Muß das Murmeltier
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Dr. habil. Gertrud Kamper, Berlin Beitrag zur Fachkonferenz Alphabetisierung Grundbildung des Bayerischen VHS-Verb - PowerPoint PPT Presentation


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Muß das Murmeltier täglich grüßen? . Dr. habil. Gertrud Kamper, Berlin Beitrag zur Fachkonferenz „Alphabetisierung – Grundbildung“ des Bayerischen VHS-Verbandes am 31.Jan./1. Feb. 2008 in München. Fortbildung für 
Alphabetisierung & Grundbildung Erwachsener. Ein Problem

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Presentation Transcript

Muß das Murmeltier

täglich grüßen?

Dr. habil. Gertrud Kamper, Berlin

Beitrag zur Fachkonferenz „Alphabetisierung – Grundbildung“

des Bayerischen VHS-Verbandes am 31.Jan./1. Feb. 2008 in München

Fortbildung für 
Alphabetisierung & Grundbildung Erwachsener


  • Ein Problem

  • ALPHABETISIERUNG und/oder GRUNDBILDUNG

  • Lehrende in Alphab./Grundbildung

  • Zielgruppenin Alphab./Grundbildung

  • Vorgaben (Arbeitsbedingungen + verlangte Erfolge)

  • LITERALITÄT - Modellvorstellungen von L.

  • Konsequenzen für Bildungsangebote und für Aus- und Fortbildungen

  • Lehrgänge und andere Fortbildungs-Angebote

  • Bayern - der Anfang ist gemacht

  • Offene Fragen

  • KREATIVITÄT ist angesagt


Analphabetismus trotz schulbesuchs

Zur ErinnerungDie allermeisten (deutschen) Erwachsenen und Jugendlichen, die einer „nachholenden“ Grundbildung bedürfen (incl. der in funktioneller Hinsicht illiteraten/analphabetischen), haben „ihre Schulpflicht erfüllt“. Das gilt auch für im Land geborene Migranten u. Migrantinnen der zweiten usw. Generationen.

Einigermaßen plausible Annahme

Ein Unterricht, welcher Grundbildung in der Weise zu vermitteln versucht, wie es in (Grund)Schulen üblich ist, ist weder den Bedürfnissen noch den Möglichkeiten und Voraussetzungen dieser Menschen angemessen.

Analphabetismus trotz Schulbesuchs


betreuen Menschen mit sehr unterschiedlichen kulturellen, familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

haben überwiegend Hochschul-Bildung, häufig für ein Lehramt – d.h. sie sind hochqualifiziert.

Frage:hat diese Ausbildung sie befähigt, Erwachsene (auch Jugendliche)lerner-zentriert, d.h. ihren unter-schiedlichen, komplexen Bedürfnissen entsprechend zu unterrichen – und zwar im Hinblick auf Umgang, Inhalte und Didaktik?

Lehrende (Lehrkräfte, KursleiterInnen) in der Alphabetisierung/Grundbildung


Http www businesspundit com 50226711 relativity jpg

Mit welchen Absurditäten plagen sich Kursleitende familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.in Alphabetisierung+Grundbildung Erwachsener?

http://www.businesspundit.com/50226711/relativity.jpg


Zur erinnerung
Zur Erinnerung: familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

  • äußerst verantwortungsvolle Tätigkeit

  • großes Engagement

  • hochkomplexe Aufgaben

  • höchste Qualitäts-Anforderungen

  • teilweise unerfüllbare Zielvorgaben (v.a. bei zu kurzen Laufzeiten von Maßnahmen, Lehrgängen etc., zu hohen Kursstärken, Mangel an kontinuierlicher Unterstützung etc.)

     großer Leidensdruck

    überwiegend prekäre Beschäftigungsverhältnisse

    zusätzlich unbezahlte Tätigkeiten aus persönlichem Engagement

     finanzielle Schwierigkeiten (z.B. Multi-Jobs, wer übernimmt die Kosten für Fortb., usw.?)

