Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern
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Bodenerosion in den Alpen Informationsveranstaltung 13. & 14. September 2007 in Andermatt Nachhaltige Förderung der Schweizer Bergland- und Alpwirtschaft. Christoph Böbner Bundesamt für Landwirtschaft, Bern. Inhalt. Fakten zur Bergland- und Alpwirtschaft Funktion und Bedeutung

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Christoph Böbner Bundesamt für Landwirtschaft, Bern

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Presentation Transcript


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Bodenerosion in den AlpenInformationsveranstaltung13. & 14. September 2007 in AndermattNachhaltige Förderung der Schweizer Bergland- und Alpwirtschaft

Christoph Böbner

Bundesamt für Landwirtschaft, Bern


Inhalt

Inhalt

  • Fakten zur Bergland- und Alpwirtschaft

  • Funktion und Bedeutung

  • Politik und Massnahmen

  • Künftige Herausforderungen

  • Internationale Aspekte und Forschung

  • Bemerkungen zum Thema Erosion


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Fakten

Hügel- und Berggebiet sowie Sömmerungsgebiet nach LwG

Fläche LN:563‘000 ha

offenes Ackerland49‘000 ha

Betriebe:Haupterwerb24‘200

Nebenerwerb10‘500

Sömmerungsfläche:538‘000 ha

Sömmerungsbetriebe:7‘400

Gesömmerte Tiere:rund 300‘000 GVE


Funktion bedeutung der bergland und alpwirtschaft

Funktion / Bedeutungder Bergland- und Alpwirtschaft

  • Nutzt, pflegt und erhält die Kulturlandschaft

  • Schafft und erhält Biodiversität

  • Produziert erstklassige Erzeugnisse

  • Trägt bei zur Sicherung von Infrastrukturen (Siedlungen, Verkehrswegen usw.)

  • Träger eines reichen, alpinen, europäischen Kulturerbes


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Bundesverfassung (Art. 104)

Aufgaben der Landwirtschaft

  • 1Der Bund sorgt dafür, dass die Landwirtschaft durch eine nachhaltige und auf den Markt ausgerichtete Produktion einen wesentlichen Beitrag leistet zur:

  • a. sicheren Versorgung der Bevölkerung;

  • b. Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und zur Pflege der Kulturlandschaft;

  • c. dezentralen Besiedlung des Landes.

  • 2 .....

  • 3 Er (der Bund) richtet die Massnahmen so aus, dass die Landwirtschaft ihre multifunktionalen Aufgaben erfüllt.

  • ....


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Politik / Massnahmen Grundsatz der Förderpolitik zu Gunsten der Hügel- und Bergwirtschaft sowie Alpwirtschaft: LwG

  • Art. 4 Erschwerende Produktions- und Lebensbedingungen

  • 1 Erschwerende Produktions- und Lebensbedingungen, insbesondere im Berg- und Hügelgebiet, sind bei der Anwendung dieses Gesetzes angemessen zu berücksichtigen.

  • 2 Das Bundesamt für Landwirtschaft (Bundesamt) unterteilt die landwirtschaftlich genutzte Fläche nach Massgabe der Erschwernisse in Zonen und führt hierzu einen Produktionskataster.

  • 3 Der Bundesrat legt die Abgrenzungskriterien fest.


Landwirtschaftliche zonengrenze

Landwirtschaftliche Zonengrenze


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Instrumentarium

zugunsten der Berg- und Hügellandwirtschaft

und den Sömmerungsgebieten

1. Produktion und Absatz: - Regionale Absatzförderung

- Kennzeichnung GUP, GGA

- Schutz der Bezeichnung Berg/Alp

2. Direktzahlungen:- Beiträge für die Tierhaltung unter

erschwerenden

Produktionsbedingungen (TEP)

- Allgemeine Hangbeiträge

- Sömmerungsbeiträge


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Instrumentarium (Fortsetzung)

3. Strukturverbesserung in Form von Investitionshilfen

- Beiträge (à fond perdu)

- Investitionskredite (Darlehen)

Im Berg- und Hügelgebiet werden in der Regel

bei den Beiträgen und den Investitionskrediten

höhere Pauschalen gewährt (GVE, Bauvolumen).


Christoph b bner bundesamt f r landwirtschaft bern

Mitteleinsatz

zugunsten der Berg- und Hügellandwirtschaft

und den Sömmerungsgebieten

  • Direktzahlungen

  • TEP-Beiträge (Allg. DZ) 198 Mio. Fr.

  • Allg. Hangbeiträge (Allg. DZ)94 Mio. Fr.

  • - Sömmerungsbeiträge (Öko DZ)92 Mio. Fr.

  • Insgesamt fliessen rund 61% der aller Direktzahlungen

  • (Total: 2,5 Mrd. Fr.)ins Berg- und Hügelgebiet

  • Strukturverbesserung

  • Beiträge (à fond perdu) 75 Mio. Fr. (= 87% der Mittel)

  • Investitionskredite (Darlehen) 165 Mio. Fr. (= 51% der Mittel)


Internationale aspekte forschung

Internationale Aspekte / Forschung

  • Alpenkonvention: Eigenes Protokoll für die Berglandwirtschaft

    Ratifikationsprozess ist blockiert!

