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Vorlesung Informatik & Gesellschaft

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Vorlesung Informatik & Gesellschaft. Dr. Andrea Kienle 04.07.2005. Informatik & Gesellschaft – Kapitel der Vorlesung. 4. Lernen, Qualifizierung und Wissensmanagement 4.1 Grundlagen Lernen und Qualifizierung (06.06.) 4.2 Technische Systeme CSCL und Wissensmanagement (13.06.)

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vorlesung informatik gesellschaft

VorlesungInformatik & Gesellschaft

Dr. Andrea Kienle

04.07.2005

informatik gesellschaft kapitel der vorlesung
Informatik & Gesellschaft – Kapitel der Vorlesung
  • 4. Lernen, Qualifizierung und Wissensmanagement
          • 4.1 Grundlagen Lernen und Qualifizierung (06.06.)
          • 4.2 Technische Systeme CSCL und Wissensmanagement (13.06.)
  • 5. Arbeitspsychologie und Softwareergonomie
          • Arbeitspsychologie (20.6.)
          • Softwareergonomische Grundlagen, DIN-Normen, etc. (20.06.)
          • Gestaltung am Beispiel Webdesign (27.06.)
  • 6. Rechtliche Grundlagen
          • Datenschutz/Datensicherheit und Privatheit (04.07.)
          • Urheberrecht (11.07.)
  • 7. Klausur (18.07.)

27.06.

04.07.

11.07.

gliederung f r die heutige sitzung
Gliederung für die heutige Sitzung
  • Webdesign für breite Nutzergruppe!
  • Design von Seiten (Page Design)
  • Design von Inhalten (Content Design)
  • Design eines „Webauftritts“ (Site Design)
breites nutzerspektrum
Breites Nutzerspektrum!
  • Studie Georgia Tech Uni (1996) (Shneiderman, S. 642)
    • Durchschnittsalter: 35 Jahre
    • Haushaltseinkommen > 60.000 Dollar
    • 69 % männlich, 82 % nutzen das Internet täglich
  • Online-Studie ARD/ZDF für Deutschland, 2003
    • 34,4 Mio Personen (53,5 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren)
    • 56 % männlich, 44 % weiblich
    • 22% in Ausbildung, 63% berufstätig, 16% Rentner/nicht berufstätig
unterschiedliche nutzereigenschaften 1 2
Unterschiedliche Nutzereigenschaften (1/2)
  • Alter und Geschlecht
  • Vorwissen, Nationalität
    • Abbildungen und Angaben mit Maßeinheiten, Datumsangabe etc. sind häufig länderspezifisch
    • Aufkommen von automatischen Übersetzern, Tests mit Nutzer aus unterschiedlichen Ländern sind notwendig, z.B. bei großen Unternehmen
  • erstmalig, periodisch, häufiger Webnutzer (nach Shneiderman das entscheidende Merkmal!)
    • Erstnutzer brauchen Dienste, um zu verstehen, was es gibt
    • Periodische Nutzer benötigen wieder erkennbare Strukturen
    • Häufige Nutzer wollen Abkürzungen, die wiederholte Aufgaben beschleunigen
unterschiedliche nutzereigenschaften 2 2
Unterschiedliche Nutzereigenschaften (2/2)
  • Nutzer mit Behinderungen: Guidelines beim Word Wide Web Consortium, z.B.:
    • Für Hör/Sehbehinderte: Jedes Multimediaelement (Abb., Sound, …) in Text umsetzen
    • Der Text kann dann ggf. durch entsprechende Tools) vorgelesen werden
  • Genereller: „universal usability“ (Lazar, S. 721): Unabhängig vom Zugang, Plugins, Alter, Behinderung sollte der Inhalt von Websites wahrnehmbar sein
  • Keine Schulung für Nutzer: „Another challenge in designing for the web is the absence of training“ (Lazar, S. 715)
    • Websites, ihre Navigationsstruktur etc. müssen selbsterklärend sein!!!
    • Auf Konsistenz achten / Standards benutzen, Bespiele
    • Hyperlinks sind unterstrichen, erscheinen als blaue Links, bereits besuchte als rote/lilafarbene Links
individuelle betrachtungsfunktionen bei nutzern

