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Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology

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Lehrziele: 1. konträre Forschungspositionen zu Wirkung von Bildern auf Lernerfolg kennenlernen 2. Studie, die versucht die Ansätze empirisch zu integrieren kennenlernen. Vorlesungsergänzung. Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology. „Alles ein wenig karg…“.

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Lehrziele:1. konträre Forschungspositionen zu Wirkung von Bildern auf Lernerfolg kennenlernen2. Studie, die versucht die Ansätze empirisch zu integrieren kennenlernen

Vorlesungsergänzung

Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology

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„Alles ein wenig karg…“

Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology

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Lenken dekorative Bilder in computer-basierten Lernumgebungen (Cognitive Tutor) ab oder wecken sie Interesse und Engagement?

Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology

was gegen dekorative bilder spricht
Was gegen dekorative Bilder spricht...
  • Cognitive Load Theory(Sweller, van Merrienboer, and Paas, 1998):
    • Redundancy effect (Sweller, 2005)
    • Split-attention effect (Ayres & Sweller, 2005)
  • Cognitive Theory of Multimedia Learning(Mayer, 2005):
    • Seductive details effect (Harp & Mayer, 1997)
    • Recall is significantly better without decorative pictures (Harp & Mayer, 1997)

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was gegen dekorative bilder spricht1
Was gegen dekorative Bilder spricht...

Dekorative Bilder besonders nachteilig für Lernende mit wenig Vorwissen (da zu hoher extrinsische kognitive Belastung)

  • Cognitive Load Theory(Sweller, van Merrienboer, and Paas, 1998):
    • Redundancy effect (Sweller, 2005)
    • Split-attention effect (Ayres & Sweller, 2005)
  • Cognitive Theory of Multimedia Learning(Mayer, 2005):
    • Seductive details effect (Harp & Mayer, 1997)
    • Recall is significantly better without decorative pictures (Harp & Mayer, 1997)

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Was für dekorative Bilder spricht...

Klassische Definition von Interesse

  • Eine spezifische Person-Objekt-Beziehung.
  • Beinhaltet eine emotionsbezogene Komponente und eine wertbezogene Komponente (Schiefele, Krapp, Wild, & Winteler, 1992)

Situationales Interesse

Individuelles Interesse

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Was für dekorative Bilder spricht...

Situationales Interesse entsteht als Reaktion auf einen Umweltinput (z.B. dekorative Bilder) (Krapp, 1999).

  • Situationales Interesse erleichtert das Verständnis und das Lernen (Harackiewicz, 2001) durch
    • Elaboration (Pekrun et al., 2002)
    • Auseinandersetzung mit der Aufgabe (Parker & Lepper, 1992)
    • Engagement (Harackiewicz et al., 2008)
    • Ausdauer (Schiefele, 1996)

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Was für dekorative Bilder spricht...

Situationales Interesse entsteht als Reaktion auf einen Umweltinput (z.B. dekorative Bilder) (Krapp, 1999).

  • Situationales Interesse erleichtert das Verständnis und das Lernen (Harackiewicz, 2001) durch
    • Elaboration (Pekrun et al., 2002)
    • Auseinandersetzung mit der Aufgabe (Parker & Lepper, 1992)
    • Engagement (Harackiewicz et al., 2008)
    • Ausdauer (Schiefele, 1996)

Situationales Interesse ist notwendig zur Aktivierung des Lernens. Dekorative Bilder könnten Interesse wecken und die Bereitschaft zum Lernen aufrechterhalten

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Integration der theoretischen Sichtweisen

Dekorative Bilder behindern das gegenwärtige Lernen (Nachtest 1), vor allem wenn wenig Vorwissen da ist,

wecken aber Interesse und führen somit zur Bereitschaft weiter zu lernen und sich dadurch zu verbessern (Nachtest 2).