     Motivationsschwierigkeiten

     hohe Fluktuation  evtl. Fortb.anstrengungen kommen häufig bald anderen Arb.gebern zugute


Alphabetisierung + Grundbildung Erwachsener familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.für die Arbeit mit welchen Zielgruppen soll Aus-, Fort- und Weiterbildung die KL qualifizieren?

  • Werden in Deutschland lebende il- und semi-literate Menschen als eine Gruppe betrachtet?

  • Wo werden notdürftig literate Menschen mit nur rudimentärer Grundbildung ein- oder zugeordnet?

  • Wenn eine Gruppe: wie homogen oder heterogen wird sie gesehen?

  • Wenn mehrere Gruppen: Kriterien?

  • Welche Bedeutung haben hier die Begriffe „bildungsbenachteiligt“ und „bildungsfern“?


Il u semi literalit t in industrialisierten l ndern

eingeborene Bevölkerung familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

dominante Sprache

als

Erstsprache Zweitsprache

(ethnische/kulturelle Minor.)

Alter Geschlecht sozioök. Sit.

zugewanderte Bevölk.

illiterat in der

Erstsprache dominanten Spr. des Landes

erste Generation zweite u. weitere Gen.

Alter Geschlecht sozioök. Sit.

Kultureller Hintergr. u. Perspektiven

Il- u. Semi-Literalität in industrialisierten Ländern


Alphabetisierung grundbildung erwachsener
Alphabetisierung + Grundbildung Erwachsener familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

In welchem Verhältnis stehen

  • die Arbeit mit il- bis semi-literaten Schulabgängern und

  • die „klassische“ Erwachsenen-Alphabetisierung und

  • die Alphabetisierung (+ Grundbildung?) von MigrantInnen zueinander?

    Wie wird das Verhältnis von Alphabetisierung zu Grundbildung verstanden/praktiziert:

  • in den Kurs-Konzepten?

  • in der Forschung?

  • in den Bildungsangeboten?

  • in den Aus- und Fortbildungen?


Grundbildung in industrialisierten Ländern familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.Wann ist ein Mensch so weit gebildet, dass er über Grundbildung verfügt?

  • Es gibt in Deutschland keinen Konsens über Mindeststandards („ausreichende“ Grundbildung)

  • Vorschlag (hilfsweise): kann selbständig weiterlernen(= aus eigener Kraft u. in eigener Verantwortung)

  • Vorschlag: Schriftsprachkompetenzen sind wesentliche Teile/Elemente von Grundbildung

    Rudimentäre oder unzureichende Grundbildung (trotz Schulbesuchs) in der autochthonen wie in der immigrierten Bevölkerung ist ein zahlenmäßig weit größeres Problem als Illiteralität


Vorgaben f r die arbeit in alphab kursen arbeitsbedingungen verlangte erfolge
Vorgaben für die Arbeit in Alphab.-Kursen familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.(Arbeitsbedingungen + verlangte Erfolge)

  • sind immer abhängig von den Vorstellungen, welche die Vorgebenden von den Gegenständen Literalität und Lernprozess haben

  • sind die Vorgebenden fachfremd – Risiko, dass nach dem simpelsten oder auch „ehrwürdigsten“ Modell gegriffen wird

  • sind die Vorgebenden bildungsfremd – Risiko, dassihre Vorgaben nicht inhaltlich, sondern kurzfristig-finanziell oder sonstwie politisch motiviert sind

  • Wer gibt vor? Oft: „wer zahlt, bestimmt die Musi“, manchmal auch, wer (Lehrbücher) verkaufen will

    Konsequenzen für Aus-, Fort- u. Weiterbildung von KL?