Nutzung / Umstellung auf verschiedene(r) Browserversionen

Individuelle Betrachtungsfunktionen bei Nutzern
  • Monitorgrößen: Unterschiede: Faktor 100 zwischen Anzeigegeräten (Computer, Handhelds, Handys), bei anderen Anwendungen Faktor 6 (Laptop vs. high-end-Workstation)
  • Bandbreiten
  • Browser
  • Browsereinstellungen(z. B. Schriftgrößen)
  • Schrifteninstallationen
resultierende gestaltungsempfehlungen
Resultierende Gestaltungsempfehlungen
  • „Resolution-Independent Design!!!“
  • Trennung von Inhalt und Darstellung (  Verwendung von Stylesheets)
  • Keine absoluten Größen für
    • Breiten von Tabellen
    • Schriftgrößen und Schriftarten (Standards verwenden)
  • Stattdessen Prozentangaben des verfügbaren Platzes
  • Möglichst geringe Auflösung von Grafikelementen, 100 dpi
  • Tipp: Als Webdesigner ältere Browserversionen sammeln
    • um vor der Freischaltung zu testen
    • um Fehlerreports von Nutzern nachvollziehen zu können

Nielsen, S. 29 ff

stylesheets formatvorlage
Stylesheets ( Formatvorlage)
  • Zwei Möglichkeiten der Implementierung
    • Embedded Style Sheet: als Teil einer Webseite
    • Linked Style Sheet: als separate Datei
    •  Empfohlen wird die „wirkliche“ Trennung, d.h. die Verwaltung in einer eigenen Datei
  • Cascading Style Sheets (CSS): Style Sheet der Seite und Style Sheet des Nutzers werden zusammengefügt
  • Empfehlungen zum Inhalt von Style Sheets
    • Ein Style Sheet sollte nicht mehr als zwei Schriftarten enthalten
    • Unterschiedliche Schriftgrößen relativ darstellen (%-Angaben)
  • Vorteile:
    • Durch CSS wird die Seite für den jeweiligen Nutzer optimal dargestellt
    • Alle Seiten einer Site stellen sich gleich dar  Wiedererkennung beim Nutzer
design von webseiten themen
Design von Webseiten – Themen
  • Entscheidendes Kriterium: Download-Zeit!
  • Seitenaufteilung
  • Links
  • Die Verwendung von Frames
entscheidendes kriterium download zeit
Entscheidendes Kriterium: Download-Zeit
  • Zu lange Ladezeiten frustrieren den Nutzer
  • Die Einschätzung der Qualität einer Site kann mit steigender Downloadzeit sinken, der Nutzer glaubt an einen Fehler
  • Je länger die Downloadzeit, desto eher verliert der Nutzer den Kontext (Infos auf der vorherigen Seite)

Lazar

  • Experiment: Anwendung der 10 Seiten mit dem höchsten Zugriff sowie 10 Seiten großer amerikanischer Firmen
    • Seiten mit dem höchsten Zugriff: durchschnittlich 8 Sekunden
    • Seiten der großen Unternehmen: durchschnittlich 19 Sekunden
    • die stark frequentierten Seiten sind stark frequentiert, weil sie so schnell herunterladbar sind („the best sites are fast“)

