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Univ. Prof. Helmut Kramer Organisatorische und inhaltliche Unterstützung: Mag. Vedran Dzihic

Kriege und kriegerische Konflikte in Ex-Jugoslawien. Eine Einführung in Kriegs- und Konfliktforschung. Univ. Prof. Helmut Kramer Organisatorische und inhaltliche Unterstützung: Mag. Vedran Dzihic. Interdisziplinäre Balkanstudien Wien. UPPSALA UNIVERSITY UND OSLO:

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  1. Kriege und kriegerische Konflikte in Ex-Jugoslawien. Eine Einführung in Kriegs- und Konfliktforschung Univ. Prof. Helmut Kramer Organisatorische und inhaltliche Unterstützung: Mag. Vedran Dzihic Interdisziplinäre Balkanstudien Wien

  2. UPPSALA UNIVERSITY UND OSLO: • Gleditsch N.P./Wallensteen P./Eriksson M./Sollenberg M./Strand H. (2002), Armed Conflict 1946-2001: A New Dataset, in: Journal of Peace Research, vo. 39, no. 5, pp. 615-637 • „Minor Armed conflict“ (mindestens 25 „battle-related“ Opfer pro Jahr und weniger als 1000 Tote im gesamten Verlauf des Konflikts) •   „Intermediate Armed Conflict“ (mindestens 25 aber weniger als 1000 Tote innerhalb eines Jahres) •   „War“ (mindestens 1000 Tote innerhalb eines Jahres) • “Major Armed Conflicts” includes the two most severe levels of conflict, i.e. intermediate armed conflict and war.

  3. HIIK (Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung) Konfliktbarometer 2002 – abrufbar unter www.hiik.de • Definition des Begriffs „Konflikt“: • „Konflikte sind Interessensgegensätze (Positionsdifferenzen) um nationale Werte (Unabhängigkeit, Selbstbestimmung, Grenzen, Territorien, etc.) von einiger Dauer und Reichweite zwischen mindestens zwei Parteien (Staaten, Staatengruppen, Organisationen, organisierte Gruppen), die entschlossen sind, sie zu ihren Gunsten zu entscheiden. Dabei muß auf mindestens einer Seite die organisierte Staatsmacht involviert sein. • Unterscheidung der Konflikte nach Intensität: • a) latente Konflikte, b) KriseGEWALTFREI • c) Ernste Krise, d) Krieg GEWALTSAM

  4. NEUE KRIEGE  ENSTAATLICHUNG DES KRIEGES  DIFFUSION DER GEWALT bzw. PRIVATISIERUNG DER GEWALT  ASYMMETRISIERUNG DER KRIEGE • GEWANDELTE FINANZIERUNGSQUELLEN – ÖKONOMIE DER KRIEGE • NEUE PHÄNOMENE wie z.B. Warlords, Kindersoldaten, Einsatz von Vergewaltigungen von Frauen, „Ethnische Säuberungen“, starke Bedeutung von sogenannten „Small Arms“ • MEDIATISIERUNG DER KRIEGE („CNN-EFFEKT“) • VERHÄLTNIS: Kombattanten – zivile Opfer

  5. I Konfliktform Erste Dimension:ENDOGEN vs. EXOGEN Zweite Dimension: ZWISCHENSTAATLICH vs. INNERSTAATLICH Dritte Dimension: OFFENSIV (Aggression) vs. DEFENSIV (Verteidigung vor Aggressor) Vierte Dimension: Bürgerkrieg  Anti-Regime-Kriege  Innerstaatliche Machtkämpfe  Separationskriege  Sezessionskriege  Ethnischer Konflikt  Ideologischer Konflikt  Militärische Intervention

  6. II Verursachungsfaktoren  Erste Dimension: INTERNE vs. EXTERNE FAKTOREN Zweite Dimension: HISTORISCHE  WIRTSCHAFTLICHE  IDEOLOGISCHE  ETHNISCHE  SOZIALE Dritte Dimension: PRIMÄR  SEKUNDÄR  TERTIÄR

