Kognitive umstrukturierung und andere ausgew hlte techniken
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Kognitive Umstrukturierung und andere ausgewählte Techniken. Referat von: Manuela Acharki, Sonja Hansen und Frederike Elkenhans. Die 3 Hauptströmungen der Kognitiven Therapie. Die 3 Hauptströmungen der Kognitiven Therapie. Rational-Emotive Therapie nach Ellis Kognitive Therapie nach Beck

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Kognitive Umstrukturierung und andere ausgewählte Techniken

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Presentation Transcript


Kognitive umstrukturierung und andere ausgew hlte techniken

Kognitive Umstrukturierung und andere ausgewählte Techniken

Referat von: Manuela Acharki, Sonja Hansen und Frederike Elkenhans

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Die 3 hauptstr mungen der kognitiven therapie

Die 3 Hauptströmungen der Kognitiven Therapie

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Die 3 hauptstr mungen der kognitiven therapie1

Die 3 Hauptströmungen der Kognitiven Therapie

  • Rational-Emotive Therapie nach Ellis

  • Kognitive Therapie nach Beck

  • Stressimpfungstraining nach Meichenbaum

  • Das grundlegende theoretische Modell menschlichen Erlebens und Verhaltens und das damit verbundene Menschenbild sind für die Vertreter der 3 Ansätze gleich verbindlich:

  • Der Mensch kann über seine Vorstellungen (Kognitionen) sein Erleben und Verhalten in entscheidendem maße selbst bestimmen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Grundannahme kognitiver therapien

Grundannahme Kognitiver Therapien:

  • Situation  „Kognitionen“  Emotionen/ Verhalten

  • Situation  „dysfunktionale Kognitionen  psychische Störungen (emotionale und Verhaltensstörungen)

  • Ziel der Therapie:  dysfunktionale Kognitionen in Richtung „funktionaler Kognitionen“ beeinflussen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Dysfunktionale kognitionen

„Dysfunktionale“ Kognitionen

  • Der Begriff umfasst:

    • Wahrnehmungen, Interpretationen und Bewertungen von Ereignissen, Annahmen und Hypothesen, Antizipationen und Erwartungen, Lebensregeln und –philosophien, Einstellungen, Überzeugungen, Grundhaltungen, inneres Sprechen, Selbstverbalisation, Bewältigungssätze, Denkfehler…

       die verschiedenen Vertreter Kognitiver Therapieverfahren unterscheiden sich in ihrer Spezifizierung der sog. „dyfunktionalen“ Kognitionen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Zusammenschau der 3 ans tze

Zusammenschau der 3 Ansätze

  • Ellis betont primär den Einfluss bestimmter grundlegender Bewertungsmuster und absolutistischer Lebensphilosophien

    • Bsp.: „Ich muss stets von allen mir wichtigen Menschen geliebt werden. Anderenfalls bin ich ein Nichts.“

  • Beck betont die Bedeutung von Denkfehlern bei der Wahrnehmung und Interpretation der Realität

    • z.B. Willkürliches Schlussfolgern (Beruflicher Misserfolg  „Ich bin ein Versager auf ganzer Linie“

  • Meichenberg betont die herausragende Rolle von bestimmten Bewältigungsaussagen/ Selbstverbalisationen in konkreten Therapeutischen Situationen

    • „Hilfe – das ist alles viel zu viel! Das schaffst Du nie!“

  • Diese unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen sind jedoch in den letzten Jahren zunehmend verschwommen.

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Die 3 hauptstr mungen der kognitiven therapie therapeutisches vorgehen

Die 3 Hauptströmungen der Kognitiven Therapie – Therapeutisches Vorgehen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


1 ret nach ellis therapeutisches vorgehen

1. RET nach Ellis - Therapeutisches Vorgehen

  • Ziel der RET: irrationalen Bewertungen (die der gegenwärtigen emotionalen und /oder Verhaltensstörung zugrunde liegen) verändern und die absoluten Forderungen (Prämissen) des Klienten bearbeiten

  • Vorgehen:

    • Vermittlung des ABC-Modells des Klienten (C wird nicht direkt durch A verursacht, sondern vielmehr durch B hervorgerufen)

    • Exploration seiner emotionalen/ und oder Verhaltensstörung (C), der auslösenden Situation (A) und seiner persönlichen Veränderungsziele

    • Exploration und Bewusstmachung zentraler irrationaler Überzeugungen (B)

    • Infragestellen (Disputation, D) der als „irrational“ erkannten Überzeugungen

    • Erarbeitung und Einüben neuer „rationaler“ Überzeugungen

  • Einsatz von kognitiven, emotionsbezogenen und verhaltensorientierten Techniken

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


2 kognitive therapie nach beck

2. Kognitive Therapie nach Beck

  • Beck betont die Bedeutung einer verzerrten Sicht der Realität (fehlerhaften Wahrnehmung und Interpretation der Realität) für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen

  • Hauptziel der Kognitiven Therapie: die verzerrten, nicht realitätsgerechten Kognitionen in Richtung auf eine realitätsadäquate Wahrnehmung und Interpretation der Realität verändern