Nielsen, S. 46

download zeit empfehlungen
Download-Zeit: Empfehlungen
  • Das Laden einer Seite sollte, nachdem der Nutzer einen Link ausgewählt hat, nicht mehr
    • als 10-15 Sekunden dauern (Lazar)
    • als 10 Sekunden dauern (Nielsen)
  • beeinflussbar durch den Designer ist die Größe einer Seite
  •  Größe limitieren, indem er „maßvoll“ mit den Elementen (Grafiken, Multimedia etc.) umgeht
unterschiedliche elemente beispiel
Unterschiedliche Elemente: Beispiel
  • Navigation (gelb, 51 %)
  • Content (grün, 14 %)
  • Browser (blau, 16 %)
  • Sonstiges, z.B. Werbungrot, 6 %)
  • Weiße Fläche (weiß, 13 %)
seitenaufteilung empfehlungen
Seitenaufteilung – Empfehlungen
  • Beobachtung: nur ein geringer Teil wird auf den Inhalt verwendet, der Größte auf die Navigation
  • Daumenregel: Inhalt sollte mindestens 50 %, besser 80 % der Seite einnehmen ( Unterschied zwischen Navigations- und Inhaltsseiten, vgl. Folie X).
  • „Navigation is a necessary evil that is not a goal in itself and should be minimized“ (Nielsen, S. 18)
  • Platzierung der Navigationsstruktur: Nicht links oder oben auf einer Seite (das wesentliche ist der Inhalt!)
  • Zur Unterteilung von Bereichen weiße Flächen statt Linien verwenden
unterschiedliche typen von links
Unterschiedliche Typen von Links
  • Links als Teil der Strukturübersicht:führt zu Unterteilen der gesamtenWebsite
  • Links im Inhalt:meist unterstrichene Wörter, die auf Seiten mit weiteren Informationen führen
  • „See Also“: Führt zu ähnlichen Seiten; hilfreich, wenn die aktuelle Seite nichtgenau zu denBedarfen des Nutzers passt
gestaltung von links
Gestaltung von Links
  • „Click here“-Link vermeiden, statt dessen Link mit dem wesentlichen Inhalt benennen (Nielsen, S. 55)
    • Nicht „Für weitere Informationen zur Vorlesung Mensch-Maschine Interaktion, Click here“
    • Sondern: „Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur „Vorlesung Mensch-Maschine Interaktion“
    •  Das Augenmerk wird eher auf den Begriff des Inhalts gelegt, weil ein Link hervorgehoben wird!
  • Standardisierte Verwendung
    • Nicht länger als zwei bis vier Wörter
    • Blau für Links, rot/lila für besuchte Links
    • Links sind unterstrichen
    • Für Links Text verwenden( Downloadzeit!)

Studie (Nielsen, S. 64):

In 16 % wurde das

Nicht-Auffinden von

Informationen mit

nicht-standardisierter

Farbgebung der Links

begründet

titel f r links
Titel für Links
  • Vorteil: Informationen über die Seite
  • Der Nutzer erhält Entscheidungshilfen, ob die Seite für ihn interessant sein könnte.
  • Benennung
    • Name der Site, zu der der Link führt
    • Untersite, falls man auf der Site bleibt
    • Weitere Informationen über den Inhalt, den der Nutzer erwarten kann
    • Ggf. auch, in welchem Verhältnis die gelinkte Seite zu der aktuellen Seite steht
titel f r links beispiele
Titel für Links - Beispiele

PC Version

Mac-Version

Nielsen, S. 61

zur verwendung von frames
Zur Verwendung von Frames
  • Frames  (Text)rahmen innerhalb einer Seite
  • Frames werden verwendet, um die Navigationselemente immer sichtbar zu haben
  • Nachteile:
    • Der Nutzer hat keine eine URL, um zu einem bestimmten Inhalt zu gelangen ( problematisch bei der Verwendung von Bookmarks)
    • Meist nicht gut druckbar
    • Suchmaschinen haben Probleme mit Frames (können nicht zielsicher auf Teile einer Site verweisen)
    • Schwieriger zu erlernen, besonders für gelegentliche Nutzer
  • „Frames: Just say no“ (Nielsen, S. 85)
  • Ausnahme: Meta-Pages, die andere Webseiten kommentieren/klassifizieren
frames auf unterschiedlichen anzeigeger ten
Frames auf unterschiedlichen Anzeigegeräten
  • Oben: auf einemPalm-Monitor
  • Links: Webpage aufeinem PC-Monitor
  • Nielsen, S. 88/89
design von inhalten themen
Design von Inhalten – Themen
  • Überfliegen (Scanability) ermöglichen!
  • Hypertext
  • Zur Verwendung von Grafiken, Fotos, Multimedia etc.
berfliegen scanability erm glichen
Überfliegen (Scanability) ermöglichen!
  • Lesen längerer Texte am Bildschirm wird von Nutzern vermieden
  • 79 % der Nutzer überfliegen Webseiten (statt lesen)
  • Gründe:
    • Schnellere Augenmüdigkeit am Bildschirm
    • Dauert 25 % länger
    • Web als „User Driven Medium“: der Nutzer möchte selbst aktiv sein, klicken, seinen Leseweg selbst bestimmen
    • Wegen der Fülle von Webseiten interessiert den Nutzer als erstes, ob eine Seite für ihn interessant bzw. passend ist oder nicht
    • Informationsüberflutung, d.h. die Nutzer müssen in immer kürzerer Zeit mit immer mehr potenziell interessanten Webseiten/E-Mails etc. umgehen