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Noch genauer…

  • Hypothesen für Nachtest 1 (im Anschluss an die Lernphase)
  • 1a. Lernen mit dekorativen Bildern führt zu schlechteren Lernergebnissen
    • für nahen Transfer und
    • weiten Transfer
  • 1b. Dekorative Bilder erschweren hauptsächlich das Lernen bei Schülern mit wenig Vorwissen

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Noch genauer…

  • Hypothesen für Nachtest 2 (14 Tage nach der Lernphase)
  • 2. Schüler aus der dekorativen Bilderbedingung arbeiteten mehr mit dem Lernheft als Schüler aus der Bedingung ohne Bilder.
  • 3. Dekorative Bilder führen zu besseren Lernergebnisse
    • Für nahen Transfer und
    • Weiten Transfer

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effekte der interessenskomponenten
Effekte der Interessenskomponenten

Wertbezogene Komonente

Emotionbezogene Komponente

d = .88***

d = .11

ohne

mit

mit

ohne

Dekorative Bilder

  • n = 86***p <.001

Vorstudie

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auswahl der interessantesten bilder
Auswahl der interessantesten Bilder

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hauptstudie methodenteil
Hauptstudie: Methodenteil

Teilnehmer

52 8.Klässler eines Gymnasiums (29 Jungs, Alter M = 13.5, SD = 0.65)

Material

Cognitive Tutor zu Winkelberechnungen

Design

Between-subjects-design

mit interessanten dekorativen Bildern

ohne Bilder

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beispiel aus den beiden cognitive tutors
Beispiel aus den beiden Cognitive Tutors

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hauptstudie methodenteil1
Hauptstudie: Methodenteil

Ablauf

Geometrietest und Interessensabfrage

Lösen von computer-basierten Geometrieproblemen

Geometrietest (Naher und weiter Transfer)

Freiwilliges Arbeiten mit einem Geometrie-büchleich, das zusätzliche Aufgaben enthält

Wie Nachtest 1 mit zusätzlichen Aufgaben passend zum Geometriebüchlein

Vortest

Lern-

phase

Nachtest 1

Optionale

Lernphase

Nachtest 2

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effekte der interessenskomponenten1
Effekte der Interessenskomponenten

Wertbezogene Komponente

Emotionsbezogene Komponente

d = .19

d = .59*

ohne

mit

mit

ohne

Dekorative Bilder

  • n = 52*p <.05

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Zur Erinnerung…

  • Hypothesen für Nachtest 1 (im Anschluss an die Lernphase)
  • 1a. Lernen mit dekorativen Bildern führt zu schlechteren Lernergebnissen
    • für nahen Transfer und
    • weiten Transfer
  • 1b. Dekorative Bilder erschweren hauptsächlich das Lernen bei Schülern mit wenig Vorwissen

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ergebnis f r 1a und 1b bei nahem transfer
Ergebnis für 1a und 1b bei nahem Transfer

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Hypothesen für Nachtest 1 (im Anschluss an die Lernphase)

  • 1a. Lernen mit dekorativen Bildern führt zu schlechteren Lernergebnissen
    • für nahen Transfer und
    • weiten Transfer
  • 1b. Dekorative Bilder erschweren hauptsächlich das Lernen bei Schülern mit wenig Vorwissen

Magner- University of Freiburg, Departement of Psychology

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Noch genauer…

Hypothesen für Nachtest 2 (14 Tage nach der Lernphase)

2. Schüler aus der dekorativen Bilderbedingung arbeiteten mehr mit dem Lernheft als Schüler aus der Bedingung ohne Bilder.

3. Dekorative Bilder führen zu besseren Lernergebnisse

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interpretation und fazit
Interpretation und Fazit…
  • SituationalesInteressekonnte nur geweckt, nicht aufrechterhalten werden (keine Effekte im Nachtest 2)
  • Mögliche Gründe:
    • OptionaleLernphase war nicht mit Cognitive Tutor
    • Lernheft war nichtangereichertmit Bildern
    • Die Zeitspanne zu Nachtest 2 war zu lang
  • Bilder reduzierennur den Lernerfolg (naher Transfer) beiSchülernmitwenigVorwissen
  • Interpretation:
    • Seductive-details-effect nurfür Schüler mit wenig Vorwissen

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interpretation und fazit1
Interpretation und Fazit…
  • Bilder scheinen den Lernerfolg (naher Transfer) bei Schülern mit sehr viel Vorwissen zu erhöhen
    • Muss mit weiteren Studien geprüft werden
  • Kein Effekt von Interesse auf Lernerfolg bei weitem Transfer.
  • Annahme:
    • Effekt von Interesse (positiv) und der Effekt der Ablenkung (negativ) neutralisieren sich
  • Fazit:
  • Ob Bilder ablenken oder nicht, hängt vom Vorwissen und der Schwierigkeit des Lerninhalts ab

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Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

Gibt es noch Fragen?

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