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Therapeutisches vorgehen

Therapeutisches Vorgehen

  • Kognitive Theorie erklären

  • Verzerrte, automatische Gedanken & fehlerhafte Denkweisen (z.B. Willkürliches Schlussfolgern (Misserfolg  „Ich bin ein Versager“) und in einem weiteren Schritt die dahinter liegenden allgemeinen Grundannahmen (z.B. „Um glücklich zu sein, muss ich bei allem, was ich unternehme, Erfolg haben.“) herausarbeiten

  • werden mittels eines breit gefächerten Methodeninventar hinterfragt, verändert und es werden neue, realitätsadäquatere Gedanken und Einstellungen erarbeitet

  • Kern der Technik von Beck: die sog. „Realitätsprüfung“:

    • Beispiel: der depressive Klient, der sich nach einem kleinen beruflichen Misserfolg als „Versager auf ganzer Linie“ betrachtet soll in seinem Alltag Beobachtungen sammeln, die dieser Interpretation bzw. Schlussfolgerung widersprechen

  • Neben den im engeren Sinne kognitiven Techniken kommen auch eine Vielzahl verhaltenstherapeutischer Techniken zum Einsatz

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


3 das stessimpfungstraining nach meichenbaum

3. Das Stessimpfungstraining nach Meichenbaum

  • Meichenbaum betont die Bedeutung problematischer, unangepasster Selbstverbalisationen (z.B. „Das schaffst Du nie!“) für die Entstehung und Aufrechterhaltung psychischer Störungen

  • Therapeutisches Vorgehen ist auf den Aufbau angemessener Selbstverbalisationen bzw. Bewältigungssätze ausgerichtet

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Das therapeutische vorgehen

Das therapeutische Vorgehen

  • Meichenbaum schenkt dem eigentlichen Prozess des Infragestellens der dysfunktionalen Kognitionen weniger Beachtung

  • betont die Erarbeitung und das Training von förderlichen Kognitionen

  • 3 Phasen des Trainings:

    • Erziehungs- und Unterrichtsphase: dem Klienten ein kognitiv-psychologisches Verständnis einer Stressreaktion nahe bringen; Betonung der Bedeutung unangemessener Selbstgespräche für die Stressreaktion, Bewältigungsmöglichkeiten werden dialektisch aufgezeigt

    • Übungsphase: Einüben verschiedener Bewältigungsstrategien in einer exemplarischen Problemsituation

    • Anwendungsphase: erlernte Strategien in der Alltagsrealität unter vielfältigen Stressbedingungen ausprobieren und trainieren

  • kombiniertes kognitiv-verhaltenstherapeutisches Vorgehen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Das therapeutische vorgehen1

Das therapeutische Vorgehen

  • Der eigentliche Prozess der Kognitiven Bewältigung gliedert sich in 4 zeitlich überlappende Schritte, für die in der Übungsphase jeweils spezielle Selbstverbalisationen erarbeitet und eingeübt werden:

  • Vorbereitung auf eine stressauslösende Situation:„Mache dir keine Sorgen. Denke lieber nach was Du tun kannst“

  • Konfrontation mit der stressauslösenden Situation:Klient verdeutlichst sich, was er in der stressigen Situation tun kann z.B. sich einem Problem in kleinen Schritten nähern, sich entspannen, nicht panisch reagieren: „Du kannst die Situation bewältigen! Eins nach dem anderen.“

  • Auseinandersetzung mit dem Gefühl überwältig zu werden: „Die Angst ist zwar nicht abzuschalten, aber Du kannst damit umgehen.“

  • Selbstverstärkung zur Stabilisation des neuen Bewältigungsverhalten: „Du hast es geschafft.“, „Prima! Du machst Fortschritte!“

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Der prozess der kognitiven umstrukturierung grundlegende schritte und vorgehensweisen

Der Prozess der Kognitiven Umstrukturierung: Grundlegende Schritte und Vorgehensweisen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Der prozess der kognitiven umstrukturierung

Der Prozess der Kognitiven Umstrukturierung

  • Zu Beginn jeder Sitzung einen Plan erstellen, der die zu behandelnden Probleme enthält

  • Klient erhält HA, um die therapeutische Arbeit auch außerhalb der Sitzungen fortzuführen

  • Fokus der therapeutischen Arbeit Analyse und Bearbeitung ganz konkreter Problemsituationen, in denen der Klient die belastenden Emotionen/ Verhaltensweisen erlebt

  • Der Therapeut leitet den Klienten dazu an, selber dysfunktionale Kognitionen bei sich zu entdecken und zu verändern!

