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Schulisches Lernen – nicht nur eine Leistung der Schule!? PowerPoint PPT Presentation


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Schulisches Lernen – nicht nur eine Leistung der Schule!?. Wahrgenommene soziale Verbundenheit. Grundbedürfnisse. Eine multidimensionale Konzeptualisierung von Erziehungspraktiken. Wahrgenommene Autonomie. Wahrgenommene Kompetenz. Zuwendung. Stimulation. Autonomieunterstützung. Struktur.

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Schulisches Lernen – nicht nur eine Leistung der Schule!?

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Schulisches Lernen – nicht nur eine Leistung der Schule!?


Slide2 l.jpg

Wahrgenommene soziale Verbundenheit

Grundbedürfnisse

Eine multidimensionale Konzeptualisierung von Erziehungspraktiken

Wahrgenommene Autonomie

Wahrgenommene Kompetenz

Zuwendung

Stimulation

Autonomieunterstützung

Struktur

Unterstützung des Lesens

Unterstützung von Hobbys und Neigungen

Abwesenheit direkter Kontrolle


Slide3 l.jpg

  • Die Reproduktion herkunftsbedingter Ungleichheiten

  • In Deutschland unterscheiden sich sozial priveligierte Schüler so stark in der Lesekompetenz von „Arbeiterkindern“ wie in keinem anderen Land!

  • Zwar sind Leseexperten und schwache Leser in jeder Sozialschicht zu finden. Aber der Anteil der Risikopersonen ist in den unteren Sozialschichten besonders gross.


Slide4 l.jpg

Funktioneller

Analphabetismus ->

Berufl. + priv. Abstieg

Individuelle

Risikofaktoren

Schulabgang

o. Abschluss

(„Abbrecher“)

Abweichendes

Verhalten

Niedrige

Motivation

Temporäre

L.schwäche

Schlechte Leistungen

Sitzenbleiben

(„Versager“)

Schulwechsel

(„Abstieg“)

Kumulative

Kompetenz-defizite

Schlechte Leistungen

Schulversagen

– ein Teufelskreis


Slide5 l.jpg

Peter Roeder & Bernhard Schmitz (1995): „Der vorzeitige Abgang vom Gymnasium“

Analyse der Schulakten von Schülern aus Hamburger Gymnasien, die aus den Jahrgängen 5 bis 10 vorzeitig abgingen

  • Die in den Zeugnissen dokumentierten Urteile über Verhalten und Leistungsdisposition der Schüler deuten auf einen Verfall der Lernmotivation hin.

  • Dem Schulformwechsel geht in der Regel ein starker Leistungsrückgang voraus.

  • Wiederholer und Schulformwechsler unterscheiden sich in ihrer Leistungsentwicklung bis zum Zeitpunkt des Versagens nicht. Beide Massnahmen sind insofern als äquivalent zu betrachten.

  • Leistungsversagen ist nicht als Grund, sondern eher als Anlass des vorzeitigen Abgehens zu betrachten. Alle Untersuchungen, in denen die relevanten Informationen erhoben wurden, belegen die besondere Bedeutung der Kompetenz und der Bereitschaft der Eltern, die Schularbeit ihrer Kinder aktiv und im Kontakt mit der Schule zu unterstützen.


Predicting early dropout battin pearson et al 2000 l.jpg

14. L.Jahr

14. L.Jahr

16. L.Jahr

Normabweichendes

Verhalten

.19*

Hinwendung zu

Devianten peers

Verlassen der

High School

Vor der 10. Klasse

.18*

.57*

Kein emot. Bezug

Zur Schule

Schlechte

Schulleistungen

.32*

Defizitäre fam.

Sozialisation

Geschlecht, SES

& Ethnie

.22*

Predicting early dropout (Battin-Pearson et al., 2000)


Slide7 l.jpg

Kindperzipiertes Instruktionsverhalten von Eltern und Lehrern und intrinsische (imO) und extrinsische (emO) Lernmotivation (Wild, 1999)


Slide8 l.jpg

Wird der Effekt des elterlichen Erziehungsverhaltens auf die Lernmotivation über daselterliche Schulengagement vermittelt? (Wild, 1999)


Art der hausaufgabenhilfe durch eltern wild remy 2002b l.jpg

Art der Hausaufgabenhilfe durch Eltern (Wild & Remy, 2002b)

Ständig verbessern

5,6 %

Elternteil ist erreichbar

26,7 %

Durchsprechen der Aufgaben

35,6 %

Ergebniskontrolle

32,2 %


Deskriptive befunde zum elterlichen instruktionsverhalten wild remy 2002 l.jpg

Deskriptive Befunde zum elterlichen Instruktionsverhalten(Wild & Remy, 2002)


