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Dipl.-Ing. Christian Imelmann Schalltechnische Untersuchungen www.imelmann.de Eosanderstr. 28Tel. (030) 399 05 011 10587 BerlinFax (030) 399 05 014. Die Schalltechnische Untersuchung im Planfeststellungsverfahren für Straßen und Schienenwege

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Die Schalltechnische Untersuchung im Planfeststellungsverfahren für Straßen und Schienenwege

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Presentation Transcript


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungenwww.imelmann.de

Eosanderstr. 28Tel. (030) 399 05 01110587 BerlinFax (030) 399 05 014

Die Schalltechnische Untersuchungim Planfeststellungsverfahren für Straßen und Schienenwege

VSVI-Seminar „Planfeststellung“ 06. Juni 2007

I.Regelungen der 16. BImSchVWesentliche Änderung, erheblicher baulicher Eingriff, Immissionsgrenzwert, Beurteilungspegel

II.Durchführung der Schalltechnischen Untersuchung

III.Aktiver Schallschutz

IV.Passiver Schallschutz und Anspruchsberechtigung dem Grunde nach

V.Beispielhafte Ergebnisse


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Regelungen zur Lärmvorsorge

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Die Lärmvorsorge ist geregelt im Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG),

in der Verkehrslärmschutzverordnung (16. BImSchV)

und in der Verkehrswege-Schallschutzmaßnahmenverordnung (24. BImSchV).

§§ 41 ff. BImSchG schreibt vor, dass beim Neubau oder der wesentlichen Änderung von Straßen und Schienenwegen der notwendige Lärmschutz sichergestellt wird.

Die 16. BImSchV nennt die Kriterien der wesentlichen Änderung, setzt die Immissionsgrenzwerte fest,

und regelt das Verfahren für die Berechnung des Beurteilungspegels.

Die 24. BImSchV regelt Art und Umfang der notwendigen Schallschutzmaßnahmen für schutzbedürftige Räume in baulichen Anlagen.

Aus § 42 Abs. 2 Satz 2 BImSchG in Verbindung mit § 74 Abs. 2 VwVfG können sich

Entschädigungsansprüche wegen verbleibender Beeinträchtigungen ergeben.

Literatur:Richtlinien für den Verkehrslärmschutz an Bundesfernstraßen in der Baulast des Bundes - VLärmSchR 97 (Stand 27. Mai 1997)

Stefan Strick, Lärmschutz an Straßen, Carl Heymanns Verlag, 2. Auflage 2006


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Anwendungsbereich der 16. BImSchV und Kriterien der wesentlichen Änderung

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

(1) Die Verordnung gilt für den Bau oder die wesentliche Änderung von öffentlichen Straßensowie von Schienenwegen der Eisenbahnen und Straßenbahnen (Straßen und Schienenwege).(2) Die Änderung ist wesentlich, wenn

1. eine Straße um einen oder mehrere durchgehende Fahrstreifen für den

Kraftfahrzeugverkehr oder ein Schienenweg um ein oder mehrere durchgehende

Gleise baulich erweitert wird oder

2. durch einen erheblichen baulichen Eingriff der Beurteilungspegel des von

dem zu ändernden Verkehrsweg ausgehenden Verkehrslärms um mindestens 3 Dezibel (A) oder auf mindestens 70 Dezibel (A) am Tage oder mindestens 60 Dezibel (A) in der Nacht erhöht wird.

Eine Änderung ist auch wesentlich, wenn der Beurteilungspegel des von dem zu

ändernden Verkehrsweg ausgehenden Verkehrslärms von mindestens 70 Dezibel (A) am Tage

oder 60 Dezibel (A) in der Nacht durch einen erheblichen baulichen Eingriff erhöht

wird; dies gilt nicht in Gewerbegebieten.


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Start

Neubau

?

nein

ja

neuer durchgehender

Fahrstreifen ?

erheblicher baulicher

Eingriff ?

Pegelerhöhung

>= 3 dB ?

Pegel (m. Baumaßnahme)

auf L >= 70 / 60 erhöht ?

IO im Gewerbegebiet

?

Pegel (o. Baumaßnahme)

L' < 70 / 60 ?

L > IGW

?