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Grundlegende schritte und vorgehensweisen

Grundlegende Schritte und Vorgehensweisen

  • Der eigentliche Prozess der kognitiven Umstrukturierung wird in 5 Schritte eingeteilt:

  • Vermittlung des Kognitiven Modells an den Klienten

  • Aufdeckung der dysfunktionalen Kognitionen in konkreten Problemsituationen

  • Infragestellen der dyfunktionalen Kognitionen

  • Erarbeitung angemessener, funktionaler Kognitionen

  • Einübung dieser neuen Kognitionen in problematischen Situationen (in der Vorstellung & in der Realität) als neue Bewältigungsfertigkeiten

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


1 vermittlung des kognitiven modells an den klienten

1. Vermittlung des „Kognitiven Modells“ an den Klienten

  • Dabei kann für den Klienten folgendes vereinfachtes ABC-Modell zugrundegelegt werden:

    • „A“ = auslösende Situation

    • „B“ = alle Gedanken über A bzw. das innere Selbstgespräch des Klienten in der Situation A

    • „C“ = emotionalen und Verhaltenskonsequenzen, die aus B folgen

  • Zentrale Annahme, die dem Klienten zu vermitteln ist:

    • Das gleiche A kann in Abhängigkeit von den Gedanken am Punkt B zu ganz unterschiedlichen Emotionen und Verhaltensweisen bei C führen!

  • Dafür zu Beginn der Therapie viel Zeit nehmen!

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Zu 1 beispiel zur verdeutlichung des b c zusammenhangs

Zu 1. Beispiel zur Verdeutlichung des B-C-Zusammenhangs

  • Walen et. al empfehlen den Klienten zu fragen, wie wohl andere Menschen auf das auslösende Ereignis/ sein Problem reagieren würden

  • Fall:

    • Ein Klient bekommt von seiner Frau mitgeteilt, dass sie sich Scheiden lassen möchte und er ist darüber sehr deprimiert, verzweifelt und meidet zunehmend soziale Kontakt

    • Therapeut fragt den Klienten, wie wohl 100 Männer auf dieses Ereignis reagieren würden, oder ob alle Männer in seiner Situation sich so fühlen würden wie er

    • Nach Erklärung für die unterschiedlichen Reaktionen der verschiedenen Menschen auf das gleiche Ereignis fragen:

      • Art und Weise, wie die Menschen das Ereignis am Punkt B für sich interpretieren und bewerten

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


H ufige einw nde von klienten und reaktionen des therapeuten

Häufige Einwände von Klienten und Reaktionen des Therapeuten

  • bestimmte Gefühle entstehen, ohne das man in der Situation bewusst etwas gedacht bzw. zu sich gesagt hat  aufmerksam machen auf im Verlauf der Biographie automatisierte, nicht unmittelbar bewusste Denkgewohnheiten bzw. Bewertungsmuster

    • Beispiel: Angst/ Ekel beim Anblick einer Spinne

  • Auffassung der Klienten, dass die Vergangenheit die Ursache für ihr gegenwärtiges Fühlen und Verhalten ist und sie sich deshalb nicht verändern können

    • Klient muss lernen, dass er zwar bestimmte dysfunktionale Bewertungsmuster in der Kindheit durch Indoktrination gelernt hat, aber die emotionalen Probleme und Verhaltensprobleme in der Gegenwart dadurch aufrechterhalten werden, dass er sich immer wieder mit diesen Sätzen selbst indoktriniert

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Zu 2 identifikation der dysfunktionalen kognitionen

Zu 2. Identifikation der dysfunktionalen Kognitionen:

  • Dysfunktionale Kognitionen = Gedanken in der konkreten Problemsituation & die dahinter liegenden situationsübergreifenden Grundannahmen

  • Therapeut leitet den Klienten zur Selbstexploration an und unterstützt ihn dabei

  • Die einzelnen Explorationsschritte:

    • Exploration der auslösenden Situationen (A)

    • Exploration der belastenden Gefühle und Verhaltensweisen (C)

    • Exploration der konkreten Veränderungsziele (C´)

    • Exploration der dysfunktionalen Kognitionen (B)

  • Auch andere Abfolgen der Explorationsschritte möglich

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der ausl senden situationen a

Exploration der auslösenden Situationen (A)

  • Ziel: Spezifizierung des externen oder internen auslösenden Ereignisses, dass einer bestimmten emotionalen Reaktion A vorausgegangen ist

  • Die Exploration Der A kann meist kurz gehalten werden

  • Bei äußeren Ereignissen ist es sinnvoll genau nach den Rahmenbedingungen zu fragen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


M gliche schwierigkeiten bei der a exploration und reaktionen des therapeuten

Mögliche Schwierigkeiten bei der A-Exploration und Reaktionen des Therapeuten:

  • Viele Situationsbeschreibungen enthalten schon subjektiv verzerrte Wahrnehmungen bzw. Interpretationen und Bewertungen z.B. „Sie hat etwas schrecklich Kritisches zu mir gesagt.“

    • Um den Klienten zu einer möglichst objektiven Beschreibung von A anzuleiten Fragen wie: „ Was hätten andere Personen bei der Beobachtung der Situation wahrgenommen?“ sinnvoll

  • viele Klienten schildern ihre A´s übertrieben detailliert und weitschweifig

    • Therapeut muss dann versuchen möglichst schnell zu einer spezifischen Formulierung von A zu kommen.

