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Medizinische Versorgungszentren - Betriebswirtschaftliche Aspekte aus Sicht eines Krankenhauses

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Medizinische Versorgungszentren - Betriebswirtschaftliche Aspekte aus Sicht eines Krankenhauses. WP Thomas Irmscher, Berlin Jahrestagung – Ausschuß Betriebswirtschaft Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen 9. Mai 2005, Albertinenhaus, Hamburg.

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medizinische versorgungszentren betriebswirtschaftliche aspekte aus sicht eines krankenhauses

Medizinische Versorgungszentren -Betriebswirtschaftliche Aspekteaus Sicht eines Krankenhauses

WP Thomas Irmscher, Berlin

Jahrestagung – Ausschuß Betriebswirtschaft

Bundesarbeitsgemeinschaft der Klinisch-Geriatrischen Einrichtungen

9. Mai 2005, Albertinenhaus, Hamburg

slide2

Durch Herkunft qualifiziert für die Zukunft

  • CURACON ist entstanden aus
  • APB Allgemeine Prüfungs- und Beratungsgesellschaft
  • Diakonie-Treuhand
  • EvangelischeTreuhand
  • EXPERTAX Wirtschaftsberatung
  • Prüfungsgesellschaft für Kirche und Diakonie im Rheinland

Der Gesellschafterkreis von CURACON/APB/BSU umfaßt

  • 7 Landeskirchen
  • 11 Landesverbände
  • 5 evangelische Darlehensgenossenschaften

CURACON Unternehmensgruppe

slide3

CURACON in Zahlen

In der Unternehmensgruppe CURACON/APB/BSU betreuen

  • mehr als 180 Mitarbeiter
  • an 10 Standorten
  • ca. 1.500 Mandanten

und erwirtschaften

  • eine Gesamtleistung von ca. € 15 Mio.

Berufsträger

  • 13 Wirtschaftsprüfer
  • 16 Steuerberater
  • 4 Rechtsanwälte
  • 2 Certified Information Systems Auditor

CURACON Unternehmensgruppe

inhalt 1
Inhalt (1)
  • Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses
      • Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung
      • Einstieg in die integrierte Versorgung
      • Ausweitung ambulanter Operationen
      • Sicherung/Ausweitung der stationären Fälle (Budgetanteile)
      • Ausweitung der Serviceleistungen (Facility-Management)
      • Kostenreduzierung/Wirtschaftlichkeitsreserven
      • Investorfunktion im Rahmen der Vermögensverwaltung

CURACON Unternehmensgruppe

inhalt 2
Inhalt (2)
  • Investition
      • Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl)
      • Objektplanung
      • Investitionsfinanzierung
        • Immobilie
        • Erwerb von Zulassungen/Praxisübernahmen

3. Laufender Betrieb – Amortisation

Grundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor

4. Diskussion - MVZ in der Geriatrie?

CURACON Unternehmensgruppe

gibt s gr nde f r ein kh kein mvz zu gr nden
Gibt’s Gründe für ein KH, kein MVZ zu gründen?
  • stationäre Erlöse sind mehr als auskömmlich und scheinen langfristig gesichert
  • es bestehen ausgezeichnete Beziehungen zu den ambulanten Leistungserbringern/Neid
  • Poliklinik und/oder Ermächtigungen sind vorhanden
  • Aufhebung der Zulassungsbeschränkung wird erwartet – Marktentwicklung abwarten...
  • wirtschaftliches Risiko, hohe Investitionen

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhauses

„Verzahnung besteht meist in dem Bemühen sich zusätzliche Zähne zu besorgen, um ein größeres Stück vom Verteilungskuchen abbeißen zu können.“

Dr. Ernst Bruckenberger

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses a einstieg in die vertrags rztliche versorgung 1
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesa) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (1)
  • zugelassene Vertragsärzte undneu!!Versorgungszentren

Zulassung

  • ermächtigte Ärzte
    • soweit, qualitativer oder quantitativer Bedarf nicht durch 1. abgedeckt wird

Ermächtigung

Hierarchie der vertragsärztlichen Versorgung

BSG – ständige Rechtsprechung

  • ermächtigte ärztlich geleitete Einrichtungen
    • soweit qualitativer oder quantitativer Bedarf nicht durch 1. oder 2. abgedeckt wird

Instituts-

ambulanz

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses a einstieg in die vertrags rztliche versorgung 2
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesa) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (2)
  • Relevantes Marktvolumen ? – GKV - Ausgaben 2003 - 145,09 Mrd. €

