Die Wiederentdeckung der letzten Dinge
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Die Wiederentdeckung der letzten Dinge in der postmodernen Sterbe- und Bestattungskultur. Prof. Dr. Reiner Sörries www.sepulkralmuseum.de. Tagung Davon geht die Welt nicht unter 6.-8. März 2008 Heilsbronn. Szenenfoto aus dem Mysterie-Thriller JENSEITS, 2006. Mannheim, Reiß-Engelhorn-Museum.

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Die Wiederentdeckung der letzten Dinge in der postmodernen Sterbe- und Bestattungskultur

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Presentation Transcript


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Die Wiederentdeckung der letzten Dingein der postmodernen Sterbe- und Bestattungskultur

Prof. Dr. Reiner Sörries

www.sepulkralmuseum.de

Tagung

Davon geht die Weltnicht unter

6.-8. März 2008Heilsbronn

Szenenfoto aus dem Mysterie-Thriller JENSEITS, 2006


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Mannheim, Reiß-Engelhorn-Museum

Bremen, Überseemuseum 2006-2007


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Die Vision vom „ewigen Leben“ begleitet die Menschheit

  • mit immer unterschiedlichen Vorstellungen und quasi synonymen Begriffen

  • Unsterblichkeit

  • Paradies

  • Ewigkeit

  • Himmel

  • Auferstehung

  • Seelenwanderung

  • Reinkarnation

  • Schon die Ausstellung „Wege ins Paradies“ fand solche Vorstellungen

  • auch im Irdischen

  • Einkaufsparadies

  • Urlaubsparadies


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Das Paradies mit einem ewigen Lebengab es schon einmal, erzählt die Bibel, und die Menschen haben es durch

eigeneSchuld verloren.Können sie es durch intensive

Anstrengungwiedergewinnen?

Folgende Formen der Unsterblichkeit bzw. ihrer Erlangen sind zu unterscheiden:

Kollektive UnsterblichkeitIndividuelle Unsterblichkeit

Auf spirituellem Weg oder auf natürlichem Weg.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Kollektive Unsterblichkeit

So zahlreich werden deine Nachkommen sein, wie die Sterne am Firmament!“ (Gen 15,5)


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Individuelle Unsterblichkeit durch Teilhabe an der Auferstehung Christi


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Eine spirituelle Unsterblichkeit verheißen die Religionen,

  • die untergegangen wie im Alten Ägyptenso auch die lebendigen

  • wie z.B. im

  • Judentum

  • Christentum

  • Islam


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Der Beweis für biologische Unsterblichkeit bei höher entwickelten tierischen und pflanzlichen Lebensformen steht noch aus. Sollte ein Wesen existieren, das Beschädigungen in demselben Maße reparieren kann in dem sie auftreten, so wäre es zeitlich unbegrenzt lebensfähig. Bei den meisten bekannten Tieren nimmt die Fähigkeit zur Selbstregeneration im Verlaufe des Lebens jedoch ab.

Biologische Unsterblichkeit ist bei einigen sehr einfachen mehrzelligen Lebensformen, beispielsweise der Seegurke, nach Auffassung mancher Wissenschaftler theoretisch unter idealen Bedingungen möglich. In der Natur sterben diese Tiere indes zwangsläufig früher oder später eines unnatürlichen Todes.

Bei den meisten Einzellern spricht man von potentieller Unsterblichkeit, da sie sich unter idealen Bedingungen durch Zellteilung beliebig immer weiter vermehren, ohne dass dabei ein Altern zu beobachten wäre und das Phänomen "Tod" aufträte. Diese Unsterblichkeit ist naturgemäß in der Realität dadurch begrenzt, dass die Einzeller durch äußere Einflüsse und Krankheiten sehr wohl zu Tode kommen können.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Jenseitsvorstellungen haben sich immer auch gewandelt,

z.B. im Christentum

Frühchristentum : Refrigerium


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Scholastik: Die ewige Anschauung Gottes gepaart mit der