  7. FOLGEN DES KRIEGES IN BOSNIEN-HERZEGOWINA– Teil I Angaben zur Bevölkerungsstruktur: Volkszählung 1991: 4,364.745 Einwohner (davon Muslime/Bosniaken 43,7%, Serben 31,4%, Kroaten 17,3%, Jugoslawen 5,5%, andere 2,1%) Angaben Jahr 2001: 4,060.000 Einwohner (davon ca. 48% Bosniaken, 37% Serben, 14% Kroaten, Rest – andere) Folgen des Krieges / Opfer / Zerstörungen Angaben – Statistisches Amt der Föderation von Bosnien-Herzegowina: 242.330 Tote, 36.470 Vermisste, 175.286 Verletzte (darunter 34.718 Kinder), 78.286 schwer Verletzte (darunter 18.483) und 12.708 Behinderte (Davon 1.918 Kinder)

  8. FOLGEN DES KRIEGES IN BOSNIEN-HERZEGOWINA– Teil II der materielle Schaden wird auf 100 Milliarden US-Dollar geschätzt Flüchtlinge: ca. 2,2 Millionen (davon 1,2 Millionen ins Ausland, rund eine Million innerhalb Bosniens), Aufnahmeländer: Deutschland – 345.000, FR Jugoslawien – über 250.000, Kroatien – über 160.000, Österreich – über 86.000, Schweden – über 60.000 usw. Historische Denkmäler und Gebetshäuser: laut einem Bericht des Instituts für Denkmalpflege in Sarajevo von 1995 wurden 1.239 Gebetshäuser im Krieg vernichtet bzw. zerstört (davon 1.024 muslimische, 182 katholische, 28 serbisch-orthodoxe) Landminenfaktor: 3-6 Millionen zurückgelegte Minen; 58,6-117,4 Minen pro km2

  9. ZENTRALE FRAGEN – Teil 1 Frage 1:Warum, aus welchen Gründen und aus welchen Motiven heraus sind die kriegerischen Konflikte in Ex-Jugoslawien enstanden (ethnische Hass und Nationalismus, Sezessionsbewegung, Machtstreben der Akteure, wirtschaftliche Faktoren) Frage 2:Welche Phasen und Hintergrundsbedingungen sind bei den Kriegen und kriegerischen Konflikten in Ex-Jugoslawien zu unterscheiden? Frage 3:Was waren die Formen der Kriegsführung? Sind diese in die Kategorie der „neuen Kriege“ (Kaldour) einzuordnen? Frage 4: Woher der Hass? (Melita H. Sunjic) Wie können die Hassgefühle und Feindseligkeiten historisch erklärt werden und welches Gewicht haben sie für die Entstehung, die Auslösung und die Form bzw. die Dauer der kriegerischen Konflikte?

  10. ZENTRALE FRAGEN – Teil 1 Frage 5: Was war / ist der Beitrag der politische Verantwortlichen? Welche Rolle spielte das negative Leadership in den Konflikten am Gebiet des ehemaligen Jugoslawien? Frage 6: Welche Rolle hatte / hat die internationale Staatengemeinschaft im Vorfeld, während und bei der Beendigung der Konflikte? (aufgegliedert nach USA / EU und OSZE / UN /Frankreich, Deutschland, Österreich / Russland, China / internationale Öffentlichkeit? Frage 7:Unter welchen Rahmenbedingungen vollzog sich die Kriegsbeendigungsphase? (Ausgangspunkt in Bezug auf Opfer, Zerstörungen, materielle Schäden, Flüchtlinge etc.) Frage 8: Auf welche Art und Weise wurden die Konflikte beendet (Frage nach dem Charakter des Friedensschlusses)? Sind die erzielten Friedensabkommen (Dayton-Abkommen für Bosnien-Herzegowina, Resolution 1244 der UNO für den Kosovo) die adäquate Antwort auf die vorherigen (Krieg)ereignisse, sind sie ein gutes Fundament für die nachhaltige Befriedung und Stabilisierung der Gesellschaften?

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