P europarecht
Download
1 / 20

PÜ Europarecht - PowerPoint PPT Presentation


  • 74 Views
  • Uploaded on
  • Presentation posted in: General

PÜ Europarecht. 3. Fall. Übersicht. Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung (Art. 5 Abs.2 EUV) Vertikale Kompetenzabgrenzung (Art. 2-6 AEUV) Horizontale Kompetenzabgrenzung Subsidiaritätsprinzip (Art. 5 Abs.3EUV) „Ausnahmen“ der Kompetenzkategorien.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha

Download Presentation

PÜ Europarecht

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Presentation Transcript


PÜ Europarecht

3. Fall

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Übersicht

  • Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung (Art. 5 Abs.2 EUV)

  • Vertikale Kompetenzabgrenzung

    (Art. 2-6 AEUV)

  • Horizontale Kompetenzabgrenzung

  • Subsidiaritätsprinzip (Art. 5 Abs.3EUV)

  • „Ausnahmen“ der Kompetenzkategorien

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Prinzip der begrenzten Einzelermächtigung (Art. 5 Abs.2 EUV)

  • Abgabe von bestimmten Kompetenzen

    MS Union

  • Gerichtliche Kontrolle durch den EuGH

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Vertikale Kompetenzabgrenzung(Art. 2-6 AEUV)

  • EU MS

  • Ausschließliche Zuständigkeit

  • Geteilte Zuständigkeit

  • Unterstützungs-, Koordinierungs- und Ergänzungszuständigkeiten

  • Koordinierung der Wirtschafts-, Beschäftigungs- und Sozialpolitik

  • GASP der EU

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Horizontale Kompetenzabgrenzung

= Wahl der Rechtsgrundlage

Ziel + Inhalt

->Hauptziel des Rechtsaktes

-> Stütze auf 2 Kompetenznormen?

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Subsidiaritätsprinzip (Art. 5 Abs.3EUV)

  • + Art. 3 Abs. 3 UAbs. 4 EUV

  • Nur bei geteilter Zuständigkeit relevant

  • „qualitativer Mehrwert“ des EU-Handelns + „europäischer Mehrwert“

  • Kontrolle durch die nationalen Parlamente (Subsidiaritätsprotokoll)

  • Gerichtliche Überprüfbarkeit

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


„Ausnahmen“ der Kompetenzkategorien

  • Vertragsabrundungskompetenz

    (=Ermächtigung für Zielerreichung)

  • Implied Powers

    (=Befugnis eingeräumt; Ermächtigung dementsprechende Maßnahme zu erlassen)

  • Außenkompetenz

    (= Kompetenz zum Abschluss internationaler Abkommen)

  • OMC

    (= vertraglich/politisch vereinbart)

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Ad Fall

  • Art. 165 AEUV

  • Art. 166 Abs. 4 AEUV

    ->Aus dem Umstand, dass der AEUV in einem bestimmten Bereich nur sehr rudimentäre oder ergänzende Zuständigkeiten zuweist, kann nicht geschlossen werden, dass damit die Anwendung anderer grundlegender Bestimmungen des Vertrage, wie etwa jener über die Grundfreiheiten oder die Wettbewerbsregeln, ausgeschlossen wären.

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Vereinbarkeit mit den Grundfreiheiten?

  • Art. 57 AEUV

  • Art. 45 AEUV

  • Art. 18 AEUV

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Das Diskriminierungsverbot im Europarecht

Modell individueller Gerechtigkeit

Übergeordneter Grundsatz „Diskriminierungsverbot“ = „Gleichbehandlungsgebot“ (EuGH)

Art 18,19,157 AEUV und spezielle Vorschrift (Grundfreiheiten)

Persönlicher Anwendungsbereich: Unionsbürgerschaft

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Allgemeiner Gleichheitssatz Diskriminierungsverbot

=„Vergleichbare SV dürfen nicht unterschiedlich behandelt werden, es sei denn, dass eine Diskriminierung objektiv gerechtfertigt wäre.“

  • „vergleichbare SV“

  • Rechtfertigung einer Ungleichbehandlung

  • Verhältnismäßigkeit des Eingriffes

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Direkte Diskriminierung

= gesetzlich verpöntes Unterscheidungskriteriumoder

Unterwerfung eines ungleichen Sachverhalts unter eine formal gleiche Regelung

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Indirekte Diskriminierung

Anknüpfung an dem Anschein nach neutrale Vorschriften etc. die einen wesentlich höheren Anteil einer bestimmten Gruppe benachteiligen (Art 2 Abs RL 97/80/EG)