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der belastenden gef hle und verhaltensweisen c

Exploration der belastenden Gefühle und Verhaltensweisen (C)

  • Exploration der verschiedenen belastenden Gefühle und Verhaltensweisen des Klienten in einer konkreten Problemsituation A (primäre Ebene):

    • Frage nach der Qualität der Gefühlsreaktion, der Stärke der Gefühle und dem Grad der subjektiven Belastung durch das Gefühl (mit Hilfe von Schätzskalen von 0-100 erfragen) und der Dauer der Gefühle

    • Es wird auch das konkrete Verhalten des Klienten in den Situation A exploriert

  • Exploration evtl. nachfolgender „sekundärer“ Gefühle und Verhaltensweisen (Symptomstress)

    • z.B. Ärger über die eigene Unsicherheit und Angst

    • Stärke, Dauer und Grad der subjektiven Belastung durch diese sekundären C`s feststellen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


M gliche schwierigkeiten bei der c exploration und reaktionen des therapeuten

Mögliche Schwierigkeiten bei der C-Exploration und Reaktionen des Therapeuten

  • Schwierigkeiten die Gefühle zu beschreiben und zu benennen  Wortschatz erweitern

  • In unserer Kultur und Alltagssprache häufig Verwechslung von Gedanken und Gefühlen  Klienten korrigieren und Unterschied betonen

  • Schuld- oder Schamgefühle wegen negativen Emotionen (sekundäre C´s) können den Klienten daran hindern seine negativen Emotionen (primären C´s) sich und anderen gegenüber zuzugeben und zu benennen

    • erstmal die Blockaden durch die sekundären C´s abbauen und dann den Klienten dazu ermutigen, sich den primären Gefühlen zu stellen

    • Therapeut muss dem Klienten signalisieren, dass jede Emotion gerechtfertigt ist und er jede Emotion akzeptieren kann

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der konkreten ver nderungsziele c

Exploration der konkreten Veränderungsziele (C`)

  • Der Schritt der Zielanalyse- und festlegung wird nicht von allen Therapeuten explizit durchgeführt

    • Annahme: Klient möchte alle negativen Gefühle abbauen möchte

    • Falsch: der Klient muss selber explizit eine Entscheidung darüber fällen, welche Gefühle er in der Situation A als angemessen bzw. unangemessen anzieht

  • Häufig Zielkonflikte:

    • zwischen den kurzfristigen (bewussten und spontan formulierten) und den langfristigen (eher nicht unmittelbar bewussten und erst im Verlauf der Therapie zu erkennbaren) Zielsetzungen

    • dem Klienten den Zielkonflikt z.B. mit Hilfe eines Vierfelderschemas bewusst machen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Kognitive umstrukturierung und andere ausgew hlte techniken

Beispiel eines Vierfelderschemas

Sage meinem Partner nicht meine Meinung, äußere meine Bedürfnisse nicht (z.B. bezüglich der Wahl des Urlaubsziels)

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der konkreten ver nderungsziele c1

Exploration der konkreten Veränderungsziele (C`)

  • Falls konkrete Veränderungsziele bezüglich mehrerer belastender Emotionen/ Verhaltensweisen vorliegen  gemeinsam mit dem Klienten überlegen, welches Gefühl sinnvollerweise als erstes bearbeitet werden sollte

  • Auswahlkriterien für das zuerst zu bearbeitende C:

    • Grad der subjektiven Belastung durch das Gefühl/ Verhalten

    • Erfolgswahrscheinlichkeit bei der Bearbeitung des betreffenden Gefühls/ Verhalten

  • Wenn problematische Gefühle/ Verhaltensweisen sowohl auf primärer als auch auf sekundärer Ebene vorliegen  vorschlagen mit der Bearbeitung der sekundären C`s zu beginnen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


M gliche schwierigkeiten bei der zielfestlegung und reaktionen des therapeuten

Mögliche Schwierigkeiten bei der Zielfestlegung und Reaktionen des Therapeuten

  • unrealistische Veränderungsziele bewegen

  • Klient leidet unter Situation A, möchte aber nicht die emotionalen Reaktionen (C) darauf, sondern die Situation A selbst verändern  abklären, ob dies realistisch ist

  • wenn ja: dieses Ziel akzeptieren und mit dem Klienten praktische Problemlösungen sammeln

  • Oft hindert die emotionale Reaktion (z.B. Depression) aber den Klienten an der Veränderung der belastenden Situation A

    • dann den Klienten erstmal dazu motivieren, seine emotionale Reaktion auf das Ereignis zu verändern  um ihn so in die Lage zu bringen, später auch das A selbst zu beeinflussen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der das gef hl verhalten aufrechterhaltenden dysfunktionalen kognitionen b

Exploration der das Gefühl/ Verhalten aufrechterhaltenden dysfunktionalen Kognitionen (B)

  • i.d.R. zunächst die bewusstseinsnahen Gedanken in konkreten Situationen aufgedecken und danach auf die dahinterliegenden nicht unmittelbar bewussten Grundannahmen/ Prämissen schließen

  • Mögliche Fragen:

    • Welche Gedanken gingen mit dem unangenehmen Gefühl/ Verhalten einher, das Sie verändern möchten?