Läuterung im Fegefeuer


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Die vier letzten Dinge

Tod

Gericht

Hölle

Himmel

Kloster Admont, Josef Stammel, 1760


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Die christlichen Jenseitsvorstellungen wurden seit der Aufklärung kritisch hinterfragt

  • Trivialisierung„Auf Wiedersehen“

  • Negierunggipfelt in der Instrumentalisierung der Feuerbestattung 1878

  • TransformierungDas Leben im Jenseits erscheint nur in einer anderen Stofflichkeitz.B. Illuminaten-Orden

  • Jenseitskontakte belegen die andere WeltErstarken des Okkultismus im 19. Jh.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Das 20. Jh. kann als Zeit des Stillhaltens bezeichnet werden.

Die kirchlichen Traditionen bieten den Rahmen bei gleichzeitig nachlassender Glaubensgewissheit.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Die Wiederentdeckung der Unsterblichkeitund die Unsterblichkeit als denkbare und machbare Vision.

  • Natürliche bzw. spirituelle Visionen

  • Technologische Visionen


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Raymond Moody

  • 30.Juni 1944

  • Life After Life

  • 1975

  • Nah-Tod-Erfahrungen

  • Out-of-body-experience

Elisabeth Kübler-Ross

„Sterben ist wie Umziehen in einneues Haus.“

Hieronymus Bosch


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Sollte das heißen, daß also doch diejenigen recht haben, die uns einzureden suchen, daß mit dem Tode alles aus ist? Daß wir keine Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tode haben können? Im Gegenteil! Die Reise des Menschen hört nicht bei seinem Tod auf, sondern die Reise geht weiter, nur in einer anderen Stofflichkeit. Ich habe in meiner mehr als 30jährigen Forschung in der Paraphysik festgestellt, daß praktisch alles für die Wahrscheinlichkeit einer bestehenden andersstofflichen Welt spricht, die der jetzige Durchschnittsmensch nicht zu sehen vermag.

Dr. Gerd Harms, Physiker

Gralsbotschaft 10/1999


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Oskar Bernhardt, alias Abd-ru-shin

1875-1941

Gralsbotschaft


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Transkommunikation ist ein Sammelbegriff für alle Methoden der Kontaktaufnahme zu anderen Bewußtseinsbereichen. Hierzu gehören neben den herkömmlichen medialen Praktiken vor allem auch technische Verfahren wie Tonbandstimmen, mit deren Erforschung sich der VTF e.V. in erster Linie befaßt.

Verein für Transkommunikations-Forschung (VTF) e.V.

gegründet 1975


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Den esoterischen Traditionen verschiedener Kulturkreise zufolge verfügt der Mensch über eine Vielzahl, nach dem Grad ihrer „Dichte” unterschiedene „körperliche Träger”; der irdische Körper wäre demnach nur einer davon. Die „feinstofflichen Körper” (insbesondere der „Astralleib”) werden als jenseitig angesehen, da sie das irdische Dasein überdauern sollen. Im Okkultismus wird behauptet, dass mit Hilfe dieser Träger „Jenseitsreisen” (siehe Astralreise) unternommen werden können. Die verschiedenen Überlieferungen zu diesem Thema wurden u.a. in der Theosophie zu einer einheitlichen Lehre zusammengefasst.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Ein allgegenwärtiges Thema, vor dem wir alle große Scheu haben. Dieses Buch möchte zeigen, dass das Leben niemals endet, sondern in anderen Sphären und unterschiedlichen Formen fortgesetzt wird. Großes steht dahinter, Erhabenes und für unser Bewusstsein etwas so überraschend anderes, dass wir tiefgreifend umdenken müssen.