Beispiele:

EuGH Rs C-152/73, Giovanni Maria Sotgiu

EuGh Rs C-41/84, Pinna

EuGh Rs C-184/99 Grzelczyk

Herkunftsort, Wohnsitz

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Rechtfertigung

Direkte Diskriminierung: NUR in EUV und AEUV ausdrücklich (oder im jeweils anwendbaren Sekundärrechtsakt) vorgesehenen Rechtfertigungsgründen; z.B. Arts. 36 oder 45 Abs. 3 AEUV

Indirekte Diskriminierung: Zusätzlichmit sachlichen Gründen des Allgemeininteresses der EU möglich und zulässig

Verhältnismäßigkeit:

+ angemessen

+ notwendig

+nicht über das erforderliche Maß hinausgehen

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


direkte Diskriminierung: verpöntes Unterscheidungskriterium oder Unterwerfung ungleicher Sachverhalte einer formal gleichen Regelung

Rechtfertigung:Nur in EUV und AEUV ausdrücklich (oder im jeweils anwendbaren Sekundärrechtsakt) vor-gesehenen Rechtfertigungsgründen

Verhältnismäßigkeit

indirekte Diskriminierung: dem Anschein nach wird an neutrale Kriterien angeknüpft

→ benachteiligen einen wesentlich höheren Anteil von Angehörigen einer Gruppe

Art. 2 Abs. 2 der Richtlinie 97/80/EG des Rates

Rechtfertigung:Zusätzlich mit sachlichen Gründen des Allgemeininteresses

Verhältnismäßigkeit

Direkte/Indirekte Diskriminierung

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Grundrechtsschutz in der EU

  • Grundrechtecharta = grundrechtlicher Prüfungsmaßstab für Rechtsakte der EU

  • Art. 6 Abs. 1 EUV

  • Art. 6 Abs. 2 EUV

  • Art. 6 Abs. 3 EUV

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Rechtsquellen und Inhalte der GRCh

*Keine positivierten Grundrechtsgarantieren vor Reformvertrag

*Europarechtliche Diskriminierungsverbote als Aspekte des Gleichheitssatzes sowie der grundrechtsähnliche Gehalt der Grundfreiheiten. Auch II-Recht kann Grundrechte ausgestalten (z.B. DatenschutzRL)

* Grundrechtserklärungen der EU-Organe: nicht einklagbar

*Bekenntnis zum Grundrechtsschutz Art. 6 EUV

* Art. 7 EUV Sanktionsverfahren wegen schwerer Verstöße

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Entwicklung in der Rspr: Dabei stützt er sich auf die Kompetenz zur Wahrung allgemeiner Rechtsgrundsätze = I-Recht

Anerkennung von Unionsgrundrechten, die dann in die GrCh Eingang gefunden haben.

* Verfassungsvergleich der MS

* EMRK, so wie sie in der Rsp des EGMR weiterentwickelt wurden

NEU:

Art. 6 Abs. 3 EUV: EMRK und Verfassungsüberlieferungen ausdrücklich

GRCh= 1. geschlossener Grundrechtekatalog in der EU

Rspr hat sich vor Verbindlichkeit faktisch an ihr orientiert

EMRK: im Grundrechtsschutz besteht weitgehende Kohärenz und Gleichklang, Judikaturdivergenzen sind selten

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Inhalte

  • Grundrecht auf Eigentum

  • Gleichheit, allg Diskriminierungsverbot

  • Datenschutz

  • Familienleben

  • Versammlungsfreiheit

  • Vereinigungsfreiheit

  • Presse- und Meinungsfreiheit

  • Religionsfreiheit

  • Schutz von Wohn- und Geschäftsräumen

  • Menschenwürde

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


Unionsgrundrechte vs. Grundfreiheiten

  • Abwägung der Interessen im Einzelfall

  • Rs C-1120/00 Schmidberger

  • -> Grundrechte können zur Rechtfertigung der Beschränkungen von Grundfreiheiten dienen.

anna.bender-saebelkampf@univie.ac.at


  • Login