Vorstellungen von literalit t

Lesen & Schreiben & Rechnen verstanden als familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.„Kulturtechniken“

in den Blick genommen als relativ unabhängige Fähigkeiten von Individuen – „autonomer“ Ansatz

werden einmal erworben

VERSUS

Literalität(en) als schriftsprachliche Praktiken

„soziale Praxen“ – in die durch ihre gesellschaftlichen Rollen und Orte bestimmten Lebensvollzüge der Menschen eingebunden

Erlernen u. Praktizieren - „was & wie“ nur im Kontext der sozialen Macht-Verhältnisse verständlich

den Lebensweg begleitender Prozeß

Vorstellungen von LITERALITÄT


Literalit ten im plural multi literacies
Literalitäten im Plural familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen. (Multi-Literacies)

  • Kommunikative Kompetenzen in unterschiedlichen Lebensbereichen

  • Schriftsprachkompetenzen in verschiedenen Sprachen

  • Numerische Kompetenzen „numeracy“

  • Arts Literacy „künstlerische Bildung“

  • Information Literacy - suchen und finden von und umgehen mit Informationen (div. Medien)

  • Health Literacy „Gesundheits-Bildung“

  • usw.


Wer „ familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.Kulturtechnik“ denkt und von einer einzigen und einheitlichen Literalität ausgeht ...der läuft Gefahr, mit seinen Vorgaben unrealistische Erfolge zu verlangen und das unter ungünstigen Arbeitsbedingungen.

  • Es gibt sehr gute, Erfolg versprechende didaktische Ansätze und Methoden

  • Aber keine Didaktik und keine Methode kann KL helfen, jede noch so absurde Vorgabe zu erfüllen

  • Ergebnis: KL stehen als „Puffer“ zwischen den Lernenden und den Vorgaben und reiben sich auf

    Fort- u. Weiterbildung müßte hier vermitteln, wie KL sich erfolgreich gegen Zumutungen wehren können(jedoch: zurück zum Paradoxon)


Wer die Heterogenität der Zielgruppe(n) bedenkt - familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.und die Vielfalt konkreter Literacies in sozialen Praxen ...Dazu die Auswirkungen von niedrig(st)en Kompetenzen in mündlichem und schriftlichem Deutsch + in selbständigem Lernen ...

Der sieht

  • dass alle KL in +Grundbildung eine umfassende Ausbildung in Alphabetisierung+ Lernförderung brauchen und

  • dass ihre Kenntnisse genügend „Tiefe“ und „Robustheit“ brauchen, um sie in konkretes Handeln umzusetzen und laufend und selbständig an die jeweiligen Lernenden anpassen zu können

    Eine „normale“ Lehrerausbildung bereitet m.W. darauf nicht vor!

    Ergo: Solche Kompetenzen können von Lehrkräften nicht einfach erwartet werden  Ermöglichen & Unterstützen ihrer Aneignung

    Und: Zu viel für eine Lehrkraft alleine  Unterstützung durch verschiedene Fachkräfte


Was folgt aus literalit t als soziale praxen
Was folgt aus Literalität als soziale Praxen familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

  • für die Einrichtung stabiler und gut strukturierter Bildungsangebote auf dem Niveau Alphabetisierung + Grundbildung?

  • für welche Zielgruppen zu welchen Bedingungen?

  • für die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte und sonstigen „Unterstützer“ dieser Lernprozesse?

  • für den Beschäftigungsstatus dieser Lehrkräfte? - und wenn nur aus dem Grund, dass die Investitionen in ihre Aus-bildung nicht in „bodenlose Fässer“ geschüttet werden sollen

    ???

    müssen Programme + Konzepte für FoBi die bildungspolitischen Setzungen (die Basis der Arbeit) annehmen oder bekämpfen oder?


Lehrg nge sterreich

Alphabetisierung & Basisbildung – familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.mit Erwachsenen deutscher Muttersprache

Lehrgang universitären Charakters - Diplom

„Akademische Alphab.- u. Basisbildungspädagogin“, „Akademischer Alphab.- u. Basisbildungspädagoge“

1. univ. Lehrgang 2006-2008

Alphabetisierung & Deutsch mit MigrantInnen(derzeit noch) außer-akademischer Lehrgang mit Zertifikat

5. Durchgang 2007/08 (2 Semester)

Lehrgänge Österreich

Ausbildungen in weiteren industrialisierten Ländern?