Nielsen, S. 106

schreiben f r das web
Schreiben für das Web
  • Text in mehrere Gliederungsstufen unterteilen
  • Sinnvolle Überschriften verwenden (inhaltlich, selbsterklärend)
  • Aufzählungspunkte oder ähnliche Elemente, um zu langen Fließtext zu unterbrechen
  • Hervorhebungen, um auf das Wesentliche zu lenken

Nielsen, S. 106

  • Text ist das inhaltstragende Format für Webseiten
    • hohe Kontraste zwischen Hintergrund und Textfarbe
    • Schriftgröße groß genug
    • Kein Blinken etc., weil dies schwieriger zu lesen ist

Nielsen, S. 126

hypertext
Hypertext
  • Goldene Regeln für Hypertext (Shneiderman, S. 631)
    • Es gibt eine große Menge an Informationen, die in zahlreiche Teilstücke gegliedert ist
    • Die Teilstücke beziehen sich aufeinander
    • Der Benutzer benötigt jederzeit nur ein Bruchstück dieser Teilstücke
  • Empfohlen wird die Verlinkung zu Anhängen, Glossaren, Originalquellen, Literaturzitaten
  • Schlechtes Design von Hypertexten, wenn…
    • zu viele Links
    • zu lange Ketten von Links, um relevantes Material zu erreichen
    • ungeeignete Überblicke (Inhaltsverzeichnisse), die den Inhalt des Hypertextes nicht erkennen lassen

Shneiderman, S. 631 ff.

aufgaben bei der erstellung von hypertexten
Aufgaben bei der Erstellung von Hypertexten
  • Ziel: Wissen so aufbereiten, dass…
    • …sich der Leser in einem Einführungsartikel ein Überblick verschaffen kann.
    • … die Gesamtstruktur deutlich wird.
    • … eine Übersicht über behandelte Themen erkennbar ist.
  • Konkrete Aufgaben:
    • Geben Sie einen Überblick!
    • Verwenden Sie einen hierarchischen Ansatz!
    • Organisieren Sie die Startseite als ein detailliertes Inhaltsverzeichnis!
    • Ermöglichen Sie eine leicht durchführbare Suche!

Shneiderman, S. 631 ff.

optimale l nge von hypertextartikeln
Optimale Länge von Hypertextartikeln
  • Untersuchungen zeigen, dass viele kurze Artikel einer kleineren Zahl langer Artikel vorzuziehen sind.
  • Experiment an der Universität Maryland:
    • 46 kurze Artikel (4-83 Zeilen) und 5 lange Artikel (104-150 Zeilen)
    • Testpersonen wurde 30 Minuten Zeit gegeben, um Antworten auf Fragen zu finden.
    • 16 Testpersonen, die mit den kürzeren Artikeln arbeiteten, beantworteten mehr Fragen richtig und fanden die Antworten schneller
  • „Optimale“ Länge hängt ab von
    • Bildschirmgröße und Reaktionszeit
    • der Art der Aufgabe und der Erfahrung der Benutzer

Shneiderman, S. 631 ff.

zur verwendung von grafiken fotos multimedia etc
Zur Verwendung von Grafiken, Fotos, Multimedia, etc.
  • Experiment mit zwei Gruppen mit unterschiedlicher Bandbreite
    • High-End Grafiken beeindrucken nur die Gruppe mit großer Bandbreite
    • Das Gefühl, „verloren“ zu sein, stieg mit großen Grafiken und der damit verbundenen Erhöhung der Wartezeit bis zum Aufbau einer Seite (vgl. Folien zur Download-Zeit)
  • Verwendung hängt ab vom Ziel der Webseite: Entertainmentseiten vs. Informationsseiten
    • Bei Informationsseiten eher auf Grafiken, Fotos und Multimedia verzichten
    • Bei Entertainmentseiten  s. nächste Folie

