Alkohol und drogenkonsum im schulalltag
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Alkohol- und Drogenkonsum im Schulalltag. Fr. Meyer, Fr. Völlmer Ambulante Drogenhilfe CHAMÄLEON Fr. Zander Jugendamt Jena, FD Jugend und Bildung Fr. Birkenwald Polizei Jugendstation Jena Fr. Rausch Beratungslehrerin. 30. Mai 2012. Carl-Zeiss-Straße 3, HS 6. FSU Jena. Kleine Stoffkunde.

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Presentation Transcript
Alkohol und drogenkonsum im schulalltag

Alkohol- und Drogenkonsum im Schulalltag

Fr. Meyer, Fr. Völlmer Ambulante Drogenhilfe CHAMÄLEON

Fr. Zander Jugendamt Jena, FD Jugend und Bildung

Fr. Birkenwald Polizei Jugendstation Jena

Fr. Rausch Beratungslehrerin

30. Mai 2012

Carl-Zeiss-Straße 3, HS 6

FSU Jena



Cannabis
Cannabis

  • Cannabis sativa (Pflanze)

  • zählt zu den psychoaktiven Pflanzen

  • Gefühlszustände und Sinneseindrücke werden verstärkt

  • Langzeitfolgen: Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses


Marihuana haschisch

zerkleinerte, getrocknete weibliche Blüten sowie Pflanzenteile der Hanfpflanze

beinhaltet Teer und Nikotin

fast ausschließlich weibliche Pflanzen, da sie wesentlich THC- reicher sind

= gepresstes Harz der Hanfpflanze, das zu braunen bzw. schwarzen Platten gepresst wird

selten als Haschischöl, da Anschaffung zu teuer ist

Farbe: braun, rot, schwarz, grün

Haschisch oft mit Zusatzstoffen gestreckt

enthält mehr THC als Marihuana

Marihuana Haschisch


Amphetamine speed
Amphetamine/Speed Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Pulverform, selten Tablette

    oder Kapsel

  • Substanz wird meist gesnieft

  • stimuliert ZNS, erhöhte Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit

  • Langzeitfolgen: hohes psychisches Abhängigkeitspotential


Methamphetamin crystal

synthetisches Stimulans auf Amphetaminbasis Pflanzenteile der Hanfpflanze

kristalliner oder pulverförmiger Form

Euphorie, gesteigertes Selbstbewusstsein, erhöhte Aufmerksamkeit, gesteigerte Leistungsfähigkeit

schnelle Toleranzentwicklung

Langzeitfolgen: Crystal zehrt den Körper sehr stark aus

Methamphetamin/Crystal


Ecstasy
Ecstasy Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • meist in Pillen/Tablettenform

  • verschiedene Wirkstoffe wie MDMA, MDA, MDE und MBDB

  • fördert kurzzeitig Ausdauer, Offenheit und Einfühlungsvermögen

  • Langzeitfolgen: Toleranzausbildung, Gewichtsverlust, Gedächtnisprobleme


Halluzinogene
Halluzinogene Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • z.B. LSD, Zauberpilze, Meskalin

  • unterschiedlich starke Halluzinationen, verändertes Zeitempfinden

  • Halluzinogene haben eine 'die Seele offenbarende' Wirkung

  • Langzeitfolgen: liegen eindeutig im psychischen Bereich, Flashbacks, psychische Störungen


Kokain
Kokain Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Weißes, flockiges, kristallines Pulver; geruchlos,

  • bitterschmeckend, schleimhautbetäubend

  • stark gesteigertes Selbstvertrauen, Wegfall von Hemmungen und Ängsten

  • Langzeitfolgen: Depressionen, starke Stimmungsschwankungen


Heroin
Heroin Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • gehört zur Gruppe der Opiate

  • Wirkstoff ist das sogenannte Morphin

  • kann geschnupft, geraucht (inhaliert), intravenös injiziert werden

  • schmerzlindernd, ausgleichend-beruhigend und angstlösend

  • psychische und physische Abhängigkeit


Schule Pflanzenteile der Hanfpflanze

Polizei

Beratung

Jugendamt


Btm alkohol und rauchen
BtM, Alkohol und Rauchen Pflanzenteile der Hanfpflanze

Das Thüringer SchulG verbietet Schülern

den Besitz, Handel und Genuss von

Rauschmitteln und alkoholischen Getränken

innerhalb der Schulanlagen (§ 51 (6) S. 1).