    • Was haben Sie in dem Moment zu sich selbst gesagt?

  • Antworten: subjektive Wahrnehmungen und Interpretationen der Situation (im Sinne Becks) bzw. dyfunktionale Bewältigungsaussagen (im Sinne Meichenbaums)

    • z.B. bei einem prüfungsängstlichen Studenten: „Ich könnte durch die Prüfung fallen“ , „Ich würde nie eine Stelle bekommen“, „Ich schaffe das einfach alles nicht.“

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Exploration der das gef hl verhalten aufrechterhaltenden dysfunktionalen kognitionen b1

Exploration der das Gefühl/ Verhalten aufrechterhaltenden dysfunktionalen Kognitionen (B)

  • Antworten können durch folgende Fragen weiter exploriert werden

    • Lassen Sie uns einmal annehmen, X wäre so: Was würden Sie in diesem Fall über sich denken?, Wie schlimm wäre/ ist das für Sie?

  • Antworten meist im Sinne der Ellisschen irratonalen Bewertungen wie z.B.: „Das wäre schrecklich“, „Ich könnte das nicht ertragen.“, Ich käme mir vor wie ein Versager.“

  • wichtig wie bei Ellis: die Bewertungen des Klienten explizit herauszuarbeiten

    • Nicht die Vorstellung „Ich könnte durch die Prüfung fallen“ führt zur emotionalen Reaktion „Angst“, sondern erst die Bewertung der Vorstellung als „schrecklich“, „nicht auszuhalten“ und/ oder „persönliches Versagen“

    • Mögliche Fragen zur Exploration der, dem Klienten oft nicht bewussten „Grundannahmen“/ „Prämissen“

      • Welche Lebensphilosophie/ -regel könnte dem zugrunde liegen?

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


M gliche schwierigkeiten bei der b exploration und reaktionen des therapeuten

Mögliche Schwierigkeiten bei der B-Exploration und Reaktionen des Therapeuten

  • Klienten können keine Gedanken nennen, da viele Denkprozesse verautomatisiert und daher nicht unmittelbar bewusst sind oder die Situation schon sehr lange zurückliegt.

    • fragen, welche Gedanken möglicherweise zu dem problematischen Gefühl geführt haben könnte

    • Therapeut kann seine Schlüsse über das Vorhandensein bestimmter B`s dem Klienten als Hypothesen anbieten

  • Verwechselung von Gedanken und Gefühlen (Antwort auf Frage nach Gedanken: „Ich denke, ich bin traurig, ängstlich o.ä.“)

  • Schwierigkeit für Anfänger in der Kognitiven Therapie: Enscheidung welche der dysfunktionalen Kognitionen zuerst bearbeitet werden sollen

Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


Zu 3 infragestellen der dysfunktionalen kognitionen

Zu 3. Infragestellen der dysfunktionalen Kognitionen

„Disputation“  Voraussetzung ist:

  • Einsicht, dass die Kognition zur Störung beiträgt

  • Einsicht, dass sie änderbar ist

  • Entscheidung, die belastenden Gefühle ändern zu wollen

  • Technik: Alles Zielführende ist erlaubt

    • Therapeutische Hausaufgaben

    • Redundanz des Therapeuten

    • Transparenz des Verfahrens

    • Modelle finden

    • Rollenwechsel

    • Schriftliche Protokolle

  • Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Werkzeug der disputation sokratischer dialog

    Werkzeug der Disputation: Sokratischer Dialog

    • Weniger Technik als Haltung: Respekt gegenüber Schüler; Ziel, ihn mit gezielten Fragen zum selbstständigen Erkennen anzuleiten

      Hedonistische Disputation: Klient soll sich mit Folgen seiner dysfunktionalen Kognition befassen

      Empirische/Logische Disputation: Überprüfung der Kognition auf Realitätsgehalt und unter logischem Aspekt

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Schwierigkeiten des sokratischen dialogs

    Schwierigkeiten des Sokratischen Dialogs

    • Therapeut produziert am laufenden Band Argumente gegen die dysfunktionalen Kognitionen  Fragestil überprüfen

    • Hilfreich: Columbo-Technik  nach Argumenten für die Kognition fragen

    • Eindruck von Ertappen und Fallen-stellen vermeiden – helfende Haltung muss deutlich sein

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Spezifische strategien f r bestimmte dysfunktionale kognitionen

    Spezifische Strategien für bestimmte dysfunktionale Kognitionen

    Unterscheidung dysfunktionaler…

    • Wahrnehmungen und Interpretationen

    • Emotionsrelevanter Bewertungen

    • Kernannahmen m. absolutistischem Charakter

    • Kognitionen auf sekundärer Ebene

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    A bearbeitung dysfunktionaler wahrnehmungen und interpretationen

    a) Bearbeitung dysfunktionaler Wahrnehmungen und Interpretationen

    • Oft werden persönliche Vorstellungen als unumstößliche Tatsachen angesehen – Klient soll lernen, sie wie in Wissenschaftler als vorläufige Hypothesen zu betrachten