Arrangements h uslichen lernens l.jpg

12>14

12>13.14

Arrangements häuslichen Lernens


Slide12 l.jpg

Kindperzipiertes Elternverhalten und Lernmotivation von Drittklässlern bei Kontrolle von sozioökonomischem Status und Noten(Wild & Remy, 2002a)

* p< .05; ** p< .01


32 teilnehmerstaaten der pisa studie l.jpg

32 Teilnehmerstaaten der PISA-Studie


Beispiel aufgabe lesen l.jpg

Beispiel-aufgabe„Lesen“


Stufen der lesekompetenz l.jpg

Stufen der Lesekompetenz

  • Informationen ermitteln:

    • K.stufe V (Expertenstufe): auch in nicht vertrauten Texten tief eingebettete Informationen lokalisieren, organisieren

    • K.stufe I (Elementarstufe): explizit angegebene Informationen in vertrauten Texten lokalisieren

  • Textbezogenes Interpretieren:

    • KS V: Text mit unvertrautem Thema und Format im Detail verstehen

    • KS I: auffällige Hauptgedanken/ Intention in einem Text zu einem vertrauten Thema erkennen

  • Reflektieren und Bewerten:

    • KS V: mit spezialisiertem Wissen einen Text kritisch bewerten, Hypothesen formulieren

    • KS I: einfache Verbindungen zwischen Textinformationen und Alltagswissen herstellen


Mathematische grundbildung l.jpg

Mathematische Grundbildung

„Die Fähigkeit (...), die Rolle, die Mathematik in der Welt

spielt, zu erkennen und zu verstehen, begründete mathematische Urteile abzugeben und sich auf

eine Weise mit der Mathematik zu befassen, die den Anforderungen des gegenwärtigen und künftigen

Lebens einer Person als konstruktiven, engagierten und reflektierenden Bürgers entspricht.“


Beispiel aufgabe naturwissen schaften l.jpg

Beispiel-aufgabe„Naturwissen-schaften“


Die bildungsschere l.jpg

Die Bildungsschere

  • Der Abstand zwischen den Leistungsschwächsten und -stärksten ist in Deutschland am größten

  • Der Anteil der „Risikoschüler“ unterhalb Kompetenzstufe I ist groß (fast 10%), weitere 13% auf Kompetenzstufe I;  fast 23% nur fähig, auf elementaren Niveau zu lesen


Slide19 l.jpg

  • Die Reproduktion herkunftsbedingter Ungleichheiten

  • In Deutschland unterscheiden sich sozial priveligierte Schüler so stark in der Lesekompetenz von „Arbeiterkindern“ wie in keinem anderen Land!

  • Zwar sind Leseexperten und schwache Leser in jeder Sozialschicht zu finden. Aber der Anteil der Risikopersonen ist in den unteren Sozialschichten besonders gross.


Der famili re hintergrund der sch ler l.jpg

Der familiäre Hintergrund der Schüler

  • Die in Deutschland anzutreffenden Familienmuster sind unauffällig und charakteristisch für moderne Industriestaaten. Die Mehrzahl der 15-Jährigen lebt mit den leiblichen Eltern zusammen und wächst mit mindestens einem Geschwister auf.

  • In der Elterngeneration hat sich mindestens ein mittlerer Schulabschluss und/oder ein Fachschulabschluss als Standard durchgesetzt.

  • Die Bildungsaspirationen an die Kindergeneration steigen; der mittlere Abschluss und die Hochschulreife haben sich zu gleich prominenten Wünschen entwickelt.

  • In Migrationsfamilien haben mehr als 70% der Jugendlichen vom Kindergarten an deutsche Bildungseinrichtungen besucht. Dennoch ist festzustellen, dass in den Zuwandererfamilien ein überproportional hoher Anteil an un- und angelernten Arbeitern zu finden ist.


Slide21 l.jpg

Mythen und Fakten

  • Die Zeit, die die deutschen Jugendlichen in Hausaufgaben investieren, entspricht in etwa dem OECD-Durchschnitt.

  • Der Anteil der deutschen Schüler mit Ergänzungsunterricht liegt deutlich unter dem Mittelwert, der Anteil derer mit Nachhilfeunterricht (14%) dagegen etwas darüber.

  • Die These, dass Kinder aus Ein-Elternteilfamilien oder Stieffamilien zu schlechteren Schulleistungen gelangen, läßt sich durch die PISA-Studie nicht bestätigen.