Aus dem Inhalt:

Was geschieht mit uns, wenn wir sterben?Sterbebegleitung und TotenwacheVerbindung zwischen Verstorbenen und ihren AngehörigenWie empfindet die Seele den Übergang in eine andere Dimension?Die Durchgangszone zur 4. DimensionÄther- und AstralleibSind im Tod alle Menschen gleich?Seelengruppen und „Schulungszentren“SeelenführerVerirrte SeelenDer gewaltsame TodDer Rat der WeisenSterbe-Gebete

Ein Beispiel von Vielen


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Die natürliche Ewigkeit

Nicht nur fragwürdige Kosmetikprodukte werben für jugendliches Aussehen, sondern auch einige Wissenschaftler meinen die Formel für ewiges Leben, oder zumindest für eine deutliche Verlängerung unserer Zeit gefunden zu haben. Mithilfe von nanotechnologischen Methoden kann die Alterung eines Menschen und die damit verbundenen "Leiden" aufgehalten oder sogar umkehrt werden. Wenn ich mich mit dieser Utopie näher befasse fallen mir schon einige interessante Vorkommnisse ein, die dann möglich wären. Ich könnte meinen Urururururururururenkeln zur Hochzeit gratulieren, aufgrund der schnell voranschreitenden Erderwärmung würde ich miterleben wie sich Spanien zum trockenen Wüstenstaat verwandelt, naja, vielleicht muss ich mich aber auch wärmer anziehen, weil aufgrund des Abschmelzens der Arktis der Golfstrom ausbleibt und in Mitteleuropa eine neue Eiszeit ausbricht. Ich könnte Sex mit unterschiedlichsten Generationen haben, denn obwohl ich schon einige Jahrhunderte auf dem Buckel hätte, kann ich dank Anti-Aging noch jeder 25-jährigen Konkurrenz machen. Der Unspruch "Kind oder Karriere" würde der sterblichen Vergangenheit angehören. Man hat Zeit wie Sand am Meer.Wunderbar, kein Streß, keine Hektik, keine Krankheiten und keine traurigen Beerdigungen mehr. Alle wären glücklich und würden sich lieben...


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Transhumanismus und der Traum von Unsterblichkeit

Dabei könnte schon die nahe Zukunft die Möglichkeit einer entscheidenden Verlängerung der Lebensspanne eröffnen. Durch die Gentechnik und ein tieferes Verständnis biochemischer Prozesse könnten in wenigen Jahrzehnten die meisten Krankheiten geheilt und viele Schäden beseitigt werden. Die Lebenserwartung dürfte auf etwa 100 bis 120 Jahre steigen. Diese "Therapeutische Phase" stellt aber nur einen Übergangszustand dar. In der nächsten Phase, die man als "Präventiv-Phase" bezeichnen könnte, könnte die Lebenserwartung auf vielleicht 150 Jahre ansteigen. Dies würde erreicht, indem man schon bei der Zeugung präventive, gentechnische Maßnahmen durchführt, so dass sich Krankheiten gar nicht erst entwickeln können. In der "Designer-Phase" schließlich wird dann die Beschränkung auf lediglich korrigierende Maßnahmen aufgegeben. Der menschliche Körper wird gezielt verbessert, Eltern achten bewusst darauf, dass ihre Kinder mit dem besten genetischen Material ausgestattet werden, das erhältlich ist. Hierdurch ließe sich eine Verlängerung der Lebensspanne auf vielleicht 500 Jahre erreichen.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Aubrey de Grey auf der TransVision 2007


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Aubrey de Grey (* 1963 in London) ist ein Biogerontologe sowie Bioinformatiker. Er ist wissenschaftlicher Leiter der Methuselah Foundation. Bis zum Jahre 2006 arbeitete er am Department of Genetics der Universität Cambridge in England.

