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Prof. Dr. Manfred Prenzel PISA 2006: Auswertung und Ergebnis für Sachsen

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Prof. Dr. Manfred Prenzel PISA 2006: Auswertung und Ergebnis für Sachsen. Dresden, 24. Januar 2009. Einleitung. Das „Programme for International Student Assessment“ (PISA) ist eine Vergleichsstudie der OECD PISA wird in Deutschland im Auftrag der KMK durchgeführt

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Presentation Transcript
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Prof. Dr. Manfred Prenzel

PISA 2006:

Auswertung und Ergebnis für Sachsen

Dresden, 24. Januar 2009

einleitung
Einleitung
  • Das „Programme for International Student Assessment“ (PISA) ist eine Vergleichsstudie der OECD
  • PISA wird in Deutschland im Auftrag der KMK durchgeführt
  • An PISA 2006 nahmen ca. 400.000 zufällig ausgewählte fünfzehnjährige Jugendliche aus 57 Staaten teil.
  • Hauptfragestellung: Wie gut sind fünfzehnjährige Jugendliche auf die Anforderungen der Wissensgesellschaft vorbereitet?
  • PISA bietet Möglichkeiten für nationale Zusatzstudien
die nationalen erweiterungen von pisa
Die nationalen Erweiterungen von PISA

PISA 2006 besteht in Deutschland aus drei Teilstudien.

(a) „PISA-I" (PISA-International) mit 225 Schulen und je 25 Fünfzehnjährigen

(b) „Normierungsstudie Bildungsstandards Mathematik“ mit 225 Schulen und je zwei kompletten 9. Klassen)

(c)„PISA-E" (Erweiterungsstudie): Vergleich zwischen den Ländern der Bundesrepublik mit den internationalen Verfahren und OECD-Regeln (mit 1509 Schulen und je 25 Schülerinnen und Schülern)

ausschluss von verzerrungen
Ausschluss von Verzerrungen
  • Design, Erhebungen und Auswertungen folgten den internationalen Regeln
  • Für den Ländervergleich wurden ca. 40 000 Fünfzehnjährige aus 1509 Schulen getestet
  • Die Testbeteiligung lag zwischen 86 und 96 Prozent und erfüllte in allen Ländern die internationalen Kriterien (Sachsen: 95 Prozent)
  • Die Fragebogenbeteiligung lag zwischen 76 und 95 Prozent (Sachsen 89 Prozent)
  • Die Noten der Schülerinnen und Schüler, die am Test teilnahmen vs. nicht teilnahmen, unterschieden sich nicht
  • Die Testmotivation lag auf dem gleich hohen Niveau wie bei PISA 2003
naturwissenschaft liche kompetenz im internationalen vergleich
Naturwissenschaft-liche Kompetenz im internationalen Vergleich

Zum Vergleich:

PISA 2003:

502 Punkte, Rang 15,

im OECD-Durchschnitt

PISA 2000:

487 Punkte, Rang 20

unter OECD-Durchschnitt

fazit naturwissenschaften
Fazit Naturwissenschaften
  • In diesem Bereich zeigt sich bei PISA 2006 für die Länder eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu PISA 2000 und PISA 2003
  • 13 Länder (darunter Sachsen) liegen signifikant über dem OECD-Mittelwert, zwei im Durchschnittsbereich
  • Sachsen, Bayern und Thüringen haben zur internationalen Spitze aufgeschlossen
  • Die Leistungsabstände zwischen den Ländern sind dennoch beträchtlich (umgerechnet bis zu zwei Schuljahren) – das gilt auch für die Gymnasien
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*

Perzentilbänder der Lesekompetenz im internationalen Vergleich

(OECD M=492)

* aufgrund des Signifikanztests nicht signifikant vom OECD-M verschieden

fazit lesen
Fazit Lesen
  • Vier Länder (darunter Sachsen) liegen über dem OECD-Mittel, sieben Länder im OECD-Durchschnittsbereich und fünf Länder darunter
  • Die Unterschiede zwischen den Ländern sind nach wie vor beträchtlich und die Streuungen der Lesekompetenz sind in allen Ländern bemerkenswert hoch
  • In zehn Ländern liegt mehr als ein Fünftel der Jugendlichen auf oder unter der ersten Kompetenzstufe
  • Nach wie vor sind die Mädchen den Jungen im Lesen in allen Ländern deutlich überlegen
  • Zwischen PISA 2000 und PISA 2006 ist die Lese-kompetenz in keinem Land signifikant schlechter geworden. In fünf Ländern zeigt sich ein statistisch bedeutsamer Zuwachs über die Zeit
prozentuale anteile unter oder auf kompetenzstufe i beziehungsweise auf kompetenzstufe vi
Prozentuale Anteile unter oder auf Kompetenzstufe I beziehungsweise auf Kompetenzstufe VI
fazit mathematik
Fazit Mathematik
  • Die mathematische Kompetenz unterscheidet sich in neun Ländern nicht signifikant vom OECD-Durchschnitt; vier Länder (darunter Sachsen) liegen über und drei unter dem OECD-Mittel
  • Die Streuung der mathematischen Kompetenz ist im internationalen Vergleich auffallend stark und besonders hoch in Hamburg, Berlin, Bremen, Hessen und Brandenburg; relativ niedrig dagegen in Sachsen
  • In zwölf Ländern liegt mindestens ein Fünftel der Jugendlichen auf oder unter der ersten Kompetenzstufe (in drei Ländern sogar mehr als ein Viertel)
unterrichtsmuster
Unterrichtsmuster