  • Die Unterrichtszeit liegt hierzulande um 42 Stunden unter dem OECD-Durchschnitt, was einem Minus von knapp zwei Wochen Unterricht entspricht. Allerdings besitzt die nominelle Unterrichtszeit wenig Erklärungskraft.

  • Die Testleistungen der Jugendlichen variieren weitgehend unabhängig von der durchschnittlichen Klassengröße.


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Soziale Disparitäten innerhalb von Bildungsgängen

Der Effekt der sozialen Herkunft (in Effektstärken) wird wesentlich durch die Schulformzugehörigkeit vermittelt. Er ist aber auch innerhalb der Schulformen nachweisbar.


Soziale herkunft und bildungsbeteiligung l.jpg

Soziale Herkunft und Bildungsbeteiligung

  • Die herkunftsbedingte Bildungsungleichheit erklärt sich teilweise mit schichtspezifischen schulbezogenen Entscheidungen.

    • Die Chance des Gymnasialbesuchs ist für einen 15jährigen aus einer Familie der oberen Dienstklasse 5,7mal so hoch wie die Chancen eines Jugendlichen aus einem Arbeiterhaushalt.

    • Das Risiko, zurückgestellt zu werden, ist für Kinder aus Familien der oberen und unteren Dienstklasse nur halb so gross wie für Kinder aus Arbeiterfamilien.

    • Sozial benachteiligte Kinder erhalten bei gleicher Schulleistung seltener eine Gymnasialempfehlung (z.B. Lehmann et al., 1997).

    • Unter der Bedingung nicht bindender Grundschulempfehlungen können soziale Disparitäten zunehmen, da die regulierende Funktion von Übergangsempfehlungen in höheren Sozialschichten gering ist.


Staaten nach mittlerer leseleistung und sozialem gradienten in der lesekompetenz l.jpg

Staaten nach mittlerer Leseleistung und sozialem Gradienten in der Lesekompetenz

D

CH

Lux

NL

Finnl.

Lettl.

Japan


Soziale disparit ten im internationalen vergleich l.jpg

Soziale Disparitäten im internationalen Vergleich

  • In Deutschland entspricht der Unterschied zwischen der Leseleistung von Jugendlichen aus der oberen Dienstklasse und dem Arbeitermilieu mit 100 Punkten der Differenz des mittleren Leistungsniveaus an Haupt- vs. Realschulen

  • Die Befunde zur Mathematik und Naturwissenschaft weisen dasselbe Grundmuster auf. Die schichtspezifischen Leistungsunterschiede in der Mathematik etwa betragen mehr als eine ganze Kompetenzstufe.

  • Die transkulturelle Variabilität des Zusammenhang zwischen Soziallage und Kompetenz ist enorm gross.

  • Befunde anderer Länder belegen: Chancengleichheit und Durchschnittsleistungen auf hohem Niveau sind kompatible Ziele.

  • Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Fachleistung fällt umso straffer aus, je länger das Fach in differenzierten Schulformen unterrichtet wird.


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Effects of aspects of HOME/HOME-EA-scales on math competencies of 3rd graders (n>300)


Skalen zur erfassung der bedingungen im elternhaus l.jpg

2 0 0 3

Skalen zur Erfassung der Bedingungen im Elternhaus


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2 0 0 3

Korrelationen der Dimensionen des elterlichen Erziehungsverhaltens (Schülersicht) und Emotionen (kurz)

* p< .05; ** p< .01;


Slide29 l.jpg

2 0 0 3

Korrelationen zwischen Dimensionen des elterlichen Erziehungsverhaltens (Elternsicht) und der Leistung

** p< .01; a. = Kann nicht berechnet werden, da mindestens eine Variable konstant ist.


Elternhaus und schule l.jpg

Elternhaus und Schule -

Wege zu einer verbesserten Kooperation


Verantwortung von eltern und oder lehrern f r die erreichung verschiedener erziehungsziele l.jpg

Verantwortung von Eltern und/oder Lehrern für die Erreichung verschiedener Erziehungsziele


Praktizierte einbeziehung der elterlichen hausaufgabenhilfe l.jpg

Praktizierte Einbeziehung der elterlichen Hausaufgabenhilfe


Prozentsatz der lehrer die keine der folgenden aktivit ten verfolgen l.jpg

Prozentsatz der Lehrer, die keine der folgenden Aktivitäten verfolgen


Vorbereitung auf die elternarbeit in der lehreraus und fortbildung l.jpg

Vorbereitung auf die Elternarbeit in der Lehreraus- und fortbildung


Grenzen der elternarbeit aus lehrersicht l.jpg

Grenzen der Elternarbeit aus Lehrersicht


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Identität: Integration von Zielen vs. Dissonanz