Ebenso ist das Rauchen im und auf dem

Schulgelände untersagt (47 (2) S. 1).


Bet ubungsmittel
Betäubungsmittel Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Begriffsdefinition im § 1 BtMG, und Aufzählungen in Anlagen I-III

  • §§ 29 – 34 BtMG Straftaten und Ordnungswidrigkeiten

  • in jedem Fall wird ein staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren eingeleitet (auch bei Besitz „geringer Mengen“)


Umgang der schule mit drogen
Umgang der Schule mit Drogen Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Strafrechtliche Maßnahmen BtMG, StGB, WaffG

  • Pädagogische Maßnahmen§ 1 (1) ThürSchulG

  • Sofortmaßnahmen§ 51 (6) S. 2, 3 ThürSchulG

    • Wegnahme und Sicherstellung von „störenden“ Gegenständen, die den Unterricht oder die Ordnung der Schule stören

  • Androhung von und

  • Ordnungsmaßnahmen§ 51 (3) ThürSchulG

    • ThürVwVfG, VA der mit Widerspruch und Anfechtungsklage anfechtbar ist, muss formell und materiell rechtmäßig sein und erzieherischen Zweck erfüllen


Drogenfund was tun
Drogenfund – was tun? Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Wegnahme und Sicherstellung § 51 (6)

  • sofort an Polizei/Apotheker übergeben

  • oder in einem Tresor wegschließen

    • sonst strafbar nach § 29 (1) Nr. 1i. V. m. (4) BtMG, fahrlässiges Inverkehrbringen

  • Vernichtung von Drogen strafbar als Strafvereitelung § 258 StGB

  • Aussagepflicht von Schulleiter/Lehrern


Hilfe durch die schule
Hilfe durch die Schule Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Hilfspflichten:

    • Aufsichtspflicht und Fürsorgepflicht gegenüber den ihnen i. R. des Schulverhältnisses anvertrauten Schülern §§ 29 (2), 48 ThürSchulO – Schüler vor körperlichen und materiellen Schäden bewahren und zu verhindern, dass sie Straftaten begehen oder dritten Schaden zufügen

    • Garantenpflicht § 13 StGB

    • §§ 323c, 223 StGB


Verpflichtungen der schule
Verpflichtungen der Schule Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Gespräche mit Eltern

  • Informationspflichten gegenüber Eltern (Art. 6 (2) GG und § 31 ThürSchulG) bis zur Vollendung des 21. Lebensjahres

  • Beratung vermitteln, anbieten


Alkohol und rauchen
Alkohol und Rauchen Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Besitz, Handel und Genuss von Alkohol verboten sowie das Rauchen innerhalb der Schulanlage untersagt

  • Jugendschutzgesetz

  • Thüringer Nichtraucherschutzgesetz


Schule Pflanzenteile der Hanfpflanze

Polizei

Beratung

Jugendamt


Chancen in der beratung

Frau Ramona Meyer- Ambulante Drogenhilfe CHAMÄLEON -Jena Pflanzenteile der Hanfpflanze

Chancen in der Beratung


Chancen der Beratung Pflanzenteile der Hanfpflanze


Offenheit
Offenheit Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Beschreiben was festgestellt wurde (Ich-Botschaften)

  • In der Gesprächsführung Verantwortung an die SchülerInnen abgeben

  • Berufliche Stellung verpflichtet dennoch zum Handeln

  • Respektvoller Umgang- Gespräch auf Augenhöhe:

    • „Ich traue dir zu…“

  • Die SchülerInnen mit offenen Fragen konfrontieren

    • Wie sehen sie die Position

    • Was möchten sie ändern


Transparenz
Transparenz Pflanzenteile der Hanfpflanze

SchülerInnen aufklären, dass:

