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Technische, soziale und psychologische Aspekte bei der Konzeption von eLearning-Maßnahmen

Technische, soziale und psychologische Aspekte bei der Konzeption von eLearning-Maßnahmen. Vortrag im Rahmen der Tekom-Regional-Veranstaltung eLearning am 18.04.2005 Prof. Dr. Ulrike Tippe. Inhalt. Einführung. eLearning : Vision - Definition – Erwartungen.

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Technische, soziale und psychologische Aspekte bei der Konzeption von eLearning-Maßnahmen

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  1. Technische, soziale und psychologische Aspekte bei der Konzeption von eLearning-Maßnahmen Vortrag im Rahmen der Tekom-Regional-Veranstaltung eLearning am 18.04.2005 Prof. Dr. Ulrike Tippe

  2. Inhalt • Einführung • eLearning: Vision - Definition – Erwartungen • Die drei „eLearning-Säulen“: Technik, Psychologie und Soziologie • Entwicklung eines Praxis tauglichen Modells zur Analyse, Beschreibung und Optimierung von eLearning • Kritische Erfolgsfaktoren für eLearning: Formulierung von Kernfragen und Fazit • Praxisbeispiel: Das Open Source Learning Managementsystem ILIAS ulrike.tippe@goals-strategies.com

  3. Einführung Lernen ist ein kognitiver Prozess, den jedes Individuum selbst durchlaufen muss! (Holzinger, 2001) Lehrende können „nur“ Informationen liefern, jedoch kein Wissen in Lernenden aufbauen. (Baumgartner, 1993) Wozu neue Medien? Worin liegt der Mehrwert? ulrike.tippe@goals-strategies.com

  4. Die drei „landmarks“ des eLearning: • Technik: IT-technische Voraussetzungen als ein Teil des gesellschaftlichen/institutionellen Kontextes • Psychologie: Individuelles Lernen • Soziologie: Lernen in der Gruppe ulrike.tippe@goals-strategies.com

  5. Ziele: • Analyse der drei „landmarks“ • Entdeckung von Wegen • Analyse der Landschaftsstruktur • Empfehlungen für eine Erfolg versprechende „Erschließung des gesamten (eLearning)-Landes“ ulrike.tippe@goals-strategies.com

  6. Vorgehensweise: • Lösen vom Detail, d.h. Blickrichtung von erhöhter Position (Luftaufnahme) • Erkennen von Strukturen und Mustern Brich das Muster auf, das die Lerninhalte verbindet, und du zerstörst notwendigerweise alle Qualität! (Bateson, 1987) ulrike.tippe@goals-strategies.com

  7. e-Learning: Vision - Definition – Erwartungen • Die Vision I believe that motion picture is destined to revolutionize our educational system and that in a few years it will supplant largely, if not entirely, the use of textbooks. I should say that on the average we get about two percent efficiency out of schoolbooks as they are written today.The education of the future, as I see it, will be conducted through the medium of the motion picture, where it should be possible to achieve 100% efficiency. (Thomas Alva Edison (1922)) ulrike.tippe@goals-strategies.com

  8. Definition: • Unter eLearning versteht man Web basierte (Internet, Intranet) Lehr- und Informationspakete (WBT: Web Based Training), die dem Lernenden unabhängig von Zeit, Raum und (den Eingangsvoraussetzungen der Person) zur Verfügung stehen (A3: „Anytime, anywhere, anybody“) Welche Erwartungen sind mit eLearning verbunden? ulrike.tippe@goals-strategies.com

  9. Erwartungen: eLearning • erhöht die Motivation des Lernenden (?) • ist attraktiver, weil leichter als traditionelles Lernen (?) • ist ganzheitlicher (?) • ist lerneffektiver (?) • spart Zeit und Kosten (?) • - Module können mehrfach verwendet werden • ermöglicht flexibles und individuelles Lernen • fördert durch neue Kommunikationsformen Teamarbeit über entfernte Orte hinweg ulrike.tippe@goals-strategies.com

  10. 1. These: • eLearning ist erfolgreich, wenn • die Motivation der Lernenden hoch, • ausreichend Zeit vorhanden, • passende Inhalte gegeben sowie • eine neuartige Darstellung gewählt • sind. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  11. Die drei „eLearning-landmarks“ • Die Technik Präsentation von Inhalten (Text, Grafik,Ton, Film usw.) Kommunikations-werkzeug (synchron: Chat, Whiteboard bzw. asynchron: Mail, Foren) Administration von Lernenden, Inhalten, Kursen, Lernfortschritten Learning-Management-System (LMS) Werkzeugezur Erstellung von Aufgaben und Übungen (“Autorentools”) Evaluation und Bewertungshilfen ulrike.tippe@goals-strategies.com