Fortbildungen in der brd

familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.Einführung in die Alphabetisierungsarbeit“ durch Peter Hubertus (BV Alphab.&Grundb.Erwachs.)2 WE - seit „unendlichen Zeiten“ bewährt

„Bielefelder Lehrgang zur Alphabetisierung in der Zweitsprache Deutsch“2 Semester – Internat. Bund, Bielefeld

Einzelne Seminare und Workshops angeboten von VHS-Landesverbänden und einzelnen VHSen

Einführungen in die Arbeit mit online-Angeboten „ich-will-schreiben-lernen.de“ ...

Fortbildungen in der BRD


In der brd nicht nur lehrg nge und seminare etc bilden fort

Bundesweite familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.Fachtagungen„Alphabetisierung und Grundbildung“ - jährlich, 2008 zum 6. Mal (voraussichtl. in Leipzig, voraussichtl. Okt.)

Landesweite und regionale Fachtagungen

Fachzeitschrift „Alfa-Forum“ - 2008 im 21. Jg.

Internet-Portale – APOLL u. nachfolgend

Selbstorganisierter Austausch zwischen KL

in der BRDNicht nur Lehrgänge und Seminare etc. bilden fort:


Initiative f r alphabetisierung in bayern auslaufend
Initiative für Alphabetisierung in Bayern familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.(auslaufend)

Fortbildung mittels Konferenzen und Seminaren/Workshops

Im Spannungsfeld zwischenProjektbedingungen von ESF und Ministerium,nahezu ausgetrockneter deutsch-muttersprachlicher Alphabetisierung und Vorgaben des BAMF

Für die strukturierenden / organisierenden Mitarb. des bvvgroße Belastungen – weil eine weitere Aufgabe unter vielen anderen

Für die KLfinanziell günstig (häufig kostenfrei) und zeitlich belastend (viele Veranstaltungen, zeitgleich noch andere Verpflichtungen)


Kurzlehrgang alpha trainer
Kurzlehrgang "Alpha-Trainer" familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

  • Nürnberg

    bvv-Fortbildungen (-Bereich) 2006/2007

  • Einführungen

  • Aufbauseminare


Bvv fortbildungen bereich 2006 2007 einf hrungen
bvv-Fortbildungen ( familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.-Bereich) 2006/2007Einführungen

  • Einführung in die Alphabetisierungsarbeit (Grundkurs)

  • Einführung in die Alphabetisierung von MigrantInnen


Bvv fortbildungen bereich 2006 2007 aufbauseminare
bvv-Fortbildungen ( familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.-Bereich) 2006/2007Aufbauseminare

  • Ziele setzen, Fortschritte feststellen, Anfänge von Portfolio-Arbeit

  • Spracherfahrungs-Ansatz, stellvertretendes u. kreatives Schreiben (Methoden 1)

  • Lauttreues Schreiben und mehr & Kontrollieren / Aufmerksamkeit ausbilden (Methoden 2)

  • Arbeiten mit Morphemen (Methoden 3)

  • Vergleichen & Kategorisieren (aus Lernstrategien/Denkwerkzeuge)

  • Räumliche Orientierung (aus Lernstrategien/Denkwerkzeuge)

  • Rhythmik und Funktionelle Entspannung  im Unterricht

  • Aussprache, Sprachrhythmus - Duktus - Intonation

Lernstrategien / Denkwerkzeuge(Lehrgang, nicht zust. gekommen)


Lern ziele selbst setzen
(Lern)Ziele selbst setzen familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