  • Verständigung mit verantwortlichen Kollegen erfolgt

  • Verständigung mit den Eltern erfolgt

  • Polizei und Jugendamt informiert werden


Wertsch tzung
Wertschätzung Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Wertschätzung und Förderung der sozialen Kompetenzen

  • Ressourcen der SchülerInnen stärken

  • Eigenes Verhalten reflektieren

  • Salutogenese (A. Antonovsky)


Schule Pflanzenteile der Hanfpflanze

Polizei

Beratung

Jugendamt


1 kinder und jugendschutz
1. Kinder- und Jugendschutz Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Der Kd.- und Jugendschutz ist in Deutschland historisch gewachsen in drei Bereiche:

  • Gesetzlichen JuSch (staatliche Garantieaufgabe – ergibt sich aus dem GG)

    • JuSchG = Handlungsfeld geregelt

    • JuSchG richtet sich an Gewerbetreibenden; Erziehungsberechtigten u. Erwachsene

  • sowie an Erziehungsbeauftragte Personen (Bsp. Klassenfahrt)

  • bei Verstöße werden nur Erwachsene belangt (Bußgeld)

  • Struktureller JuSch (Stadtplanung, Wohnungsbau, Kita, Spielplatz)

    • Verbesserung der Lebensbedingungen der Kinder / Jgdl.


1 kinder und jugendschutz1
1. Kinder- und Jugendschutz Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Erzieherischer JuSch (im Vordergrund steht der Erziehungs- und Präventionsgedanke)

    • Förderung der Lebenskompetenz, Kritikfähigkeit sowie Eigenverantwortung junger Menschen

  • Heute wird der gesetzliche und strukturelle Jugendschutz dem Erzieherischen zugeschrieben (JuSch § 14 SGB VIII). Aufklärung findet heute in der pädagogischen Grundhaltung statt und nicht durch repressive Maßnahmen (§§ 1,14 SGB VIII).


2 themenfelder des erzieherischen jusch
2. Themenfelder des Erzieherischen JuSch Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • eigenständiges Arbeitsfeld (§ 14 SGB VIII)

  • der Erz. Jugendschutz hat jungen Menschen, Eltern und Erziehungsberechtigten präventive Angebote und Maßnahmen zu fördern oder er schafft sie ggf. selbst


2 themenfelder des erzieherischen jusch1
2. Themenfelder des Erzieherischen JuSch Pflanzenteile der Hanfpflanze

Die Themenfelder des Kinder- und Jugendschutzes sind unter anderem:

  • Medien / Jugendmedienschutz / Medienpädagogik

  • religiöse Bewegungen und Psychokulte

  • Gewalt und Aggression / Jugenddelinquenz

  • Sexualpädagogik / sexueller Missbrauch / Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung

  • Gesundheitserziehung (legale und illegale Drogen, Essstörungen etc.)

  • Suchtgefährdungen (z.B. Alkohol- und Medikamentenmissbrauch) gehört um Themenschwerpunkt „Gesundheitserziehung“

  • entsprechend der Verankerung wird der Kinder- und Jugendschutz nicht mehr vordergründig mit polizeilichen und ordnungsrechtlichen Mitteln gelöst, sondern primär durch das Zusammenwirken aller Fachkräfte


3 zusammenarbeit zwischen schule und jugendhilfe
3. Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • Die Zusammenarbeit und die Mitverantwortung von Kooperationspartnern ist im Thüringer Schulgesetz § 55a gesetzlich geregelt sowie im § 81 SGB VIII festgeschrieben

  • Entwicklung von Netzwerkstrukturen mit anderen Aufgabenfelder, Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern außerhalb der Jugendhilfe (z.B. Schule, Polizei, Gewerbeaufsicht)

  • Die Schule soll die Zusammenarbeit mit Fachbehörden und Fachorganisationen des Jugendschutzes suchen und anderseits ist erwünscht, dass die Mitarbeiter/innen im Jugendschutz Informations- und Beratungsangebote für Schulen und Eltern organisieren


3 zusammenarbeit zwischen schule und jugendhilfe1
3. Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • die Gesamtverantwortung für Vorhaben und Prinzipien, welche für alle Schulen gelten, liegt in der Aufsicht des Staates (Art. 7 GG)

