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Fortbildung der Mitglieder von Krisenteams an Schulen mit Schwerpunkt der Bewältigung von Amoklagen im Schulbereich - Verhaltensempfehlungen - PowerPoint PPT Presentation


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PD Tauberbischofsheim. Fortbildung der Mitglieder von Krisenteams an Schulen mit Schwerpunkt der Bewältigung von Amoklagen im Schulbereich - Verhaltensempfehlungen - Verantwortlich für den Inhalt: Polizeidirektion Tauberbischofsheim. Krisen i.S. der VwV Gewaltvorfälle -Rahmenkrisenplan- .

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Fortbildung der Mitglieder von Krisenteams an Schulen mit Schwerpunkt der Bewältigung von Amoklagen im Schulbereich - Verhaltensempfehlungen -

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Presentation Transcript


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PD Tauberbischofsheim

Fortbildung der Mitglieder von Krisenteams an Schulen mit Schwerpunkt der Bewältigung von Amoklagenim Schulbereich

- Verhaltensempfehlungen -

Verantwortlich für den Inhalt: Polizeidirektion Tauberbischofsheim


Krisen i s der vwv gewaltvorf lle rahmenkrisenplan l.jpg

Krisen i.S. der VwV Gewaltvorfälle-Rahmenkrisenplan-

  • Gewaltvorfälle – allgemein

  • Telefonische (Bomben-) Drohung

  • Schriftliche (Bomben-) Drohung

  • Geiselnahme

  • Amoklage

  • Sonstige: Brand


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Aufgaben der Krisenteams

  • Maßnahmen der Krisenteams gem. Rahmenkrisenplan (Anlagen I.1 bis I.5)

  • Beispiele: - Sofortige Verständigung der Polizei

    - Erstversorgung (Erste Hilfe)

    - Betreuung von Opfern

    - Räumung der Schule nach

    Absprache mit der Polizei


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Amoklage

  • „Worst-Case“-Krisensituation

  • Amok stellt die Krise dar, bei der die (zumindest gedankliche) Vorbereitung den größten positiven Effekt haben kann (Rettung von Menschenleben/Minimierung der Opferzahl)

  • Problem: Faktor „Zeit“

  • Daher: Schnelles und sicheres Handeln ist

    unabdingbar!


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Gewalt-Prävention in den Schulen Ish. auch Rahmenkrisenplan – Allgemeine Verhaltensregeln –und Bericht des „Expertenkreis Amok“

  • Universelle Prävention: Maßnahmen mit Zielrichtung aller Schüler (z.B. positives Schulklima)

  • Selektive Prävention (z.B. Vorgehen beim Vorliegen bestimmter Risikofaktoren – etwa Schulausschlüsse: Kein Ausschluss ohne Anschluss – Alternativen und Perspektiven bieten/entwickeln)

  • Indizierte Prävention: Indikation zum präventiven Handeln auf der individuellen Ebene und auf Basis genereller Risiken (z.B. Person hat Amoktat angedroht oder angedeutet)


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Gewalt-Prävention in den Schulen II

  • Einsicht in die Notwendigkeit von Gewaltfreiheit vermitteln

  • Hemmungen gegen das Äußern von körperlicher und verbaler Gewalt erzeugen

  • Nulltoleranz gegenüber Drohungen/Gewalt; ob als Nötigung, verbale Entgleisung oder aktive Tat!

  • Auf Warnzeichen (z.B. aggressives Verhalten oder entsprechende Äußerungen) achten und reagieren !

  • Schulpsychologischen Dienst einbeziehen

  • Polizei informieren


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Fallbeispiel Littleton/USA20. April 1999

  • Zwei schwer bewaffnete Schüler (Eric Harris, 18, und Dylan Klebold, 17) erschießen in der Columbine High School in Littleton/Colorado zwölf ihrer Mitschüler und einen Lehrer.

  • Anschließend begehen sie Suizid.


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Fallbeispiel Erfurt 26.April 2002

Der 19-jährige Schüler Robert S. betritt gegen ca. 11.00 Uhr das Gutenberg-Gymnasium.

Er erschießt gezielt zwölf Lehrer, eine Sekretärin und einen herbeigeeilten Polizisten.

Zwei Schüler werden tödlich getroffen, als S. eine Tür durchschießt.

Anschließend tötet er sich selbst.


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Fallbeispiel Emsdetten20. November 2006

  • Gegen 09.30 Uhr schießt der 18-jährige Bastian B. auf dem Schulhof der Geschwister-Scholl-Realschule in Emsdetten wahllos um sich.

  • Anschließend dringt er in die Schule ein, schießt auch dort um sich, zündet mehrere Rauchgas-bomben und erschießt sich schließlich selbst.

  • Vier Schüler und der Hausmeister werden teils schwer verletzt; 16 Polizeibeamte müssen wegen einer Rauchgasvergiftung behandelt werden.


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Fallbeispiel Winnenden11. März 2009

  • Der 17 Jahre alte Tim K. betritt gegen 09.30 Uhr die Albertville-Realschule in Winnenden und erschießt neun Schüler, zwei Lehrerinnen und eine Referendarin mit einer 9 mm-Selbstladepistole.

  • Nach sofortiger Intervention der Polizeikräfte flüchtet K. aus der Schule und erschießt im Verlauf der Flucht drei weitere Personen.

  • Nach einem Schusswechsel mit der Polizei, bei dem K. angeschossen wird, schießt er sich in den Kopf und verstirbt.