Quelle: BMG

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses a einstieg in die vertrags rztliche versorgung 3
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesa) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (3)
  • Marktteilnehmer der vertragsärztlichen Versorgung nach Arztgruppen – 2002 – insgesamt ca. 130 Tsd. Ärzte

Allgemeinärzte

8%

Internisten

3%

Praktische Ärzte

3%

26%

3%

Frauenärzte

3%

Kinderärzte

4%

Nervenärzte

Chirurgen

4%

Quelle: Bundesarztregister - KBV

Augenärzte

4%

Orthopäden

16%

HNO-Ärzte

4%

Anästhesisten

5%

Hautärzte

9%

8%

Radiologen

Ärztl. Psychoth., Urologen,

Sonstige

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses a einstieg in die vertrags rztliche versorgung 4
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesa) Einstieg in die vertragsärztliche Versorgung (4)
  • Ärzte in Gemeinschaftspraxen – Entwicklung im Zeitablauf

37.133

36.037

32.362

30.173

29.731

Quelle: Bundesarztregister - KBV

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses b einstieg in die integrierte versorgung 1
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesb) Einstieg in die integrierte Versorgung (1)
  • Die Anschubfinanzierung - Welcher „Kuchen“ wird verteilt?

1 %

  • 2004 bis 2006 können ca. 2,1 Mrd. € „umverteilt“ werden
  • Aufhebung des Grundsatzes der Beitragsstabilität bis 2006
  • Vertragsform der Zukunft zwischen Kostenträgern und Leistungserbringern?

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses b einstieg in die integrierte versorgung 2
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesb) Einstieg in die integrierte Versorgung (2)
  • Ausschluss der KVen ab 2004 möglich
  • Einzelvertragswesen!
    • MVZ im Vergleich zu einzelnen niedergelassenen Ärzten – bessere Chancen zum Abschluß von Vertragspaketen
  • Krankenhaus als Träger eines MVZ deckt damit ein „zweites Kettenglied“ im Rahmen der Vertragsverhandlungen mit den Kassen ab
    • Stärkung der Verhandlungsposition gegenüber Kasse
    • gemeinsamer Auftritt „Kompetenzzentrum“, gemeinsames QM
    • Behandlungspfad „rundum“ über zwei Sektoren abstimmbar (Vorklinik-Klinik-Nachklinik)
    • Patientenfreundlichkeit bei räumlicher Nähe
    • vereinfacht Leistungsaustausch und Aufteilung der Vergütung zwischen ambulant und stationär (erhöht Kostentransparenz für gesamtes Vertragsvolumen)

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses c ausweitung ambulanter operationen 1
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesc) Ausweitung ambulanter Operationen (1)
  • Aussagen DKI-Krankenhausbarometer 2004
    • Hochrechnung DKI-Befragung der Krankenhäuser
      • 2001: 448 Tsd. Fälle amb. OP
      • 2003: 633 Tsd. Fälle amb. OP (40 % mehr)
        • davon ¾ auf Chirurgie, Gynäkologie und Augenheilkunde
      • 2004: weitere deutliche Zunahme aufgrund Neufassung des Vertrags nach § 115 b SGB V zu erwarten
    • Mehrheit der befragten Krankenhäuser rechnet für 2004 mit Rückgang der stationären Fälle und Erlöse aufgrund des amb. Operierens
    • 70 % der befragten Krankenhäuser hatten in 2004 verstärkt Probleme bei der Abrechnung entsprechender stationär durchgeführter Operationen

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses c ausweitung ambulanter operationen 2
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesc) Ausweitung ambulanter Operationen (2)
  • Lösungsvorschlag: MVZ mit ambulantem OP-Zentrum in räumlicher Nähe zum Krankenhaus
    • Ziel: „Auffangen“ stationsersetzender Leistungen
    • als Leistungserbringer sind MVZ (Vertragsärzte) sowie Krankenhäuser (§ 115 b SGB V) gleichermaßen zugelassen
    • Einbindungsmöglichkeit vorhandener Belegärzte
    • einheitliche Bewertung der Leistungen nach EBM - in Zukunft Fallpauschalen wahrscheinlich
    • beiderseits Nutzung von Ressourcen möglich
    • Sicherheit für Patienten bei Komplikationen
    • Spezialisierung der OP-Teams
    • Optimierung der Behandlungsabläufe