Lazar S. 723 ff.

entertainmentseiten verwendung von grafiken fotos multimedia etc
Entertainmentseiten: Verwendung von Grafiken, Fotos, Multimedia, etc.
  • nach Möglichkeit zwei Versionen anbieten: reiner Text und Text mit Grafik (kommt in der Realität selten vor)
  • Ansonsten: „Design mit dem kleinsten gemeinsamen Nenner ist wichtiger als […] Gebrauch zahlreicher Grafiken“ (Shneiderman S. 654)
  • Ggf. Elemente nach und nach einblenden der Nutzer sieht, dass etwas passiert und kann Teile des Inhalts wahrnehmen
  • Bei Verwendung von Fotos „Thumbnails“ verwenden, bei Bedarf größeres Bild durch Verlinkung
  • Beim Download großer Dateien die erwartete Downloadzeit anzeigen ( Transparenz beim Nutzer!)
design eines webauftritts themen
Design eines „Webauftritts“ – Themen
  • Fakten zu Websites
  • Navigation
  • Informationsstrukturierung
ziele von websites
Ziel

Verkauf von Produkten

Werbung für Produkte

Informieren / Ankündigungen

Zugang anbieten

Anbieten von Diensten

Diskussionen

Pflege von Gemeinschaften

Organisationen

Verlage, Kaufhäuser

Autohändler, Filmstudios

Universitäten, Museen, Städte

Bibliotheken, Zeitungen

Regierungen, Verwaltungen

Bürgerinitiativen

(Politische) Gruppen / Verbände

Ziele von Websites

Shneiderman, S. 638 ff.

websites gr e und beispiele
Zahl der Webseiten

1-10

5-50

50-500

500-5.000

5.000-50.000

50.000-500.000

500.000-5.000.000

>5.000.000

Beispiele

Persönliche Biografie

Publikationen, Fotogalerie

Buch, Stadtführer, Jahresbericht

Fotosammlung, Museumstour, Musik- oder Filmdatenbank

Universitätsführer, Zeitungen

Telefonverzeichnis, Flugplan

Zeitschriftenkurzfassung

Nasa-Archiv

Websites: Größe und Beispiele

Shneiderman, S. 638 ff.

homepage front door of the site
Homepage – „Front Door of the Site“
  • Sollte einen Überblick über Subsites geben ( vgl. Folien zur Informationsstruktur)
  • Ort für aktuelle Nachrichten
  • Es sollte ein Link zu einer Seite mit Übersicht über alle Seiten der Sites (SiteMap) angeboten werden (Shneiderman, S. 657)
  • Nicht jeder Nutzer steigt über die Homepage ein  alle Seiten einer Site sollten ein klickbares Logo haben (bietet Kontext und gleichzeitig einen Navigationsbutton zur Homepage der Site)
navigation
Navigation
  • Unterschiedliche Navigationsmöglichkeiten:
    • Über Browserfunktionalitäten
    • Über Elemente der Webseiten
  • Die meiste Navigation findet über die Elemente auf den Webseiten statt
  • Browserfunktionalitäten: Back-Button als Sicherheitsnetz
  • Orientierung: Der Nutzer sollte zu jeder Zeit wissen, an welcher Stelle der Site er sich gerade befindet
  • Transparenz: Jede Seite sollte mehr als den Link zur Einstiegsseite der Site beinhalten (Lazar)
  • Navigation konsistent auf allen Seiten einer Site
navigation1
Navigation
  • Navigation über Bereiche (Sectional Navigation)
    • Unterschiedliches Design für unterschiedliche Größe
    • Bei kleiner Menge an Seiten von jeder Seite zu allen anderen
    • Falls mehr Seiten, dann (Hierarchie von) Inhaltsbereichen zur Untergliederung bilden
    • Alternative: audience-Splitting (Lazar): Navigationsstruktur für unterschiedliche Nutzergruppen
  • Pfadnavigation (Path navigation)
    • „breadcrumbs navigation“ (Nielsen)
    • Anzeige des Pfades, über den ein Nutzer von der Einstiegsseite zu der aktuellen Seite gelangt
    • Die Zwischenschritte sind anklickbar  die Pfadangabe ist zur Navigation nutzbar

