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Weltreligionen & religiöser Fundamentalismus PowerPoint PPT Presentation


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Weltreligionen & religiöser Fundamentalismus. Grundlegendes. Religion ist eine der wichtigsten geistigen Antriebs- und Bewegungskräfte der Menschheit Steht in vielfältigen strukturellen und akuten Wechselwirkungen zur Politik

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Weltreligionen & religiöser Fundamentalismus

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Weltreligionen & religiöser Fundamentalismus

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Prof. Dr. W. Woyke


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Grundlegendes

  • Religion ist eine der wichtigsten geistigen Antriebs- und Bewegungskräfte der Menschheit

  • Steht in vielfältigen strukturellen und akuten Wechselwirkungen zur Politik

  • Nachdem säkulare Heilsideologie des Kommunismus verloren hat, ist Einfluss der Religion gestiegen

  • In USA, Israel und in islamischen Ländern haben religiöse Einstellungen neue Intensität erlangt

  • Politik wird direkt unter simplifizierte religiöse Kategorien subsumiert

  • In Europa ist politische Prägekraft der Religion eher zurückgegangen

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Definition

  • Religion

  • [lateinisch]

  • ein System von Glaubensaussagen und -praktiken, wobei der Sinn stiftende Grund in der jeweiligen Religion entweder überweltlich (Gott, Götter, Geister) oder innerweltlich (Natur, Universum) verstanden wird und dementsprechend jeweils unterschiedliche praktische Konsequenzen in Ethik, Kultus und Mythos nach sich zieht. Welche Inhalte konkret mit dem Begriff Religion verbunden werden, definiert jede Kultur und Epoche anders. Dabei stehen von Anfang an zwei Aspekte im Mittelpunkt: das spirituelle Erlebnis und das ethische Handeln.

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Die Verbreitung der Religionen

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  • Die 3 monotheistischen Religionen: Judentum, Christentum und Islam

  • Religionen schließen sich kulturell gegeneinander ab

  • Opportunitätsstruktur für intensive Konflikte

  • Nordirland-Konflikt zwischen Protestanten und Katholiken

  • Ehemaliges Jugoslawien: orthodoxe Serben, katholische Kroaten, muslimische Bosniaken, islamische Albaner

  • An die Stelle des Antisemitismus ist eine „Islamophobie“ getreten (d. Thränhardt), nach Ende des Kalten Krieges neues Feindbild

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Nationalstaaten und Religion

  • Enge Beziehungen bestehen noch heute zwischen bestimmten Religionen und Nationalstaaten

  • Sowohl in Europa, als auch in den USA und Lateinamerika

  • Extreme Formen in einigen islamischen Ländern (Irans theokratische Verfassung, in Saudi-Arabien ist Islam einzig erlaubte Religion)

  • Problematisch für Minderheiten

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Weltweite Zusammenschlüsse

  • Buddhismus am wenigsten institutionalisiert (in China strikt atheistisches Regime)

  • Hinduismus weitgehend auf Indien beschränkt

  • Islam in loser Staatenkonferenz mit 52 Ländern und die islamische Weltorganisation (von Saudi-Arabien finanziert)

  • Katholische Kirche, größte religiöse Organisation, als Wahlmonarchie konstituiert mit hohem Maß an Zentralisierung

  • Weltrat der Kirchen in Genf (fast alle nichtkatholischen Kirchen)

  • Jüdischer Weltkongress seit Ende des Nazi-Regimes

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  • Moderne synkretistische Religionen: USA (Mormonen, Zeugen Jehovas), Japan (Soka Gakkai), Korea (Moon-Sekte)

  • Straffe Leitung, strenge Formierung und Zentralisierung

  • In allen Industrieländern neue Kulte, die Anhänger in psychische Abhängigkeit bringen

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Reiche und arme Welt

  • In den dominierenden internationalen Organisationen sind hauptsächlich „christliche“ Länder vertreten

