B 16 –  Besucherservice  &  Besucherforschung
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B 16 – Besucherservice & Besucherforschung Prof. Dr. Tobias Nettke Qualitative Methoden der Besucherforschung zur Verbesserung des Besucherservices. [Referentin] Nadine Rasche [Datum]02. Februar 2011. Inhalt. 1 Einführung 2 Qualitative Forschung 3 Qualitative Methoden

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[Referentin] Nadine Rasche [Datum]02. Februar 2011

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Presentation Transcript


Referentin nadine rasche datum 02 februar 2011

B 16 – Besucherservice & BesucherforschungProf. Dr. Tobias NettkeQualitative Methoden der Besucherforschung zur Verbesserung desBesucherservices

[Referentin]Nadine Rasche

[Datum]02. Februar 2011


Inhalt

Inhalt

1 Einführung

2 Qualitative Forschung

3 Qualitative Methoden

a) Qualitative Befragung

b) Gruppendiskussion

c) Beobachtung

4 Fazit

Quellen

Seite 1 von 19


1 einf hrung

1 Einführung

Besucherforschung

Für Museen ist es sehr wichtig, neue Besuchergruppen zu gewinnen oder zu erfahren, wie ihr Publikum zusammengesetzt ist.

Besucherforschung kann einem Museum helfen, attraktiver zu werden, indem es die Einrichtung auf ihre Schwächen aufmerksam macht.

(Brinkman,1996,247-249)

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1 einf hrung1

1 Einführung

Quantitativ - Qualitativ

Quantitative Methoden erfassen einzelne Merkmale eines Phänomens systematisch mit Zahlenwerten. Dieses Datenmaterial wird ausgewertet, um vorher aufgestellte (Hypothesen) zu widerlegen.

  • Menge

    Qualitativen Methoden erfassen komplexe Phänomene in ihrer ganzen Breite. Dabei wird der Untersuchungsgegenstand möglichst detailliert, ganzheitlich und umfassend beschrieben.

  • Inhalt(Lamnek,2005,3)

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2 qualitative forschung

2 Qualitative Forschung

  • beschreibt Lebenswelten „von innen heraus“ - aus der Sicht der handelnden Menschen

  • zeigt plastisch die Perspektive der Erforschten

  • liefert genaue und dichte Beschreibungen komplexer Phänomene

  • berücksichtigt subjektive und soziale Konstruktionen der Welt der Erforschten

  • ist offen für Erfahrungswelten und die innere Verfassung der Erforschten

  • erforscht das Unbekannte im scheinbar Bekannten

    (Flick/Kardoff/Steinke, 2009,14/17)

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2 qualitative forschung1

2 Qualitative Forschung

Realität,

wie sie sich dem Beobachter darstellt, ist nicht vorgegeben, sondern wird von Akteuren (Besuchern) konstruiert

Realität

empirische Studie

Theorie

Theorie,

Denkansatz der ein Modell der Realität beschreibt

(Lamnek,2005,118)

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2 qualitative forschung2

2 Qualitative Forschung

Empirie

[speziell]

Induktion

Deduktion

Theorie

[allgemein]

(Lamnek,2005,250)

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3 qualitative methoden

3 Qualitative Methoden

Es gibt 3 Forschungsperspektiven in der qualitativen Forschung

1.Zugänge zu subjektiven Sichtweisen

2. Beschreibung von Prozessen der Herstellung sozialer Situationen

3.Hermeneutische Analyse tiefer liegender Strukturen

(Flick/Kardoff/Steinke, 2009, 19)

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3 qualitative methoden1

3 Qualitative Methoden

(Flick, 2009, 19)

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3 qualitative methoden2

3 Qualitative Methoden

a) Qualitative Befragung

  • konzentriert sich auf die Ermittlung von Einstellungen, Meinungen, Gefühlen, Vorstellungen und Verhaltenserwartungen

  • mit dem Fokus auf psychologische, erziehungswissenschaftliche und soziologische Phänomene

    (Lamnek, 2005, 552)