  • SARD-M: Von der FAO koordinierte Projekt zielt darauf ab, die Lebensqualität der Gebirgsbevölkerung zu verbessern

  • INTERREG ‚Alpen‘: Grenzüberschreitende Zusammenarbeitsformen mit EU-Ländern

  • Euromontana: NGO auf Europäischer Ebene (u.a.Charta für Bergprodukte‘)

  • NFP 48:Alpine Landschaften (z.Z. läuft Auswertung)

  • Agroscope ART:u.a. AgriMontana: Beiträge der Landwirtschaft für eine nachhaltige Entwicklung des Berggebiets

  • Div. Studien:Universitäten, ETH, Fachhochschulen, Beratungsbüro


K nftige herausforderungen f r die berglandwirtschaft und alpgebiete

Künftige Herausforderungen für die Berglandwirtschaft und Alpgebiete

  • Ökonomischer Druck bleibt hoch (Integration, Globalisierung)

  • Anpassungen der betrieblichen Strukturen

  • Fehlendes, qualifiziertes Personal auf den Sömmerungsbetrieben

  • Rückgang der Bestossung (Sömmerung)

  • Einwachsen der Flächen (Verbuschung, Wald)

  • Beschränkte finanzielle Mittel (Verteilung!)

  • Allg. demographische Entwicklung im Berggebiet

  • Klimaveränderung


Erosion allgemeine bemerkungen

Erosion: Allgemeine Bemerkungen

  • Erosionspotenzial in der Schweiz hoch: Niederschläge Hangneigung

  • Dennoch: im internationalen Vergleich hat die Schweiz relativ selten, starke Erosionsereignisse auf dem Landwirtschaftsland

  • Flächennutzung in der Regel gut angepasst:

    Wald, Grünland, Fruchtfolgen mit Kunstwiesen, kleine Parzellengrösse usw.


Erosion in den alpen

Erosion in den Alpen

  • ‚Alpen‘?

  • Landwirtschaftliche

  • Nutzfläche

  • Sömmerungsgebiet

  • „Alp-ÖLN“

  • Grundsatz der sach-gerechten und umwelt-schonenden Bewirtschaftung

  • Direktzahlungen:

  • ÖLN als Bedingung u.a.

  • „Geeigneter Bodenschutz“

  • Bodenbedeckung/Erosionsschutz

  • N.B. In den höchsten Zonen weitgehend nur Grünland d.h. kein oder wenig Ackerbau!


Verhinderung von erosion

Verhinderung von Erosion

  • Landwirtschaftliche Nutzfläche (LN)

  • keine regelmässig beobachtbaren Bodenabträge

  • ansonsten: Plan zur Verhinderung der Erosion

  • Plan wird von einer vom Kanton bezeichneten Stelle gemeinsam mit dem Bewirtschafter erstellt

  • Inhalt:

    a) Situationsanalyse: Identifikation der Erosionsprobleme, Fruchtfolge, Bodenbearbeitung, Neigung und Bodenstruktur der Parzellen etc.)

    b) Umsetzungsplan


Verhinderung von erosion1

Verhinderung von Erosion

  • Sömmerungsgebiet(VO z.Z. in Totalrevision)

  • Grundsatz: Sachgerechte und umweltschonende Bewirtschaftung

  • gestuftes Anreizsystem (Weidesystem für Schafe)

  • Nicht zu beweidende Flächen: Flächen auf denen durch Beweidung die Erosionsgefahr offensichtlich verstärkt wird.

  • Bewirtschafter halten in einem Plan die beweidbaren und die nicht oder nur beschränkt zu beweidenden Flächen fest.

  • Bei ökologischen Schäden: Kanton erlässt Auflagen für die Weideführung, die Düngung und die Zufuhr von Futter und verlangt entsprechende Aufzeichnungen.

  • Führen die Auflagen nicht zum Ziel, kann ein Bewirtschaftungsplan verlangt werden.


Verhinderung von erosion2

Verhinderung von Erosion

  • Sömmerungsgebiet (Fortsetzung)

  • Bewirtschaftungsplan muss u.a. Auskunft geben über

    die beweidbaren Flächen, die vorhandene Pflanzengesellschaften, die Nettoweidefläche und das geschätzte Ertragspotenzial usw.

  • Bewirtschaftungsplan legt u.a. fest:

    welche Flächen mit welchen Tieren beweidet werden sollen, die Bestossungszahlen, die Sömmerungsdauer, das Weidesystem, die Verteilung der alpeigenen Dünger, allfälliger Sanierungsplan für die Bekämpfung von Problempflanzen, allfällige Massnahmen zur Verhinderung der Verbuschung oder Vergandung usw.

  • Der Bewirtschaftungsplan muss von Fachleuten erstellt werden, die vom Bewirtschafter unabhängig sind.

  • Der Kanton kürzt oder verweigert den Beitrag bei Vergehen nach gemeinsamen Richtlinien


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