Er forscht über die „Heilung“ des menschlichen Alterns, das er als Krankheit ansieht, die geheilt werden sollte. Sein an der Ingenieurskunst orientiertes Verfahren, das er als Strategien zur Bekämpfung des Alterns (Strategies for Engineered Negligible Senescence, kurz SENS) bezeichnet, um das Altern aufzuhalten.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Aber was ist mit denen, für die das alles zu spät kommt? Was sollen diejenigen Menschen machen, die diese Veränderungen nicht mehr erleben werden? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: Sie werden für die Zwischenzeit auf Eis gelegt. Das ist sogar noch untertrieben. Schließlich hat flüssiger Stickstoff eine Temperatur von -196°C, was noch ein ganzes Stück unter dem Gefrierpunkt von Wasser liegt. Die Idee heißt Kryonik und geht auf die Beobachtung zurück, dass viele primitive Lebewesen bei kalten Temperaturen erstarren, nur um bei anschließender Erwärmung (die teilweise erst Jahre nach dem Einfrieren stattfinden kann) dort weiterzumachen, wo sie vorher aufgehört haben. Ihr Leben ist effektiv um diese Spanne der Nichtaktivität verlängert worden.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

  • Die Methode der Kryonik kann zweierlei Ziele verfolgen

  • Ausharren bis zur Möglichkeit der leiblichen Genesung

  • Abwarten bis zur Möglichkeit der digitalen Ewigkeit


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

In den USA wird Kryonik von gemeinnützigen Gesellschaften (Alcor, Cryonics Institute) angeboten. Dort können sich Menschen nach dem eigenen Ableben in Kryostase begeben. Die erste kryonische Suspension wurde am 12. Januar 1967 an Dr. James Bedford durchgeführt, der heute bei Alcor aufbewahrt wird.[

In Russland gibt es neuerdings (2006) den kommerziellen Anbieter KrioRus.

In Deutschland hingegen gibt es wegen des Friedhofszwangs keine rechtliche Grundlage dafür. Folglich wird diese Dienstleistung in Deutschland lediglich für Tiere (üblicherweise Haustiere) angeboten. Für eine Verbesserung der rechtlichen und logistischen Situation in Deutschland setzt sich die Deutsche Gesellschaft für Angewandte Biostase (DGAB) ein.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

http://www.biostase.de

Deutsche Gesellschaft für angewandte Biostase, gegr. 2006

Beratung, Vermittlung, Hilfestellung

Die Deutsche Gesellschaft für Angewandte Biostase bietet Interessenten eine unverbindliche Beratung zu den Themen Biostase und Kryonik.

Wir beraten Sie über Institute, die Sie als Dienstleister für sich in Anspruch nehmen können. Wir erklären Ihnen persönlich, wie eine Kryopräservation durchgeführt wird. Wir helfen Ihnen, einen individuellen Zeitplan zu erarbeiten. 

Wir bieten aber nicht nur Beratung. Die Gesellschaft hilft Ihnen einen Spezialisten in Ihrer Nähe zu finden, der bei der Kühlung und beim Transport hilft. 

Sie sprechen nur unzureichend englisch? Wir helfen beim Vertragsabschluss.

Auf Wunsch helfen wir bei Einleitung und Durchführung der Kryopräservation.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Transhumanismus ist eine Philosophie und Bewegung, welche Veränderungen der menschlichen Spezies durch Technologie befürwortet oder philosophisch überdenkt im Hinblick auf mögliche Verbesserung der menschlichen Existenz. Der Name (lat. trans = jenseits von / lat. humanus = menschlich) verweist auf das Bestreben, die Grenzen menschlicher Möglichkeiten und Bedingungen zu verändern und zu erweitern.

Die menschliche Evolution soll gesteuert werden um so eine Erweiterung der intellektuellen, physischen und psychischen Kapazitäten des Menschen zu erlangen. In diesem Zusammenhang relevante Technologien sind unter anderem molekulare Nanotechnologie, Gen- und Biotechnologie, Biogerontologie, Informationstechnologien, Kognitionswissenschaft, künstliche Intelligenz, das „Hochladen des Bewusstseins“ in digitale Speicher und Kryonik.

Gegründet 1998


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Eine Art Unsterblichkeit suchen die Extropianer, auch Extropier oder Extropisten genannt,in der dauerhaften Abspeicherung von Hirnstrukturen in einem globalen Hardware-Speicher.