  • geringer Grad an standardisierten Fragen

  • Erhebungssituation möglichst vertraulich & entspannt

  • Aufzeichnung mithilfe von Audio- und/oder Videogerät

  • Dauer kann erheblich variieren

  • Befrager ist relativ passiv

  • Befragte können eigene Schwerpunkte setzen

  • keine großen Fallzahlen

    (Lamnek, 2005, 348-355)

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3 qualitative methoden3

3 Qualitative Methoden

b) Gruppendiskussion /Focus Groups/

  • Gespräch aus mehreren Teilnehmern zu einem vorgegeben Thema

  • keine kollektive Befragung, sondern ein Gespräch der Teilnehmer untereinander

  • Diskussionsleitung durch einen geschulten Moderator

  • Gruppengröße von 6-10 Personen

  • Moderator konfrontiert die Gruppe mit einem Grundreiz zum behandelnden Thema

  • Aufzeichnung mithilfe von Audio- und/oder Videogeräten

  • Variationsmöglichkeiten, die die Zusammenstellung der Gruppe betreffen

  • Online- Gruppendiskussionen (6-7 Personen)

    (Lamnek, 2005, 408/412-415/433-435/465)

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3 qualitative methoden4

3 Qualitative Methoden

c) Beobachtung

  • konzentriert sich auf die Feststellung und genaue Beschreibung von Verhaltensweisen

    (Lamnek, 2005, 552)

  • untersucht empirisch das Handeln von Menschen, ihre Alltagspraxis und ihre Lebenswelten

    (Lüders, 2009, 384)

  • Alltägliches Beob.:pragmatisch, emotional

  • Wissenschaftliches Beob.:analytisch, kognitiv 

  • Die wissenschaftliche Beobachtung wird systematisch geplant, aufgezeichnet und schließlich analysiert.

    (Lamnek, 2005, 552/564)

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3 qualitative methoden5

3 Qualitative Methoden

c) Beobachtung

Das Wissenschaftliche Beobachtungsverfahren kann 5 Formen annehmen:

  • verdeckt – offen

  • nicht-teilnehmend – teilnehmend

  • strukturiert – unstrukturiert

  • natürlich – künstlich

  • aktiv – passiv

    (Lamnek, 2005, 564-565)

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3 qualitative methoden6

3 Qualitative Methoden

c) Beobachtung

(Lüders, 2009, 385-386)

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3 qualitative methoden7

3 Qualitative Methoden

c) Beobachtung /Ethnographie/

Ethnographie („Beschreibende Völkerkunde“)

 Die Beschreibung von „kleinen Lebenswelten“

 anstelle dem gewohnten Begriff „teilnehmende Beobachtung“ immer öfter der Begriff „Ethnographie“ durch

Für Ethnologen bezeichnet Ethnographie zugleich Forschungsmethode und das schriftliche Produkt ihrer Forschung

Ethnographische Forschung ist schon seit längerer zeit auch in anderen Disziplinen üblich

Mehr und mehr Museumswissenschaftler nutzen ethnografische Zugänge, wenn sie verstehen wollen, was passiert, wenn Museumsbesucher mit Präsentationen „in Kontakt“ kommen

ethnologische Ethnographie

die Sozialstruktur fremder Kulturen

(Lüders, 2009, 389-390)

(Lüders, 2009, 385)

(Gable, 2010, 95)

soziologische Ethnographie

wird in der eigenen Gesellschaft durchgeführt und beschäftigt sich mit kleineren Gruppen, wie Besuchern in einem Museum

(Lüders, 2009, 390)

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3 qualitative methoden8

3 Qualitative Methoden

natürlich / künstlich ?

offen / verdeckt ?

aktiv / passiv ?

teilnehmend /

nicht- teilnehmend ?

unstrukturiert /

strukturiert ?

c) Beobachtung

Besucherbeobachtung [Beispiel]

  • zufällig ausgewählten Besucher werden vor der Beobachtung um Erlaubnis gebeten

  • der Beobachter klärt die Besucher nur grob über die Beobachtungsziele auf, es gibt keine Instruktionen 