    • Strategien

      • Realitätstestung: Klienten anleiten, systematisch Belege für und gegen die Kognition zu sammeln  daraus gezogene Schlussfolgerungen werden hinterfragt

      • Reattribuieren: bei einseitigen, fehlerhaften Ursachenzuschreibungen (Selbstbeschuldigungen, Verantwortlichkeitsdenken)  „Entverantwortlich“ machen

      • Suche nach Alternativen

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    B bearbeitung dysfunktionaler bewertungen

    b) Bearbeitung dysfunktionaler Bewertungen

    • Katastrophenbewertungen

    • Globale negative Selbstbewertungen

    • Kognitionen der niedrigen Frustrationstoleranz

       Ausdruck dessen, welche Bedeutung Klient bestimmten Ereignissen zumisst

    • Ziel: Erkenntnis, dass eigene Bewertungsart nur eine Alternative von vielen ist und es hilfreichere, mit weniger emotionalem Leid verbundene gibt

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    1 katastrophenbewertungen entkatastrophisieren

    1) Katastrophenbewertungen  Entkatastrophisieren

    • Hier wird vom schlimmsten Fall ausgegangen (≠ Realitätstestung) und gefragt: Ist er wirklich so schlimm?

    • Techniken

      • Fortlaufendes Nachfragen der Konsequenzen

      • Katastrophenskala

      • Katastrophenliste

      • Humor und Provokation

      • Verhaltensbezogene Strategien

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    2 globale negative selbstbewertungen

    2) Globale negative Selbstbewertungen

    • Ego-anxiety: Angst vor persönlichem Wertverlust – ganze Person unzulänglich

      Ansätze:

    • Generalisierung/willkürliche Schlussfolgerung hinter globaler Bewertung hinterfragen

      • Beweise für Rechtfertigung der globalen Bewertung

      • Aufmerksamkeit auf positive Bereiche richten

      • Unterschied zwischen globaler Bewertung und Bewertung einzelner Verhaltensweisen klarstellen

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    2 globale negative selbstbewertungen ans tze

    2) Globale negative Selbstbewertungen  Ansätze

    • Wenn Selbstwert extrem von Meinung anderer abhängt  Unterschied zw. Fakten und subjektiven Meinungen über die eigene Person verdeutlichen

      • „Wenn andere meinen, Sie sind ein Versager, sind Sie es dann?“

    • Unmöglichkeit, den Menschen als Ganzes zu beurteilen, herausarbeiten

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    3 bearbeitung niedriger frustrations toleranz

    3) Bearbeitung niedriger Frustrations-toleranz

    • Discomfort-Anxiety  Angst vor Unbehagen: Klient glaubt, unangenehmes Ereignis nicht aushalten zu können

    • oft verantwortlich für Symptomverstärkung

    • Ziel: Relativierung – Ereignis zwar sehr unangenehm, aber man kann es trotzdem aushalten

    • Strategien

      • Fragen nach Beweis für geringe Belastbarkeit

      • Modelle anderer Menschen: Wie schaffen die es?

      • Gedankenexperimente

      • Verhaltensbezogene Strategien (Konfrontation, Erfahren des Aushaltens)

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    C bearbeitung dysfunktionaler kernannahmen

    c) Bearbeitung dysfunktionaler Kernannahmen

    • Allgemeine Kognitionen (Haltungen, Lebensregeln, Grundannahmen…)

    • Oft legitime Wünsche nach Zuneigung, Erfolg etc., die zu absoluten Forderungen eskaliert sind - Nichterfüllen  Geschehen als schrecklich, unerträglich und Beweis f.d. eigene Wertlosigkeit

    • Methode: absolute Forderungen in Frage stellen

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Infragestellen absoluter forderungen

    Infragestellen absoluter Forderungen

    • Absolute Forderungen können sich beziehen auf

      • Eigene Person

      • Andere Personen

      • Die Welt/die Lebensbedingungen

    • mussturbatorische Philosophie  Alternativen suchende, präferentielle Denkweise

    • Strategien

      • Hedonistische Disputation: absolute Imperative bewirken das Gegenteil von dem, was man will und beschneiden positives Erleben

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Infragestellen absoluter forderungen1

    Leistung

    Optimum

    Anspannung

    Ich muss unbedingt

    Ich möchte gerne

    Infragestellen absoluter Forderungen

    • …Strategien

      • Frage nach Beweisen für Forderungen

      • Unterschied zw. Wollen und Müssen klarmachen

      • Vermessenheit der absoluten Forderungen verdeutlichen

    • Problem: Manche Klienten glauben, das „Muss“ zu benötigen, um überhaupt motiviert zu sein

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    D bearbeitung dysfunktionaler kognitionen auf sekund rer ebene

    d) Bearbeitung dysfunktionaler Kognitionen auf sekundärer Ebene

    • Jedes Gefühl C kann Auslöser A‘ einer neuen Bewertung B‘ und einem folgenden Gefühl C‘ werden

    • Auch prinzipiell mit gleichen Mitteln behandelbar

    • Häufige Problematiken

      • Eigentliches Problem: körperliche Erkrankung, sekundäre Problematik oft depressive Reaktion auf diese  wirkt sich negativ auf Gesundheit aus