  • NATO: Ausnahme Türkei

  • OECD: Ausnahmen Japan und Südkorea

  • 4 der 5 Mitglieder des UN Sicherheitsrates

  • Türkei und EU (ehem. türkischer Ministerpräsident Yilmaz: EU als „christlicher Club“)

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„Kampf der Kulturen“

  • Samuel Huntington 1993

  • Größte Befürchtung: „antiwestliche Hauptachse“, die „konfuzianisch-islamische“ mit der „orthodoxen-hinduistischen“ Achse verbünden sich und kippen das Gleichgewicht in Eurasien gegen den Westen

  • Kritik an Huntington:

    • fast Staaten mit den unterschiedlichsten politischen Ansätzen zu neuen Gruppen zusammen

    • „Kulturen“: mal religiös, mal geographisch, mal politisch

  • „Zusammenprall“ der westlichen, christlichen Welt mit der muslimischen Welt bewahrheitet

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Religiöser Fundamentalismus

  • Religiöser Fundamentalismus kein Phänomen bestimmter Kulturkreise oder Religionen, sondern in allen Religionen und Weltanschauungen zu finden

  • Fundamentalismus

    • Versuch, Modernisierungsprozesse, die auch zu einer Öffnung kultureller, sozialer und politischer Systeme führen, aufzuhalten und rückgängig zu machen

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Religiöser Fundamentalismus

  • Wenn Vertreter einer Religion ihre Interpretation ursprünglicher religiöser Inhalte und Werte politisieren, zu einer Ideologie stilisieren und sie damit zur Grundlage einer allumfassenden universalen Wertvorstellung machen

  • Islamischer Terrorismus am weitesten verbreitete Variante des religiösen Fundamentalismus und hat sich als einziger global und transnational organisiert

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    Religiöser Fundamentalismus

    • Islamismus

      • Steht für den ideologisch-politischen Moment radikal- islamischer Vorstellungen

      • Eine (Minderheiten-) Strömung im Islam und vertritt entgegen eigener Zielvorstellung die überwiegende Mehrheit der Muslime nicht, da er sich religiöser Symbole nur bedient, diese ideologisch-politisch verfremdet und mit neuen Bedeutungsinhalten füllt

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    Religiöser Fundamentalismus

    • Hauptvorwurf der heutigen Islamisten ist, dass sich Regierungen und Eliten der muslimischen Länder vom Islam abgewandt und eine „gottlose“, an westlichen Mustern orientierte Gesellschaft begründet hätten

    • Ihre Forderung dagegen lautet eine „wahre“ islamische Gesellschaft nach dem Vorbild des Propheten mit einer auf den Koran und Sunna begründeten Rechts- und Werteordnung wiederherzustellen

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    Religiöser Fundamentalismus

    • Islam begreift sich als einzig wahre Religion und aus diesem Selbstverständnis leiten die Islamisten einen Universalitätsanspruch ab und begreifen den Islam als allumfassende Lebensform und natürliche göttliche Ordnung

  • Notwendigkeit der Rückbesinnung auf den ursprünglichen Islam, der Überlegenheit und Prosperität bedeutete

    • Während der Westen durch eine Periode der Prosperität ging, hat sich die Situation in vielen islamischen Staaten drastisch verschlechtert

    • Muslimische Staaten dem Westen politisch, militärisch und wirtschaftlich unterlegen

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    Religiöser Fundamentalismus

    • Diese Unterlegenheit führte zu einer ökonomischen und politischen Abhängigkeit vom „Westen“ die zunehmend als entwürdigend begriffen wird, da aufgrund ihrer Abhängigkeit für Druck aus der westlichen Welt anfällig und somit auch politisch beeinflussbar

  • Gewaltbewegungen, die sich auf den Islam berufen, schöpfen aus einem großen Reservoir an Ungerechtigkeit, Furcht, Frustration, Hass berechtigten Klagen, berechtigten und unberechtigten Forderungen und irrationalen Erwartungen

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    Religiöser Fundamentalismus

    • Die von außen herangetragen kulturellen Werte der westlichen Moderne konnten in der islamischen Welt keine Wurzeln schlagen und erzeugten bei vielen Muslimen ein Gefühl der Orientierungslosigkeit

