Zeichentheorie ii
This presentation is the property of its rightful owner.
Sponsored Links
1 / 22

Zeichentheorie II PowerPoint PPT Presentation


  • 47 Views
  • Uploaded on
  • Presentation posted in: General

Zeichentheorie II. Wie war das noch…. Verkehrszeichen?. Um was es heute geht…. Textarbeit: Was ist ein Text? Der Text als Zeichen. Wie entsteht Bedeutung? Was ist Fiktionalität?. Textarbeit: Was ist ein Text?. Ihre Aufgaben:

Download Presentation

Zeichentheorie II

An Image/Link below is provided (as is) to download presentation

Download Policy: Content on the Website is provided to you AS IS for your information and personal use and may not be sold / licensed / shared on other websites without getting consent from its author.While downloading, if for some reason you are not able to download a presentation, the publisher may have deleted the file from their server.


- - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - E N D - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - - -

Presentation Transcript


Zeichentheorie ii

Zeichentheorie II


Zeichentheorie ii

Wie war das noch….


Zeichentheorie ii

Verkehrszeichen?


Zeichentheorie ii

Um was es heute geht…

Textarbeit: Was ist ein Text?

Der Text als Zeichen.

Wie entsteht Bedeutung?

Was ist Fiktionalität?


Zeichentheorie ii

Textarbeit: Was ist ein Text?

Ihre Aufgaben:

Schauen Sie sich im Reader den Text von Lotman „Der Begriff Text“ (83-86) an.

Arbeiten Sie die wichtigsten Begriffe heraus.

Erklären Sie diese Termini in Ihren Worten.


Zeichentheorie ii

Der Text als Zeichen.

„Die verbale Kunst beginnt mit dem Versuch, die Grundeigenschaft des Wortes als sprachlichen Zeichens – die willkürliche Verbindung von Inhalts- und Ausdrucksebene – zu überwinden und ein verbales künstlerisches Modell, wie in den bildenden Künsten, nach dem iconischen Prinzip aufzubauen. […]

Aus dem Material der natürlichen Sprache – einem System von Zeichen, die zwar konventionsgebunden, aber dem gesamten Kollektiv soweit verständlich sind, daß ihre Konventionsgebundenheit vor dem Hintergrund anderer, spezieller ‚Sprachen‘ nicht mehr empfunden wird – entsteht ein sekundäres Zeichen vom abbildenden Typ […].

Dieses sekundäre Zeichen verfügt über die Eigenschaften iconischer Zeichen: unmittelbare Ähnlichkeit mit dem Objekt und Anschaulichkeit, es macht den Eindruck geringerer Kodebedingtheit und garantiert deshalbt – wie es scheint – größeren Wahrheitsgehalt und größere Verständlichkeit als die konventionellen Zeichen.“ (Lotman 1972, 89-91)


Zeichentheorie ii

Der Text als Zeichen.

„Die verbale Kunst beginnt mit dem Versuch, die Grundeigenschaft des Wortes als sprachlichen Zeichens – die willkürliche Verbindung von Inhalts- und Ausdrucksebene – zu überwinden und ein verbales künstlerisches Modell, wie in den bildenden Künsten, nach dem iconischen Prinzip aufzubauen. […]

Aus dem Material der natürlichen Sprache – einem System von Zeichen, die zwar konventionsgebunden, aber dem gesamten Kollektiv soweit verständlich sind, daß ihre Konventionsgebundenheit vor dem Hintergrund anderer, spezieller ‚Sprachen‘ nicht mehr empfunden wird – entsteht ein sekundäres Zeichen vom abbildenden Typ […].

Dieses sekundäre Zeichen verfügt über die Eigenschaften iconischer Zeichen: unmittelbare Ähnlichkeit mit dem Objekt und Anschaulichkeit, es macht den Eindruck geringerer Kodebedingtheit und garantiert deshalbt – wie es scheint – größeren Wahrheitsgehalt und größere Verständlichkeit als die konventionellen Zeichen.“ (Lotman 1972, 89-91)


Zeichentheorie ii

Wie war das noch mit dem „Weltmodell“?

  • Wir sprachen über

  • künstlerische Information vs. Faktizität,

  • Sprache der Literatur vs. Alltagssprache und die doppelte Zugehörigkeit des sprachlichen Zeichens im Kunstwerk,

  • den Kode der Mitteilung den das Werk selbst enthält,

  • den Anteil des Rezipienten an der künstlerischen Mitteilung.

  • Was vermitteln Kunstwerke, wenn Kunst eine Sprache ist?


Zeichentheorie ii

Die „Schichten“ des Kunstwerkes

1. die gegenständliche Schicht

2. die Bedeutungsschicht

(primäre und sekundäre Bedeutungsschicht)

3. die inhaltliche Schichte

Kunstwerke sind keine homogenen, sondern vielschichtige und polyphone Gebilde. Jede Schicht im Kunstwerk hat eine Funktion, die sich im resultativen Werkganzen erfüllt.

vgl. Chvatík, Květoslav: Tschechoslowakischer Strukturalismus, München 1981, 170f.


