formen der marktorganisation wirtschaftssysteme
Download
Skip this Video
Download Presentation
Formen der Marktorganisation: Wirtschaftssysteme

Loading in 2 Seconds...

play fullscreen
1 / 26

Formen der Marktorganisation: Wirtschaftssysteme - PowerPoint PPT Presentation


  • 317 Views
  • Uploaded on

Formen der Marktorganisation: Wirtschaftssysteme. Überblick über Wirtschaftssysteme. Abgrenzung 1 Wirtschaftsordnung + ~system Wirtschaftsverfassung.

loader
I am the owner, or an agent authorized to act on behalf of the owner, of the copyrighted work described.
capcha
Download Presentation

PowerPoint Slideshow about 'Formen der Marktorganisation: Wirtschaftssysteme' - maine


An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Presentation Transcript
berblick ber wirtschaftssysteme
Überblick über Wirtschaftssysteme

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

abgrenzung 1 wirtschaftsordnung system wirtschaftsverfassung
Abgrenzung 1 Wirtschaftsordnung + ~system Wirtschaftsverfassung
  • Wirtschaftssystem und Wirtschaftsordnung werden oft so unterschieden als sei ersteres die Gesamtheit aller theoretisch möglichen Wirtschaftsordnungen und die jeweilige Wirtschaftsordnung die konkret realisierte Variante.
  • Die Wirtschaftsverfassung ist der Bestand an wirtschaftsrelevanten rechtlichen Normen in einer Gesellschaft.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

abgrenzung 2 wirtschaftsordnung system
Abgrenzung 2 Wirtschaftsordnung + ~system
  • Wegen der Huhn-Ei-Problematik (theoretisiert wird über das was erlebt wurde) und Mischformen in aller Vielfalt ist der Ansatz nicht einfach durchzuhalten weshalb man pragmatisch Wirtschaftssystem und Wirt-schaftsordnung gleichbedeutend verwendet. Die gemeinsame Fragestellung lautet:
  • Wie ist die Wirtschaft aufgebaut (organisiert) und wie läuft das Geschehen ab (Prozeß)?

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

merkmalskataloge f r wirtschaftssysteme
Neoliberaler Ansatz:

Unterscheidung nach den Erscheinungsformen von:

Eigentumsordnung

Planungs- und Marktordnung

Wettbewerbsordnung

Geldordnung

Entscheidungstheoretischer Ansatz

Unterscheidung nach den Mechanismen von

Planung

Koordination

Motivation

Merkmalskataloge für Wirtschaftssysteme

Relativ am wichtigsten erscheinen

  • die Eigentumsordnung,
  • die Entscheidungskoordination
  • die Motivationsstruktur und
  • die Rolle des Staates.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

theoretische varianten
Theoretische Varianten
  • Als in der Vergangenheit realisierte Wirtschaftsordnungen sollen vorgestellt werden
    • Marktwirtschaft
    • soziale Marktwirtschaft
    • Marktwirtschaft mit staatlicher Lenkung (Planification)
    • sozialistische Marktwirtschaft und
    • sozialistische Planwirtschaft

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

marktwirtschaft
Marktwirtschaft

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

soziale marktwirtschaft deutschland 1949
Soziale Marktwirtschaft (Deutschland 1949 - )

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

slide10

Sozialistische Marktwirtschaft („Gulaschkommunismus“ oder Konkurrenzsozialismus in Ungarn, Jugoslawien und z.T. der Tschechoslowakei ab 1968 - max. 1989)

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

die soziale marktwirtschaft
Die Soziale Marktwirtschaft

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ausgangssituation
Ausgangssituation
  • Unfähigkeit der reinen Marktwirtschaft, bestimmte wünschenswerte Ziele herbeizuführen.

Typische Bei-spiele hierfür sind das uner-wünschte Phä-nomen Mas-senarbeitslosig-keit oder die un-gleiche Einkom-mensverteilung.

Vorstadtslum in Berlin um 1860

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

quellen der sozialen marktwirtschaft
Quellen der Sozialen Marktwirtschaft
  • Christliche (mehr: katholische) Soziallehre
    • im 19. Jhd. entstandene theologische Systematisierung naturrechtlicher Normen, die durch drei Prinzipien bestimmt ist:
      • Personprinzip (der Mensch ist Träger, Schöpfer und Ziel aller gesellschaftlichen Einrichtungen);
      • Solidaritätsprinzip (einzelner und Gemeinschaft haben gegenseitige Verpflichtungen);
      • Subsidiaritätsprinzip (die Gemeinschaft soll nur unterstützend [subsidiär] Aufgaben wahrnehmen, die der einzelne nicht zu erfüllen vermag).
    • bekannteste Quelle: Sozialenzyklika "Rerum novarum" (1891) von Papst Leo XIII.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

quellen der sozialen marktwirtschaft 2
Quellen der Sozialen Marktwirtschaft (2)
  • Sozialdemokratische Programmatik
    • Chancengleichheit
    • Verteilungsgerechtigkeit
    • Soziale Kontrolle des Privateigentums (v.a. an Produktionsmitteln)

Karl Marx

Ferdinand Lasalle

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

quellen der sozialen marktwirtschaft 3
Quellen der Sozialen Marktwirtschaft (3)
  • Liberalismus der klassisch/neoklassischen Richtung
    • Freier Wettbewerb und keine Interventionen des Staates sorgen für volle Funktion des Preis-mechanismus und damit für hohe Stabilität im privaten Bereich (Unternehmen und Haushalte). Konjunkturschwankungen etc. nehmen ab.
    • Fortführung durch den Ordoliberalismus der „Freiburger Schule“ unter Walter Eucken:

Interventionen des Staates zur Gewährleistung der Wettbewerbs-ordnung und andere marktkonforme Maßnahmen sind zulässig

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

gedankliche grundlegung
Gedankliche Grundlegung
  • Entwicklung der Leit-linien durch Alfred Müller-Armack (1901-1978)

Seine Definition: „Ord-nungspolitische Idee, deren Ziel es ist, auf der Basis der Wettbewerbs-wirtschaft die freie Initi-ative mit einem gerade durch die wirtschaftliche Leistung gesicherten sozialen Fortschritt zu verbinden.”

