Cannabismärkte in Deutschland
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Cannabismärkte in Deutschland Ingo Kipke, Institut für Therapieforschung München. Cannabismärkte in Deutschland Ingo Kipke, Institut für Therapieforschung. Hintergrund und Ziele. Datenquellen.

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Cannabismärkte in Deutschland Ingo Kipke, Institut für Therapieforschung

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Presentation Transcript


Cannabism rkte in deutschland ingo kipke institut f r therapieforschung

Cannabismärkte in DeutschlandIngo Kipke, Institut für Therapieforschung München

Cannabismärkte in Deutschland

Ingo Kipke, Institut für Therapieforschung

Hintergrund und Ziele

Datenquellen

Die im Folgenden zusammengestellten Informationen zu Handel, Herkunft, Preisen und Sicherstellungen von Cannabisprodukten und Plantagen entstammen schriftlichen Antworten des Bundeskriminalamtes (BKA) und einiger Landeskriminalämter (LKA) auf Anfrage der DBDD sowie der Jahreskurzlage Rauschgift 2008 (Bundeskriminalamt 2009). Informationen zu Cannabismärkten aus Konsumentenperspektive wurden einer von der DBDD im April 2009 durchgeführten nichtrepräsentativen Befragung unter Patienten mit Cannabisproblematik in Drogenhilfeeinrichtungen (DBDD-Konsumentenbefragung 2009) entnommen.

Cannabis ist mit einer 12-Monats-Prävalenz von 17,5% bei 18-24-Jährigen im Jahr 2006 (Kraus et al. 2007) die am häufigsten konsumierte illegale Droge in Deutschland. Vermehrte Sicherstellungen von Pflanzen und Plantagen seit Mitte der 1990er könnten ein Hinweis darauf sein, dass in Deutschland konsumiertes Cannabis nicht mehr vor allem aus Marokko bzw. den Niederlanden importiert, sondern zunehmend auch in Deutschland produziert wird (Bundeskriminalamt 2008).

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, einen Überblick über Cannabismärkte in Deutschland zu geben. Dabei sollen die verfügbaren Informationen einerseits Aufschluss über die Herkunft, die Handelswege und den Vertrieb (Angebot), andererseits über die Vorlieben der Konsumenten (Nachfrage) geben.

Ergebnisse

Tabelle 1. Form des Cannabiskonsums in den letzten 12 Monaten nach ESA 2006

Tabelle 3. Sicherstellungen von Cannabispflanzen 1998 bis 2008

Abb. 2. Bezugsquelle von Cannabisprodukten lt. Konsumentenbefragung (N=178)

Die DBDD-Konsumentenbefragung 2009 zeigt noch deutlicher als ESA 2006 eine klare Präferenz für Marihuana. Von 151 Konsumenten, die eine gültige Antwort gaben, konsumierten 108 (71,6%) „überwiegend Kraut/kaum Harz“ oder „nur Kraut/kein Harz“, während nur 23 (15,3%) angaben, überwiegend oder ausschließlich Harz zu konsumieren.

Abb. 1. Anteile von Kraut und Harz an Zahl und Menge der Cannabissicherstellungen

Abb. 3. Gründe für Eigenanbau/Kauf von Eigenanbauer lt. Konsumentenbefragung (N=115)

Tabelle 2. Sicherstellungsfälle 1998 bis 2008

Zusammenfassung und Diskussion

Unter Konsumenten in Deutschland ist Marihuana vor Haschisch das beliebteste und am weitesten verbreitete Cannabisprodukt. Regelmäßige Cannabiskonsumenten geben an, dass die wahrgenommene Kenntnis der Herkunft des Cannabis die wichtigste Vorraussetzung beim Erwerb der Droge ist und Distanz zum Handel mit anderen illegalen Drogen gewahrt wird.

Haschisch wird traditionell vor allem in Marokko und anderen Ländern des arabischen Raumes produziert und über die Niederlande und verschiedene Varianten der Balkanroute nach Deutschland importiert. Das in Deutschland erhältliche Marihuana stammt aus den Niederlanden und in zunehmendem Maße aus inländischen Indoor-Plantagen (vor allem aus dem Eigenanbau). Auch die Produktion von Marihuana in deutschen Großplantagen für den niederländischen Markt hat in den letzten Jahren zugenommen.

Während die Menge an Marihuana und Haschisch sowie die Zahl der beschlagnahmten Pflanzen extremen Schwankungen unterliegt, hat sich die Anzahl der Sicherstellungsfälle von Cannabispflanzen (seit 2001) und Marihuana (seit 1998) bis 2008 nahezu verdoppelt. Im selben Zeitraum ist die Zahl der Sicherstellungen von Haschisch stark zurückgegangen. Aktuell scheint in den einzelnen Fällen, in denen Marihuana beschlagnahmt wird, die jeweilige Menge geringer zu sein, als in den Fällen, in denen Haschisch sichergestellt wird.

Die Zahl der Handels- und Konsumdelikte im Zusammenhang mit Cannabis ist seit 2004 rückläufig.

Die erhobenen und verfügbaren Daten sind sehr selektiv. Z.B. lassen sich kaum Aussagen über den Großhandel treffen. Angaben über Menge und Reinheit von Sicherstellungen unterliegen hohen Schwankungen. Die Befragung zu den Vorlieben der Konsumenten ist nicht repräsentativ, entsprechende Items sollten in bestehende Repräsentativumfragen integriert werden.

Literatur

Bundeskriminalamt (2009a). Rauschgift Jahreskurzlage 2008. Daten zur Rauschgiftkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland. Bundeskriminalamt, Wiesbaden.

Bundeskriminalamt (2008). Rauschgift Jahreskurzlage 2007. Daten zur Rauschgiftkriminalität in der Bundesrepublik Deutschland. Wiesbaden: Bundeskriminalamt.

Kraus, L., Pfeiffer-Gerschel, T., & Pabst, A. (2007). Cannabis und andere iIllegale Drogen: Prävalenz, Konsummuster und Trends. Ergebnisse des Epidemiologischen Suchtsurveys. Sucht 54 (Sonderheft 1) 16-25.

Simon, R., Sonntag, D., Bühringer, G., & Kraus, L. (2004). Cannabisbezogene Störungen: Umfang, Behandlungsbedarf und Behandlungsangebot in Deutschland (Forschungsbericht 138). Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung, Bonn.


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