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Franz Greif , Wien Almwirtschaft – Transhumance – Nomadismus Welche Chancen haben marginale Viehwirtschaftssysteme?

Franz Greif , Wien Almwirtschaft – Transhumance – Nomadismus Welche Chancen haben marginale Viehwirtschaftssysteme?. Beitrag zum permanenten Diskussionsforum Europäische Regionen im Wandel Bulgarisches Forschungsinstitut in Österreich Haus Wittgenstein, 29. Oktober 2008.

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Franz Greif , Wien Almwirtschaft – Transhumance – Nomadismus Welche Chancen haben marginale Viehwirtschaftssysteme?

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Presentation Transcript


  1. Franz Greif, WienAlmwirtschaft – Transhumance – NomadismusWelche Chancen haben marginale Viehwirtschaftssysteme? Beitrag zum permanenten Diskussionsforum Europäische Regionen im Wandel Bulgarisches Forschungsinstitut in ÖsterreichHaus Wittgenstein, 29. Oktober 2008

  2. Was sind „marginale Viehwirtschaftssysteme“? Charakterisierung in drei Bereichen: a) standortbezogene Nutzungssysteme+ Grenzertragsgebiete je nach ihrer naturräumlichen Ausstattung (Höhenlage, Klimaverhältnisse) + marktferne Regionen b) sozialwirtschaftliche Typen + Ergänzungsfunktionen für Bauern, Tourismus: ALMEN+ (über)regionale Wirtschaftsweisen: TRANSHUMANCE+ Subsistenzwirtschaft alter Kulturreiche: NOMADISMUS c) spezifische Umweltaspekte + dem Naturhaushalt „potentiell“ angepasste Primär- wirtschaft („HNV“-Farming)+ oft jedoch fälschlicherweise idealisiert als Schöpfer „naturnaher“ Kulturlandschaften – sondern auch umweltschädigend BFIÖ

  3. Einweltweites agrarsoziales Dilemma Die drei agrargeographischen Sammelbegriffe Almwirtschaft, Transhumance und Nomadismuskennzeichnen eine weltweite und wirtschaftspoli-tisch dramatische Situation. Sie besteht darin, daß heute selbst größte Mühe und Einsatzbereitschaft bei der Bodennutzung nicht mehr genügen, um jenen Arbeitsertrag zu erzielen, der „primären Lebens-formgruppen“ eine existenz- und kultursicherndeLebensweise ermöglicht. BFIÖ

  4. Einige Elemente dieses Dilemmas • Ausrichtung der Agrarproduktion nach „Effizienz-faktoren“ (Mengen, Kosten und/oder Qualität) • Teilnahmemöglichkeit und Konkurrenzfähigkeit auf Märkten (Raumstruktur und Erreichbarkeit, Fehlen von „Marktmacht“) • Standortkonkurrenz (regional mit kapitalstarken Bauern, oft mit nichtagrarischen Nutzungsinteres-sen, global mit Produzenten in Gunstlagen) • Interessenskonflikte (zwischen Viehbesitzern, Hirten, Nachbarn, Generationen und Staaten) BFIÖ

  5. Wie thematisch darstellen? • Wichtigste Merkmale • Nutzungsgründe für marginale Standorte+ ihre Lage in den drei Beispielsländern • Grundlagen+ Besitz- und Rechtsverhältnisse+ typische Formen der Weidetierhaltung + Organisation und wichtige Sachverhalte der Weidewanderung • Strukturen und Probleme+ gegenwärtige Lage im Überblick+ (Potentielle) Produktionsleistungen • Gedanken zu Lösungsansätzen+ volkswirtschaftliche Integration – was ist das?+ Möglichkeiten in den Beispielsländern+ Schutz für marginale Viehwirtschaftskulturen? • Marginale Viehhaltung im Weltmaßstab BFIÖ

  6. Merkmale marginaler Viehwirtschaftssysteme BFIÖ

  7. Warum werden marginale Standorte genutzt ? BFIÖ

  8. Standorte in Österreich BFIÖ

  9. Standorte inBulgarien BFIÖ

  10. Standorte in derMongolei Peri-urbane Zonen mit marktnaher individueller Intensivlandwirtschaft, Absatzmöglichkeiten theoretisch gut, teilweise starke Umweltschäden Ackerbaugebiete überwiegend in Flußniederungen, generell auf meist dürftigen Böden Wiesen- und Weideregionen der nördlichen Hochländer, teils Taiga und Waldtundra Steppenweidegebiete, zum Teil auch Hochgebirgsweiden Wüstensteppen mit extrem marginalem Weidenutzungscharakter Wüsteregionen:Gobi und Mongol Els Bergbau- und Industriereviere (Stein- und Braunkohle, Metallurgie, Erdöl) BFIÖ Gebiete mit Ansätzen von ländlichem Tourismus Forstwirtschaftsgebiete

  11. Grundlagen: Besitz- und Rechtsverhältnisse BFIÖ

  12. Typische Formen der Weidetierhaltung BFIÖ

  13. Auftrieb, Transport oder Weidewanderung BFIÖ

  14. Weidewandersysteme Im Alpenraum, teilweise im dinarischen Raum Auf dem Balkan, auch in weiten Teilen Vorderasiens BFIÖ