      • Eigentliches Problem: psychische Störung, auf sekundärer Ebene treten ähnliche Kognitionen auf wie auf primärer

      • „Primäres ABC“ gar nicht dysfunktional, sondern situations-/zielangemessen, aber auf sekundärer Ebene dysfunktionale Kognitionen

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Zu 4 erarbeiten funktionaler zielf hrender kognitionen b

    Zu 4) Erarbeiten funktionaler, zielführender Kognitionen (B‘)

    • Formulieren von Bewältigungsaussagen bzw. Bewältigungssätzen für zukünftige Situationen (A)

    • Kognitionen gemeinsam erarbeiten

      • was wäre eine hilfreichere Betrachtungsweise, als z. B. ein Versager zu sein

      • Was müssten Sie sich in (A) sagen, um sich so zu fühlen/ verhalten, wie sie es möchten zum Ziel (C‘) zu gelangen?

      • Mit welcher Einstellung müssten Sie das nächste Mal in die Situation hineingehen?

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Erarbeiten funktionaler zielf hrender kognitionen b

    Erarbeiten funktionaler, zielführender Kognitionen (B‘)

    • Auf spezifische Situation formulieren (nicht abstrakt, allgemein)

    • In persönlicher, individueller Sprache des Klienten (nicht die des Therapeuten)

    • Als Selbstinstruktionen (im Sinne Meichenbaums als direkte Selbstanrede)

    Statt: „ich sollte Fehler bei mir nicht so wichtig nehmen

    und nicht mit zweierlei Maß messen“

    „Nimm diesen Fehler nicht so wichtig!

    Sei nicht strenger mit dir als du‘s mit anderen bist!“

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Erarbeiten funktionaler zielf hrender kognitionen b1

    Erarbeiten funktionaler, zielführender Kognitionen (B‘)

    • Klient kann sich auch einModell vorstellen, das (A) bewältigt (Freunde, Bekannte, Familienmitglied, berühmte Person…)

    • Einsicht bedeutet nicht zwangsläufig selbständiges Umsetzen

    • Erarbeiten weiterer Problemsituationen wird zur regelmäßigen Hausaufgabe zwischen den Therapiesitzungen → Einüben

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Motivierung des klienten zum ein ben der funktionalen kognitionen

    Motivierung des Klienten zum Einüben der funktionalen Kognitionen

    Unterschied zwischen verstandesmäßiger und gefühlsmäßiger Einsicht vermitteln

    • Theoretische Einsicht (Bewusstmachen automatisierter Einstellungen, Nachdenken, Diskutieren…)

    • Übung (in der Vorstellung und Realität)

    • Widerspruch zwischen Kopf und Bauch → weiterüben!

    • Kopf und Bauch stimmen überein (emotionale Einsicht)

    • Neue Gewohnheit / Automatisierung

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Konkrete m glichkeiten zum ein ben

    Konkrete Möglichkeiten zum Einüben

    • Klient sagt sich die erarbeiteten Bewältigungssätze immer wieder zunächst laut, dann leise vor

    • Auf Stück Papier / Karteikärtchen notieren und in Brieftasche / Jackentasche bei sich tragen

    • Mehrmals täglich durchlesen

    • Auswendig lernen und mehrmals am Tag wiederholen

    • Metaphern / Bilder / Gegenstände finden

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Ben in der vorstellung

    Üben in der Vorstellung

    • (A) möglichst plastisch vorstellen => erarbeiteten Kognitionen sagen und dadurch gemäß (C‘) fühlen und verhalten

    • (A) vorstellen mit dysfunktionalen Kognitionen gemäß (C) => diese hinterfragen und disputieren und durch erarbeitete Kognitionen ersetzen (C‘) (führt zum Erleben einer emotionalen Entlastung)

    • Tgl. je 10-15 min für die jeweilige Übung

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Ben in der realit t

    Üben in der Realität

    • Die problematischen Stresssituationen soweit möglich, aktiv aufsuchen (Einsatz von Entspannungstechniken als zusätzliche Hilfe empfehlenswert)

    • Möglichkeit der graduierten Annäherung (Angsthierarchie => gestuftes Üben)

    • Hilfreich: „innere Instanz“ vorstellen (Panikteufel, Miesmacher), der die dysfunktionalen Kognitionen produziert, der man in direkter Rede die neuen Gedanken entgegenhält

    • →„Du hast mir lange genug das Leben schwer gemacht!

    • Ich weiß, dass ich kein Versager bin,

    • nur weil ich mal einen Fehler mache!...“)

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    F rderung der selbsthilfef higkeit

    Förderung der Selbsthilfefähigkeit

    • Klient soll lernen, den gesamten Prozess selbständig zu durchlaufen

      • Selbstbeobachtung und Identifikation dysfunktionaler Kognitionen

      • Infragestellen dieser

      • Formulieren passender zielführender Kognitionen

    • Negative belastende Gefühle oder Verhaltensweisen als Signal erkennen

    • Dysfunktional →

    • Hilft mir dieser Gedanke, mich so zu fühlen und zu verhalten,

    • wie ich es will?