Maßnahmen

erforderlich

keine

Maßnahmen

Ende

Untersuchung auf wesentliche Änderung

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Beispiele für erhebliche bauliche Eingriffe

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Kennzeichnend für einen erheblichen baulichen Eingriff sind solche Maßnahmen, die zu einer erkennbarenVeränderung des Verkehrsweges führen und in die bauliche Substanz eingreifen. Maßnahmen, die nicht reinbaulicher Art sind, die Substanz der Straße als solche und die vorhandene Verkehrsfunktion unberührt lassen oder der Erhaltung (Unterhaltung, Instandsetzung, Erneuerung) dienen, stellen keinen erheblichen baulichen Eingriff dar.

Beispiele für erhebliche bauliche Eingriffe:

· Bau von Anschlussstellen,

· Bau von Ein- und Ausfädelungsstreifen sowie von Abbiegestreifen,

· Bau von Zusatzfahrstreifen oder Mehrzweckfahrstreifen,

· Bau von Standstreifen,

· Bau von Radwegen,

· Bau von Fahrstreifen für zusätzliche Fahrbeziehungen im Bereich planfreier Knotenpunkte,

· deutliche (ca. 1 m) Fahrbahnverlegung durch bauliche Maßnahmen,

· deutliche (ca. 0,5 m) Veränderung der Höhenlage einer Straße (z.B. kreuzungsfreier Umbau).

Beispiele für nicht erhebliche bauliche Eingriffe:

· Bau von Lichtsignalanlagen, Schilderbrücken, Verkehrsbeeinflussungsanlagen etc.,

· Ummarkierungen (z.B. zur Schaffung zusätzlicher Fahrstreifen),

· Grunderneuerung sowie Erneuerung der Fahrbahnoberfläche im Straßenquerschnitt,

· Bau von Verkehrsinseln,

· Bau von Haltebuchten,

· Bau von Lärmschutzwänden und -wällen.Einbau von Straßenbahngleisen?


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Immissionsgrenzwerte

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Zum Schutz der Nachbarschaft vor schädlichen Umwelteinwirkungen durch Verkehrsgeräusche ist bei dem Bau oder der wesentlichen Änderung sicherzustellen, dass der Beurteilungspegel einen der folgenden Immissionsgrenzwerte nicht überschreitet:

Grundlage der Einstufung sind Festsetzungen in B-Plänen. Anlagen und Gebiete, für die keine Festsetzungen bestehen, sind nach der Schutzbedürftigkeit zu beurteilen.


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Beurteilungspegel - Grundlagen

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

• Der Beurteilungspegel wird aus dem energetischen Mittelwertdes Schalldrucks abgeleitet. Er kann nur berechnet, nicht ohne weiteres gemessen werden.

• Der Beurteilungspegel spiegelt weder das augenblickliche Hörereignis, noch das augenblicklicheSchallereignis wider. Gleichwohl stellt er – nach übereinstimmendem Urteil von Fachleuten – einegeeignete Größe zur Kennzeichnung der (langzeitigen) Belastung von Menschen durch Verkehrslärmdar.

• Der Beurteilungspegel gilt immer nur für den jeweils betrachteten maßgebenden Immissionsort.

• Der Beurteilungspegel wird getrennt für tags (6 bis 22 Uhr) und nachts (22 bis 6 Uhr) berechnet.

• Zur Berechnung des Beurteilungspegels stehen zwei Verfahren zur Verfügung:

○Verfahren gemäß Anlagen 1 und 2 zu § 3 der 16. BImSchVfür lange, gerade Fahrstreifen (Gleise), die auf ihrer gesamten Längekonstante Emissionen und unveränderte Ausbreitungsbedingungen aufweisen. ○Teilstück-Verfahren gemäß RLS-90 beziehungsweise Schall 03.• Die Berechnung des Beurteilungspegels nach dem Teilstück-Verfahren erfordert bestimmteRechenprogramme. Die Eignung der Programme ist anhand von Rechenbeispielen und Testaufgaben zu überprüfen (RBLärm-92, TEST-94, Test Schall 03).


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Beurteilungspegel – Berechnung (1 von 2)

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Die Berechnung des Beurteilungspegels erfolgt 2-stufig:

1.Berechnung des Emissionspegels 2.Berechnung des Immissionspegels am maßgebenden Immissionsort.Durch Anwendung bestimmter Zuschläge ergibt sich hieraus der Beurteilungspegel.