  12. Die Psychologie Es ergeben sich im wesentlichen die folgenden Fragestellungen: • Welche Kommunikationsformen sollen wie und wann angeboten werden? • Wo und wie kann Unterstützung gegeben werden? • Wie können die im Zuge der webbasierten Kommunikation geschaffenen Inhalte selbst wieder Gegenstand des Lernens werden? ulrike.tippe@goals-strategies.com

  13. 2. These: Es ist zwingend notwendig, die zurzeit dominanten technisch-produktorientierten Fragestellungen stärker mit pädagogisch-prozessorientierten Aspekten zu verknüpfen. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  14. Lerntheoretische Modelle: Behaviorismus(Pawlo’scher Hund): Lernen erfolgt nach Reiz und Reaktionsmuster (Drill&Practice-Stil). Kognitivismus (menschliches Gehirn): Informationsverarbei- tung, Problemstellung sollen vom Lernenden verarbeitet, Lösungsmöglichkeiten entdeckt werden. Konstruktivismus(soziale Interaktion): Betonung interner Verstehensprozesse, Schwerpunkt ist die Erlangung von Kompetenz, weniger von Wissen. Konstruktivismus: “„Sage es mir, und ich vergesse es; zeige es mir, und ich erinnere mich, lass es mich tun, und ich behalte es.“ (Konfuzius) ulrike.tippe@goals-strategies.com

  15. 3. These: Jede Lernplattform birgt in sich ein organisations- und lerntheoretisches Modell. Dies ist unabhängig davon, ob es den Entwicklern und Anwendern bewusst ist oder nicht. 4. These: Die Konsequenzen dieses „geheimen Lehrplans“ beim webbasierten Lernen sind folgenreicher als bei lokal installierter Software. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  16. Sozialformen des eLearning • Die Soziologie Formen des eLearning aus soziologischer Sicht: Face-to-face Individuelles Lernen Interaktives Lernen Face-to-interface Steuernde Interaktivität Steuerung des Programmablaufs Didaktische Interaktivität Gestaltung des Lernerlebnisses Die Organisationsformen des eLearning spielen eine wesentliche Rolle! ulrike.tippe@goals-strategies.com

  17. Einfluss des LMS auf Lernprozess, keine pädagogische Neutralität Psycho-logie Technik (LMS) Individuelles und interaktives Lernen, Organisation des Lernprozesses durch LMS ??????? Sozio-logie Die drei „landmarks“ im eLearning-Land. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  18. Entwicklung eines Praxis geeigneten Modells zur Analyse, Beschreibung und Optimierung von eLearning • Kernfrage: Was soll mit einer Bildungsmaßnahme erreicht werden? • Vermittlung von Wissen • Vermittlung von sozialer Kompetenz („Soft Skills“) Ganzheitlicher Bildungsauftrag, in dem der Lernende im Mittelpunkt steht. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  19. Entwicklung eines dreistufigen Modells: Psychologie Individuum 1 Soziologie Gruppe 2 Technik Gesellschaft 3 ulrike.tippe@goals-strategies.com

  20. Merkmale der Schichten: • Sie bauen aufeinander auf. • Sie weisen Interdependenzen auf und bedingen sich gegenseitig. • Sie sind nach dem Prinzip Individuum - Gruppe –Gesellschaft strukturiert. • Sie korrellieren mit den drei „landmarks“ ulrike.tippe@goals-strategies.com

  21. 5. These: Eine eLearning-Maßnahme ist ein Prozess, der das dreistufige Pyramidenmodell sowohl von oben nach unten als auch umgekehrt durchläuft. In jeder Phase kommen alle charakteristischen Aspekte aller Schichten zum Tragen! • Was sind „charakteristische Aspekte“? ulrike.tippe@goals-strategies.com

  22. Kritische Erfolgsfaktoren für e-Learning: Formulierung von Kernfragen und Fazit • Technik • Welche technische Infrastruktur liegt bereits vor? • Welche finanziellen und personellen Ressourcen haben wir? • Wie entwickelt sich der eLearning Markt? • Was wird bei der Konkurrenz eingesetzt? • Impulse von Politik und Wirtschaft? • Welche Lernplattform/welches Autorentool soll eingesetzt werden? ulrike.tippe@goals-strategies.com