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

zielsystem
Zielsystem
  • Erhaltung eines funktionsfähigen Wettbewerbs (workable competition).
  • Die wirtschaftspolitischen Stabilitätsziele (Magisches Viereck aus § 1 Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft)
    • Preisniveaustabilität
    • Vollbeschäftigung
    • angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum
    • außenwirtschaftliches Gleichgewicht
    • Angemessenen Anteil des Staates an der Wirtschaftsleistung
  • Sozialpolitisches Ziel ist eine gerechte Einkommens- und Vermögensverteilung mit Hilfe der staatlichen Einkommensumverteilung (Redistribution).
    • „gerechte“ Einkommens- und Vermögensverteilung

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ausgestaltung
Ausgestaltung
  • Wettbewerbsprinzip
    • Marktwirtschaftlicher Wettbewerb entspricht dem Grundbedürfnis nach individueller Freiheit.

Wettbewerb wird als dynamischer Prozeß verstanden, der Wachstum, technischen Fortschritt und individuelle Bedürfnisbefriedigung fördert. Wettbewerbsbeschränkungen (Kartelle, Unternehmenszusammenschlüsse) muß der Staat durch Wettbewerbsregeln (GWB = Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) verhindern und deren Einhaltung kontrollieren.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ausgestaltung 2
Ausgestaltung (2)
  • Sozialprinzip
    • Durch eine wirksame Wettbewerbspolitik und eine progressive Ausgestaltung der Einkommenssteuer lassen sich marktmachtbedingte Verzerrungen der Einkommensverteilung vermeiden.

Der Markt ist nicht in der Lage alle auftretenden sozialen Probleme zu lösen. Darum soll der Staat im Rahmen der Sozialpolitik die Marktwirtschaft zusätzlich sozial ausgestalten und ein vollständiges System der sozialen Sicherung errichten.

Die Sozialordnung entwickelte sich damit zu einer eigenen Teilordnung.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ausgestaltung 3
Ausgestaltung (3)
  • Konjunkturpolitisches Prinzip
    • Die Wettbewerbsordnung gilt als wichtige Voraussetzung für die Stabilität des Preisniveaus.

Die Stabilität der Währung wird als Grundlage für die Funktionsfähigkeit der Marktwirtschaft herausgestellt.

Bei Ausgleich der öffentlichen Haushalte und nicht überdosierter Geldpolitik ist Preisniveau-stabilität mit einem hohen Beschäftigungsgrad der Volkswirtschaft vereinbar. Eine Glättung der Konjunkturschwankungen soll primär durch geldpolitische Maßnahmen (Zinssenkungen oder -erhöhungen) erfolgen.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ausgestaltung 4
Ausgestaltung (4)
  • Prinzip der Marktkonformität
    • Wirtschaftspolitische Maßnahmen des Staates müssen möglichst marktkonform erfolgen, d.h. sie sollen die freie Preisbildung auf den Märkten nicht einschränken.
  • Art und Umfang staatlicher Aktivität in der Sozialen Marktwirtschaft können sich im Zeitablauf ändern
  • Die deutsche Wirtschaftsverfassung ist ein Versuch der Ausgestaltung und nicht „die“ soziale Marktwirtschaft

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ordnungsaufgaben des staates
Ordnungsaufgaben des Staates
  • Wettbewerbliche Ordnung

Sorge für eine wettbewerbliche Ordnung der Märkte gemäß den Prinzipien der Wirtschaftsfreiheit. Diese Aufgabe ist vor allem im GWB rechtlich ausgefüllt worden.

  • Ergänzung des Wettbewerbs

Bestimmte Ausnahmebereiche lassen sich durch den Wettbewerb nicht steuern und bedürfen daher einer ergänzenden Lenkungsfunktion.

Sogenannte “Öffentliche Güter”, wie z. B. Bildung, Gesundheit, Leitung der Justiz, innere und äußere Sicherheit, Verkehrsinfrastruktur, Entsorgung, werden staatswirtschaftlich bereitgestellt.

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ordnungsaufgaben des staates 2
Ordnungsaufgaben des Staates (2)
  • Markteingriffe

Der Arbeitsmarkt und Teile des Agrarmarktes (Milch) gelten als unfähig, ein Marktgleichgewicht in wünschenswerter Form herbeizuführen. Z. B. Schutz der Arbeiter durch stabilisierende Markteingriffe, wie Mindestlohn, Subventionen

  • Korrektur des Wettbewerbs

Es sollen sozialpolitische Eingriffe des Staates in die Einkommensbildung erfolgen (staatl. Umverteilung), um ein Netz der sozialen Sicherheit aufzubauen.

  • Stabilisierung der Konjunkturschwankungen

Zur Vermeidung von Arbeitslosigkeit und für das Ziel des stetigen Wirtschaftswachstums

  • Monopolisierung der Geldschöpfung

Diese wurde abgetreten an die Bundesbank mit dem Ziel der Preisniveaustabilität

© Anselm Dohle-Beltinger 2001

ad