CURACON Unternehmensgruppe

slide16
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesd) Sicherung/Ausweitung der stationären Fälle (Budgetanteile)
  • Einweisungsverhalten der MVZ-Ärzte
    • Zusammenarbeit wird verbindlicher (Vertragsbeziehungen im MVZ)
    • Aufbau von gegenseitigem Vertrauen
      • Verbesserung der Kommunikation kann gezielter forciert werden („kurzer Dienstweg“)
      • Konsiliarbeziehungen lassen sich intensivieren
    • professionellere und abgestimmte Datenübergabe
    • ex post gemeinsame Auswertung von Behandlungsfällen – Qualitätsverbesserung...
  • Instrument der Patientenbindung

CURACON Unternehmensgruppe

slide17
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausese) Ausweitung der Service-Leistungen (Facility-Management)
  • Nutzung der vorhandenen Infrastruktur der Krankenhäuser durch das MVZ
    • medizinischer Bereich
      • Labor
      • Radiologie
      • Physiotherapie
    • nichtmedizinischer Bereich
      • Verpflegung (Cafeteria)
      • Reinigung
      • technischer Dienst/Handwerker/Hausmeister
      • Materialwirtschaft/Zentraleinkauf
      • Verwaltung
        • Personal
        • Rechnungswesen/Controlling
        • Management
        • Marketing

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses f kostenreduzierung wirtschaftlichkeitsreserven
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesf) Kostenreduzierung/Wirtschaftlichkeitsreserven
  • Raumkosten
    • evtl. Überangebot von Baulichkeiten und Flächen auf Krankenhausseite, die sinnvoll genutzt werden können
  • Personalkosten
    • Ausgliederung von Versorgungsbereichen des Krankenhauses
    • wechselseitige (auslastungsorientierte) Personalgestellung
  • Gerätekosten
    • Röntgen
    • CT
    • OP
    • EDV
  • Material
    • zentrale Beschaffung / Zentrallager

CURACON Unternehmensgruppe

konomische ziele aus sicht des krankenhauses g investorfunktion im rahmen der verm gensverwaltung
Ökonomische Ziele aus Sicht des Krankenhausesg) Investorfunktion im Rahmen der Vermögensverwaltung
  • finanzstarkes Krankenhaus als Finanzierungspartner für das MVZ
    • sinnvolle Alternativanlage nicht benötigter finanzieller Mittel (allerdings Restriktionen des Gemeinnützigkeitsrechts beachten!)
    • Krankenhaus als starker Verhandlungspartner bei Verhandlungen mit weiteren potentiellen Finanziers (z.B. Banken)
    • Krankenhaus als Sicherungsgeber (z.B. Bürgschaft etc.)

CURACON Unternehmensgruppe

investition a zieldefinition leistungsspektrum und partnerwahl 1
Investitiona) Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl) – (1)
  • Medizinischen Kernbereich definieren
    • entscheidend für Gesamtfunktionalität/Identität; sichert „Überleben“
    • Gespräch mit eigenen Leistungserbringern (Krankenhausärzte)
      • welche Leistungen (Fachgebiete) sollten im MVZ angeboten werden und warum
    • Analyse der bisherigen Zusammenarbeit mit Niedergelassenen
      • Einweisungsverhalten
      • Ruf der Ziel-Praxen bei Ärzten und Patienten
    • Kontaktaufnahme mit potentiellen Partnern
  • mögliche medizinische Sekundärbereiche definieren
    • erhöht Attraktivität, sichert Rentabilität
    • z.B.
      • Physiotherapie/Logopädie
      • ambulante Reha
      • Selbstzahlerbasierte Leistungen (Fitness und Wellness)

CURACON Unternehmensgruppe

investition a zieldefinition leistungsspektrum und partnerwahl 2
Investitiona) Zieldefinition (Leistungsspektrum und Partnerwahl) – (2)
  • evtl. gewerblichen Bereich definieren
    • erhöht Attraktivität, „folgt“ Kern- und Sekundärbereich
    • z.B.
      • medizinnah: Apotheke, Optiker, Sanitätshaus
      • neutral: Cafe/ Imbiß, Sport, Friseur, Bäckerei, Blumen

CURACON Unternehmensgruppe

investition b objektplanung
Investitionb) Objektplanung
  • konkrete Standortentscheidung
    • abhängig von
      • Ausrichtung des MVZ (Zieldefinition)
      • Lage und Anbindung des Krankenhauses
      • ländliches vs. Ballungsgebiet
  • Planung der baulichen Realisierung
    • Nutzung vorhandener Flächen am Krankenhaus?
      • z.B. Umnutzung von geschlossenen Abteilungen
    • Sanierung/Umbau/Anbau/Neubau
    • Möglichkeit zur späteren Erweiterung/Variabilität
    • Funktionalität entscheidend, kein „Bauluxus“
    • optimale gemeinsame Raumnutzung
    • Flächen-/Raumprogramm
    • Generalunternehmer?
    • Kalkulation der Baukostenmiete