Damit wäre ein quasi ewiges Leben in einer virtuellen Datenwelt möglich.

Philosophische Grundlage ist die sog. Exkarnation, also eine Befreiung des Geistes vom Leib aufgrund des Glaubens an eine technologische Entwicklung im Sinne einer digitalen Evolution.

Bahnbrechend war die Publikation von G. Stock, The Merging of Humans and Machines into a Global Superorganism, 1993.

„Mind-Uploading“


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

A Beginner's Guide to Immortality: Extraordinary People, Alien Brains, and Quantum Resurrection (Paperback)

2006


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Alan Harrington

The Immortalist, 1970

„Tod ist ein unerhörter Eingriff in das menschliche Leben und kann nicht längerakzeptiert werden.“

Als Immortalist wird ein Mensch bezeichnet, der ein Anhänger von Unsterblichkeitsphantasien ist.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Thelema (griechisch: Θελημα, bedeutet Wollen, Wille, Gebot, Verlangen, Gelüst oder Intention) ist der Oberbegriff für eine lose zusammenhängende neureligiöse Bewegung. Diese bezieht sich in weiten Teilen auf Aleister Crowley und sein Liber AL vel Legis (von Crowley als Buch des Gesetzes bezeichnet), orientiert sich aber auch an okkulten und magischen Traditionen wie dem Rosenkreuzertum, der Kabbala, der Gnosis und anderen spirituellen und religiösen Lehren.

Tue was Du willst sei das Ganze Gesetz

Tue was Du willst sei das

„Wie jeder intelligente Pragmatiker bin ich Magier, Immortalist und Neo-Satanist. Ein Neo-Satanist ist in der Definition der katholischen Inquisition (geänderter Name: Kongregation für Glaubensfragen) jeder Mensch der mehr auf die Kraft des Menschen als auf die Kraft Gottes vertraut.“

Michael D. Eschner, 1949-2007

Gründer der Thelema Society


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Die gegenwärtige Bestattungskultur scheint von diesem Trend zur Ewigkeitnoch wenig beeinflusst zu sein.

Die anonymen Beisetzungen lassen scheinbar eher das Gegenteil erkennen, den Hang zum Verschwinden-wollen.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Allerdings lassen die neuen „alternativen Beisetzungsformen“ durchaus

den Trend zur Individualisierung und zur Identitätssicherung erkennen.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Das Verstreuen der Asche im Wind oder auch die Bestattung in der Natur besitztpantheistische Züge.


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Virtuelle Friedhöfe im Cyberspace

Beispielseite aus „memoriam.de“ (Bundesverband deutscher Bestatter)


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

"Das Leben ist für mich einfach so irreal – aber es ist einfach großartig! Manchmal beneide ich mich wirklich selbst um diese Chance. Ich sehe sie als riesiges Geschenk an und mir wird wieder einmal bewußt, daß ich auf der Sonnenseite des Lebens geboren wurde."

Aus einem Brief Florians vom 16.6.1997


Die wiederentdeckung der letzten dinge in der postmodernen sterbe und bestattungskultur

Tot und lebendigSie sehen sich als "deanimiert", vorübergehend entseelt. Um in späteren Zeiten wiedererweckt zu werden, lassen die Kryoniker ihre Körper einfrieren. Eingeschlossen in eine eisige Zwischenwelt sind sie lebendig und tot zugleich. Das "Museo di storia dell'immortalità" aus Rom präsentiert als eine Leihgabe für Museutopia die Zeitkapsel eines Kryonikers, die ihm später helfen soll, sich an sein früheres Leben zu erinnern. Das ausgestellte Objekt, sein "Wiederweckungsarchiv", ist das in Glas gehüllte Destillat seines Lebens und zugleich eine künstlerische Transformation von Unsterblichkeitsutopien. Das Projekt wird von Micha Brendl in Zusammenarbeit mit Yury Winterberg realisiert. 


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