Globale Aktivitäten

Kognitiv fokussierte Aktivitäten

Traditioneller Unterricht

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Unterrichtsmuster in Sachsen und Ergebnisse im Naturwissenschaftstest und in der Interessenbefragung
fazit naturwissenschaftlicher unterricht
Fazit naturwissenschaftlicher Unterricht
  • Ausmaß der Unterrichtszeit ist in allen Ländern ähnlich.
  • In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen ist der Anteil von Schülerinnen und Schülern, die viel Unterrichtszeit berichten, etwas höher.
  • Deutlicher Zusammenhang zwischen der zur Verfügung stehenden Unterrichtszeit und der Kompetenz von Schülerinnen und Schülern in allen deutschen Ländern.
  • Unterrichtsschwerpunkte liegen in Deutschland auf dem interaktiven Lehren und Lernen sowie auf dem Experimentieren.
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Fazit: Kopplung soziale Herkunft

  • Der Zusammenhang zwischen Herkunft und naturwissen-schaftlicher Kompetenz ist am schwächsten in Sachsen und Niedersachsen; am stärksten in Hamburg und Berlin
  • Soziale Disparitäten der Lesekompetenz haben sich seit 2000 insgesamt in Deutschland abgeschwächt. Die Abnahme ist in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen statistisch signifikant, in acht weiteren Ländern tendenziell. Für Brandenburg wurde ein bedeutsamer Anstieg des sozialen Gradienten zwischen 2000 und 2006 festgestellt
  • Bei den relativen Chancen des Gymnasialbesuch zeichnet sich für viele Länder eine tendenzielle Abnahme der sozialen Disparitäten zwischen 2000 und 2006 ab. Statistisch bedeutsam sind diese Abnahmen in Bayern und Rheinland-Pfalz
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Der Bildungserfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

in den deutschen Ländern

mittlere lesekompetenzen der jugendlichen mit unterschiedlichem migrationsstatus in den l ndern
Mittlere Lesekompetenzen der Jugendlichen mit unterschiedlichem Migrationsstatus in den Ländern
gesamtbild
Gesamtbild
  • Der Ländervergleich bei PISA 2006 zeigt nach wie vor sehr große Disparitäten zwischen den Ländern in Deutschland
  • Fast alle Ländern konnten sich im Naturwissenschaftstest deutlich verbessern.
  • Nur wenige Länder konnten sich in den Bereichen Lesen und Mathematik verbessern. Problematisch sind hier die großen Leistungsstreuungen und Anteile im Risikobereich
  • Baden-Württemberg konnte sich von 2000 bis 2006 in der Mathematik verbessern
  • Die sozialen Disparitäten des Kompetenzerwerbs und der Bildungsbeteiligung sind hoch, haben sich aber seit PISA 2000 in einigen Ländern tendenziell und in wenigen Ländern signifikant verringert
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Weitere Informationen

IPN – Leibniz-Institut für die Pädagogik der Naturwissenschaften

Olshausenstrasse 62

24098 Kiel

E-Mail: [email protected]

Web: http://pisa.ipn.uni-kiel.de

Prenzel, M., Artelt, C., Baumert, J., Blum, W., Hammann, M., Klieme, E. & Pekrun, R. (Hrsg.), PISA 2006 in Deutschland. Die Kompetenzen der Jugendlichen im dritten Ländervergleich. Münster: Waxmann.

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Schüleranteile auf den Kompetenzstufen I und darunter an den Schulen mit mehreren Bildungsgängen (in Prozent)
sch leranteile auf den kompetenzstufen i und darunter an integrierten gesamtschulen in prozent
Schüleranteile auf den Kompetenzstufen I und darunter an Integrierten Gesamtschulen (in Prozent)
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Mittlere naturwissenschaftliche Kompetenzen von Jugendlichen ohne Migrationshintergrund und Jugendlichen der drei Migrationsgruppen
hochrechnung der kompetenzmittelwerte unter der annahme vollst ndig selektiver testbeteiligung
Hochrechnung der Kompetenzmittelwerte unter der Annahme vollständig selektiver Testbeteiligung

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* (Bei den Hochrechnungen sind Sonderschüler nicht berücksichtigt. Beobachtete Werte sind deshalb erhöht)

hochrechnung der naturwissenschaftlichen kompetenz auf eine teilnahmequote von 100 prozent
Hochrechnung der naturwissenschaftlichen Kompetenz auf eine Teilnahmequote von 100 Prozent

*

* (Bei den Hochrechnungen sind Sonderschüler nicht berücksichtigt. Beobachtete Werte sind deshalb erhöht)

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Schüleranteile auf den Kompetenzstufen I und darunter an den Schulen mit mehreren Bildungsgängen (in Prozent)
sch leranteile auf den kompetenzstufen i und darunter an integrierten gesamtschulen in prozent1
Schüleranteile auf den Kompetenzstufen I und darunter an Integrierten Gesamtschulen (in Prozent)
durchschnittlicher sozio konomischer status der familien nach migrationsstatus in den l ndern
Durchschnittlicher sozioökonomischer Status der Familien nach Migrationsstatus in den Ländern

a Aufgrund geringer Stichprobengröße wird die Zweite Generation in den östlichen Ländern nicht ausgewiesen.

ad