Zeichentheorie ii

Werkbegriff des Prager Strukturalismus

das ästhetische Objekt

das Artefakt


Zeichentheorie ii

Das Werk als Zeichen

Mensch

semantisches Feld

Werk

Welt


Zeichentheorie ii

Das Werk als Zeichen

B

Bedeutung, das ästhetische Objekt, d.h. die Konkretisation des Werks im Bewusstsein des Empfängers

D

Designat oder Denotat des Zeichens, d.h. Objekte oder Handlungen, die das Werk als Zeichen bezeichnet

S

sinnlicher Bedeutungsträger, das materielle Werk-Ding, die gegenständliche Schicht des Werks


Zeichentheorie ii

Vom Zeichenmodell zur Semiose

  • „Die Interpretation begreifen wir als einen Prozeß, in dem der Interpret aufgrund des Zeichens sein Augenmerk auf Objekte richtet, denen das Zeichen zugeordnet wird. Für den Interpreten hat also das Zeichen eine bestimme Bedeutung, auf welche Art auch immer wir den Begriff ‚Bedeutung‘ verstehen.“ (Chvatík 1981, 179)

    • Prozess der Semiose

Im Prozess der Semiose werden die Schichten des Werks zu einer höheren Bedeutungseinheit integriert, die es uns erlaubt, vom Ganzen des Kunstwerks als einem spezifischen Zeichen zu sprechen.


Zeichentheorie ii

Das Werk als „Superzeichen“

Wir erinnern uns: es gibt verschiedene Doppelstrukturen!

Alltagssprache und ‚Sprache der Literatur‘

Varianten und Invarianten der Textstrukturen

Werk als Zeichen aus Zeichen


Zeichentheorie ii

Die „Ebenen“ der Semiose

1. die semantische Ebene: Relation zwischen Zeichen und Objekten

2. die pragmatische Ebene: Relation zwischen Zeichen und ihrer Interpretation, zwischen Sender und Empfänger

3. die syntaktische Ebene: Relation der Zeichen untereinander, Regeln der Konstituierung des semiotischen Systems

Die Ebenen der Semiose werden in der „Forscherdeskription“ unterschieden. Alle Ebenen und semiotischen Pole (B,D,S) stehen im Kunstwerk in Relation (Anziehungs- und Spannungsbeziehungen) zueinander und erzeugen Dynamik.


Zeichentheorie ii

Vom Prozess der Semiose zu einer Bedeutung (unter anderen)

Zuerst: Auf semantischer Ebene kommt es im Kunstwerk zur Auflösung der denotativen Funktion. (Bsp. Mácha-See)

Bei der Überlagerung verschiedener „Strukturketten“ im Kunstwerk kommt es zu Prozessen der „Umcodierung“ (vgl. Lotman 1972, 55ff.)

Dabei wird eine Äquivalenz zwischen zwei Elementen verschiedener Strukturen hergestellt. Je weiter entfernt diese Strukturen voneinander sind, desto bedeutungsträchtiger ist ihre Konnexion durch die Äquivalenz.

Zwischen differenten Elementen wird Äquivalenz gebildet:

So entsteht Bedeutung


Zeichentheorie ii

Warum heißt es „sekundäres modellbildendes System“?

1. Warum ‚modellbildend‘?

2. Warum ‚sekundär‘?


Zeichentheorie ii

Die Literatur ist nach Lotman ein sekundäres modellbildendes System

Sekundäre modellbildende Systeme sind Strukturen, denen eine natürliche Sprache zugrundeliegt. Darüber hinaus jedoch erhält ein solches System eine zusätzliche sekundäre Struktur ideologischer, ethischer, künstlerischer oder irgendeiner anderen Art. (Lotman 1972, 61)

Somit muß unbedingt auf die traditionelle Vorstellung verzichtet werden, wonach die Welt der Denotate des sekundären Systems identisch sei mit der Welt der Denotate des primären Systems. (Lotman 1972, 77)


Zeichentheorie ii

Was ist Fiktionalität?

fiktiv – ist die im Erzähltext dargestellte Welt

fiktional – ist der Roman

‚fiktiv‘ kommt von ‚fingere‘ = gestalten, sich vorstellen, ersinnen, fälschlich vorgeben

„Eine Fiktion wäre […] zu verstehen als die Darstellung (und nicht als Nachahmung, Anm. N.S.) einer eigenen, autonomen, innerliterarischen Wirklichkeit.“ (Schmid 2008, 27)


Zeichentheorie ii

Der praktische Konsens zur literarischen Fiktionalität

„Die thematischen Einheiten, die als Elemente in die fiktive Welt eingehen, können aus der realen Welt bekannt sein, in unterschiedlichen Diskursen der jeweiligen Kultur figurieren, älteren oder fremden Kulturen entstammen oder nur in der Imagination existieren. Unabhängig von ihrer Herkunft werden alle thematischen Einheiten beim Eingang in das fiktionale Werk zu fiktiven Elementen.“ (Schmid 2008, 37)


Zeichentheorie ii

Das Verhältnis zwischen Wirklichkeit und Fiktion

Die Fiktion steht nicht der Wirklichkeit gegenüber.

Die Fiktion kann etwas über die Wirklichkeit mitteilen.

D.h. mit Wolfgang Iser: „Die alte Gegenüberstellung von Fiktion und Wirklichkeit ist zu ersetzen durch eine funktionale Betrachtung der Fiktion, in der die Relation zwischen Fiktion und Wirklichkeit nicht als ein Seinsverhältnis, sondern als ein Mitteilungsverhältnis aufgefasst wird.“ (Hoops 1979, 283)


Zeichentheorie ii

Liebe Grüße von Prof. Meyer

Lesen Sie bitte für die nächste Sitzung im Reader:

·Göttert

·Aristoteles

·Quintilian

…und schauen Sie sich den Anfang von Richard III an!

All diese Lektüren sollen unter den Fragestellungen studiert werden:

Wie kann man die Schnittstelle zwischen Rhetorik und Literatur beschreiben?

Was ist der Ort des Literarischen innerhalb der Rhetorik?

Was hat die Metapher mit der Rhetorik zu tun, und ist ihre Rolle anders als in der Poetik?


  • Login