu geringer Abschrecktemperatur Zu langsame Abschreckung Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  28. Die Anlasskurve Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  29. Auf was muss bei Warmbehandlungen geachtet werden? • Rissbildung durch Spannungen • Überhitzung • Verzunderung • Randentkohlung • Dellen beim Handling (Härten) • Brandgefahr (Abschrecken im Öl) • Verbrennungen an Händen und Körper Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

  30. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit Schulungsmodul AATS "Flükiger" Warmbehandlung

More Related