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Eingangsgrößen für die Berechnung des Emissionspegels:


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Beurteilungspegel – Berechnung (2 von 2)

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Eingangsgrößen für die Berechnung des Beurteilungspegels:


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Durchführung der Schalltechnischen Untersuchung

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Aktiver Schallschutz – Maßnahmen am Verkehrsweg

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

Aktive Maßnahmen sind • Lärmschutzwälle• Lärmschutzwände• Einschnitts- und Troglagen, Hochlagen• Teil- und Vollabdeckungen (Tunnel)• Schallabsorbierende Fahrbahnbeläge („OPA“, „2-OPA“)

• Beschränkung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit

Der aktive Lärmschutz hat aufgrund der gesetzlichen Vorgaben Vorrang vor dem passiven Lärmschutz, da nur aktiver Lärmschutz Menschen innerhalb und außerhalb von Gebäuden schützen kann. Auf aktiven Lärmschutz darf nur verzichtet werden, wenn die aktiven Maßnahmen mit dem Vorhaben nicht vereinbar und nicht verhältnismäßig sind.

Vereinbarkeit• Lassen die örtlichen Gegebenheiten die Maßnahme überhaupt zu ?• Beeinträchtigung der Sicherheit ? • Beeinträchtigung von Menschen ?• Beeinträchtigung der Natur ?• Beeinträchtigung des Stadtbildes ?

Verhältnismäßigkeit• kann das Schutzziel erreicht werden ?• was kostet das ?

Die Unverhältnismäßigkeit darf nicht nur unter rein wirtschaftlichen Gesichtspunkten mit einem Vergleich der Kosten für aktive Lärmschutzmaßnahmen mit denen für passive Lärmschutzmaßnahmen begründet werden.


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Passiver Schallschutz – Maßnahmen am Gebäude

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen

• Verbesserung der Schalldämmung

Verbesserungsmaßnahmen an den Umfassungsbauteilen von schutzbedürftigen Räumen, sofern der vorhandene Schallschutz nicht den Anforderungen gemäß 24. BImSchV entspricht. In der Regel bedeutet dies den Einbau von Fenstern einer höheren Schallschutzklasse. Das Ergebnis stellt sicher, dass ein gesundheitlich unbedenkliches Innengeräuschniveau in den schutzbedürftigen Räumen eingehalten wird.

• Lüftungseinrichtungen

Einbau von Lüftungseinrichtungen im Falle von Schlafräumen oder Räumen mitsauerstoffverbrauchender Energiequelle. Lüftungseinrichtungen sind auch dann vorzusehen, wenn die erforderliche Schalldämmung der schutzbedürftigen Räumeohne zusätzliche Schallschutzmaßnahmen bereits vorhanden ist.

• Entschädigungen

Wegen verbleibender Beeinträchtigungen durch Überschreiten der Immissionsgrenzwerte auf Flächen, die zum „Wohnen im Freien” geeignet und bestimmt sind (bebaute undunbebaute Außenwohnbereiche), besteht nach § 74 Abs. 2 VwVfG in Verbindung mit§ 42 Abs. 2 Satz 2 BImSchG ein Entschädigungsanspruch in Geld.

Bei Immissionsgrenzwertüberschreitungen wird die Anspruchsberechtigung auf passiven Lärmschutz dem Grunde nach im Planfeststellungsbeschluss rechtlich gesichert. Hieraus entsteht eine tatsächliche Anspruchsberechtigung, wenn eine schutzbedürftige Nutzung vorliegt und der vorhandene Schallschutz nicht ausreicht. Einzelheiten sind Gegenstand eines besonderen Entschädigungsverfahrens.


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Beispiele für Lüftungseinrichtungen

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Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Ergebnisse der Schalltechnischen Berechnungen (1 von 2)

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Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Ergebnisse der Schalltechnischen Berechnungen (2 von 2)

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Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Schalltechnischer Lageplan (1 von 2)

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Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Schalltechnischer Lageplan (2 von 2)

Dipl.-Ing. Christian ImelmannSchalltechnische Untersuchungen


Die schalltechnische untersuchung im planfeststellungsverfahren f r stra en und schienenwege

Schallimmissionsraster (1 von 4)

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Schallimmissionsraster (2 von 4)

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Schallimmissionsraster (3 von 4)

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Schallimmissionsraster (4 von 4)

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