    • Entspricht der Gedanke den Tatsachen? Wo ist der Beweis?

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Erfolgreiche durchf hrung

    Erfolgreiche Durchführung

    Im Anschluss an eine gelungene Situationsbewältigung

    → innere Belohnung

    „Du hast es geschafft! Du machst Fortschritte! Prima!“

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Anmerkung

    Anmerkung

    • Therapeut-Klient-Beziehung: vertrauensvoll, sensibel und flexibel, verbale Intelligenz, Mut zur Konfrontation…

    • Mit anderen Behandlungsbausteinen kombinieren

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    H ufige schwierigkeiten und fehler

    Häufige Schwierigkeiten und Fehler

    • Übung nicht nur auf kognitiv-verbaler Ebene, sondern in Realität

    • Ausreichende Vorbereitung→ für eine Veränderung entscheiden

    • Auf individuelle Erlebniswelt einlassen und diese erfragen

    • Selbständigkeit der Problemwahrnehmung (sokratischer Methode)

    • Nicht zu schnell vorgehen!

    • Ausdauer

    • Keine abstrakte Diskussion, sondern konkrete Problemsituation

    • Eigene praktische Erfahrung des Therapeuten

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Andere ausgew hlte techniken

    Andere ausgewählte Techniken

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Exposition und konfrontation

    Exposition und Konfrontation

    • Langsam gestufte: Desensibilisierung

    • Rasch-unmittelbare: Flooding

    • In sensu

    • In vivo

    Konzept

    Desensibilisierung:

    Prinzip „der kleinen Schritte“ /

    Habituierung

    Meidung von Angst/ Panik

    Entspannungstraining zur Meidung der Angst

    Konzept

    Flooding:

    Konfrontation rasch und intensiv

    („wer wagt, der gewinnt“)

    Induktion von Angst/ Panik

    Angst-Training führt indirekt zur Entspannung

    (kognitive Umstruktierung als Konsequenz)

    Wirkmechanismus

    In sensu:

    Provokation der Emotionen und Kognitionen

    nach deren Abklingen Abbau der Erwartungsangst

    Wirkmechanismus

    In vivo:

    Aufhebung der motorischen Meidung

    Habituation führt zur Verhaltensänderung

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Exposition und konfrontation1

    Exposition und Konfrontation

    • Therapiesitzungen:

      • Massiert an aufeinanderfolgenden Tagen (um intensiven Einbruch in das bisherige Verhaltensmuster zu erreichen)

      • Zwischenschaltung von jeweils einem Tag (um den Eindruck „euphorisches Kurzzeiterlebnis“ zu vermeiden)

    • Patient hat die Freiheit, Exposition nach eigenem Willen zu unterbrechen

    • Kontinuierliche Konzentration auf äußere und innere Realität ohne Erwartungsphantasien

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Exposition und konfrontation2

    Exposition und Konfrontation

    • Hausaufgaben

      • Während der Therapie und über Monate nach Therapieende: tgl. mind. 1 h Selbsthilfeübungen

      • Videoselbstdokumentation von Hausübungen zur gemeinsamen Durcharbeitung

    • Erfolgskriterien:

      • Flooding: Phobiker, die bereits am ersten Übungstag akute Panikattacken und erfolgreiche Bestätigung des Therapieprinzips erleben

      • Patienten, die emotionale Reaktionen durchgängig ängstlich-gespannt unterdrücken, scheinen kaum zu profitieren => hier Desensibilisierung anwenden

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Gedankenstopp

    Gedankenstopp

    Kontrolle zwanghafter, wiederkehrender oder grüblerischer Gedanken

    • Unerwünschter Zielgedanke wird ermittelt

    • Therapeut erklärt, welche negativen Auswirkungen diese auf Befinden und Verhalten haben

    • Patient sollte überzeugt von Irrationalität sein

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Gedankenstopp durchf hrung

    Gedankenstopp - Durchführung

    • Patient soll Augen schließen und den Gedanken vorsprechen

    • Therapeut ruft sehr laut und unerwartet

      stopp→Schreckreaktion

    • Patient kann Gedanken nicht weiterdenken

    • Sorgfältiges Explorieren des Erlebnisses

    • Wiederholung

    • Nur in der Vorstellung und Finger heben → stopp

    • Patient soll selbst laut stopp rufen

    • Patient soll sich gedanklich vorstellen stopp zu rufen

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Gedankenstopp1

    Gedankenstopp

    • Hausaufgabe: mind. zweimal tgl. 5-10 min. und immer dann, wenn Gedanken auftauchen

    • Gedankenstoppausbruch: Unmittelbar nach Therapiebeginn kann die Frequenz der unerwünschten Gedanken zunächst zunehmen, fällt aber in der Folgezeit dann allmählich wieder ab

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


    Kognitive umstrukturierung und andere ausgew hlte techniken

    Vielen Dank für eure

    Aufmerksamkeit!

    Seminar: Theorie und Technik verschiedener psychotherapeutischer Ansätze


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