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 1
Investitionc) Investitionsfinanzierung (1)

Finanzierung der Immobilie

  • Wer kommt als Finanzier in Frage?
    • klassische stationäre (duale) Krankenhausfinanzierung?
      • Neubau - grundsätzlich nein, da keine stationäre Versorgung
      • evtl. Nutzung von bestehenden, geförderten Gebäudeteilen?
        • Möglichkeiten mit Fördermittelgeber abstimmen
        • u.U. Rückzahlungspflicht der noch nicht verbrauchten Fördermittel zum Zeitpunkt der Umnutzung als MVZ
    • Finanzierung durch beteiligte MVZ-Träger (Gesellschafter der MVZ-GmbH)
      • Krankenhaus, MVZ-Ärzte
      • Eigenkapitalbereitstellung
      • Gesellschafterdarlehen
      • Bürgschaften/Garantien gegenüber Banken

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 2
Investitionc) Investitionsfinanzierung (2)

Finanzierung der Immobilie

  • Wer kommt als Finanzier in Frage?
    • Finanzierung durch Investoren
      • Modelle
        • Leasingmodell/Generalmietverträge
        • Immobilienfondsmodelle
    • Anforderungen und Vorbehalte der Investoren/Banken
      • fehlende Drittverwendungsmöglichkeit
      • eingehende Prüfung der Nutzungskonzepte
      • Marktanalysen notwendig
      • mangelndes fachspezifisches Know-How
      • enges Marktsegment, fehlende Fungibilität

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 3
Investitionc) Investitionsfinanzierung (3)

Bewertung von Arztpraxen

  • Anlässe
    • Einbringung der Praxis durch Vertragsarzt gegen Gewährung von Anteilen am MVZ
    • Veräußerung der Praxis durch Vertragsarzt (Ruhestand, Wechsel in ein Anstellungsverhältnis am MVZ)
  • Berechnung des Praxiswerts
    • Ertragswertverfahren (diskontierte zukünftige Überschüsse)
    • Problem: niedergelassene Ärzte haben oft nicht das betriebswirtschaftliche Know How
    • Einsichtnahme in folgende Unterlagen sinnvoll
      • BWA‘s; Einnahme-/Überschußrechnungen
      • Anlagenverzeichnisse
      • KV-Abrechnungen
      • Arbeitsverträge / Lohnjournale
      • Mietvertrag über die Praxisräume

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 4
Investitionc) Investitionsfinanzierung (4)

Bewertung von Arztpraxen

  • Einflußfaktoren auf den Praxiswert
    • offenes vs. gesperrtes Gebiet - Angebot und Nachfrage
    • Verhalten der Konkurrenz
    • Rückgang des Berufsnachwuchses
    • Vergütung (EBM/HVM...Punktwert)
    • Rentabiliät der Leistungserbringung
    • Patientenstamm
    • Substanzbezogenheit künftiger Erfolge
    • persönliche Ziele von Verkäufer und Käufer („konkrete Lebenslage“)
  • Bilanzierung ideeller Werte/Abschreibung beim Erwerber

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 5
Investitionc) Investitionsfinanzierung (5)

Praxisfinanzierung 2001/2002 – Durchschnittswerte in T€

Quelle: ZI und APO-Bank 2003

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 6
Investitionc) Investitionsfinanzierung (6)

Finanzierungsstruktur – Einzelpraxen 2001/2002

Quelle: ZI und APO-Bank 2003

CURACON Unternehmensgruppe

investition c investitionsfinanzierung 7
Investitionc) Investitionsfinanzierung (7)

Ideeller Wert und Substanzwert (West) in T€ bei

Einzelpraxisübernahmen 2001/2002

Quelle: ZI und APO-Bank 2003

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 1

Budget

Gruppe

Facharzt

Fachgruppe

HNO

Fachgruppe

Chir etc.

Fachgruppe

Psychoth.

Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (1)

GKV

Kopfpauschale (KP) / Hauptversicherten (HV) / annum

Regionale KV

EK: 36,40%

PK: 43,38%

Σ HV x KP –Sonstige Abzüge

= Gesamtvergütung

PKV

EK: 63,60%

PK: 56,62%

Reicht Privat-rechnung ein

Budget

Gruppe

Hausarzt

Erstattet Kosten gem. Vertrag

Gruppentopf Hausarzt/

Σ aller EBM-Punkte aller Hausärzte / Quartal =

Punktwert Hausarzt

Rechnet

Σ aller EBM-Punkte/ Quartal mit KV ab

Niedergelassener Hausarzt

Punktwert x abgerechnete EBM-Punkte - Σ Praxisgebühr =

Praxisbudget/ Quartal

Legende:

GKV-Leistungen

Zahlungswege GKV

Bezahlt Privatrechnung

Leistung gem. GOÄ-Katalog

10 €

Praxisgebühr

Leistung gem. EBM-Katalog

PKV-Leistungen

Patient

Zahlungswege PKV

Beitrag/ GKV-Versicherten

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 2
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (2)
  • Konsequenzen des bisherigen Finanzierungssystems
    • Krankenkassen tragen keine Verantwortung für Morbidität (Kopfpauschale zu „pauschal“)
    • Fehlanreize: Flucht in die Menge
    • Budgetierung
    • fehlende Kalkulierbarkeit und Planbarkeit der Vergütung

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 3
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (3)

Honorar aus vertragsärztlicher Tätigkeit je Arzt nach

Arztgruppen 2001 (Ost und West) in T€

Quelle: Statistik der KBV, Kostenstrukturanalyse in der Arztpraxis 1999 des ZI

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 4
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (4)
  • Neustrukturierung der ambulanten Vergütung durch GMG mit folgenden Eckpunkten:
  • Kassen- und KV-Ebene
    • ab 2006
      • Gesamtvergütung für vertragsärztliche Versorgung von Kasse an KV als Obergrenze (Deckel)
      • erstmals verpflichtend Vereinbarung von arztgruppenbezogenen Regelleistungsvolumina und Punktwerten (§ 85 c SGB V)
    • ab 2007
      • Vergütung zu einem einheitlichen Punktwert (Durchschnitt aller Kassen aus 2006, gewichtet mit Leistungsmengen 2006)

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 5
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (5)

Arztgruppenbezogene RLV

KV

Landesverbände der Kranken- und Ersatzkassen

Vereinbaren

Änderungen des GKV -Kataloges

Versichertenzahl,

Morbiditätssstruktur,

EBM 2000 plus:

Verteilung auf die

Arztgruppen

Behandlungsbedarf im

KV-Bereich

Arztgruppenbezogenes

RLV CHIR

Arztgruppenbezogenes

RLV IM

Arztgruppenbezogenes

RLV ORTHO

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 6
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (6)
  • KV- und Arztebene
    • 2005
      • HVM, der mit Kassen zu vereinbaren ist, Grundlage ist EBM 2000 plus, Übergangsverfahren
    • ab 2006 (§ 85 b SGB V)
      • Zuweisung von arztbezogenen Regeleistungsvolumina, die mit festem Punktwert vergütet werden
        • Regelleistungsvolumen der Arztgruppe
        • Zahl der Ärzte der Arztgruppe
        • Zahl und Morbidität der vom Arzt in den letzten 4 Quartalen behandelten Versicherten
        • Kapazitätsgrenze je Arbeitstag

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 7
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (7)
  • flankierende, vorbereitende Maßnahmen
    • Neufassung EBM und Vorgaben für HV 2005
    • Verträge über HV (KV und Kassen) erstmalig ab 2005
    • Bewertungsausschuß erarbeitet Vorgaben und Regelmechanismen auf Bundesebene

CURACON Unternehmensgruppe

laufender betrieb amortisation grundprinzipien der finanzierung im ambulanten sektor 8
Laufender Betrieb – AmortisationGrundprinzipien der Finanzierung im ambulanten Sektor (8)
  • wichtig für MVZ!
    • § 87 Abs. 2 a SGB V – es sollen Fallpauschalen für kooperative Versorgungsformen im EBM verankert werden
    • Vorteile durch EBM 2000plus für kooperative Versorgungsformen – höhere Punktzahlen (Ordinationskomplexe)
    • § 85 a Abs. 6 SGB V - Möglichkeit abweichender Vereinbarungen für MVZ (bezüglich arztgruppenbezogener RLV)

CURACON Unternehmensgruppe

diskussion mvz in der geriatrie
Diskussion – MVZ in der Geriatrie?
  • Demographie – mehr alte Patienten (Anteil Patienten > 75 J. von 18 % (1998) auf 42 % (2050)
  • mehr chronische Erkrankungen, Zunahme Multimorbidität
  • Schnittstellen stationärer Geriatrie
    • Diagnostik
    • Tagesklinik/teilstationär
    • ambulante Reha
    • Hausarzt
    • Pflege

CURACON Unternehmensgruppe

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