1. Schritt: Hier stehe ich jetzt. Das alles kann ich - wo und wann auch immer ich es gelernt habe.

2. Schritt: Da will ich hin. Das sind meine Ziele - das will ich erreichen.


Ziele teilziele und ressourcen bestimmen lern pl ne erstellen ann herungen an portfolio arbeit
Ziele, Teilziele und Ressourcen bestimmen, familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.(Lern)Pläne erstellen, Annäherungen an Portfolio-Arbeit

Das Fortschritts-Profil - Adaption des ProgressProfile aus der Adult Basic Education in Großbritannien

Reflexions-Instrument zwischen Lerntagebuch u. Evaluationshilfe, Annäherung an Portfolio-Arbeit


Spracherfahrungs ansatz stellvertretendes u kreatives schreiben methoden 1
Spracherfahrungs-Ansatz, familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.stellvertretendes u. kreatives Schreiben(Methoden 1)

  • Etwas, das „im Kopf“ ist, „auf Papier“ zu bringen, ist eine Aufgabe für sich

  • Sie ist nicht mit den „technischen“ Seiten von Schreibkompetenz alleine zu bewältigen

  • Die Ausbildung der Kompetenz, etwas/sich schriftlich auszudrücken, sollte der Beherrschung der technischen Seiten nicht nachgeordnet werden

  • Es gibt verschiedene bewährte Methoden, auch mit Illiteraten an der Sprache und dem Ausdrucks-bedürfnis von Lernenden anzuknüpfen


Lauttreues schreiben und mehr methoden 2

familiären und individuellen Hintergründen und entsprechend unterschiedlichen und komplexen (Lern)Bedürfnissen.

Lauttreues Schreiben und mehr (Methoden 2)

  • Identifizieren von Einzellauten im Wort und ihrer Reihenfolge (gleichzeitig Verallgemeinerung von Lauten zu Phonemen)

  • Phonem-Graphem-Korrespondenzen erkennen/anwenden

  • Abweichungen orthographischer Schreibungen von simpler Phonem-Graphem-Korrespondenz bestimmen


Aufmerksamkeit als gegenmittel gegen fl chtigkeitsfehler u methoden 2 forts
Aufmerksamkeit als „Gegenmittel“ gegen Flüchtigkeitsfehler u.ä. (Methoden 2, Forts.)

  • Aufmerksamkeit während des Prozesses (z.B. des Schreibens) = verinnerlichte, parallel zur Arbeitshandlung vollzogene Kontrolltätigkeit

  • Kontrollieren = Vergleichen mit einem Muster/einer Vorlage (vorliegend oder im Kopf)

  • Die einzelnen Schritte des Vergleichens (und ihre Abfolge) hängen vom jeweiligen konkreten „Gegen-stand“ (z.B. deutsche Schriftsprache) ab  lernen

  • vergleichen  kontrollieren  aufmerksam arbeiten sind also zu lernen


Arbeiten mit morphemen methoden 3
Arbeiten mit Morphemen Flüchtigkeitsfehler u.ä. (Methoden 3)

Die kleinsten bedeutungstragenden Einheiten  bewußt an Unterschieden und Gleichem hinsichtlich Bedeutung und Form arbeiten


Vergleichen kategorisieren aus lernstrategien denkwerkzeuge
Vergleichen & Kategorisieren Flüchtigkeitsfehler u.ä. (aus Lernstrategien/Denkwerkzeuge)

  • In welchen Merkmalen

    • gleichen sie einander?

    • unterscheiden sie sich voneinander?

  • Für welchen Zweck sind welche Merkmale relevant?

  • Gruppieren nach

    • einem Merkmal z.B. Farbe oder Größe

    • mehreren Merkmalen z.B. Farbe+Größe oder komplexer


R umliche orientierung aus lernstrategien denkwerkzeuge
Räumliche Orientierung Flüchtigkeitsfehler u.ä. (aus Lernstrategien/Denkwerkzeuge)

Die grundlegende Bedeutung und vielfältige Integration verstehen


R umliche orientierung fortsetzung
Räumliche Orientierung Flüchtigkeitsfehler u.ä. (Fortsetzung)

div. Anregungen für motorische und kognitive Erarbeitung mit TN


Desiderata z b

Beratung Flüchtigkeitsfehler u.ä.