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AMOK

Geiselnahme

Abgrenzungen

Intentionen der Täter

Geisel als Druckmittel zur Zielverwirklichung

Verletzungs-/Tötungsabsicht

Täter will nicht unerkannt bleiben

Täter möchte unerkannt entkommen


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Polizeiliche Maßnahmen bei Amok-/Geisellagen

Amok

Maßnahmen der Polizei sind darauf ausgelegt, die Handlungsabläufe des Täters zu unterbrechen

Geisellage

Maßnahmen der Polizei sind darauf ausgelegt, den Täter durch Verhandlungen zur Aufgabe seines Vorhabens zu bewegen


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Verhaltensempfehlungen

Nach Erkennen der AMOK-Lage

(auch bei Verdachtslagen)

  • Notruf 110 absetzen

  • Information des Sekretariats / Rektorats


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Verhaltensempfehlungen

a) Notruf 110 absetzen

Ruhe bewahren

Deutlich

sprechen

auf Rückfragen warten

Nicht auflegen


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Verhaltensempfehlungen

Wichtige Informationen für die Polizei:

  • Anrufer (WER teilt mit - Erreichbarkeit?)

  • Sachverhalt (WAS ist geschehen - Ausmaß?)

  • Tatzeit (WANN ist die Sache passiert)

  • Tatort (WO ist der Ereignisort?)

  • Täter (WER ist der Täter - Täterhinweise?)

  • Opfer (Wie viele Verletzte / Getötete?)


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Verhaltensempfehlungen

  • Information des Sekretariats / Rektorats als Zentrale Informationssammelstelle

Sekretariat / Rektorat besetzt lassen

Erreichbarkeit für die Polizei gewährleisten

Informationen über Lautsprecher durchsagen (Klartext)


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Verhaltensempfehlungen

Verhaltensmaßnahmen bei einer AMOK-Lage

  • Grundsatz

Einschließen und verbarrikadieren im Zimmer

b) Ausnahme

Flucht aus dem Gebäude


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Verhaltensempfehlungen

a) Einschließen und verbarrikadieren im Zimmer

  • mit Schlüssel abschließen

  • mit Möbeln verbarrikadieren

  • von der Tür entfernen

  • auf den Boden legen

  • Deckung suchen, verbergen

  • ruhig verhalten

  • evtl. Plakat


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Verhaltensempfehlungen

b) Ausnahme: Flucht aus dem Gebäude

nur bei geringem Risiko

Aktionsraumdes Täters

beachten

nicht kreuzen

verlassen

  • Panik vermeiden

  • bei Rettungskräften melden


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Verhaltensempfehlungen

Verhaltensempfehlungen bei Schulzentren

  • Information der benachbarten Schule

Maßnahmen in der angrenzenden Schule

  • Eingangs- / Verbindungstüren (zu)schließen

  • Verhalten wie bei einer eigenen Amoklage!

  • Im Gebäude bleiben: Verbarrikadieren/Türen schließen

  • Fensterbereiche meiden

  • Erreichbarkeit für die Polizei sicherstellen


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Verhaltensempfehlungen

Maßnahmen bei „herumliegenden“ Waffen

Grundsatz: Keine Waffen in die Hand nehmen

Aber: Waffen aus dem unmittelbaren Zugriffsbereich

des Täters entfernen

Beispiel: Pistole / Messer mit dem Fuß unter einen Schrank

schieben


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Verhaltensempfehlungen „Kernpunkte“

Hände weg von Waffen!


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Technische Maßnahmen I

Zutrittskontrollsysteme :

Um eine lückenlose Zugangs-Kontrolle zu erreichen,

wäre ein hoher mechanischer, technischer oder

personeller Aufwand erforderlich, der einen regulären

Schulbetrieb massiv beeinträchtigen würde.

  • Varianten:

  • verschlossene Zugangstüren / Sprechanlage ins Sekretariat

  • (Sichtverbindung Sekretariat – Eingang?, massive Beeinträchtigung des regulären Schulbetriebs, bindet Personal, Sicherungseffekt fraglich)

  • b) durch Personal (Security)


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Technische Maßnahmen

Zutrittskontrollsysteme :

Vereinzelungsanlage (Personenschleuse) erforderlich

Identifizierungsmedium

Transponder

oder

Chipkarte

Problem:

Täter = Berechtigter

Möglichkeit des Missbrauchs des Mediums durch Unberechtigte

Die Freizügigkeit und Barrierefreiheit einer Schule geht verloren !


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Technische Maßnahmen II

Videoüberwachung :

  • Einsatzbeispiel:

  • Videokameras in den Fluren

  • zuschaltbar im Bedarfsfall

  • Lokalisierung des Täters

Littleton (Colorado)20. April 1999

 verhindert keinen Amoklauf !!


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Bautechnische Möglichkeiten

  • Telefon-/Gegensprechanlage

  • Lautsprecheranlagen

  • Alarmauslösung (automatisierte

    Lautsprecherdurchsagen) mittels

    Schlüsselschalter/Notfalltelefon

  • Panikschlösser


Was sich die polizei w nscht l.jpg

Was sich die Polizei wünscht:

  • Vertrauensvolle Zusammenarbeit

  • Inanspruchnahme unserer Hilfsangebote

  • Niedrige Schwelle für Informationsaustausch

  • Zeitnahe Aktualisierung der Krisenpläne

  • Nach Umbaumaßnahmen: Übersendung aktueller Baupläne/Flucht- und Rettungspläne


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Vielen Dank

für

Ihre Aufmerksamkeit


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