Schul. & berufl. Aspirationen,

Wert von Bildung,Wert von Selbstregulation

Allg. Erziehungsziele

(Selbstverwirklichung

vs. Anpassung)

Soll-Vorstellungen

Epistemologische Überzeugungen

(konstrukt. vs. objektivist. Position)

Naive Vorstellungen vom Lehren und Lernen

Elterliche Situationsdeutung („framing“)

Ergebnisorientierte Leistungsszielorient.

Prozessorientierte Lernzielorient.

Auswahl von Strategien zur

Balancierung der Verantwortungsübernahme in Lehr-Lern-Situationen

Stärkung der kindlichen Verantwortung:

z.B. „child-as-a-performer“-Strategie

Geteilte Verantwortung:

modeling, scaffolding...

Lenkung durch Eltern:

„low level instruction“

Ein Rahmenmodell des häuslichen Lehrens

  • Fähigkeiten und Formen

  • der kindl. Lernmot.:

  • dekl. & proz. Wissen

  • Interesse, Regulationsstile, Zielorient.

E-K-Beziehung;

Bindungs-repräsen-

tationen von

Eltern und Schülern

Elterliche

Responsivität

Adaptives Lehren: Qualität und Konsistenz

Grad der Internalisierung elterlicher Normen, Verhaltensstandards und –strategien seitens d. Schülers


Parent and children two perspectives l.jpg

parent and children – two perspectives

„I suggest the need for a new perspective on the family, one that emphasizes the different viewpoints and stakes that parents and adolescents bring to their relationship with each other.“

Steinberg, 2000; http://astro.temple.edu/~lsa/sra.htm


Multitrait multimethod matrix auszug aus gonzales u a 1996 l.jpg

Multitrait-Multimethod-Matrix (Auszug aus Gonzales u.a. 1996)

Maternal support / control

Fazit: Übereinstimmung abhängig vom Merkmal, Hintergrund des Beobachter,

Übereinstimmung sagt nichts aus über Validität sondern Güte des Trainings


Modell zur bereinstimmung in der unterrichtswahrnehmung clausen 2000 l.jpg

Modell zur Übereinstimmung in der Unterrichtswahrnehmung (Clausen, 2000)


Slide40 l.jpg

Zusammenhänge zwischen der mütterlichen und väterlichen Wahrnehmung des Familienklimas in Normalfamilien (NF) und Adoptivfamilien (AF)


Slide41 l.jpg

2 0 0 3

Übereinstimmungen von Elternsicht (E) und Schülersicht (S)

bezüglich des elterlichen Erziehungsverhaltens

* p< .05; ** p< .01


Umgangsweisen mit dem problem l.jpg

Umgangsweisen mit dem Problem

  • Ignorieren

  • „objektivistischer“ Zugang

  • „kognitiver“ Zugang

  • „sozialkonstruktivistischer Zugang“


Slide43 l.jpg

„objektivistischer Ansatz“: Perspektiven konvergieren zum „wahren“ Wert

Latente Variable

(z.B. Familien-/Klassenklima)

Manifeste

Variable

A3, B3...

Manifeste

Variable

A1, B1...

Manifeste

Variable

A2, B2...

Manifeste

Variable

A4, B4...

Manifeste

Variable

A5, B5...

Vater

(Lehrer)

Mutter

(Lehrer)

Tochter

(Schüler 1)

Sohn

(Schüler 2)

Beobachter

Perspektivenbeeinflussende Bedingungen (Outgroup, Zeitfenster, Personmerkmale, Herkunft usw.) gelten als Fehlervarianz


Slide44 l.jpg

„sozial-konstruktivistischer Ansatz“:

zur Bedeutung von shared- und non-shared environments

Perspektivenspezifische Validität

der nicht-geteilten Umwelt

A2, B2...

Beobachter

Lern- / Entwicklungsrelevanz

der geteilten Umwelt

A4, B4...

Jugendlicher

(Schüler)

Prognostische Relevanz von

differierenden/ähnlichen Urteilen


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Subjektive Repräsentation E (E)

Subjektive Repräsentation S (E)

Lern-motivation

Erleben

Kompetenzen

Von der Erziehungsabsicht zur multikriterialen Zielerreichung

Pädagogische Intention E

Verhalten E

Lernverhalten S


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