Sectional Navigation

Und Pfadnavigation

schließen sich

gegenseitig nicht aus.

navigation auf der i g website
Navigation auf der I&G-Website

Link zur Home-page

Pfadnavigation

Subsites

Sitemap

informationsstruktur breite vs tiefe
Informationsstruktur – Breite vs. Tiefe
  • eher breite als tiefe Struktur wählen, da der Nutzer dann nicht durch zu viele Ebenen navigieren muss, ehe er zu den Inhaltsseiten gelangt
  • alle Seiten einer Site sollten mit 4-5 Clicks erreichbar sein „Research has found that four or five clivcks in a Web site is the maximum that a user will complete before giving up“ (Lazar, S. 720)
unterschiedliche informationsstrukturen von sites
Unterschiedliche Informationsstrukturen von Sites
  • Kurze, unstrukturierte Liste z.B. für Hightlights einer Stadtführung, Übersicht über laufende Projekte
  • Lineare Strukturen  Veranstaltungskalender, alphabetische Listen
  • Datenfelder oder Tafeln  Abfahrtsort, Datum, Uhrzeit
  • Hierarchien, Verzweigungsbäume  Kontinent-Land-Stadt
  • Vielfachverzweigungen, Aspektabruf  Fotos sortiert nach Datum, Themen
  • Netzwerke  Zeitschriftenzitate, Stammbäume

Shneiderman, S. 644 ff.

verwendung einer metapher f r die site
Verwendung einer Metapher für die Site
  • Nahe liegender Ausgangspunkt: Metaphern aus traditionellen Medien
  • Beispiele:
    • Aktenschränke mit Ordnern und Dokumenten
    • Einkaufspassage mit Geschäften und Regalen darin
  • Metapher muss nützlich sein
    • Um Konzepte auf hoher Ebene darzustellen
    • Angemessen, um Objekte auf mittlerer Ebene auszudrücken
    • Effektiv, um auf Details auf Pixel-Ebene hinzuweisen

Shneiderman, S. 647

gliederung f r die heutige sitzung1
Gliederung für die heutige Sitzung
  • Webdesign für breite Nutzergruppe!
      • Entscheidendes Kriterium: Download-Zeit!
      • Seitenaufteilung
      • Links
      • Die Verwendung von Frames
  • Design von Seiten (Page Design)
  • Design von Inhalten (Content Design)
  • Design eines „Webauftritts“ (Site Design)
  • Ausblick (Future Predictions)
zusammenfassung
Zusammenfassung
  • Webdesign für breite Nutzergruppe!
  • Design von Seiten (Page Design)
          • Entscheidendes Kriterium: Download-Zeit!
          • Seitenaufteilung und Links
          • Die Verwendung von Frames
  • Design von Inhalten (Content Design)
          • Überfliegen (Scanability) ermöglichen!
          • Hypertext
          • Zur Verwendung von Grafiken, Fotos, Multimedia etc
  • Design eines „Webauftritts“ (Site Design)
          • Fakten zu Websites
          • Navigation
          • Informationsstrukturierung
literatur
Literatur
  • Sutcliffe, A. (2003): Multimedia User Interface Design. In: Jacko, Julie A.; Sears, Andrew (Eds.) (2002): The Human-Computer Interaction Handbook. Mahwah, New Jersey: LEA. S. 245-262.
  • Visual Design principles for usable interfaces. In: Jacko, Julie A.; Sears, Andrew (Eds.) (2002): The Human-Computer Interaction Handbook. Mahwah, New Jersey: LEA. S. 263-286.
  • Shneiderman, Ben (2002): User Interface Design- deutsche Ausgabe. MITP
  • Lazar, Jonathan (2002): The world wide web. In: Jacko, Julie A.; Sears, Andrew (Eds.) (2002): The Human-Computer Interaction Handbook. Mahwah, New Jersey: LEA. S. 714-730.
  • Nielsen, Jakob (2000): Designing Web Usability. Indianapolis: New Riders.
  • ARD/ZDF-Studie (zuletzt abgerufen am 17.1.2004): http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,2065693,00.html
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