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    Vom religiösen Fundamentalismus zur Gewalt

    • Islamismus keine homogene Einheit

    • Wichtig im Islamismus zwischen gewaltbereiten oder gar terroristisch aktiven und nicht gewalttätigen Gruppierungen zu unterscheiden

    • Innerhalb der Strömungen des Islamismus zwei Strömungen zu unterscheiden

      • Radikalen des Wortes

      • Radikalen der Tat, die glauben, ihre ideologische Überzeugungen mit Gewalt durchsetzen zu müssen

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    Vom religiösen Fundamentalismus zur Gewalt

    • Gewalt die ihre Motivation und Rechtfertigung aus der Religion bezieht keine neue Erscheinung

    • Aber erst nach Ende des Ost-West-Konfliktes löste der der religiöse den ethno-nationalistischen und politisch motivierten Terrorismus ab

    • Islamismus des 20.Jhs. war im Ursprung eine breite Reformbewegung, die durch Umgestaltung der Gesellschaft die Rückständigkeit der islamischen Gesellschaft überwinden wollte

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    Islamistischer Netzwerkterrorismus – „Al-Quaida“

    • Ideologische Weltsicht: Die muslimischen Staaten sind heute in praktisch jedem Bereich „dem Westen“ unterlegen. Ihre Gesellschaften sind durch Armut, und ein großes soziales Gefälle geprägt.

    • Diese schlechte Entwicklung muslimischer Staaten liegt nach Bin Laden vor allem an der Aufzwängung ihrer Werte- und Verhaltensmuster durch die „Feinde“, was daran liegt, dass die muslimischen Regierungen vom „wahren Islam“ abgefallen seien

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    Islamistischer Netzwerkterrorismus – „Al-Qaida“

    • Wurzel des „Al-Qaida“ Netzwerkes liegt im Widerstandskampf gegen die Sowjet-Invasion in Afghanistan 1980-1988

    • Widerstand gegen die Besatzer wurde in einen Dshihad umgedeutet

      • Dem Werben folgten Tausende Rekruten aus den muslimischen Ländern

    • Krieg gegen die Sowjetunion in Afghanistan ein Wachstumsmodell und Bin Laden baute mit seinem Geld und Know-how Trainingscamps und Bunkersysteme

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    Islamistischer Netzwerkterrorismus – „Al-Qaida“

    • Dr. Abdullah Azzam, als Gelehrter ein wichtiger ideologischer Lehrer der Dschihadisten, lieferte das ideologische Dach der Organisation

    • Beide Elemente verschmolzen zu einer Rekrutierungsorganisation „Al-Qaida“

    • Bin Laden verfügte somit Anfang der 90er Jahre über Ideologie, Trainingslager und ein weit verzweigtes Netz von Anhängern unter den Afghanistan-Veteranen

    • Zur Etablierung einer weltweiten „Dschihad-Organisation“ knüpfte er weltweit Kontakte zu regionalen islamistischen Terrorgruppen und vereinte sie schließlich 1998 zur „Internationalen Islamischen Kampffront gegen Juden und Kreuzfahrer“

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    Islamistischer Netzwerkterrorismus – „Al-Qaida“

    • Kampffront eine Art Terror-Holding als Dachverband unter dem heute ca.15 Gruppen aus 11 muslimischen Staaten sowie weiterhin Tausende unverbundene Einzelkämpfer aus über 50 Staaten zusammengeschlossen sind

    • Experten schätzen, dass von 1991-2001 ca. 20.000 – 30.000 Kämpfer aus ca. 60 Staaten ausgebildet worden sind

    • Nach der Zerstörung der Al-Quaida- Strukturen in Afghanistan reorganisierte sich Al-Qaida, da ein gemeinsames Dach nicht mehr möglich war in regionale „Mini-Al-Qaida-Netzwerke

    • Viele spätere regionale Konflikte sind seitdem unterwandert worden (Bosnien-Herzegowina, Tschetschenien und seit Mitte 2003 Irak)

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