  • die Schule hat einen Bildungs- und Erziehungsauftrag

  • durch geeignete Maßnahmen hat die Schule (alle Schulformen) die Gesundheitserziehung zu unterstützen

  • jede Schule entwickelt ein umfassendes Konzept zur Gesunderhaltung und zur gesunden Lebensweise


3 zusammenarbeit zwischen schule und jugendhilfe2
3. Zusammenarbeit zwischen Schule und Jugendhilfe Pflanzenteile der Hanfpflanze

  • ein Schwerpunkt des Konzepts ist die Prävention des Konsums von illegalen Drogen sowie von Tabak und Alkohol

  • die in den Lehrplänen festgeschriebenen Bildungsinhalte zur Gesundheitserziehung sind fächerübergreifend im Unterricht und darüber hinaus zu vermitteln (§ 47 ThürSchulG)

  • „Suchtprävention darf kein auf den Lehrplan aufgepfropfter Zusatz sein, sondern muss sich als integrierter Bestandteil über Fächer und Schuljahre hinweg erstrecken“ (Schäfferling. In: Greca et al. 2009, S. 158).

  • Gesundheits- und Präventionsprojekte bieten sich in Schulen an, da die Schüler über einen längeren Zeitraum für präventive Maßnahmen erreichbar sind

  • da Schüler unterschiedliches Wissen, Einstellungen und ggf. Konsumerfahrungen zu Drogen haben, können aber auch falsch angelegte Präventionsprojekte die Neugier zu Drogen wecken


4 konzepte und strategien zur suchtpr vention gesundheitsf rderung
4. Konzepte und Strategien zur Suchtprävention (Gesundheitsförderung)

  • die ersten schulischen Konzepte und Strategien zur Suchtprävention erfolgten zwischen 70er und 80er Jahren (warnende und abschreckende Aufklärung wie z.B. Bilder, Filme)

  • wurden keine befriedigende Ergebnisse erzielt (Konsumreduzierung- einstellung), da besonders in der Entwicklungsphase (12-18 J) pardoxe Neugiereffekte und Trotzreaktionen zu verzeichnen sind

  • moderne Konzepte beziehen sich auf die Lebenssituation und auf eingehende Bedürfnisse der Heranwachsenden (Aufbau eines gesunden Selbstvertrauens, Stress- und Problembewältigung, Kommunikationsfähigkeiten, Widerstand von Gruppendruck und Wissensvermittlung)


4 konzepte und strategien zur suchtpr vention gesundheitsf rderung1
4. Konzepte und Strategien zur Suchtprävention (Gesundheitsförderung)

  • Konzept der Lebenskompetenzförderung setzt an die Entwicklungsanforderungen der Kinder und Jugendlichen, verfolgt eine positive, ressourcen- und kompetenzorientierte Strategie (Life Skills, Erwachsen werden)

  • Suchtpräventionsprogramme sind vorrangig durch interaktive Methoden wie Rollenspiele, Entspannungsübungen oder Kleingruppenarbeiten und Diskussionen angelegt


5 programme regional und berregional
5. Programme regional und überregional (Gesundheitsförderung)

  • für die Erarbeitung von Grundsätzen zur Gesundheitserziehung und präventionsbezogenen Aktivitäten ist die BZgA für sucht- und gesundheitsbezogene Kampagnen, Wettbewerbe und Projekte / Interaktionsprojekte

  • analog gibt es in fast allen Bundesländern Landesstellen, Fachausschüsse, Arbeitsgemeinschaften und Arbeitskreise, in denen Präventionsprojekte angeboten und koordiniert werden

  • zudem existieren in einigen Bundesländern Landeszentralen für Gesundheitsförderung (Thüringen – Landesvereinigung f. Gesundheitsförderung AGETHUR)

  • AGETHUR e.V. wirkt in Gesundheitsprozessen mit, plant Programme und Projekte zur Gesundheitsförderung, gestaltet Vernetzungsprozesse und schult Multiplikatoren


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