  • der Beobachter verhält sich nun sehr zurückhaltend, jedoch immer in Sichtweite der Besucher

  • anfängliche Hemmungen der Beobachteten reduzieren sich nach einer allgemeinen Gewöhnungsphase

  • zwischen Beobachter und Besucher findet keine verbale Kommunikation statt, der Beobachter macht sich ausschließlich individuelle Notizen

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Referentin nadine rasche datum 02 februar 2011

c) Beobachtung

Besucherbeobachtung

[Beispiel]

AUFLÖSUNG

Die Besucher werden in einer natürlichen Situation offen von einem passiven, nicht-teilnehmenden Beobachter observiert. Das Verhalten wird in einem unstrukturierten Beobachtungsprotokoll notiert.

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4 fazit

4 Fazit

Vorteile der Qualitativen Methoden

  • flexible Methode, die sich an den Untersuchungsgegenstand anpasst und nicht umgekehrt

  • Offenheit des Vorgehens ermöglicht, neue und bisher unbekannte Sachverhalte zu entdecken („in scheinbar Bekannten“)

  • die Teilnehmer haben keine wirklichen Vorgaben, daraus werden die subjektiven Einstellung der Gesprächspartner sehr deutlich

  • durch persönliche Interaktion gibt es die Möglichkeit, Hintergründe zu erfragen und Unklarheiten zu beseitigen

  • hohe inhaltliche Gültigkeit durch offene Vorgehensweise (keine Prüfung von vorher festgelegten Theorien)

  • tiefergehender Informationsgehalt durch offene Befragung

  • größere Subjektivität der Ergebnisse

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4 fazit1

4 Fazit

Nachteile der Qualitativen Methoden

  • häufig zeit- und kostenintensiver als quantitative Methoden

  • die Anforderungen an die Qualifikation des Interviewers / Beobachters sind recht hoch

  • Qualität der Daten ist zu einem gewissen Teil auch von der Fähigkeit des „Forschenden“ abhängig

  • Die Datenerhebung und die Auswertung ist im Vergleich zu den quantitativen Methoden relativ aufwendig

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Quellen

Quellen

  • Literatur

  • Flick, Uwe / Kardorff, Ernst von / Steinke, Ines (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Rowohlt Taschenbuch: Reinbek bei Hamburg (7. Aufl.)

  • Lüders, Christian (2009): Beobachten im Feld und Ethnographie. In: Flick, Uwe/Kardorff, Ernst von/Steinke, Ines (Hrsg.): Qualitative Forschung. Ein Handbuch. Rowohlt Taschenbuch: Reinbek bei Hamburg (7. Aufl.), S. 384-401

  • Gable, Eric (2010): Ethnographie: Das Museum als Feld. In: Baur, Joachim (Hrsg.) (2010):Museumsanalyse. Methoden und Konturen eines neuen Forschungsfeldes. Transcript: Bielefeld, S. 95-119

  • Brinkmann, Manus (1996): Mehr qualitative und kompatible Daten! In: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland (Hrsg): (1996): Museen und ihre Besucher. Herausforderungen in der Zukunft. Argon: Berlin, S. 247-256

  • Lamnek, Siegfried (2005): Qualitative Sozialforschung. Beltz Verlag: Weinheim, Basel (4. Auflage)

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Quellen1

Quellen

  • Abbildungen

  • Titelfolie

    • http://photos3.fotosearch.com/bthumb/CSP/CSP101/k1014543.jpg

    • http://images3.wikia.nocookie.net/__cb20070623152905/de.uncyclopedia/images/thumb/e/e4/Videoueberwachung-Symbol.svg/640px-Videoueberwachung-Symbol.svg.png

    • http://sakurasky.files.wordpress.com/2010/06/interview.gif

    • Folie 15

    • http://view.stern.de/de/picture/1344199/Hamburg-Ausstellung-Bildhauerei-Holzkunst-Deichtorhallen-Bildende-Kunst-510x510.jpg

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Referentin nadine rasche datum 02 februar 2011

Vielen Dank

für eure

Aufmerksamkeit


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