  15. Wanderwege im Makedonien (ca. 1900, 1950) BFIÖ

  16. Modell der saisonalen Weide- und Brunnennutzung BFIÖ

  17. Modell der jahreszeitlichen Weidewanderung BFIÖ

  18. Die heutige Lage im Überblick BFIÖ

  19. Aktuelle Produktionsleistung BFIÖ

  20. Wie die Lage verbessern? Integration „abgekoppelter“ Wirtschaftsbereiche in die Volkswirtschaft (Kriterium des „Hans-Kudlich-Preises“) Entwicklung von „Überlebensstrategien“ oder „Aufgabe-strategien“? Materielle und organisatorische Entwicklungsmaßnahmen (Förderung und Projekte) BFIÖ

  21. Integration der … in die Volkswirtschaft – was bedeutet das? • Bürgerliches Recht, Wirtschafts- und Sozialgesetze grundsätzlich für Landwirtschaft und andere Sektoren gleich (Besitzrechte, soziale Sicherheit, Erbrecht) • Teilnahme am Markt (Erreichbarkeit der Märkte; Regelungen betr. Erzeugung, Produktqualität, Manipulation, Verarbeitung) • Geregelte Bezugs- und Absatzverhältnisse (Einkaufs- und Verkaufs-genossenschaften) • Rolle der Landwirtschaft als Arbeitgeber (Verarbeitung, Transport-sektor, Bauwirtschaft) • Kooperation mit anderen Wirtschaftssektoren (Tourismus, Lebens-mittelhandel, Forstwirtschaft) • Regelung der Stellung der Landwirtschaft aus übergeordeten nationalen Erwägungen (Ernährungssicherung, Agrarförderung) BFIÖ

  22. Integration – in Österreich: • Rechtssicherheit sollte gegeben sein; speziell für Alm- und Bergbauern existieren tradierte (ewige“) Besitzrechte, die Sicherheit gegenüber anderen Interessen garantieren • Teilnahme an Märkten: Verkehrsnetz gut, Vermarktungsinitiativen vorhanden; Begriff „Almprodukt“ steht für Qualität • Bezugs- und Absatzverhältnisse im Zusammenhang mit Talbetrieben (oder Aktivitäten von Agrargemeinschaften) • Almwirtschaft ist Arbeitgeber für Bauwirtschaft (Wege, Infrastruktur, Gebäude); Arbeitsplätze auf Almen eher spärlich • Kooperation mit anderen Sektoren z.T. optimal (Tourismus), z.T. in guter Entwicklung (Lebensmittelhandel, Forstwirtschaft, Jagd) • Stellung der Almwirtschaft spielt bei übergeordeten nationalen Zielen kaum eine Rolle BFIÖ

  23. Viehauftrieb 1952 bis 2004 konstant BFIÖ

  24. Elemente des österreichischen Almentwicklungsplans BFIÖ

  25. Integration – in Bulgarien: • Anerkennung der ökologischen und volkswirtschaftlichen Bedeutung der transhumanten Gruppen; Sicherung ihrer Rechte an Wegen, Weideflächen und materiellen Gütern • Marktteilnahme erfordert v.a. Verkehrsnetzverbesserung; Erzeuger-regelungen, Qualitätskontrolle und Verarbeitungsmonitoring nicht minder wichtig • Für stabile Bezugs- und Absatzbeziehungen sind Genossenschaften in Selbstorganisation und Eigenverantwortung erforderlich • Rolle der Landwirtschaft als Arbeitgeber steht und fällt mit der Verfügbarkeit von Geldmitteln in der Hand der Viehhalter • Kooperation mit anderen Wirtschaftssektoren im hat begonnen • Beitrag der Weidewirtschaft Bulgariens zur Ernährungssicherung mit Sicherheit bedeutend, daher Förderung voll gerechtfertigt BFIÖ

  26. Integration – in der Mongolei: • Rechtsverhältnisse im Lebensraum der Nomaden auf dem Papier „gleich“, doch in der Realität nicht umsetzbar (Bildungswesen, öffentliche und soziale Sicherheit, Trennung von Grundbesitz und Weiderechten) • Teilnahme an Märkten ist für Nomaden bei liberalisiertem Agrar- und Lebensmittelhandel eine Illusion; dennoch Vermarktungsinitiativen denkbar, wie auch Regelungen betr. Erzeugung, Produktqualität etc. • Moderne Bezugs- und Absatzverhältnisse für regionalspezifische Erzeugnisse erforderlich (feinste Kaschmirwolle weltweit!) • Rolle der Landwirtschaft als Arbeitgeber nur für Familienarbeitskräfte • Kooperation mit anderen Wirtschaftssektoren (Tourismus, Textilindustrie) denkbar, aber extern zu organisieren • Stellung der Weidewirtschaft aus übergeordeten nationalen Erwägungen (Ernährungssicherung, Agrarförderung) sollte keine Frage sein BFIÖ

  27. Regionale Großmarktzentren in der Mongolei ERDENET 5 AIMAGS KHOVD 5 AIMAGS ULAANBAATAR 1 AIMAG AND UB BAYANKHONGOR 3 AIMAGS CHOIR 7 AIMAG AND UB LN BFIÖ

  28. Zusammenfassung BFIÖ

  29. Schluß jetzt! BFIÖ

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