  23. Psychologie • Welche Zielgruppe liegt vor? • Welche Voraussetzungen? • Welcher Wissensstand? • Welche Lernerfahrungen? • Welche Tätigkeiten? • Welche Bedürfnisse? • Ist eLearning für alle Lerninhalte gleichermaßen sinnvoll einsetzbar? • Wie verhält es sich mit der Motivation der Lehrenden? „Man holt den Kunden dort ab, wo er sich befindet.“ ulrike.tippe@goals-strategies.com

  24. Soziologie • Wie kann soziale Kompetenz vermittelt werden? • Wie verhindert man Vereinsamung? • „Reine“ e-Learning- Veranstaltungen oder „Didaktikmix“? • „Blended“ – Learning: Lehr- und Lernkonzept, das • einen didaktisch sinnvollen Mix von traditionellen • Lehrformen und webbasiertem Lernen anstrebt. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  25. Fazit Die Kernfragen verweisen auf „kritische Erfolgsfaktoren“ des eLearning. D.h. die Fragen und Antworten…. • bilden Grundstein für eine erfolgreiche eLearning-Strategie. • müssen alle gleichermaßen in allen Schichten berücksichtigt werden. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  26. Praxisbeispiel: Das Open Source Learning Managementsystem ILIAS • ILIAS = Integriertes Lern-, Informations- und Arbeitskooperations – System • Open Source Software unter General Public License • Entwicklung im Rahmen des VIRTUS- Projektes an der Universität Köln (www.ilias.uni-koeln.de) • Weiterentwicklung durch eine Vielzahl von kooperierenden Partnern (Hochschulen, öffentliche Institutionen) sowie freien Entwicklern ulrike.tippe@goals-strategies.com

  27. Funktionsübersicht: 1. Kommunikation, Kooperation und Kollaboration • Synchrone und asynchrone Kommunikationstool (Chat, Foren, eMail, Up- und Download, FAQs) • Notizfunktionen • Gruppenbildung durch Rollenprinzip ulrike.tippe@goals-strategies.com

  28. 2. Didaktik • Orientierung an (gemäßigtem) Konstruktivismus • Integration von Übungen und Tests • Modularisierung von Lehr- und Lerneinheiten • Feedback zum und Protokollierung des Lernfortschritts • Schnittstellen (SCORM und AICC) zur Integration von Lernmodulen, die mit speziellen Autorenwerkzeugen erstellt worden sind • Integriertes Autorensystem • Learning-flow-Management (Bookmarkfunktion) ulrike.tippe@goals-strategies.com

  29. 3. Administration • Tracking- Funktionalität • Rechnungsverwaltung (Schnittstelle zur Generierung von Serienbriefen in MS Word) • Userverwaltung (Rollen basiertes Berechtigungskonzept) ulrike.tippe@goals-strategies.com

  30. 4. Technik (1) • Anpassbarkeit (Anpassung an CI-Erfordernisse durch Modifikation von Templates) • Erweiterbarkeit durch Einsatz offener Standards (PHP und MySQL) und gut dokumentierten Codes • Skalierbarkeit, d.h. sowohl für kleine als auch für große Gruppen einsetzbar. (Z.B. 11.000 User auf der Referenzplattform der Universität Köln) • Verteilbarkeit durch mögliche Trennung von Userdatenbank und LMS ulrike.tippe@goals-strategies.com

  31. Technik (2): • Unterstützte Standards: AICC, SCORM, XML • Unterstütze Serverbetriebssysteme: Windows, Linux • Support etwas eingeschränkt, da Open Source Produkt: Email-Anfragen werden i.d.R. schnell beantwortet, Schulungen gibt es, sind jedoch Kosten pflichtig • Dokumentation in Form einer leicht verständlichen Online Hilfe verfügbar • Sicherheit: SSL-Unterstützung ist möglich ulrike.tippe@goals-strategies.com

  32. 5. Referenzanwendung (Beispiele) • Universität der Bundeswehr Hamburg • Pädagogische Hochschule Zürich • Technische Hochschule Ilmenau • Universität Trier • Royal Danish Defence Akademy • U.a. ulrike.tippe@goals-strategies.com

  33. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Es folgt eine kleine Pause, um anschließend das ILIAS Learning Managementsystem live zu erleben….. G&S Goals & Strategies GmbH Rapstedter Weg 55b 12305 Berlin Prof. Dr. Ulrike Tippe ulrike.tippe@goals-strategies.com ulrike.tippe@goals-strategies.com

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