Einstufungsberatung

Lernberatung

Krisenberatung

usw.

Diagnostik

Schriftsprachkompetenzen

Zonen der nächsten Entw.

Lernpotential

usw.

Künstlerische Ansätze

Theaterpädagogische Methoden

usw.

Binnendifferenzierung

Selbstorganisation,peer-Unterstützung

Selbstreflektion

Selbstevaluation

Supervision/Intervision

Zus.Arbeit mit

SozialarbeiterInnen

LogopädInnen

TänzerInnen

u.a. Fachkräften

Desiderata, z.B.:


Aussichten: Flüchtigkeitsfehler u.ä. Projekte zum Themenbereich „Professionalisierung“aus dem Forschungsförderschwerpunkt des BMBF „Alphabetisierung / Grundbildung Erwachsener“

  • universitär und außer-universitär

  • in Modulen

  • mit online-Lernen

Werden neue Aus- u. Fortbildungsformen und -programme wieder in den „bodenlosen Topf“ prekärer Beschäftigungsverhältnisse

geworfen werden?


Aussichten: Flüchtigkeitsfehler u.ä. Projekte zum Themenbereich „Professionalisierung“aus dem Forschungsförderschwerpunkt des BMBF „Alphabetisierung / Grundbildung Erwachsener“

  • universitär und außer-universitär

  • in Modulen

  • mit online-Lernen

z.B. MVHS, LMU, bvv

z.B. PROFESSBV Alphab.+Grundb.,PH Weingarten u. weitere Unis(Expertenbefragung läuft an)

Werden neue Aus- u. Fortbildungsformen und -programme wieder in den „bodenlosen Topf“ prekärer Beschäftigungsverhältnisse

geworfen werden?


Offene fragen
Offene Flüchtigkeitsfehler u.ä. Fragen

Alphabetisierung von Autochtonen u. von MigrantInnen

Unterschiede u. Gemeinsamkeiten?

Fortb.Programme verschied. Anbieterfür überschneidende Zielgruppen

Inhaltliche u. zeitliche Abstimmung?

Alphab. + Lernförderung von Erwachsenen u. von Jugendlichen

Unterschiede u. Gemeinsamkeiten?

Abhängigkeit von bildungs- bzw.

finanzpolit. Entscheidungen über Kursangebote u. Pflichten

- Wer braucht wann welche FoBi?

- Wer kann sie wahrnehmen und zu welchen Bedingungen?

Offene Fragen

Lehrgänge und/oder Einzelveranstaltungen?

Träges Wissen vs. Handlungsrelevantes Wissen

Voraussetzungen für gewünschte Wirkungen von Fortb.?

  • Investitionen in die Ausbildung von KL

  • durch öffentliche Stellen- durch die KL selbst

  • Konsequenzen für ihren Beschäft.status?

KL brauchen peer-Unterstützung und Austausch

Wie kann institutionalisierte Fortbildung das unterstützen?

Anrechnung auf formale Qualifikationen?und/oder offiziell anerkannte KL-Portfolios?


Denkansatz funktion nicht tradition

wichtig Flüchtigkeitsfehler u.ä.

Denkansatz:Funktion - nicht Tradition

Ein Problem ist zu lösen -

und die herkömmlichen Wege

führen nicht zum gewünschten Erfolg

gefragt ist Kreativität

nicht vergessen!


Vielen dank f r ihre aufmerksamkeitund viel erfolg f r alle ihre unsere vorhaben
Vielen Dank Flüchtigkeitsfehler u.ä. für Ihre Aufmerksamkeitund viel Erfolg für alle ihre/unsere Vorhaben!

Gertrud Kamper: Gratwanderung 1 (Mischtechnik/Aquarell+Material, 2001)


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